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Laternen basteln im Kindergarten: 12 einfache Ideen für Sankt Martin

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Anfang November hängen in vielen Kitas zwanzig Laternen an der Leine, und alle sehen gleich aus. Das liegt selten an den Kindern. Meist war die Vorlage so anspruchsvoll, dass am Ende die Erwachsenen geschnitten, geklebt und gerettet haben. Die Kinder haben zugeschaut und einen Aufkleber gesetzt.

Hier findest Du zwölf Laternen, bei denen es andersherum läuft. Du bereitest vor, was scharfes Werkzeug braucht, und Dein Kind macht den Teil, den man später sieht: rollen, drucken, reißen, kleistern, zupfen. Die Ideen sind nach Grundform sortiert – Käseschachtel, Pappteller und Papier, Milchtüte und Flasche, Naturmaterial –, damit Du nach dem suchen kannst, was Du ohnehin im Haus hast. Bei jeder steht, ab welchem Alter sie passt und ob sie mit einer ganzen Gruppe zu schaffen ist.

Eines gilt für alle zwölf: Getragen werden sie an einem LED-Laternenstab, nie mit Kerze. Papier, Kleister und Watte brennen schnell, und ein Umzug mit vielen kleinen Kindern im Dunkeln ist kein Ort für offenes Feuer. Das Licht am Stab hängt von oben in die Laterne, deshalb kommen manche der Modelle sogar ohne Boden aus.

Das brauchst Du für fast jede Laterne

Laternen aus der Käseschachtel

Die runde Spanschachtel vom Camembert ist die Grundform, die in den meisten Kitas seit Jahrzehnten benutzt wird: Der Boden bleibt Boden, aus dem Deckel wird ein Ring für oben, dazwischen steht ein Bogen Papier. Die Kinder gestalten nur das Papier – und das im Liegen, flach auf dem Tisch. Genau deshalb klappt diese Form schon mit Zweijährigen.

Die Laterne mit der Murmeltechnik

ab 2 Jahren  ·  20 Minuten plus eine Stunde Trockenzeit · leicht
Die Laterne mit der Murmeltechnik — Eine runde Laterne aus einer Kaeseschachtel auf einem hellen Holztisch, etwa 20 cm hoch
Bunte Rollspuren kreuz und quer – jede Laterne sieht anders aus, und keine kann misslingen.

Ein Bogen Papier liegt in einem Schuhkartondeckel, dazu kommen ein paar Murmeln, die vorher in Farbe gebadet haben. Dein Kind kippt den Deckel hin und her, die Murmeln rollen und ziehen bunte Linien hinter sich her. Aus dem getrockneten Bogen wird die Laternenwand.

Du schneidest vorher das Papier zu, trennst mit dem Cutter die Mitte aus dem Schachteldeckel und füllst die Farben in flache Schälchen. Es hakt meistens an zu viel Farbe: Dann werden aus den Linien Pfützen, und das Papier wellt sich. Mit einer ganzen Gruppe geht das gut, wenn Du zwei Kartondeckel aufstellst und die Kinder nacheinander drankommen – pro Kind dauert das Rollen keine fünf Minuten.

Das brauchst Du
  • Eine runde Käseschachtel aus Span oder Pappe, etwa 11 cm Durchmesser
  • Weißes Transparentpapier oder Butterbrotpapier, ein Stück von 20 x 38 cm
  • Ein Schuhkartondeckel und vier Murmeln
  • Fingerfarbe in Rot, Gelb und Blau, je ein Esslöffel in einem Schälchen
  • Bastelkleber ohne Lösemittel
  • Basteldraht, 35 cm, und ein LED-Laternenstab

So geht es

  1. Schneide mit dem Cutter die Mitte aus dem Schachteldeckel, sodass ein Ring mit 1 cm Rand stehen bleibt – das machst Du als Erwachsener, bevor Dein Kind an den Tisch kommt.
  2. Lege das Papier in den Schuhkartondeckel und lass Dein Kind in jedes Farbschälchen eine Murmel legen und mit einem Löffel darin wenden; bei Kindern unter drei Jahren bleibst Du wegen der Murmeln direkt daneben sitzen.
  3. Hebe die Murmeln mit dem Löffel auf das Papier und lass Dein Kind den Deckel mit beiden Händen kippen, bis die Murmeln keine Farbe mehr abgeben.
  4. Nimm das Papier heraus und lass es etwa eine Stunde flach liegend trocknen.
  5. Streiche den Innenrand des Schachtelbodens mit Bastelkleber ein, stelle das zur Rolle gebogene Papier hinein und klebe die Naht mit 3 cm Überlappung zu.
  6. Klebe den Deckelring oben außen um die Papierrolle, stich mit einer Nadel zwei gegenüberliegende Löcher in den Ring und biege den Draht als Bügel hindurch; die Drahtenden drehst Du selbst nach innen um.
  7. Fertig ist die Laterne, wenn sie am Bügel gerade hängt und das Licht des LED-Stabs die Farbspuren von innen zeigt.

Wenn es zu leicht wird: Ältere Kinder rollen zuerst nur mit Gelb, lassen trocknen und setzen dann eine zweite Farbe darüber. So sehen sie, wo sich die Spuren kreuzen und zu Orange oder Grün mischen.

Für Jüngere: Für die Jüngsten nimmst Du nur zwei Murmeln und eine Farbe und hältst den Kartondeckel mit fest. Zusammenkleben und Bügel übernimmst Du.

Die Handabdruck-Laterne

ab 2 Jahren  ·  15 Minuten plus eine Stunde Trockenzeit · leicht
Die Handabdruck-Laterne — Eine runde Laterne aus einer Kaeseschachtel auf einem hellen Holztisch
Die eigenen Hände einmal rundherum – eine Laterne, die Eltern nach Jahren noch aufheben.

Hier ist die Hand der Stempel. Dein Kind drückt die farbige Handfläche vier- oder fünfmal auf den Papierbogen, mehr braucht es nicht. Wenn die Laterne leuchtet, stehen die Hände dunkel vor dem hellen Papier.

Leg Dir vor dem Start alles zurecht: Papier zugeschnitten, Farbe auf einem flachen Teller, eine Schüssel Wasser und ein Handtuch in Reichweite. Sobald die Hand voll Farbe ist, kannst Du nichts mehr holen. Schwierig wird es, wenn Kinder die Hand auf dem Papier verschieben, dann verschmiert der Abdruck. In der Gruppe funktioniert das nur einzeln, ein Kind nach dem anderen, während die übrigen etwas anderes tun. Für eine Krippengruppe ist es trotzdem die schnellste Laterne von allen.

Das brauchst Du
  • Eine runde Käseschachtel, etwa 11 cm Durchmesser
  • Weißes Transparentpapier, ein Stück von 20 x 38 cm
  • Fingerfarbe in einer kräftigen Farbe, zwei Esslöffel auf einem flachen Teller
  • Ein breiter Pinsel oder ein Stück Schwamm
  • Bastelkleber ohne Lösemittel
  • Basteldraht, 35 cm, und ein LED-Laternenstab

So geht es

Kinderhand drückt einen orangen Handabdruck aufs Transparentpapier
Fest drücken, gerade abheben – jeder Abdruck wird ein kleines Unikat.
  1. Trenne mit dem Cutter die Mitte aus dem Schachteldeckel, bis ein 1 cm breiter Ring übrig ist; das ist Deine Aufgabe.
  2. Lege das Papier quer auf den Tisch und klebe es an zwei Ecken mit Klebeband fest, damit es nicht an der Hand hängen bleibt.
  3. Streiche die Handfläche Deines Kindes mit dem Pinsel dünn mit Farbe ein – dünn genug, dass man die Hautlinien noch sieht.
  4. Führe die Hand aufs Papier, lass Dein Kind einmal fest drücken und gerade nach oben abheben; setzt vier bis fünf Abdrücke nebeneinander und streicht vor jedem neu ein.
  5. Wascht die Hände und lasst das Papier eine Stunde trocknen.
  6. Klebe das Papier als Rolle in den Schachtelboden, schließe die Naht mit 3 cm Überlappung, klebe den Deckelring oben herum und befestige den Drahtbügel in zwei gegenüberliegenden Löchern.
  7. Fertig ist sie, wenn die Farbe beim Darüberstreichen nicht mehr abfärbt und die Laterne frei am LED-Stab hängt.

Wenn es zu leicht wird: Kinder ab vier machen aus den getrockneten Abdrücken Figuren: Mit einem schwarzen Filzstift wird aus der Hand ein Igel, eine Gans oder ein Baum mit fünf Ästen.

Für Jüngere: Mag Dein Kind keine Farbe an der ganzen Hand, stempelt es nur mit den Fingerkuppen Punkte aufs Papier. Das sieht beleuchtet genauso gut aus.

Die Schattenlaterne mit Häuserreihe

ab 5 Jahren  ·  45 Minuten plus zwei Stunden Trockenzeit · mittel
Die Schattenlaterne mit Häuserreihe — Eine runde Laterne auf einem hellen Holztisch, etwa 20 cm hoch
Schwarze Dächer vor einem Abendhimmel aus Papierschnipseln – im Dunkeln wirkt sie am stärksten.

Diese Laterne hat zwei Schichten: einen bunten Himmel aus gerissenen Transparentpapierstücken und davor eine schwarze Häuserreihe aus Tonpapier. Bei Tageslicht sieht sie unscheinbar aus. Im Dunkeln stehen die Dächer als Schatten vor Rot, Orange und Gelb.

Du rührst den Kleister eine halbe Stunde vorher an und schneidest das weiße Grundpapier und den schwarzen Streifen auf Maß. Die Dächer schneiden Vorschulkinder selbst, das ist der Reiz daran. Die Fenster sind die Stelle, an der es hakt: In die Mitte eines Papiers zu schneiden gelingt in dem Alter kaum, das machst Du mit dem Cutter. Mit einer ganzen Gruppe ist das eine Arbeit für zwei Tage – am ersten der Himmel, am zweiten die Häuser – und eher etwas für die Großen als für alle.

Das brauchst Du
  • Eine runde Käseschachtel, etwa 11 cm Durchmesser
  • Weißes Transparentpapier, ein Stück von 20 x 38 cm
  • Transparentpapier in Rot, Orange und Gelb, je ein halber Bogen DIN A4
  • Schwarzes Tonpapier, ein Streifen von 9 x 38 cm
  • Tapetenkleister, eine Tasse voll, mit Pinsel, dazu Bastelkleber
  • Eine Kinderschere, Basteldraht (35 cm) und ein LED-Laternenstab

So geht es

  1. Lass Dein Kind das farbige Transparentpapier in Stücke reißen, etwa so groß wie eine Streichholzschachtel.
  2. Bestreicht das weiße Papier abschnittsweise mit Kleister, legt die Stücke überlappend auf und streicht noch einmal Kleister darüber, bis kein Weiß mehr zu sehen ist; dann zwei Stunden trocknen lassen.
  3. Zeichne auf den schwarzen Streifen eine Linie 4 cm über der Unterkante; darüber schneidet Dein Kind mit der Kinderschere Zacken und Stufen als Dächer und Türme hinein.
  4. Schneide mit dem Cutter in jedes Haus ein oder zwei Fenster von etwa 1 x 1 cm – das übernimmst Du auf einer Schneideunterlage.
  5. Klebt den schwarzen Streifen mit Bastelkleber bündig an die Unterkante des getrockneten Himmels.
  6. Baue die Laterne zusammen: Papierrolle in den Schachtelboden kleben, Naht 3 cm überlappen lassen, den ausgeschnittenen Deckelring oben aufkleben, Drahtbügel durch zwei Löcher ziehen und die Enden umbiegen.
  7. Fertig ist die Laterne, wenn im abgedunkelten Raum mit dem LED-Stab die Fenster farbig leuchten und die Dächer als klare Kante zu sehen sind.

Wenn es zu leicht wird: Wer sicher schneidet, setzt über die Dächer noch einen Mond und ein paar Sterne aus den schwarzen Resten oder schneidet statt der Häuser einen Reiter auf dem Pferd – passend zur Martinsgeschichte.

Für Jüngere: Jüngere Kinder kleben nur den Himmel. Die Häuserreihe schneidest Du, oder sie besteht einfach aus unterschiedlich hohen schwarzen Rechtecken, die Dein Kind nebeneinander aufklebt.

Laternen aus Pappteller und Papier

Wenn keine Käseschachteln gesammelt wurden, geht es auch ganz ohne: mit zwei Papptellern, einer Papiertüte oder einem Luftballon als Form. Diese drei Laternen sehen sehr unterschiedlich aus, kommen aber alle mit Papier, Kleber und wenig Zuschnitt aus.

Die Pappteller-Laterne mit rundem Fenster

ab 3 Jahren  ·  30 Minuten plus eine Stunde Trockenzeit · leicht
Die Pappteller-Laterne mit rundem Fenster — Eine flache runde Laterne aus zwei aufeinandergesetzten tiefen Papptellern, aufre
Zwei Teller, ein Fenster in der Mitte – flach wie eine Scheibe und leicht zu tragen.

Zwei tiefe Pappteller werden Rand auf Rand gesetzt, sodass dazwischen ein flacher Hohlraum entsteht. In beiden Tellern ist die Mitte ausgeschnitten und mit Transparentpapier hinterklebt. Dein Kind bemalt die Ränder, und je nach Farbe wird daraus eine Sonne, ein Mond oder ein Apfel.

Die Fenster schneidest Du vorher aus, denn in einen Tellerboden hineinzustechen ist nichts für Kinderscheren. Auch das Tackern am Schluss ist Deine Sache. Achte darauf, dass die Teller wirklich tief sind, bei flachen passt das Licht des Stabs nicht dazwischen. Für eine ganze Gruppe ist das eine der dankbarsten Laternen: Pappteller sind billig, es gibt keine langen Wartezeiten, und zehn Kinder können gleichzeitig malen.

Das brauchst Du
  • Zwei tiefe Pappteller, etwa 22 cm Durchmesser
  • Transparentpapier in Gelb, zwei Stücke von 15 x 15 cm
  • Fingerfarbe oder Wasserfarbe und ein dicker Pinsel
  • Bastelkleber ohne Lösemittel und ein Tacker
  • Basteldraht, 30 cm, und ein LED-Laternenstab

So geht es

Kinderhände drücken gelbes Transparentpapier über das Fenster im Pappteller
Von innen angedrückt, hält das Papier ganz ohne Kleckse – kleine Hände helfen da gern mit.
  1. Stelle eine Müslischale von etwa 12 cm Durchmesser mittig auf die Rückseite jedes Tellers, umfahre sie mit Bleistift und schneide den Kreis mit einer spitzen Schere aus – das machst Du.
  2. Lass Dein Kind die Rückseiten beider Teller rund um das Loch bemalen und eine Stunde trocknen.
  3. Dreht die Teller um, streicht Kleber rund um das Loch und drückt je ein Stück Transparentpapier von innen darauf.
  4. Lege die Teller mit den Innenseiten zueinander und tackere die Ränder alle 4 cm zusammen; oben lässt Du eine Öffnung von 10 cm frei.
  5. Stich links und rechts neben der Öffnung je ein Loch durch beide Ränder, ziehe den Draht als Bügel hindurch und verdrehe die Enden so, dass sie nach innen zeigen.
  6. Fertig ist die Laterne, wenn das Licht des LED-Stabs durch die Öffnung zwischen die Teller passt und beide Fenster leuchten.

Wenn es zu leicht wird: Ältere Kinder schneiden Sterne oder einen Mond aus dunklem Papier und kleben sie aufs Fenster, oder sie schneiden den Tellerrand rundherum 2 cm tief ein, damit Sonnenstrahlen entstehen.

Für Jüngere: Für Kleine reicht ein Schwamm statt Pinsel: Farbe auftupfen geht schneller und deckt besser. Das Transparentpapier klebst Du ein.

Die Papiertüten-Laterne

ab 2 Jahren  ·  20 Minuten plus 30 Minuten Trockenzeit · leicht
Die Papiertüten-Laterne — Eine kleine braune Papiertragetasche mit gedrehten Papierhenkeln steht aufrecht auf einem hellen Ho
Eine Tragetasche vom letzten Einkauf, zwei Fenster – die Henkel sind schon dran.

Eine kleine Papiertragetasche bringt alles mit, was eine Laterne braucht: Sie steht von allein, ist oben offen und hat zwei Henkel, in die der Stab eingehängt wird. Es fehlen nur Fenster. Die werden mit bunten Schnipseln hinterklebt, und um das runde Fenster herum kann Dein Kind malen, was es möchte – einen Apfel, eine Sonne oder einfach Kringel.

Du schneidest die beiden Fenster aus und legst dafür ein Stück Pappe in die Tüte, damit der Cutter nicht durch beide Seiten geht. Fummelig ist das Einkleben von innen, weil die Tüte eng ist. Leg sie dafür flach hin und greif von oben hinein. In der Gruppe geht das problemlos, wenn die Eltern vorher Tüten mitbringen. Bedruckte Taschen drehst Du auf links oder überklebst das Logo.

Das brauchst Du
  • Eine Papiertragetasche mit Henkeln, etwa 18 x 22 cm
  • Butterbrotpapier, zwei Stücke von 12 x 12 cm
  • Transparentpapier- oder Seidenpapierreste in zwei, drei Farben
  • Ein Klebestift und Wachsmalstifte
  • Ein LED-Laternenstab

So geht es

  1. Stelle ein Trinkglas von etwa 8 cm Durchmesser mittig auf Vorder- und Rückseite der Tüte, umfahre es und schneide beide Kreise mit dem Cutter aus; das ist Erwachsenenarbeit.
  2. Lass Dein Kind die bunten Papierreste in kleine Stücke reißen und mit dem Klebestift dicht an dicht auf die beiden Butterbrotpapiere kleben.
  3. Gib Deinem Kind die Wachsmalstifte, damit es die Tüte außen rund um die Löcher bemalt.
  4. Lege die Tüte flach, bestreiche innen den Rand um das Loch mit dem Klebestift und drücke ein beklebtes Butterbrotpapier mit der bunten Seite nach außen dagegen; wiederhole das auf der anderen Seite.
  5. Hänge den Haken des LED-Stabs in beide Henkel zugleich ein.
  6. Fertig ist die Laterne, wenn die Tüte am Stab gerade hängt und beide Fenster farbig leuchten.

Wenn es zu leicht wird: Kinder ab vier schneiden zusätzlich kleine Dreiecke oder Schlitze in die Seitenfalten, indem sie die flache Tüte an der Kante einschneiden – wie bei einem Scherenschnitt.

Für Jüngere: Für Krippenkinder beklebst Du die Butterbrotpapiere vorher mit breitem durchsichtigem Klebeband, klebrige Seite nach oben. Dann drücken sie die Schnipsel nur noch darauf, ganz ohne Kleber.

Die Kleisterlaterne über dem Luftballon

ab 4 Jahren  ·  40 Minuten plus zwei Tage Trockenzeit · mittel
Die Kleisterlaterne über dem Luftballon — Eine kugelrunde Laterne aus gekleistertem Transparentpapier auf einem hellen Holzti
Rund wie ein Lampion und ganz aus Papier – der Ballon ist nur die Form und kommt am Ende heraus.

Ein aufgeblasener Luftballon wird mit Kleister und Transparentpapier eingepackt, Schicht um Schicht. Nach zwei Tagen ist das Papier hart, der Ballon wird angestochen und herausgezogen. Übrig bleibt eine leichte, runde Hülle, die im Ganzen leuchtet.

Rühr den Kleister rechtzeitig an und stell jeden Ballon in eine Müslischale, damit er nicht wegrollt. Der häufigste Fehler sind zu wenige Schichten: Unter drei Lagen fällt die Hülle beim Herausziehen des Ballons zusammen. Kleistern ist außerdem eine nasse, klebrige Angelegenheit, also Ärmel hoch und Tisch abdecken. Mit einer ganzen Gruppe ist das machbar, braucht aber Platz zum Trocknen für alle Ballons und mindestens zwei Erwachsene. In kleinen Gruppen von vier Kindern läuft es entspannter.

Das brauchst Du
  • Ein runder Luftballon
  • Transparentpapier in zwei bis drei hellen Farben, insgesamt drei Bögen DIN A4
  • Tapetenkleister, eine große Tasse voll, und ein breiter Pinsel
  • Eine Müslischale als Ständer
  • Ein Locher, Basteldraht (35 cm) und ein LED-Laternenstab

So geht es

Kinderhände legen Transparentpapier auf den gekleisterten Luftballon
Schicht um Schicht: Je mehr Stücke sich überlappen, desto stabiler wird der Lampion.
  1. Blase den Ballon auf etwa 18 cm Durchmesser auf, verknote ihn und setze ihn mit dem Knoten nach oben in die Schale.
  2. Lass Dein Kind das Transparentpapier in handtellergroße Stücke reißen.
  3. Bestreicht den Ballon mit Kleister, legt die Papierstücke überlappend auf und streicht sie mit Kleister glatt; rund um den Knoten bleibt ein Kreis von etwa 9 cm Durchmesser frei.
  4. Klebt auf diese Weise drei vollständige Schichten übereinander und lasst den Ballon zwei Tage an einem warmen Ort trocknen, bis das Papier beim Klopfen hart klingt.
  5. Stich den Ballon am Knoten mit einer Nadel an, ziehe ihn heraus und wirf die Reste gleich weg, damit kein Kind sie in den Mund nimmt – das erledigst Du.
  6. Schneide den oberen Rand gerade, loche ihn an zwei gegenüberliegenden Stellen 1,5 cm unter der Kante und biege den Draht als Bügel ein.
  7. Fertig ist die Laterne, wenn die Hülle ihre Form behält, sobald Du sie am Bügel hochhebst, und das Licht des LED-Stabs frei in der Mitte hängt.

Wenn es zu leicht wird: Vorschulkinder legen zwischen zweite und dritte Schicht ausgeschnittene Formen aus dunklerem Papier – Herzen, Sterne, Blätter. Sie sind später nur bei Licht zu sehen.

Für Jüngere: Jüngere Kinder kleben die erste Schicht, die zweite und dritte legst Du nach. Wer keinen Kleister an den Händen mag, bekommt den Pinsel und Du legst die Papierstücke auf.

Laternen aus Milchtüte und Flasche

Ein Glas wäre die schönste Laterne, ist für einen Umzug im Dunkeln mit kleinen Kindern aber zu schwer und zu zerbrechlich. Getränkekarton und Plastikflasche leisten dasselbe, wiegen fast nichts und überstehen es, wenn die Laterne unterwegs auf den Gehweg fällt.

Die Milchtüten-Laterne mit vier Fenstern

ab 3 Jahren  ·  30 Minuten plus eine Stunde Trockenzeit · leicht
Die Milchtüten-Laterne mit vier Fenstern — Eine eckige Laterne aus einem Getraenkekarton auf einem hellen Holztisch, etwa 16
Vier Seiten, vier Fenster: Aus dem Getränkekarton wird eine eckige Laterne, die auch Regen aushält.

Ein leerer Getränkekarton ist stabiler als jede Papierlaterne. Der Deckel kommt ab, in jede Seite ein Fenster, Transparentpapier darüber. Den Rest der Fläche beklebt Dein Kind mit bunten Papierschnipseln, bis vom Aufdruck nichts mehr zu sehen ist.

Den Karton spülst Du gründlich aus und lässt ihn über Nacht kopfüber trocknen, sonst riecht er. Das Abschneiden und die Fenster machst Du mit dem Cutter. Auf der glatten Beschichtung hält Kleister schlecht – nimm Bastelkleber und lass die Kinder ihn mit dem Pinsel auftragen. Für die Gruppe eignet sich die Milchtüte sehr gut: Die Familien sammeln zwei Wochen vorher, und Du bereitest die Kartons an einem Nachmittag für alle vor.

Das brauchst Du
  • Ein leerer Getränkekarton, 1 Liter, ausgespült und getrocknet
  • Transparentpapier in Gelb oder Orange, vier Stücke von 6,5 x 12 cm
  • Buntes Tonpapier oder Geschenkpapierreste, zusammen etwa ein Bogen DIN A4
  • Bastelkleber ohne Lösemittel und ein Borstenpinsel
  • Basteldraht, 30 cm, und ein LED-Laternenstab

So geht es

  1. Schneide den Karton mit dem Cutter 16 cm über dem Boden gerade ab und schneide in jede der vier Seiten ein Fenster von 5 x 10 cm, sodass rundherum 1 cm Rand bleibt; beides ist Erwachsenenarbeit.
  2. Streiche Kleber auf die Ränder um jedes Fenster und lass Dein Kind die vier Transparentpapiere von außen darüberlegen und andrücken.
  3. Lass Dein Kind das bunte Papier in Stücke reißen oder mit der Kinderschere in Streifen schneiden.
  4. Bestreicht die Stege und Ränder des Kartons mit Kleber und klebt die Stücke überlappend auf, auch über die Kanten des Transparentpapiers; die Fensterflächen bleiben frei.
  5. Lasst alles eine Stunde trocknen und stich dann mit einer dicken Nadel an zwei gegenüberliegenden Seiten 1 cm unter dem Rand ein Loch für den Drahtbügel.
  6. Fertig ist die Laterne, wenn kein Aufdruck mehr durchschaut, die Schnipsel fest sitzen und das Licht des LED-Stabs durch alle vier Fenster fällt.

Wenn es zu leicht wird: Größere Kinder zeichnen die Fenster selbst vor – ein Kreis um einen Becher, ein Dreieck, ein Haus mit Dach – und Du schneidest nach ihrer Linie. So hat jede Seite eine andere Form.

Für Jüngere: Für Zweijährige umwickelst Du den Karton vorher mit einem Bogen Packpapier und schneidest die Fenster wieder frei. Auf dem Papier können sie mit Wachsmalstiften malen, statt zu kleben.

Die Eule aus der Plastikflasche

ab 3 Jahren  ·  35 Minuten plus drei Stunden Trockenzeit · mittel
Die Eule aus der Plastikflasche — Eine Eulenlaterne aus dem unteren Teil einer durchsichtigen Plastikflasche auf einem hellen
Große Augen, bunter Bauch: Die Eule ist seit Jahren die beliebteste Flaschenlaterne.

Das untere Stück einer großen Plastikflasche wird mit Transparentpapier beklebt und bekommt zwei große Papieraugen, einen Schnabel und Flügel. Weil die Flasche durchsichtig ist, leuchtet der ganze Eulenkörper. Die Farben dürfen wild sein – blaue, grüne und lila Eulen sind eher die Regel als braune.

Du schneidest die Flasche zu und klebst die scharfe Schnittkante sofort mit Klebeband ab, bevor ein Kind sie anfasst. Augen und Schnabel können Kinder ab vier selbst ausschneiden, für jüngere legst Du sie fertig hin. Kleister rutscht auf dem glatten Plastik anfangs. Dünn auftragen und das Papier fest anstreichen hilft. In der Gruppe klappt die Eule, wenn die Flaschen vorbereitet sind, und ihr an Vierertischen arbeitet. Für eine reine Krippengruppe ist sie zu kleinteilig.

Das brauchst Du
  • Eine durchsichtige Plastikflasche, 1,5 Liter, mit glatter Wand
  • Transparentpapier in zwei bis drei Farben, zusammen zwei Bögen DIN A4
  • Tonpapier in Weiß, Schwarz und Gelb, je ein Rest von 10 x 10 cm
  • Tapetenkleister mit Pinsel und Bastelkleber
  • Farbiges Klebeband, 35 cm
  • Basteldraht, 35 cm, und ein LED-Laternenstab

So geht es

Kinderhände kleben die Papieraugen auf die Flaschen-Eule
Erst die Augen, dann der Schnabel – ab diesem Moment schaut die Eule zurück.
  1. Schneide die Flasche mit dem Cutter 16 cm über dem Boden ab und klebe das Klebeband der Länge nach gefaltet über die Schnittkante – das machst Du vorab.
  2. Lass Dein Kind das Transparentpapier in Stücke von etwa 4 cm reißen.
  3. Bestreicht die Flasche außen dünn mit Kleister, legt die Stücke überlappend auf und streicht noch einmal darüber, bis die Flasche rundum bedeckt ist; danach drei Stunden trocknen lassen.
  4. Schneidet für die Augen zwei weiße Kreise aus, um ein Schnapsglas von 5 cm gezeichnet, dazu zwei schwarze Kreise in Münzgröße und ein gelbes Dreieck mit 3 cm Seitenlänge.
  5. Klebt mit Bastelkleber die schwarzen auf die weißen Kreise, die Augen nebeneinander ins obere Drittel der Flasche und den Schnabel mit der Spitze nach unten dazwischen.
  6. Schneidet aus den Papierresten zwei tropfenförmige Flügel von etwa 8 cm Länge und klebt sie links und rechts an; stich dann zwei Löcher in den abgeklebten Rand und setze den Drahtbügel ein.
  7. Fertig ist die Eule, wenn das Papier nicht mehr feucht glänzt und sie mit dem LED-Stab von innen leuchtet, ohne dass sich ein Teil löst.

Wenn es zu leicht wird: Ältere Kinder schneiden das Transparentpapier für den Bauch in kleine Halbkreise und kleben sie von unten nach oben überlappend wie Federn. Aus zwei kleinen Dreiecken am oberen Rand werden Ohren.

Für Jüngere: Für Dreijährige liegen Augen, Schnabel und Flügel fertig ausgeschnitten bereit. Sie kleistern die Flasche und setzen das Gesicht auf – wohin die Augen kommen, entscheiden sie.

Die Wolkenlaterne mit Watte und Regenbändern

ab 2 Jahren  ·  20 Minuten plus eine Stunde Trockenzeit · leicht
Die Wolkenlaterne mit Watte und Regenbändern — Eine Wolkenlaterne auf einem hellen Holztisch: das untere Stueck einer Plastik
Watte zupfen und andrücken – weicher wird Basteln nicht, und das Licht scheint trotzdem durch.

Ein Flaschenunterteil, rundherum mit Watte beklebt: Das ist die ganze Wolke. Unten hängen ein paar bunte Kreppstreifen als Regen. Watte lässt mehr Licht durch, als man denkt, die Laterne schimmert weich und gleichmäßig.

Du schneidest die Flasche zu, sicherst die Kante mit Klebeband und schneidest die Kreppstreifen. Die Watte sollte dünn auseinandergezupft sein, in dicken Klumpen bleibt die Laterne dunkel und die Watte fällt ab. Zupfen können die Kinder selbst, und viele tun das mit großer Ausdauer. Mit einer ganzen Krippengruppe ist das gut zu schaffen: kein Schneiden, kein Kleister, und was danebengeht, ist nur Watte.

Das brauchst Du
  • Eine durchsichtige Plastikflasche, 1,5 Liter
  • Bastelwatte oder Watte aus dem Badezimmer, zwei Handvoll
  • Krepppapier in drei Farben, je ein Streifen von 2 x 30 cm
  • Bastelkleber ohne Lösemittel und ein Borstenpinsel
  • Klebeband, 35 cm
  • Basteldraht, 35 cm, und ein LED-Laternenstab

So geht es

  1. Schneide die Flasche mit dem Cutter 14 cm über dem Boden ab und klebe die Schnittkante rundum mit Klebeband ab; das ist Deine Aufgabe.
  2. Lass Dein Kind die Watte in dünne, luftige Flocken zupfen und in einer Schüssel sammeln.
  3. Klebt die drei Kreppstreifen mit je einem Tropfen Kleber nebeneinander unten an den Flaschenboden, sodass sie frei herunterhängen.
  4. Bestreicht die Flasche außen abschnittsweise mit Kleber und lasst Dein Kind die Watteflocken locker andrücken, bis kein Plastik mehr zu sehen ist.
  5. Lasst die Wolke eine Stunde trocknen, stich dann zwei Löcher durch den abgeklebten Rand und befestige den Drahtbügel.
  6. Fertig ist die Wolke, wenn beim sanften Schütteln keine Watte herunterfällt und der LED-Stab sie von innen hell schimmern lässt.

Wenn es zu leicht wird: Kinder ab vier geben der Wolke ein Gesicht aus Papier – zwei schwarze Punkte, ein Mund – oder machen aus ihr ein Schaf mit Ohren und Schnauze aus hellem Filz oder Tonpapier.

Für Jüngere: Die Jüngsten drücken nur Watte an: Du streichst den Kleber auf und klebst die Regenbänder vorher fest.

Laternen mit Blättern und Naturmaterial

Im November liegt das Material vor der Tür. Die Grundform ist hier jedes Mal dieselbe: eine Papierrolle zwischen zwei Kartonstreifen, die ohne Boden auskommt, weil das Licht am Stab von oben hineinhängt. Der Spaziergang zum Blättersammeln gehört zum Basteln dazu.

Die Blätterlaterne mit gepresstem Herbstlaub

ab 3 Jahren  ·  30 Minuten plus drei Tage Pressen und eine Nacht Trockenzeit · leicht
Die Blätterlaterne mit gepresstem Herbstlaub — Eine zylinderfoermige Laterne ohne Boden auf einem hellen Holztisch, etwa 20 c
Echte Blätter zwischen zwei Lagen Papier: Bei Licht sieht man jede Ader.

Gepresste Herbstblätter liegen zwischen zwei Lagen Butterbrotpapier, mit Kleister eingeschlossen. Tagsüber sieht man Rot, Gelb und Braun. Wenn das Licht dahinter angeht, erscheinen die Blattadern wie gezeichnet.

Die Blätter müssen vorher flach sein. Legt sie nach dem Sammeln drei Tage zwischen Zeitungspapier unter einen Stapel Bücher. Frische Blätter rollen sich beim Trocknen ein und reißen das Papier auf, das ist der Fehler, der am häufigsten passiert. Du schneidest das Papier und die Kartonstreifen zu und rührst den Kleister an. Für die Gruppe ist das ideal, weil der Spaziergang zum Sammeln schon der erste Teil ist. Jedes Kind legt seine Blätter in ein eigenes, beschriftetes Zeitungsblatt.

Das brauchst Du
  • Acht bis zehn kleine gepresste Herbstblätter, etwa Ahorn, Buche oder Birke
  • Butterbrotpapier, zwei Stücke von 20 x 40 cm
  • Tonkarton in Braun oder Dunkelrot, zwei Streifen von 3 x 40 cm
  • Tapetenkleister, eine Tasse voll, und ein breiter Pinsel
  • Bastelkleber, ein Tacker und ein Locher
  • Basteldraht, 35 cm, und ein LED-Laternenstab

So geht es

Kinderhand legt gepresste Blätter auf das gekleisterte Butterbrotpapier
Mit etwas Abstand gelegt, leuchtet später jedes Blatt für sich.
  1. Lege ein Butterbrotpapier quer auf eine abwischbare Unterlage und lass Dein Kind es vollständig mit Kleister einstreichen.
  2. Legt die gepressten Blätter mit etwas Abstand darauf; an den Längskanten bleibt je ein Rand von 3 cm frei.
  3. Legt das zweite Papier darüber, streicht von der Mitte nach außen mit der flachen Hand glatt und pinselt eine dünne Schicht Kleister obenauf.
  4. Lasst das Papier über Nacht trocknen und beschwert die Ecken, damit es sich nicht aufrollt.
  5. Klebt die Kartonstreifen mit Bastelkleber oben und unten auf die Längskanten, biegt das Ganze zu einer Rolle mit 2 cm Überlappung und tackere die Naht an beiden Kartonstreifen; das Tackern übernimmst Du.
  6. Loche den oberen Streifen an zwei gegenüberliegenden Stellen und biege den Draht als Bügel ein, die Enden nach innen.
  7. Fertig ist die Laterne, wenn die Rolle von allein rund steht und mit dem LED-Stab die Blattadern deutlich zu sehen sind.

Wenn es zu leicht wird: Ältere Kinder ordnen die Blätter vor dem Kleben: von hell nach dunkel, von klein nach groß oder immer abwechselnd zwei Sorten. Wer mag, legt dazwischen gepresste Gräser oder Farnspitzen.

Für Jüngere: Mit Zweijährigen nimmst Du nur vier große Blätter. Dein Kind streicht den Kleister, Du legst das zweite Papier auf und baust die Rolle.

Die Laterne mit Blätterdruck

ab 3 Jahren  ·  25 Minuten plus eine Stunde Trockenzeit · leicht
Die Laterne mit Blätterdruck — Eine zylinderfoermige Papierlaterne auf einem hellen Holztisch, etwa 20 cm hoch
Das Blatt wird zum Stempel – und hinterlässt seinen Abdruck samt Stiel und Rippen.

Hier bleiben die Blätter nicht in der Laterne, sondern drucken nur. Dein Kind bestreicht ein Blatt auf der Unterseite mit Farbe, legt es aufs Papier und drückt es an. Zurück bleibt ein Abdruck mit allen Rippen, mal kräftig, mal blass.

Nimm frische, feste Blätter mit deutlichen Adern, etwa Ahorn, Eiche oder Linde. Trockenes Laub zerbröselt unter der Hand. Die Farbe soll dünn aufgetragen sein. Mit zu viel davon wird der Abdruck ein Klecks ohne Zeichnung. Leg ein Stück Zeitung über das Blatt, bevor Dein Kind drückt, dann bleiben die Finger sauber und das Blatt verrutscht nicht. In der Gruppe geht das sehr gut mit einem Drucktisch, an dem immer drei Kinder gleichzeitig arbeiten. Blätter und Farbe teilen sich alle.

Das brauchst Du
  • Fünf bis sechs frische Blätter mit kräftigen Adern, handtellergroß
  • Weißes Transparentpapier, ein Stück von 20 x 40 cm
  • Fingerfarbe in Rot, Orange und Braun und ein Borstenpinsel
  • Tonkarton in Orange, zwei Streifen von 3 x 40 cm
  • Bastelkleber, ein Tacker, ein Locher und einige Blatt Zeitung
  • Basteldraht, 35 cm, und ein LED-Laternenstab

So geht es

  1. Lege das Transparentpapier quer auf eine Zeitung und markiere oben und unten mit Bleistift einen Rand von 3 cm, der frei bleibt.
  2. Lass Dein Kind ein Blatt auf der Unterseite, wo die Adern hervorstehen, dünn mit Farbe einpinseln.
  3. Legt das Blatt mit der Farbseite nach unten aufs Papier, deckt es mit einem Stück Zeitung ab und lasst Dein Kind mit der flachen Hand fest darüberstreichen.
  4. Hebt Zeitung und Blatt am Stiel gerade ab und druckt so weiter, bis das Papier gefüllt ist; für jede Farbe nehmt ihr ein eigenes Blatt.
  5. Lasst die Abdrücke eine Stunde trocknen, klebt dann die Kartonstreifen auf die beiden freien Ränder, biegt das Papier zur Rolle und tackere die Naht mit 2 cm Überlappung an beiden Streifen – der Tacker bleibt in Deiner Hand.
  6. Loche den oberen Streifen an zwei gegenüberliegenden Stellen und hänge den Drahtbügel ein.
  7. Fertig ist die Laterne, wenn nichts mehr abfärbt und die Blattabdrücke mit dem LED-Stab dunkel vor dem hellen Papier stehen.

Wenn es zu leicht wird: Vorschulkinder drucken eine Reihe: fünf verschiedene Baumarten nebeneinander, und Du schreibst mit ihnen die Namen darunter. Oder sie drucken zwei Farben auf einem Blatt, halb Rot, halb Gelb.

Für Jüngere: Für die Jüngsten pinselst Du das Blatt ein und legst es hin. Das Drücken auf die Zeitung schaffen sie allein, und das Abziehen ist der beste Teil.

Die Öl-Laterne mit durchgeriebenen Blättern

ab 4 Jahren  ·  30 Minuten plus eine Nacht Trockenzeit · mittel
Die Öl-Laterne mit durchgeriebenen Blättern — Eine zylinderfoermige Laterne auf einem hellen Holztisch, etwa 20 cm hoch
Erst reiben, dann ölen: Aus gewöhnlichem Druckerpapier wird ein Bogen, der Licht durchlässt.

Unter einem Blatt Papier liegen Herbstblätter. Dein Kind reibt mit der breiten Seite eines Wachsmalstifts darüber, und die Blattform taucht auf, als wäre sie schon immer da gewesen. Danach kommt der zweite Effekt: Mit Speiseöl eingerieben wird das Papier durchscheinend wie Pergament.

Du brauchst Wachsmalstifte ohne Papierhülle, sonst lässt sich nicht flach reiben. Wickle sie vorher ab oder brich sie in der Mitte durch. Die Kartonstreifen klebst Du auf, bevor geölt wird, denn auf öligem Papier hält kein Kleber mehr. Aus demselben Grund wird die Naht getackert. Das Öl trägst Du sparsam auf, ein Esslöffel reicht für den ganzen Bogen. Mit der Gruppe machst Du das Reiben gemeinsam und das Ölen in Ruhe zu zweit oder dritt an einem abgedeckten Tisch.

Das brauchst Du
  • Vier bis fünf frische, flache Blätter mit deutlichen Adern
  • Weißes Druckerpapier, zwei Blatt DIN A4
  • Wachsmalstifte ohne Hülle in Rot, Orange und Grün
  • Tonkarton in Dunkelgrün, zwei Streifen von 3 x 40 cm
  • Speiseöl, ein Esslöffel, dazu Küchenpapier und Bastelkleber
  • Ein Tacker, ein Locher, Basteldraht (35 cm) und ein LED-Laternenstab

So geht es

Kind reibt mit Wachsmalkreide die Blattadern durchs Papier
Kräftig reiben – und die Blattadern tauchen wie von selbst auf.
  1. Klebe die beiden Papiere an den kurzen Seiten 2 cm überlappend zu einem langen Streifen zusammen und kürze ihn auf 40 cm Länge.
  2. Lege die Blätter mit den Adern nach oben auf den Tisch, das Papier darüber, und halte es fest, während Dein Kind mit dem flach gelegten Wachsmalstift kräftig darüberreibt, bis die Blattformen erscheinen.
  3. Verschiebt die Blätter unter dem Papier und reibt mit einer anderen Farbe weiter, bis der Streifen gefüllt ist.
  4. Klebt die Kartonstreifen mit Bastelkleber auf die obere und untere Längskante und lasst sie zehn Minuten antrocknen.
  5. Dreht das Papier um, legt es auf Zeitung und lasst Dein Kind die Fläche zwischen den Kartonstreifen mit einem Stück Küchenpapier dünn mit Öl einreiben; überschüssiges Öl tupft ihr ab und lasst den Bogen über Nacht liegen.
  6. Biege den Bogen mit der Wachsseite nach außen zur Rolle, tackere die Naht an beiden Kartonstreifen, loche den oberen Streifen zweimal und setze den Drahtbügel ein; Tacker und Draht bedienst Du.
  7. Fertig ist die Laterne, wenn das Papier sich nicht mehr fettig anfühlt und mit dem LED-Stab gleichmäßig durchscheint.

Wenn es zu leicht wird: Ältere Kinder reiben nicht nur Blätter durch, sondern suchen selbst nach Strukturen: Baumrinde, ein Stück Farn, eine Feder. Vorher raten sie, was davon einen guten Abdruck gibt.

Für Jüngere: Jüngere Kinder reiben nur ein einzelnes A4-Blatt mit zwei großen Blättern darunter. Das Ölen übernimmst Du, sie dürfen zuschauen, wie das Papier durchsichtig wird.

So klappt das Laternenbasteln mit einer ganzen Gruppe

Fang früh an. Wer zum 11. November fertig sein will, beginnt in der letzten Oktoberwoche. Fast jede Laterne braucht eine Trockenzeit, manche zwei Tage, und in einer Gruppe ist immer ein Kind krank, das nachholen möchte. Das Sammeln von Käseschachteln, Milchtüten oder Flaschen kündigst Du den Eltern noch zwei Wochen eher an.

Teile die Arbeit in das, was Du machst, und das, was die Kinder machen, und halte Dich daran. Cutter, Tacker und Draht sind Deine Sache, am besten am Abend vorher und ohne Kinder am Tisch. Was dann auf dem Tisch liegt, sollte Dein Kind allein bewältigen können. Wenn Du merkst, dass Du ständig eingreifst, ist die Laterne zu schwer gewählt – nimm eine aus der Liste, die zwei Jahre tiefer ansetzt.

Arbeite in kleinen Runden. Vier Kinder an einem Tisch, zwanzig Minuten, dann die nächsten vier. Das geht schneller als die ganze Gruppe auf einmal, und Du kannst jedem Kind zusehen, statt nur Kleister nachzufüllen. Schreib den Namen sofort auf jedes Teil, mit Bleistift auf die Innenseite. Nach dem Trocknen erkennt kein Kind seine Murmelspuren sicher wieder.

Lass die Laternen verschieden sein. Eine Eule mit drei Augen oder ein Fenster, das nur halb beklebt ist, gehört dem Kind, das sie gemacht hat. Ausbessern, wenn das Kind nicht hinsieht, merken Kinder öfter, als man denkt. Wenn etwas wirklich nicht hält, repariert ihr es zusammen.

Vor dem Umzug prüfst Du drei Dinge: Sind alle Drahtenden nach innen gebogen, hängt jede Laterne gerade am Haken, und funktionieren die Batterien in den Stäben? Ein paar Ersatzbatterien und eine Rolle Klebeband in der Jackentasche haben schon manchen Martinsabend gerettet. Regnet es, halten die Laternen aus Milchtüte und Flasche am längsten durch. Papierlaternen überstehen Nieselregen, aber keinen Schauer.

Häufige Fragen

Welche Laterne eignet sich für Krippenkinder unter drei Jahren?

Am besten die, bei denen das Kind nur eine einzige Bewegung braucht: die Murmeltechnik, die Handabdruck-Laterne, die Papiertüte mit Schnipselfenster und die Wolke aus Watte. Du schneidest alles vor und baust die Laterne zusammen, Dein Kind gestaltet das Papier oder drückt die Watte an. Bei Murmeln und anderen Kleinteilen sitzt ein Erwachsener direkt daneben.

Warum ein LED-Stab und keine Kerze?

Weil alle diese Laternen aus Papier, Pappe, Watte oder dünnem Plastik bestehen und Kinder zwischen zwei und sechs eine Laterne nicht ruhig halten. Sie schwenken, stolpern und stoßen aneinander. Ein LED-Laternenstab hat das Licht vorn am Haken, es hängt von oben in die Laterne und wird nicht heiß. Eine echte Kerze gehört nur in ein Windlicht aus Glas oder Metall, das auf dem Tisch steht und von einem Erwachsenen angezündet wird.

Wie befestige ich den Bügel so, dass er hält?

Mit Basteldraht von etwa 30 bis 35 cm Länge. Du stichst oder lochst zwei gegenüberliegende Löcher ungefähr 1 cm unter dem oberen Rand, führst den Draht von außen nach innen durch und verdrehst das Ende einmal um sich selbst. Die Spitzen zeigen danach nach innen. Bei dünnem Papier klebst Du vorher ein Stück Klebeband über die Stelle, dann reißt das Loch nicht aus.

Wie lange vorher sollte man mit dem Basteln anfangen?

Zu Hause reicht ein Wochenende, außer bei der Kleisterlaterne über dem Luftballon und der Blätterlaterne: Die eine braucht zwei Tage zum Trocknen, für die andere müssen die Blätter drei Tage gepresst werden. In der Kita planst Du besser zwei Wochen ein, weil Du in kleinen Runden arbeitest und kranke Kinder nachholen.

Was tun, wenn keine Käseschachteln da sind?

Dann nimmst Du eine der Formen, die ohne auskommen. Die Papierrolle zwischen zwei Kartonstreifen aus dem Abschnitt mit den Blättern braucht keinen Boden und lässt sich mit jedem gestalteten Papier bauen, auch mit dem Murmel- oder Handabdruckbogen. Pappteller, Papiertüte, Milchtüte und Plastikflasche sind ebenfalls fast immer aufzutreiben.

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