Montessori Bücher
Bücher gehören bei Montessori ins Regal wie das Material – nur anders eingeräumt. Hier findest Du Empfehlungen nach Alter und Ideen für die Bibliothek zu Hause.
Titelseite nach vorn statt Buchrücken
Ein Kind, das noch nicht lesen kann, wählt über das Bild. Stehen die Buchrücken nach vorn, nimmt es irgendeines – meistens das, an das es gerade kommt. Zeigen die Titelseiten nach vorn, wählt es tatsächlich aus.
Dafür braucht es kein besonderes Möbel: Ein flaches Bücherbrett, eine Leiste an der Wand oder ein Korb, in dem die Bücher aufrecht stehen, tun dasselbe.
Welche Bücher zu welchem Alter passen
Für die ersten Jahre empfahl Maria Montessori realistische Geschichten und Bilder: Tiere, die aussehen wie Tiere, Alltag, der wiedererkennbar ist. Der Gedanke dahinter: Ein kleines Kind baut sich gerade erst ein Bild von der Welt auf – und braucht dafür zuerst die Welt, wie sie ist.
Fantasie kommt später dazu, etwa ab vier bis fünf Jahren, wenn ein Kind Wirkliches und Erfundenes auseinanderhalten kann. Dann sind Märchen und Erfundenes nicht nur erlaubt, sondern wertvoll.
Wenige Bücher, dafür gewechselt
Zwanzig Bücher im Regal führen dazu, dass keines richtig angesehen wird. Sechs bis acht, die alle zwei Wochen wechseln, führen dazu, dass Dein Kind sie kennt – und irgendwann mitspricht.
Zum Wechseln passt der Jahreslauf gut: Im Herbst die Bücher über Blätter und Kastanien, im Winter die über Schnee. Was gerade draußen passiert, findet sich dann drinnen wieder.