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Ein Adventskalender für den Kindergarten muss zwei Dinge können: Er muss für viele Kinder reichen, und er darf den Dezember nicht noch voller machen, als er ohnehin ist. 24 Päckchen mit Schokolade oder Kleinkram schaffen beides selten. Sie sind in zehn Sekunden ausgepackt, und in einer Gruppe von zwanzig Kindern geht jeden Morgen fast jedes leer aus.
Hier findest Du zehn Kalender zum Selberbauen, aus Papiertüten, Klorollen, Streichholzschachteln, Walnüssen und einem Schuhkarton. Die meisten entstehen an einem oder zwei Nachmittagen, und bei allen können die Kinder mitarbeiten. Bei jeder Idee steht, ab welchem Alter sie passt, was Du vorbereitest und ob sie mit einer ganzen Gruppe klappt.
In den Türchen steckt bei uns keine Süßigkeit, sondern etwas zu tun: Plätzchen ausstechen, die Vögel füttern, eine Kerze anzünden. Das ist der Montessori-Blick auf den Advent. Ein Kind freut sich nicht in erster Linie über das, was es bekommt, sondern über das, was es selbst tun darf. Welche Tätigkeiten sich bewährt haben, steht weiter unten im Praxisteil.
- Die Tupfentüten an der Astleiter
- Die Rentier-Umschläge am Zweig
- Die Lebkuchenmännchen aus Packpapier
Aus Tüten, Umschlägen und Packpapier
Papier ist das dankbarste Material für einen Kalender: Es kostet fast nichts, lässt sich bedrucken, falten und bemalen, und ein Zettel mit einer Tätigkeit passt in jede noch so flache Hülle. Diese drei Kalender hängen an Ästen und Schnüren.
Die Tupfentüten an der Astleiter

Vier Äste hängen untereinander, der kürzeste oben, der längste unten. Daran klammern 24 weiße Papiertüten mit roten und grünen Fingertupfen: drei in der obersten Reihe, dann fünf, sieben und neun. So entsteht ganz von allein die Form eines Baumes. Jeden Morgen wird eine Tüte abgeklammert, und der Baum wird Tag für Tag lichter.
Du suchst vorher die Äste und sägst oder brichst sie auf Länge, die Tupfen sind Sache der Kinder. Es hakt meist an der Trockenzeit: Wer die Tüten zu früh stapelt, klebt sie zusammen, also brauchst Du eine freie Fensterbank oder einen Wäscheständer. Für eine Gruppe ist das der dankbarste Kalender überhaupt, weil jedes Kind seine eigene Tüte betupft und sie später wiedererkennt.
- 24 weiße Papiertüten, etwa 10 x 18 cm
- Fingerfarbe in Rot und Grün, je ein Klecks auf einem Teller
- Vier gerade Äste, etwa 40, 60, 80 und 100 cm lang
- Paketschnur, etwa 4 Meter
- 24 Wäscheklammern aus Holz
- Ein schwarzer Filzstift
So geht es
- Lege die Tüten flach auf eine abwaschbare Unterlage und stelle den Teller mit der Fingerfarbe daneben.
- Dein Kind tippt mit der Fingerkuppe in die Farbe und setzt Tupfen auf die Vorderseite jeder Tüte, mal rot, mal grün, so viele es mag.
- Lass die Tüten etwa eine Stunde einzeln nebeneinander trocknen, bis die Farbe nicht mehr glänzt.
- Schreibe mit dem Filzstift die Zahlen 1 bis 24 groß auf die Tüten.
- Knote die vier Äste mit zwei langen Schnüren im Abstand von 25 cm untereinander, den kürzesten nach oben, und hänge die Leiter an einen Haken.
- Fülle die Tüten, falte den Rand zweimal um und klammere sie an: drei an den obersten Ast, dann fünf, sieben und neun.
- Fertig ist der Kalender, wenn alle Tüten gerade hängen und die Leiter sich nicht mehr zur Seite neigt.
Wenn es zu leicht wird: Ältere Kinder schreiben die Zahlen selbst und malen aus den getrockneten Tupfen etwas: mit ein paar Strichen wird ein roter Tupfen zur Christbaumkugel, ein grüner zum Tannenzweig.
Für Jüngere: Für die Jüngsten reicht eine einzige Farbe. Du hältst die Tüte fest, damit sie beim Tupfen nicht wegrutscht.
Die Rentier-Umschläge am Zweig

Aus einem Quadrat Packpapier wird mit vier Faltungen ein Umschlag, und aus dem Umschlag ein Rentiergesicht: Die Klappe zeigt nach unten und bildet die Schnauze, obendrauf sitzt eine rote Nase, hinten schaut das Geweih heraus. 24 Stück hängen an unterschiedlich langen Fäden an einem Zweig. Hinein passt alles, was flach ist, also vor allem ein Zettel.
Du schneidest vorher die 24 Quadrate zu, das dauert mit einem Lineal etwa eine Viertelstunde. Beim Falten hakt es an der Mitte: Wenn die Ecken sich nicht dort treffen, wird der Umschlag schief. Ein Bleistiftpunkt in der Mitte des Quadrats hilft sehr. In der Kita faltet jedes Kind einen Umschlag, das klappt in Kleingruppen von vier bis fünf Kindern gut, mit der ganzen Gruppe auf einmal nicht.
- Packpapier, 24 Quadrate von 20 x 20 cm
- Dunkelbraunes Tonpapier, ein Bogen DIN A4
- 24 rote Klebepunkte oder rotes Tonpapier für Kreise von 2 cm
- Ein Klebestift und ein schwarzer Filzstift
- Ein Zweig, etwa 80 cm lang, und Garn
- Eine Kinderschere und ein Locher
So geht es

- Lege ein Quadrat mit einer Spitze zu Dir und markiere die Mitte mit einem Bleistiftpunkt.
- Falte die linke und die rechte Ecke bis zum Punkt, dann die untere Ecke etwa einen Zentimeter darüber hinaus.
- Streiche die Ränder der unteren Ecke mit dem Klebestift ein und drücke sie auf die beiden Seitenecken, so entsteht die Tasche.
- Dein Kind schneidet mit der Kinderschere aus dem Tonpapier zwei Geweihstangen, etwa 6 cm hoch und geformt wie eine Astgabel, und klebt sie hinten an die obere Kante.
- Drehe den Umschlag so, dass die offene Klappe nach unten zeigt, und lass Dein Kind zwei Augen und die Zahl aufmalen.
- Stecke den Zettel hinein, klappe die Spitze zu und verschließe sie mit dem roten Klebepunkt als Nase.
- Loche die obere Kante, ziehe ein Stück Garn durch und knote den Umschlag an den Zweig. Fertig bist Du, wenn alle 24 frei hängen, ohne einander zu verdecken.
Wenn es zu leicht wird: Kinder ab sechs falten den Umschlag allein, wenn Du es einmal langsam vormachst, und messen die Quadrate selbst mit dem Lineal ab.
Für Jüngere: Du faltest und klebst die Umschläge vor. Dein Kind malt die Augen und drückt die rote Nase auf, das ist für Drei- und Vierjährige der schönste Teil.
Die Lebkuchenmännchen aus Packpapier

Jedes Türchen ist ein flaches Männchen aus zwei Lagen Packpapier, am Rand zusammengeklebt, mit einem Zettel im Bauch. Weiße Tupfen und Linien aus Deckweiß sehen aus wie Zuckerguss. Die 24 Figuren hängen nebeneinander an einer Schnur, und wer an der Reihe ist, reißt sein Männchen auf. Das Aufreißen ist für viele Kinder der halbe Spaß.
Die Form machst Du Dir selbst: Zeichne auf ein Stück Karton ein Männchen von 15 cm Höhe, den Kopf um ein kleines Glas herum, Arme und Beine kurz und breit, und schneide es aus. Diese eine Pappform umfährst Du 48-mal. Das Ausschneiden ist die eigentliche Arbeit, deshalb lohnt es sich, das Papier doppelt zu legen. Erfahrungsgemäß reißt Papier an zu schmalen Armen, mach sie mindestens 3 cm breit. In der Gruppe verziert jedes Kind sein eigenes Männchen, das Ausschneiden bleibt bei Dir.
- Packpapier, etwa 3 Meter von der Rolle
- Ein Stück fester Karton, 12 x 16 cm, für die Form
- Deckweiß und zehn Wattestäbchen
- Ein Klebestift
- Eine Schere, für Kinder eine Kinderschere mit runder Spitze
- Paketschnur, 3 Meter, und ein Locher
So geht es
- Falte das Packpapier doppelt, lege Deine Pappform auf und umfahre sie mit Bleistift, immer dicht an dicht.
- Schneide die Männchen durch beide Lagen aus. Kinder ab fünf schneiden mit der Kinderschere die geraden Stücke, die Rundungen am Kopf übernimmst Du.
- Dein Kind taucht ein Wattestäbchen ins Deckweiß und tupft auf jeweils eine der beiden Hälften Augen, drei Knöpfe und eine Wellenlinie an Armen und Beinen.
- Lass die Farbe eine halbe Stunde trocknen und schreibe dann die Zahl auf den Bauch.
- Streiche den Rand der unbemalten Hälfte etwa einen Zentimeter breit mit dem Klebestift ein, lege den gefalteten Zettel in die Mitte und drücke die bemalte Hälfte darauf.
- Loche jedes Männchen am Kopf und fädle alle der Reihe nach auf die Paketschnur.
- Fertig ist die Girlande, wenn sich kein Rand mehr abhebt und Du die Zettel von außen nur noch ertasten kannst.
Wenn es zu leicht wird: Ältere Kinder nähen den Rand mit einer stumpfen Sticknadel und rotem Wollfaden zu, statt zu kleben. Dafür lochst Du den Rand vorher im Abstand von 2 cm.
Für Jüngere: Nimm statt des Männchens einen Kreis, den Du um eine Untertasse zeichnest. Der ist in der halben Zeit ausgeschnitten, und getupft wird genauso gern.
Aus Klorollen, Schachteln und Bechern
Was sich im Herbst im Altpapier sammelt, reicht für vier ganz unterschiedliche Kalender. Hier ist mehr Platz im Türchen – genug für einen Ausstecher, ein Stück Kreide oder eine kleine Tüte Vogelfutter.
Die Klorollen-Bonbons am Band

Jede Klopapierrolle wird in Krepppapier gerollt und an beiden Enden abgebunden, sodass sie aussieht wie ein übergroßes Bonbon. Zwölf davon sitzen untereinander auf einem breiten Band, das zweite Dutzend auf einem zweiten. In die Rolle passt deutlich mehr als in eine Tüte: ein Ausstecher, ein Stück Bienenwachskerze zum Rollen, eine Handvoll Sonnenblumenkerne für das Vogelhaus.
Du schneidest das Krepppapier vorher in 24 Stücke und legst das Garn in 48 Fäden von 20 cm bereit, sonst sucht mittendrin jeder die Schere. Das Abbinden ist der Moment, an dem Kinder Hilfe brauchen: Einer hält das Papier zusammen, der andere bindet. Das Befestigen am Band machst Du am Ende allein mit der Heißklebepistole. Für eine Gruppe eignet sich der Kalender gut, weil das Sammeln der Rollen schon im November beginnt und alle Familien mitmachen können.
- 24 leere Klopapierrollen
- Krepppapier in Grün und Rot, 24 Stücke von 20 x 18 cm
- Garn oder Wolle, 48 Fäden von 20 cm
- Zwei breite Stoff- oder Geschenkbänder, je 4 cm breit und 80 cm lang
- Weißes Papier für 24 Zahlenkreise von 3 cm und ein Klebestift
- Eine Heißklebepistole, nur für Dich
So geht es

- Lege ein Stück Krepppapier quer vor Dein Kind und die Rolle an die lange Kante, sodass links und rechts 5 cm Papier überstehen.
- Dein Kind rollt die Rolle ins Papier ein, Du klebst das Ende mit einem Strich Klebestift fest.
- Drehe das Papier an einem Ende zusammen und binde es mit einem Faden ab, Dein Kind hält dabei die Rolle fest.
- Fülle die Rolle von der offenen Seite und binde auch das zweite Ende zu.
- Dein Kind klebt auf jedes Bonbon einen Zahlenkreis, die Zahlen schreibst Du oder es schreibt sie selbst.
- Lege die beiden Bänder flach hin und klebe je zwölf Bonbons quer untereinander mit der Heißklebepistole fest. Das machst Du, die Kinder schauen mit Abstand zu.
- Fertig ist der Kalender, wenn Du ein Band am oberen Ende anhebst und kein Bonbon verrutscht.
Wenn es zu leicht wird: Größere Kinder binden die Enden mit einer Schleife selbst ab und sortieren die Bonbons vor dem Aufkleben nach der Zahlenreihe.
Für Jüngere: Für Zweijährige wickelst und bindest Du. Dein Kind sucht die Füllung aus dem Korb und steckt sie in die Rolle.
Der Kranz zum Durchstoßen

Zwölf Klopapierrollen, einmal halbiert, ergeben genau 24 kleine Becher. Sie stehen im Kreis auf einem Ring aus Karton, jeder mit einem Stück Seidenpapier überspannt. Zum Öffnen sticht das Kind mit dem Finger hindurch. Der Kranz liegt auf einer Kommode oder mitten auf dem Tisch, in seiner Mitte ist Platz für ein paar Tannenzweige.
Den Kartonring schneidest Du vorher mit dem Cutter aus, das ist nichts für Kinderhände. Die Kreise zeichnest Du mit einer Schnur, an der ein Bleistift hängt: einmal 20 cm lang für den äußeren, einmal 14 cm für den inneren Kreis. Es hakt meist beim Aufkleben, wenn die Rollen zu früh bewegt werden. Lass den Kranz über Nacht stehen, bevor Du füllst. Mit einer Gruppe klappt das Bemalen der Rollen gut, das Aufkleben macht Ihr besser zu zweit oder zu dritt.
- Zwölf leere Klopapierrollen
- Fester Karton, mindestens 42 x 42 cm
- Wasserfarbe oder Fingerfarbe in Grün und ein dicker Pinsel
- Seidenpapier in Rot und Weiß, 24 Quadrate von 10 x 10 cm
- 24 Haushaltsgummis
- Lösemittelfreier Bastelkleber
So geht es
- Schneide den Ring mit dem Cutter aus dem Karton: außen 40 cm, innen 28 cm Durchmesser. Das ist Deine Aufgabe.
- Drücke jede Rolle flach und schneide sie in der Mitte durch, sodass 24 Ringe von etwa 5 cm Höhe entstehen. Kinder ab fünf schaffen das mit der Kinderschere.
- Dein Kind malt die Ringe außen grün an und stellt sie zum Trocknen auf Zeitungspapier.
- Gib Bastelkleber auf einen Teller, lass Dein Kind jeden Ring mit einem Rand hineintauchen und dicht an dicht im Kreis auf den Kartonring stellen.
- Lass den Kranz über Nacht trocknen, schreibe in der Zwischenzeit die Zahlen 1 bis 24 mittig auf die Seidenpapierquadrate.
- Lege die Füllung in die Ringe, spanne je ein Quadrat darüber und halte es mit einem doppelt gewickelten Gummi fest.
- Fertig ist der Kranz, wenn das Seidenpapier überall straff sitzt wie ein kleines Trommelfell.
Wenn es zu leicht wird: Ältere Kinder zeichnen die Kreise mit Schnur und Bleistift selbst und rechnen aus, wie viele Rollen sie für 24 Ringe sammeln müssen.
Für Jüngere: Für Krippenkinder lässt Du das Bemalen weg und spannst das Seidenpapier selbst. Das Durchstoßen können schon Anderthalbjährige.
Das Schubladenhaus aus Streichholzschachteln

24 Streichholzschachteln, vier nebeneinander und sechs übereinander, ergeben ein kleines Haus mit lauter Schubladen. Es ist kaum 15 cm breit und 9 cm hoch, dazu kommt ein Dach aus Tonkarton. Die Schubladen sind winzig, hinein passt ein gerollter Zettel oder ein kleines Bild von dem, was heute gemacht wird. Für Kinder, die noch nicht lesen, ist so ein gezeichnetes Symbol ohnehin die bessere Wahl.
Du leerst die Schachteln vorher und räumst die Streichhölzer weg, bevor ein Kind an den Tisch kommt. Die Reibflächen an den Seiten verschwinden zum größten Teil zwischen den Schachteln, den Rest überklebt der Papierstreifen außen herum. Es hakt beim Stapeln: Wenn die Hüllen nicht bündig sitzen, klemmen später die Schubladen. Baue deshalb gegen eine gerade Kante, etwa ein dickes Buch. Für eine ganze Gruppe ist das Haus zu klein und zu fummelig, zu Hause oder mit zwei Vorschulkindern ist es genau richtig.
- 24 leere Streichholzschachteln in Standardgröße
- Lösemittelfreier Bastelkleber
- Geschenkpapier oder Packpapier, ein Streifen von 5 x 50 cm
- Roter Tonkarton, ein Stück von 6 x 20 cm
- Weißes Papier, 24 Rechtecke von 3 x 1 cm, und ein Filzstift
- Ein dickes Buch als Anschlag
So geht es

- Ziehe alle Schubladen heraus und lege sie beiseite, gebaut wird nur mit den Hüllen.
- Dein Kind klebt vier Hüllen mit den schmalen Längsseiten aneinander zu einer Reihe und schiebt sie dabei gegen das Buch, damit vorn alles bündig ist.
- Klebt so sechs Reihen und setzt sie mit Kleber aufeinander, bis ein Block von vier mal sechs Hüllen steht.
- Lass den Block zwei Stunden trocknen, dann wickelt Ihr den Papierstreifen einmal außen herum und klebt ihn fest.
- Falte den Tonkarton in der Mitte und klebe ihn als Dach auf die oberste Reihe.
- Dein Kind beschriftet die weißen Rechtecke mit 1 bis 24 und klebt sie auf die Stirnseiten der Schubladen. Dann werden die Schubladen gefüllt und eingeschoben.
- Fertig ist das Haus, wenn sich jede Schublade von hinten mit einem Finger leicht herausschieben lässt.
Wenn es zu leicht wird: Wer schon sicher zählt, verteilt die Zahlen absichtlich durcheinander. Dann wird jeden Morgen erst gesucht, bevor geöffnet wird.
Für Jüngere: Du klebst den Block allein und lässt ihn trocknen. Dein Kind klebt nur die Zahlen auf und schiebt die Schubladen ein. Bei Kindern unter drei bleibst Du wegen der kleinen Füllung direkt daneben.
Die Wichtelbecher mit Zipfelmütze

Ein umgedrehter Pappbecher bekommt eine spitze rote Mütze, einen Bart aus Watte und eine Nase aus Papier. Darunter liegt die Füllung des Tages. 24 solcher Wichtel stehen auf der Fensterbank oder dem Regal, und das Öffnen besteht darin, den richtigen hochzuheben. Das können auch Kinder, denen Schleifen und Klebestreifen noch zu schwer sind. Die Wichtel bleiben stehen und lassen sich im nächsten Jahr wieder verwenden.
Für die Mützen zeichnest Du um einen Teller von 24 cm Durchmesser Kreise auf rotes Tonpapier und teilst jeden in vier Viertel. Sechs Kreise ergeben 24 Mützen. Das Rollen zum Kegel ist die Stelle, an der es hakt: Die Spitze geht bei kleinen Händen leicht wieder auf. Eine Wäscheklammer hält sie, bis der Kleber angezogen hat. In der Gruppe klappt das sehr gut, jedes Kind baut einen Wichtel und stellt ihn in die Reihe.
- 24 weiße Pappbecher, 0,2 Liter
- Rotes Tonpapier, sechs Bögen DIN A3 oder zwölf DIN A4
- Watte, eine Handvoll
- Hautfarbenes oder rosa Tonpapier für 24 Kreise von 2 cm
- Lösemittelfreier Bastelkleber und 24 Wäscheklammern
- Ein weißer Buntstift oder weiße Papierschilder für die Zahlen
So geht es
- Zeichne um einen Teller Kreise auf das rote Tonpapier und schneide jeden in vier gleiche Viertel. Die geraden Schnitte schaffen Kinder ab vier mit der Kinderschere.
- Dein Kind rollt ein Viertel zu einem spitzen Kegel, Du streichst Kleber auf die Kante und klemmst die Wäscheklammer an, bis er hält.
- Stülpe die Mütze auf den umgedrehten Becher. Sie rutscht bis etwa zur halben Höhe, dort klebst Du sie mit einem Kleberand fest.
- Dein Kind zupft ein Stück Watte auseinander und klebt es als Bart direkt unter den Mützenrand.
- Mitten in die Watte kommt der Papierkreis als Nase, auf die Mütze die Zahl.
- Fertig ist der Wichtel, wenn Du ihn an der Mützenspitze anheben kannst und der Becher mitkommt.
Wenn es zu leicht wird: Ältere Kinder schneiden die Mützen aus verschiedenen Papieren, bekleben sie mit Sternen oder Streifen und flechten aus drei Wollfäden einen Zopfbart.
Für Jüngere: Du rollst und klebst die Mützen vor. Dein Kind zupft die Watte und klebt Bart und Nase, mehr braucht es mit drei Jahren nicht.
Kalender ohne Päckchen
Manche Adventskalender kommen ganz ohne Verpackung aus. Statt 24 Türchen gibt es einen Weg, eine Schale oder eine Kiste, und jeden Tag passiert daran etwas. Gerade für Krippenkinder und für große Gruppen sind das oft die ruhigeren Lösungen.
Der Adventsweg mit Salzteigsternen

Auf einem blauen Tuch liegen 24 gelbe Sterne in einer geschwungenen Linie. Eine kleine Figur steht auf dem ersten und rückt jeden Tag einen Stern weiter, bis sie am Ende des Weges ankommt, bei einem Häuschen, einer Krippe oder einem Glas mit Licht. Es gibt nichts auszupacken. Dafür sieht jedes Kind auf einen Blick, wie viel vom Advent schon vorbei ist und wie viel noch kommt. Die Tätigkeit des Tages zieht Ihr aus einem Körbchen daneben.
Du knetest den Teig vorher oder mit den Kindern zusammen: zwei Tassen Mehl, eine Tasse Salz, eine Tasse Wasser. Es hakt am Trocknen. Sterne, die dicker als ein halber Zentimeter sind, brauchen an der Luft fast eine Woche und reißen im Ofen. Rolle den Teig also dünn aus. In Krippe und Kita ist der Adventsweg der Klassiker für den Morgenkreis: Die ganze Gruppe sitzt drumherum, ein Kind setzt die Figur weiter.
- Zwei Tassen Mehl, eine Tasse Salz, eine Tasse Wasser
- Ein Nudelholz und ein Stern-Ausstecher, etwa 6 cm
- Gelbe Fingerfarbe oder Wasserfarbe und ein Pinsel
- Ein blaues Tuch, etwa 50 x 150 cm
- Eine kleine Figur aus Holz oder Filz
- Backpapier für das Trocknen
So geht es

- Verknete Mehl, Salz und Wasser zu einem glatten Teig, der nicht mehr an den Fingern klebt.
- Rolle den Teig auf Backpapier etwa einen halben Zentimeter dick aus, Dein Kind hilft mit dem Nudelholz.
- Dein Kind sticht 24 Sterne aus und drückt sie vorsichtig aus dem Ausstecher. Stecht ruhig drei mehr aus, falls einer bricht.
- Lass die Sterne zwei Tage an einem warmen Ort trocknen und wende sie nach dem ersten Tag einmal.
- Dein Kind malt die trockenen Sterne von einer Seite gelb an, auf die Rückseite schreibst Du die Zahl.
- Breite das Tuch aus, legt die Sterne in einer Schlangenlinie darauf und stellt die Figur auf den ersten.
- Fertig ist der Weg, wenn alle 24 Sterne liegen und beim Antippen hart klingen statt dumpf.
Wenn es zu leicht wird: Ältere Kinder legen die Sterne nach den Zahlen auf der Rückseite in die richtige Reihenfolge und gestalten das Ziel des Weges selbst, etwa mit Moos, Zapfen und Steinen.
Für Jüngere: Krippenkinder stechen aus und malen an, den Rest übernimmst Du. Salzteig gehört nicht in den Mund, bleib deshalb bei den Kleinsten daneben sitzen.
Die goldenen Nüsse

In jeder Walnuss steckt statt des Kerns ein kleiner gerollter Zettel. Die beiden Schalenhälften sind wieder zusammengeklebt und golden bemalt, 24 Nüsse hängen an einem Zweig oder liegen in einer Schale. Zahlen gibt es keine. Jeden Tag sucht das Kind sich eine Nuss aus, und ein Erwachsener hebelt sie auf. Dass darin etwas Geschriebenes steckt, hat etwas Geheimnisvolles, das kein gekaufter Kalender hinbekommt.
Das Öffnen der Nüsse ist Deine Arbeit: Stich mit einem stumpfen Messer am breiten Ende in die Naht und drehe leicht, dann springt die Schale in zwei saubere Hälften. Rechne mit ein paar Nüssen, die splittern, und kaufe 30 statt 24. Die Kerne esst Ihr auf oder backt damit. In der Kita fragst Du vorher nach Nussallergien. Ist ein betroffenes Kind in der Gruppe, nimm diese Idee nicht. Sonst klappt das Bemalen mit der ganzen Gruppe, das Füllen besser zu zweit.
- 30 Walnüsse in der Schale
- 24 Papierstreifen von 2 x 8 cm
- Lösemittelfreier Bastelkleber und 24 Haushaltsgummis
- Goldene Bastelfarbe und ein Pinsel
- Garn, 24 Fäden von 20 cm
- Ein Zweig oder eine flache Schale
So geht es
- Öffne die Nüsse mit einem stumpfen Messer an der Naht und löse die Kerne heraus. Das machst Du allein, die Kinder bekommen die leeren Hälften.
- Lege die Hälften paarweise zusammen, damit später jede Schale ihren passenden Deckel wiederfindet.
- Dein Kind rollt einen beschriebenen Papierstreifen eng auf und legt ihn in eine Hälfte.
- Knote einen Faden zur Schlaufe und lege den Knoten mit hinein, die Schlaufe schaut oben heraus.
- Gib Kleber auf den Schalenrand, drücke die zweite Hälfte darauf und halte beide mit einem Gummi zusammen. Lass die Nüsse über Nacht trocknen.
- Nimm die Gummis ab. Dein Kind hält die Nuss an der Schlaufe und malt sie rundherum golden an.
- Fertig sind die Nüsse, wenn die Farbe nicht mehr abfärbt und jede an ihrer Schlaufe hängt, ohne aufzugehen.
Wenn es zu leicht wird: Kinder ab sechs schreiben oder malen die Zettel für jemand anderen: für das Geschwisterkind, die Großeltern oder die Nachbargruppe.
Für Jüngere: Du füllst und klebst die Nüsse am Vorabend. Dein Kind malt sie nur an. Bei Kindern unter drei bleiben die Nüsse außer Reichweite und werden nur gemeinsam mit Dir geöffnet.
Die Adventskiste mit 24 Zettelrollen

Die einfachste Form des Kalenders ist eine einzige Kiste. Ein Schuhkarton wird dunkelblau bemalt und mit gerissenen gelben Papierstücken beklebt, die wie Sterne am Nachthimmel aussehen. Drinnen liegen 24 Zettelrollen, jede mit einem Wollfaden zugebunden. Jeden Tag wird der Deckel abgenommen und eine Rolle herausgeholt. Wer mag, legt die Dinge dazu, die man für die Tätigkeiten braucht: die Ausstecher, das Vorlesebuch, das Glas für das Windlicht.
Du schreibst die Zettel vorher und bindest sie zu. Bemalen und Bekleben überlässt Du den Kindern. Wenig kann schiefgehen, nur die blaue Farbe braucht auf glattem Karton zwei Schichten, bis sie deckt. In der Kita lässt sich die Kiste auch auf Wanderschaft schicken: Jeden Tag nimmt ein anderes Kind sie mit nach Hause, mit einem Buch, einem Teebeutel und einem kurzen Brief an die Eltern darin, und bringt sie am nächsten Morgen zurück.
- Ein Schuhkarton mit Deckel
- Dunkelblaue Fingerfarbe oder Plakatfarbe und ein breiter Pinsel
- Gelbes Papier, ein Bogen DIN A4
- Kleister oder lösemittelfreier Bastelkleber
- 24 Papierstreifen von 4 x 15 cm
- Rote Wolle, 24 Fäden von 15 cm
So geht es

- Lege den Tisch mit Zeitung aus und stelle Karton und Deckel getrennt darauf.
- Dein Kind malt beide außen dunkelblau an. Nach einer halben Stunde folgt eine zweite Schicht, wo der Karton noch durchscheint.
- Während die Farbe trocknet, reißt Dein Kind das gelbe Papier in kleine Stücke, etwa so groß wie ein Daumennagel.
- Streicht Kleister auf den trockenen Deckel und die Seiten und drückt die gelben Stücke als Sterne darauf, mal dicht, mal einzeln.
- Rolle die beschriebenen Papierstreifen auf und binde jede Rolle mit einem Wollfaden zu, Dein Kind legt sie in die Kiste.
- Fertig ist die Kiste, wenn der Kleister durchsichtig geworden ist und der Deckel sich aufsetzen lässt, ohne zu kleben.
Wenn es zu leicht wird: Ältere Kinder schneiden statt der Schnipsel richtige Sterne aus, legen sie zu Sternbildern und überlegen sich einen Teil der Tätigkeiten für die Zettel selbst.
Für Jüngere: Für Kinder unter zwei beklebst Du den Karton mit dunkelblauem Papier. Dein Kind drückt nur die gelben Stücke in den Kleister.
Womit Du die 24 Türchen füllst
Eine gute Kalender-Tätigkeit dauert zwischen fünf und zwanzig Minuten, braucht nichts, was Du erst besorgen musst, und das Kind macht dabei den größten Teil selbst. Bewährt haben sich Dinge aus dem echten Haushalt: Plätzchenteig ausrollen und ausstechen, Mandarinen schälen und für alle auf einen Teller legen, Orangen auspressen, Nüsse knacken, einen Apfel mit Nelken spicken, den Tisch für das Adventsfrühstück decken, Tannenzweige in eine Vase stellen.
Dazu kommen Tätigkeiten für andere, und die sind oft die, an die sich Kinder am längsten erinnern. Vogelfutter ans Fensterbrett streuen. Eine Karte für die Großeltern stempeln und gemeinsam zum Briefkasten bringen. Ein Spielzeug aussuchen, das weitergegeben wird. Der Nachbarin ein paar Plätzchen vor die Tür stellen. In der Kita kann das auch heißen: der Nachbargruppe ein Lied vorsingen oder der Köchin ein Bild malen.
Rechne außerdem mit Tagen, an denen niemand Zeit hat. Für diese Tage schreibst Du Tätigkeiten auf, die eigentlich nur eine andere Art sind, etwas ohnehin Geplantes zu tun: das Abendbrot bei Kerzenlicht essen, die Gutenachtgeschichte unter einer Decke mit der Taschenlampe vorlesen, im Dunkeln eine Runde um den Block gehen und beleuchtete Fenster zählen, ein Weihnachtslied auswählen und beim Zähneputzen hören. Etwa jedes dritte Türchen darf so ein kleines sein. Montags und an Tagen mit Terminen liegt dann von vornherein ein leichtes.
Für Kinder, die noch nicht lesen, malst Du ein einfaches Symbol auf den Zettel: einen Stern-Ausstecher, eine Kerze, einen Vogel. Krippenkinder brauchen gar keinen Zettel, bei ihnen liegt der Gegenstand selbst im Türchen, also der Ausstecher, die Mandarine oder das Säckchen mit den Körnern. In der Gruppe öffnet jeden Tag ein anderes Kind, die Tätigkeit ist aber immer für alle. So geht niemand leer aus, und die Frage, wer wann dran ist, klärst Du am ersten Tag mit einer Liste oder mit Namensklammern an den Türchen.
Schreib die Zettel nicht alle am 30. November. Lege die ersten sieben fest und fülle den Rest Woche für Woche nach. Dann kannst Du auf das Wetter reagieren, auf einen kranken Tag oder darauf, dass das Plätzchenbacken so gut ankam, dass es ein zweites Mal vorkommen soll. Bei Kalendern, die fest verschlossen sind, wie den Nüssen oder den Lebkuchenmännchen, schreibst Du statt der konkreten Tätigkeit eine Richtung auf den Zettel, etwa „Heute backen wir etwas“ oder „Heute machen wir jemandem eine Freude“.
Häufige Fragen
Welcher Adventskalender eignet sich für Krippenkinder unter drei Jahren?
Am besten einer ohne Kleinteile und ohne Verschlüsse, die Feinmotorik verlangen. Der Adventsweg mit Salzteigsternen, die Adventskiste und die Tupfentüten passen ab zwei Jahren, der Kranz zum Durchstoßen funktioniert beim Öffnen sogar noch früher. Statt eines Zettels liegt bei den Jüngsten der Gegenstand selbst im Türchen, zum Beispiel eine Mandarine oder ein Ausstecher. Alles, was kleiner ist als eine Walnuss, bleibt draußen.
Wie regelt man in der Kita, wer das Türchen öffnen darf?
Mit einer festen Reihenfolge, die alle Kinder sehen können. Bewährt haben sich Wäscheklammern mit Namen oder Foto, die schon am 1. Dezember an den Türchen hängen. Bei mehr als 24 Kindern öffnen an manchen Tagen zwei zusammen, bei weniger Kindern kommen einige zweimal dran. Wochenenden holt Ihr am Montag nach oder gebt die Türchen am Freitag mit nach Hause. Wichtig ist, dass die Tätigkeit im Türchen immer für die ganze Gruppe gedacht ist.
Müssen es wirklich 24 Tätigkeiten sein?
Nein. Viele Familien und Gruppen kommen mit zwölf bis fünfzehn gut zurecht und füllen die übrigen Türchen mit etwas Kleinem, das trotzdem zum Advent gehört: einer Walnuss zum Knacken, einem Stück Bienenwachs, einem Stern zum Aufhängen am Fenster. Tätigkeiten dürfen sich auch wiederholen. Kinder backen gern dreimal im Dezember.
Wann sollte man mit dem Basteln anfangen?
Mitte November ist ein guter Zeitpunkt. Dann bleibt genug Luft für Trockenzeiten und dafür, die Arbeit auf mehrere kurze Nachmittage zu verteilen. Klopapierrollen und Streichholzschachteln sammelst Du am besten schon ab Oktober, in der Kita mit einem Aushang an der Tür. Wer spät dran ist, nimmt die Adventskiste oder die Tupfentüten, beide sind an einem Nachmittag fertig.
Was tun, wenn das Kind enttäuscht ist, weil keine Süßigkeit im Türchen liegt?
Das passiert vor allem dann, wenn es von anderen Kalendern etwas anderes kennt. Sag vorher offen, was dieser Kalender ist: einer, bei dem jeden Tag etwas gemacht wird. Nach zwei, drei Tagen fragen die meisten Kinder morgens nicht mehr, was sie bekommen, sondern was heute dran ist. Wer nicht ganz verzichten möchte, legt an den vier Adventssonntagen etwas zum Naschen dazu.