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Einen Jahreskreis basteln: so versteht Dein Kind Monate und Jahreszeiten

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„Wie lange noch bis Sommer?“ Auf diese Frage gibt es keine Antwort, die ein Vierjähriger wirklich versteht. „Noch fünf Monate“ ist für ihn ungefähr so greifbar wie „noch fünf Lichtjahre“. Zeit sieht man nicht, man kann sie nicht anfassen, und ein Kalender mit Kästchen hilft da auch nicht weiter.

Ein Jahreskreis macht aus der Zeit etwas, das vor Deinem Kind liegt. Er ist rund, weil das Jahr wiederkommt: Nach dem Dezember fängt nicht etwas Neues an, sondern wieder der Januar. Jede Jahreszeit hat ihre Farbe, jeder Monat sein Feld, und ein Zeiger, eine Klammer oder eine Figur zeigt, wo ihr gerade steht. Das ist der Weg, den Montessori bei allem geht: erst etwas Konkretes in der Hand, der Begriff kommt später von allein.

Hier findest Du zehn Ideen, vom Pappteller mit Zeiger bis zur Kette, die jeden Tag eine Nudel länger wird. Alle verwenden dieselbe Farbregel – Winter blau, Frühling grün, Sommer gelb, Herbst rot – und zählen die Jahreszeiten nach ganzen Monaten, der Frühling beginnt also im März. Wenn Du einen Kalender für die Geburtstage suchst, dafür gibt es einen eigenen Artikel; hier geht es nur um das Jahr selbst.

Jahresuhren zum Drehen und Zusammensetzen

Ein Kreis mit zwölf Feldern und etwas, das sich bewegt: ein Zeiger, ein Fenster, eine Klammer, ein Puzzleteil. Diese vier Jahresuhren entstehen an einem Nachmittag und hängen danach das ganze Jahr dort, wo Dein Kind morgens vorbeikommt.

Die Jahresuhr aus dem Pappteller

ab 4 Jahren  ·  40 Minuten · leicht
Pappteller in zwölf farbigen Feldern mit Monatsnamen und einem Pappzeiger in der Mitte
Zwölf Tortenstücke, vier Farben, ein Zeiger – mehr braucht eine Jahresuhr nicht.

Ein weißer Pappteller wird in zwölf Felder geteilt, eines für jeden Monat. Die Felder bekommen die Farben ihrer Jahreszeit und ein kleines Bild, in der Mitte dreht sich ein Pfeil aus Pappe. Am Monatsersten schiebt Dein Kind den Pfeil ein Feld weiter, und schon steht im Raum, wo ihr gerade im Jahr seid.

Vorher teilst Du den Teller mit Bleistift auf und zeichnest den Pfeil vor, denn zwölf gleich große Felder bekommt kein Vierjähriger hin. Nimm zum Ausmalen Wachsmal- oder Buntstifte: Wasserfarbe weicht den Pappteller auf, und dann wellt er sich. In der Kita klappt die Uhr mit der ganzen Gruppe, wenn die Teller schon geteilt bereitliegen – das Loch in der Mitte stichst Du bei jedem selbst.

Das brauchst Du
  • 1 weißer Pappteller, 23 cm Durchmesser
  • 1 Stück Graupappe, 4 x 12 cm, etwa von der Rückwand eines Schreibblocks
  • 1 Musterklammer
  • Wachsmalstifte in Blau, Grün, Gelb und Rot
  • 1 Bleistift und 1 Geodreieck
  • 1 Kinderschere mit runder Spitze

So geht es

  1. Zeichne mit Bleistift ein Kreuz durch die Mitte des Tellers und teile dann jedes Viertel mit dem Geodreieck in drei Stücke zu je 30 Grad, sodass zwölf gleich große Tortenstücke entstehen.
  2. Schreib außen am Rand in jedes Feld einen Monatsnamen, im Uhrzeigersinn: Der Januar liegt rechts neben der senkrechten Linie oben, wie die Strecke von 12 bis 1 auf einer Uhr.
  3. Dein Kind malt die Felder in den Farben der Jahreszeiten aus: Dezember, Januar und Februar blau, März bis Mai grün, Juni bis August gelb, September bis November rot.
  4. In jedes Feld malt es ein kleines Bild, das zu diesem Monat passt – ihr überlegt gemeinsam, ob der Januar einen Schneemann bekommt und der November eine Laterne.
  5. Zeichne auf die Graupappe einen Pfeil, 12 cm lang, hinten 2 cm breit und vorn spitz zulaufend; Dein Kind schneidet ihn mit der Kinderschere an der Linie entlang aus.
  6. Stich mit der Spitze einer spitzen Schere ein Loch durch die Tellermitte und eins 1 cm vor dem hinteren Pfeilende – das übernimmst Du –, steck die Musterklammer durch Pfeil und Teller und biege die Beinchen auf der Rückseite auseinander.
  7. Fertig ist die Uhr, wenn sich der Pfeil mit leichtem Druck drehen lässt und in jedem Feld stehen bleibt; dann stellt ihr ihn auf den Monat, in dem ihr gerade seid.

Wenn es zu leicht wird: Ältere Kinder schreiben die Monatsnamen selbst und ziehen innen einen zweiten, schmalen Ring, in den die vier Jahreszeiten kommen. Wer die Uhr an die Wand hängen will, klebt den Teller auf einen runden Korkuntersetzer.

Für Jüngere: Für Dreijährige teilst Du den Teller nur in vier Viertel und lässt die Monate weg. Dein Kind malt jede Jahreszeit in ihrer Farbe, und der Pfeil zeigt auf Winter, Frühling, Sommer oder Herbst.

Die Drehscheibe mit dem Monatsfenster

ab 5 Jahren  ·  50 Minuten · mittel
Zwei Kartonscheiben übereinander, im Fenster der oberen ist der Oktober mit einem Kürbis zu sehen
Oben dreht sich der Himmel, unten wartet schon der nächste Monat.

Zwei Kartonscheiben liegen übereinander und sind in der Mitte verbunden. Auf der unteren hat Dein Kind zwölf Monatsbilder gemalt, die obere hat ein einziges Fenster in Form eines Tortenstücks. Dreht man sie weiter, verschwindet der alte Monat und der neue taucht auf. Gerade dieses Verschwinden gefällt Kindern: Der Oktober ist nicht weg, er ist nur gerade nicht dran.

Das Fenster schneidest Du mit dem Cutter, und es muss genau so groß sein wie ein Feld der unteren Scheibe. Am sichersten paust Du es ab, wenn beide Scheiben schon deckungsgleich aufeinanderliegen. Das Loch für die Musterklammer gehört exakt in die Mitte, sonst wandert das Bild beim Drehen aus dem Fenster. In der Kita lieber in kleinen Gruppen zu viert, weil jedes Fenster durch Deine Hände geht.

Das brauchst Du
  • 2 Bögen Tonkarton DIN A4, einer weiß und einer hellblau
  • 1 Frühstücksteller, etwa 20 cm Durchmesser
  • 1 Musterklammer
  • Buntstifte
  • 1 Cutter und 1 Schneideunterlage
  • 1 Kinderschere mit runder Spitze

So geht es

Kinderhand malt einen Kürbis in ein Feld der weißen Kartonscheibe
Was Dein Kind selbst in die Felder gemalt hat, findet es hinter dem Fenster sofort wieder.
  1. Leg den Frühstücksteller auf beide Kartonbögen, fahre den Rand mit Bleistift nach und lass Dein Kind die zwei Kreise mit der Kinderschere ausschneiden – langsam drehen, dann wird der Rand rund.
  2. Teile die weiße Scheibe mit Bleistift wie eine Torte in zwölf Felder zu je 30 Grad und markiere die Mitte mit einem deutlichen Punkt.
  3. Dein Kind malt in jedes Feld ein Bild zu einem Monat, beginnend mit dem Januar oben rechts und dann im Uhrzeigersinn weiter; den Monatsnamen schreibt ihr außen an den Rand des Feldes.
  4. Leg die blaue Scheibe genau auf die weiße, pause ein einziges Feld von 1 cm neben der Mitte bis zum Rand ab und schneide dieses Fenster auf der Schneideunterlage mit dem Cutter aus – das machst Du allein.
  5. Dein Kind gestaltet die blaue Scheibe mit Sonne und Wolken und schreibt, wenn es mag, „Jetzt ist“ über das Fenster.
  6. Stich mit der Zirkelspitze ein Loch durch beide Mittelpunkte, steck die Musterklammer von vorn hindurch und öffne die Beinchen auf der Rückseite.
  7. Fertig ist die Drehscheibe, wenn sich die obere Scheibe leicht dreht und im Fenster immer genau ein Monatsbild ganz zu sehen ist.

Wenn es zu leicht wird: Für Schulkinder schreibst Du unter jedes Monatsbild die Zahl seiner Tage. Dann lässt sich am Fenster ablesen, dass der Februar der kürzeste Monat ist – und wer will, prüft es mit der Knöchelregel an den eigenen Fäusten nach.

Für Jüngere: Für Vierjährige malst Du die zwölf Felder nur in den vier Jahreszeitenfarben vor; Dein Kind malt dazu, was ihm zu Schnee, Blüten, Sonne und Laub einfällt, und die Monatsnamen schreibst Du.

Der große Jahreskreis aus Fingertupfen

ab 3 Jahren  ·  1 Stunde, verteilt auf zwei Tage, plus eine Nacht Trockenzeit · mittel
Große Pappscheibe mit Fingertupfen in vier Farben, Monatsnamen am Rand und einer Wäscheklammer
Jeder Tupfen ist ein Finger aus der Gruppe – zusammen ergeben sie ein ganzes Jahr.

Eine Scheibe aus Wellpappe, 60 cm groß, wird mit Fingertupfen in den vier Jahreszeitenfarben gefüllt. Außen stehen die Monatsnamen, in der Mitte scheint eine Sonne, und am Rand klemmt eine Wäscheklammer, die den aktuellen Monat zeigt. Der Kreis ist groß genug, dass ihn die ganze Gruppe im Morgenkreis sieht, und schlicht genug, dass auch die Jüngsten mitmachen können.

Den Kreis ziehst und schneidest Du vorher, am besten auf dem Boden, und Du teilst ihn mit Bleistift in zwölf Felder. Mit einer ganzen Gruppe klappt das gut, wenn immer vier Kinder gleichzeitig tupfen und jede kleine Gruppe eine Jahreszeit übernimmt. Wo es hakt: Wird die Farbe flächig verstrichen statt getupft, saugt sich die Wellpappe voll und wölbt sich. Tupfen, nicht wischen – das sagst Du am besten gleich zu Anfang.

Das brauchst Du
  • 1 Stück feste Wellpappe, mindestens 65 x 65 cm, etwa aus einem Möbelkarton
  • Fingerfarbe in Blau, Grün, Gelb und Rot, je 1 Becher
  • 1 Schnur, 35 cm, mit 1 Reißzwecke und 1 Bleistift
  • 1 Cutter
  • 1 dicker schwarzer Filzstift
  • 1 Holzwäscheklammer

So geht es

  1. Stich die Reißzwecke durch ein Schnurende in die Mitte der Pappe, knote den Bleistift 30 cm weiter an und zieh mit straff gespannter Schnur einen Kreis von 60 cm Durchmesser.
  2. Schneide den Kreis mit dem Cutter aus – das machst Du, mit einem alten Brett darunter – und teile ihn mit Bleistift erst in vier Viertel, dann jedes Viertel in drei Felder; in der Mitte lässt Du einen Kreis von etwa 15 cm frei.
  3. Die Kinder tunken einen Finger in die Farbe und füllen die Felder dicht mit Tupfen: Dezember bis Februar blau, März bis Mai grün, Juni bis August gelb, September bis November rot.
  4. In den freien Kreis in der Mitte tupfen sie mit Gelb eine Sonne.
  5. Lass den Kreis über Nacht flach liegend trocknen.
  6. Schreib am nächsten Tag mit dem Filzstift die Monatsnamen außen an den Rand, im Uhrzeigersinn mit dem Januar rechts oben, und innen die vier Jahreszeiten; Kinder, die schon Buchstaben kennen, schreiben mit.
  7. Fertig ist der Kreis, wenn die Farbe nicht mehr klebt: Klemm die Wäscheklammer an den aktuellen Monat – an jedem Monatsersten schiebt ein Kind sie ein Feld weiter.

Wenn es zu leicht wird: Vorschulkinder malen für jeden Monat ein Bild auf einen runden Bierdeckel und kleben es mit Bastelkleber in das passende Feld. So wird aus dem Farbkreis ein Bildkreis, zu dem die Gruppe erzählen kann.

Für Jüngere: Bei Zweijährigen tupft jede kleine Gruppe nur eine Farbe, und Du sagst dazu, welche Jahreszeit das ist. Die Monatsnamen kommen erst, wenn der Kreis schon eine Weile hängt.

Das Jahreskreis-Puzzle aus vier Teilen

ab 3 Jahren  ·  1 Stunde plus eine Nacht Trockenzeit · mittel
Runder Pappkreis aus vier farbigen Puzzleteilen, ein gelbes Teil liegt herausgenommen daneben
Vier Jahreszeiten, vier Teile – und jedes passt nur an seinen eigenen Platz.

Ein Kreis aus Graupappe, in vier Viertel geschnitten, jedes in der Farbe einer Jahreszeit bemalt. An den Schnittkanten sitzen runde Puzzlenasen, und weil keine an derselben Stelle sitzt wie die andere, lässt sich der Kreis nur in einer Reihenfolge schließen. Dein Kind legt also nicht nur ein Puzzle, es legt Winter neben Frühling neben Sommer neben Herbst, immer wieder.

Das Aufzeichnen und Ausschneiden übernimmst Du, gerade bei den Nasen braucht der Cutter Geduld und viele kleine Schnitte. Wo es hakt: Graupappe wellt sich, wenn sie zu nass wird. Wenig Wasser im Pinsel, und über Nacht unter ein paar dicken Büchern trocknen lassen, dann bleibt sie flach. In der Kita eignet sich das Puzzle gut für eine Vierergruppe: Jedes Kind bemalt eine Jahreszeit, und am Ende gehört es allen.

Das brauchst Du
  • 1 Stück Graupappe, 45 x 45 cm
  • 1 Schnur, 25 cm, und 1 Bleistift
  • 1 Wasserfarbkasten mit Deckweiß
  • 1 breiter und 1 dünner Pinsel
  • 1 schwarzer Filzstift
  • 1 Cutter

So geht es

Kinderhand malt ein Viertel des Pappkreises mit grüner Wasserfarbe aus
Viel Farbe, wenig Wasser: Dann bleibt die Pappe flach, und das Puzzle passt später genau.
  1. Halte ein Schnurende mit dem Daumen in der Mitte der Pappe fest, knote den Bleistift 20 cm weiter an und zieh einen Kreis von 40 cm Durchmesser; dann zeichnest Du ein Kreuz durch die Mitte.
  2. Zeichne auf jede der vier Linien eine runde Puzzlenase, so groß wie ein Zwei-Euro-Stück – einmal nah an der Mitte, einmal in der Mitte der Linie, einmal weiter außen, einmal fast am Rand.
  3. Dein Kind malt mit dem breiten Pinsel jedes Viertel in seiner Farbe aus: Winter blau, Frühling grün, Sommer gelb, Herbst rot, im Uhrzeigersinn mit dem Winter oben links.
  4. Wenn die Farbe angetrocknet ist, malt es mit dem dünnen Pinsel, was zu dieser Zeit draußen passiert: Schneeflocken mit Deckweiß, Blüten, eine Sonne, fallende Blätter.
  5. Teile jedes Viertel mit dem Filzstift in drei Felder und schreib die Monatsnamen an den Rand; dann lass die Pappe über Nacht unter Büchern trocknen.
  6. Schneide den Kreis aus und dann die vier Teile entlang der Linien mit dem Cutter – das machst Du, an den Nasen in kleinen, kurzen Schnitten.
  7. Fertig ist das Puzzle, wenn alle vier Teile ohne Drücken ineinandergleiten und der Kreis flach auf dem Tisch liegt.

Wenn es zu leicht wird: Für ältere Kinder schneidest Du das Puzzle in zwölf Teile, eines je Monat, jedes mit einer eigenen Nase. Dann reicht die Farbe als Hilfe nicht mehr, und die Monatsnamen müssen gelesen oder erinnert werden.

Für Jüngere: Für Zweijährige lässt Du die Nasen weg und schneidest gerade. Die Farben allein zeigen, welches Teil wohin gehört, und die Monate malst Du gar nicht erst ein.

Figuren, Steine und Karten für den Kreis

Hier wird der Jahreskreis zum Material, das man in die Hand nimmt. Figuren wandern, Steine werden in die richtige Reihenfolge gelegt, Bildkarten sortiert. Das passt gut in den Morgenkreis und genauso auf ein Tablett im Regal.

Die zwölf Monatsmännchen aus Korken

ab 4 Jahren  ·  45 Minuten plus zwei Stunden Trockenzeit · mittel
Zwölf bemalte Korkenmännchen mit spitzen Papierhüten in Blau, Grün, Gelb und Rot im Kreis
Drei Blaue, drei Grüne, drei Gelbe, drei Rote – und eines steht gerade in der Mitte.

Zwölf Weinkorken werden zu zwölf kleinen Figuren, eine für jeden Monat. Jede Jahreszeit hat ihre Farbe, und innerhalb der Jahreszeit wird es von Monat zu Monat heller: der Dezember dunkelblau, der Januar mittelblau, der Februar hellblau. Obendrauf sitzt ein spitzer Hut aus Tonpapier. Die Männchen stehen im Kreis, und wer gerade dran ist, darf in die Mitte.

Vorher sammelst Du zwölf Korken und mischst mit Deinem Kind die Farbtöne auf einem alten Teller. Die Hüte zeichnest Du mit einem Glas vor. Wo es hakt: Kork saugt die erste Farbschicht fast ganz auf, eine zweite Schicht ist normal und kein Fehler. Acrylfarbe geht aus Kleidung kaum heraus, also Kittel oder altes Hemd. In einer Kitagruppe mit zwölf Kindern bemalt jedes Kind einen Monat, dann ist die Reihe in einer Viertelstunde bunt.

Das brauchst Du
  • 12 Weinkorken
  • Acrylfarbe in Blau, Grün, Gelb, Rot, Weiß und Schwarz
  • 1 dünner Pinsel und 1 alter Teller zum Mischen
  • Tonpapier in Blau, Grün, Gelb und Rot, je ein halber Bogen DIN A4
  • 1 Kinderschere mit runder Spitze
  • 1 Flasche lösemittelfreier Bastelkleber

So geht es

  1. Stellt die Korken in vier Dreiergruppen auf, eine für jede Jahreszeit, und mischt für jede Gruppe drei Töne: die reine Farbe, die Farbe mit etwas Weiß und die Farbe mit viel Weiß.
  2. Dein Kind hält den Korken oben fest und bemalt die unteren zwei Drittel rundherum; das obere Drittel bleibt als Gesicht frei. Der erste Monat der Jahreszeit bekommt den dunkelsten Ton, der letzte den hellsten.
  3. Stell die Korken zum Trocknen auf den Kopf und streich nach einer Stunde eine zweite Schicht darüber.
  4. Für die Hüte umfährt Dein Kind auf jedem Tonpapier ein Glas von 12 cm Durchmesser, schneidet den Kreis mit der Kinderschere aus, faltet ihn zweimal und schneidet entlang der Falzlinien vier Viertelkreise ab.
  5. Jedes Viertel wird zu einem spitzen Hütchen gerollt, an der Naht 1 cm überlappend mit Bastelkleber zugeklebt und einen Moment festgehalten, bis es hält – dabei hilft Deine Hand gern mit.
  6. Für die Augen taucht Dein Kind das hintere Ende des Pinselstiels in schwarze Farbe und tupft zwei Punkte ins Gesicht.
  7. Fertig sind die Männchen, wenn die Farbe trocken ist und der Hut mit einem Tupfen Bastelkleber fest auf dem Kopf sitzt; das vierte Hütchen jeder Farbe bleibt als Ersatz übrig.

Wenn es zu leicht wird: Ältere Kinder geben jedem Männchen etwas mit, das zu seinem Monat passt – eine Schneeflocke aus Papier, eine winzige Blüte, ein Ahornblättchen – und schreiben den Monatsnamen auf einen schmalen Papierstreifen, der als Schärpe um den Bauch kommt.

Für Jüngere: Für Dreijährige lässt Du die Farbtöne weg und nimmst nur vier Farben. Die Hüte rollst Du, Dein Kind streicht den Kleber auf und setzt sie drauf.

Die Monatssteine mit der Zahl auf dem Rücken

ab 4 Jahren  ·  40 Minuten plus eine Stunde Trockenzeit · leicht
Zwölf flache Steine mit gemalten Monatsbildern wie Schneemann, Erdbeere und Laterne im Kreis
Zwölf Steine, zwölf Bilder – und wer umdreht, sieht, ob die Reihe stimmt.

Auf zwölf flachen Kieselsteinen sitzt je ein Bild für einen Monat: Schneemann, Schneeglöckchen, Marienkäfer, Regenwolke, Tulpe, Erdbeere, Sonne, Eis, Apfel, Kürbis, Laterne, Stern. Auf der Rückseite steht klein die Zahl von 1 bis 12. Dein Kind legt die Steine im Kreis in die Reihenfolge, die es für richtig hält, und dreht sie dann um. Die Zahlen sagen ihm, ob es stimmt, ganz ohne dass jemand danebensteht.

Das Schönste an der Vorbereitung ist das Suchen: glatte, helle Steine von etwa 6 cm, am Bach, auf dem Weg, im Kiesbett. Zu Hause werden sie gewaschen und müssen ganz trocken sein, sonst hält die Farbe nicht. Wo es hakt: Auf dunklem Stein verschwindet ein gemaltes Bild fast. Dann bekommt der Stein zuerst einen weißen Fleck als Grund, und das Bild kommt drauf, wenn der getrocknet ist. In der Kita malt bei zwölf Kindern jedes einen Stein.

Das brauchst Du
  • 12 flache, helle Kieselsteine, etwa 6 cm groß
  • Acrylfarbe in Weiß, Blau, Grün, Gelb, Rot und Braun
  • 1 dünner Pinsel und 1 Wasserglas
  • 1 Bleistift
  • 1 kleiner Stoffbeutel

So geht es

Kinderhand malt eine Erdbeere auf einen flachen Kieselstein
Hinten steht die Zahl des Monats – so prüft Dein Kind die Reihenfolge später ganz allein.
  1. Wascht die Steine mit Wasser und einer Bürste und lasst sie auf einem Handtuch vollständig trocknen.
  2. Überlegt gemeinsam für jeden Monat ein Bild und schreib die Liste auf einen Zettel, damit beim Malen keiner doppelt vorkommt.
  3. Dein Kind zeichnet das Bild mit Bleistift auf den Stein vor und malt es mit dem dünnen Pinsel aus – erst die großen Flächen, dann die Einzelheiten wie die Punkte des Marienkäfers.
  4. Lass die Steine eine Stunde trocknen, Bildseite nach oben.
  5. Dreh sie um und schreib mit dem dünnen Pinsel und weißer Farbe die Zahl des Monats klein auf die Rückseite, 1 für den Januar bis 12 für den Dezember; Kinder, die Ziffern schon schreiben, machen das selbst.
  6. Fertig sind die Steine, wenn beim Reiben mit dem Finger keine Farbe mehr abgeht; dann wandern sie in den Stoffbeutel.

Wenn es zu leicht wird: Ältere Kinder legen den Kreis ohne Hilfe und beginnen beim aktuellen Monat statt beim Januar. Dazu passt ein zweiter Satz aus Pappkärtchen mit den Monatsnamen, den sie den Steinen zuordnen.

Für Jüngere: Für Dreijährige reichen vier Steine, einer pro Jahreszeit, jeder ganz in seiner Farbe bemalt. Das kleine Bild obendrauf malst Du dazu.

Der Sortierkreis mit Bildkarten aus dem Katalog

ab 3 Jahren  ·  1 Stunde · leicht
Vier farbige Viertelkreise mit Bildkarten von Schlitten, Tulpe, Badehose und Kürbis
Schlitten in den Winter, Badehose in den Sommer – und die Gummistiefel?

Vier Viertelkreise aus Tonkarton, blau, grün, gelb und rot, ergeben zusammengelegt einen Jahreskreis. Dazu gehören Bildkarten mit Dingen aus alten Katalogen: Handschuhe, Ostereier, Planschbecken, Kastanien. Dein Kind legt den Kreis, mischt die Karten und ordnet jede ihrer Jahreszeit zu. Ein kleiner Farbpunkt auf der Rückseite verrät, wo die Karte hingehört.

Vorher sammelst Du zwei, drei Kataloge oder Prospekte – Spielzeug, Garten, Kleidung, Supermarkt, da ist für jede Jahreszeit etwas dabei. Wo es hakt, ist es eigentlich am besten: Ein Regenschirm, ein Fahrrad, Gummistiefel passen in mehrere Jahreszeiten. Solche Karten bekommen keinen Punkt und kommen auf einen eigenen Stapel, über den ihr redet. Mit einer ganzen Kitagruppe klappt das Ausschneiden gut, jedes Kind steuert zwei, drei Karten bei.

Das brauchst Du
  • 4 Bögen Tonkarton DIN A3 in Blau, Grün, Gelb und Rot
  • 20 Karteikarten DIN A7
  • 2 bis 3 alte Kataloge oder Prospekte
  • 1 Kinderschere mit runder Spitze
  • 1 Klebestift
  • 1 Schnur, 30 cm, und 1 Bleistift

So geht es

  1. Halte ein Schnurende in einer Ecke des blauen Tonkartons fest, knote den Bleistift 28 cm weiter an und zieh einen Viertelbogen von Kante zu Kante.
  2. Mach dasselbe auf den anderen drei Bögen und schneide die vier Viertelkreise aus – ab vier Jahren schafft Dein Kind das mit der Kinderschere selbst; die Reste legt ihr beiseite.
  3. Dein Kind blättert die Kataloge durch und schneidet mit der Kinderschere Bilder aus, etwa fünf für jede Jahreszeit, nicht größer als eine Karteikarte.
  4. Es klebt jedes Bild mit dem Klebestift auf eine Karteikarte und streicht es von der Mitte nach außen glatt.
  5. Aus den Tonkartonresten schneidet es kleine Schnipsel von 1 x 1 cm und klebt auf die Rückseite jeder eindeutigen Karte einen in der Farbe ihrer Jahreszeit.
  6. Fertig ist der Sortierkreis, wenn etwa zwanzig Karten in einer Schachtel liegen und die vier Viertel zusammengelegt einen geschlossenen Kreis ergeben.

Wenn es zu leicht wird: Für ältere Kinder teilst Du jedes Viertel mit Bleistift in drei Monatsfelder und sucht Bilder, die zu einem bestimmten Monat gehören: die Laterne zum November, die Erdbeeren zum Juni, die Schultüte zum August oder September.

Für Jüngere: Für Zweijährige reichen zwei Viertel, Sommer und Winter, mit vier, fünf ganz eindeutigen Karten. Die Bilder schneidest Du vor, Dein Kind klebt sie auf.

Ein Jahreskreis, der mit dem Jahr wächst

Diese drei Ideen sind nicht an einem Tag fertig. Jeden Monat oder jede Jahreszeit kommt ein Stück dazu, und am Ende hält Dein Kind ein Jahr in der Hand, das es selbst Stück für Stück gemacht hat.

Der Baum in der Mitte des Jahres

ab 3 Jahren  ·  20 Minuten je Jahreszeit · leicht
Gerissener Papierbaum im Kreis, die Viertel mit Watteschnee, rosa Blüten, grünem und rotem Laub
Ein Baum, vier Gesichter: kahl, blühend, grün und bunt.

In einen Kreis auf Tonkarton kommt ein Baum aus gerissenem Packpapier, dessen Äste in alle vier Viertel reichen. Zu jedem Jahreszeitenanfang bekommt ein Viertel sein Kleid: rosa Blüten im Frühling, dichtes Grün im Sommer, buntes Laub im Herbst, Schnee auf kahlen Ästen im Winter. Nach einem Jahr ist der Baum fertig, und Dein Kind hat jedes Viertel genau dann gemacht, als es draußen so aussah.

Den Kreis und das Kreuz zeichnest Du vor, den Stamm reißt Dein Kind selbst. Hänge das Blatt danach dort auf, wo es bleiben darf, denn es wird ein Jahr lang gebraucht. Wo es hakt: Seidenpapierkügelchen fallen ab, wenn der Kleber auf das Kügelchen statt auf den Karton kommt. Erst einen Tupfen Kleber auf den Ast, dann das Kügelchen hineindrücken. In der Kita macht entweder jedes Kind seinen eigenen Baum, oder die Gruppe gestaltet einen großen auf einer Packpapierbahn.

Das brauchst Du
  • 1 Bogen weißer Tonkarton, DIN A3
  • 1 Stück braunes Packpapier, 20 x 30 cm
  • Seidenpapier in Rosa, Hellgrün, Orange und Rot, je 1 Bogen
  • 3 Wattebäusche
  • 1 Flasche lösemittelfreier Bastelkleber
  • 1 Bleistift und 1 großer Teller, etwa 26 cm

So geht es

Kinderhände drücken rosa Seidenpapierblüten auf den gerissenen Papierbaum
Erst drehen, dann drücken: Aus einem Fetzen Seidenpapier wird eine Blüte, die vom Karton absteht.
  1. Umfahre den Teller mittig auf dem Tonkarton mit Bleistift, zieh ein Kreuz durch den Kreis und schreib klein in die Viertel, im Uhrzeigersinn von oben links: Winter, Frühling, Sommer, Herbst.
  2. Dein Kind reißt aus dem Packpapier einen Stamm, etwa 4 cm breit und 15 cm lang, und vier dünne Äste und klebt sie so auf, dass der Stamm unten aus dem Kreis wächst und in jedes Viertel ein Ast ragt.
  3. Am Frühlingsanfang reißt es rosa Seidenpapier in Schnipsel von etwa 3 x 3 cm, dreht jeden zu einem Kügelchen und drückt sie auf die Kleberpunkte am Frühlingsast.
  4. Am Sommeranfang kommen hellgrüne Schnipsel flach und dicht nebeneinander ins Sommerviertel, bis vom Ast kaum noch etwas zu sehen ist.
  5. Am Herbstanfang klebt es orange und rote Schnipsel an den Herbstast, ein paar davon unten an den Kreisrand, als wären sie schon heruntergefallen.
  6. Am Winteranfang bleibt der Ast kahl; Dein Kind zupft die Watte in kleine Flocken und klebt sie als Schnee obendrauf.
  7. Fertig ist der Baum, wenn alle vier Viertel ihr Kleid haben – je nachdem, wann ihr anfangt, ist das genau ein Jahr später.

Wenn es zu leicht wird: Sucht euch draußen einen echten Baum und besucht ihn an jedem Jahreszeitenanfang, bevor das neue Viertel geklebt wird. Ältere Kinder malen dazu an den Rand, was sie dort entdeckt haben: ein Nest, Äpfel, Spuren im Schnee.

Für Jüngere: Für Zweijährige reißt Du die Schnipsel vor und setzt die Kleberpunkte. Dein Kind drückt das Papier flach auf, ohne Kügelchen zu drehen.

Die Jahreskette mit einer Nudel für jeden Tag

ab 3 Jahren  ·  15 Minuten je Monat plus eine Stunde Trockenzeit, dann täglich eine Minute · leicht
Aufgerollte Kette aus bunten Hörnchennudeln in Farbabschnitten, daneben ein Glas mit Nudeln
Jeden Morgen eine Nudel mehr – so lang ist ein Jahr.

Jeden Morgen fädelt Dein Kind eine Nudel auf eine Schnur, und jeder Monat hat seine eigene Farbe. Am Monatsersten färbt ihr die Nudeln für die kommenden Wochen, genau so viele, wie der Monat Tage hat. Die Kette wird mit der Zeit lang, am Jahresende gut fünf Meter. Sie wohnt aufgerollt in einem Korb, und wenn ihr sie im Morgenkreis oder im Flur als großen Kreis auslegt, sieht man, wie weit das Jahr schon ist.

Vorbereiten musst Du wenig: die Schnur abschneiden und das Ende mit Klebeband fest umwickeln, sodass eine steife Spitze entsteht wie bei einem Schnürsenkel. Wo es hakt: Lebensmittelfarbe färbt auch Finger und Tisch, also den Beutel gut verschließen und auf Backpapier trocknen lassen. In der Kita ist die Kette ein schöner Tagesdienst – ein Kind fädelt, die Gruppe zählt mit.

Das brauchst Du
  • 1 Packung Hörnchennudeln, 500 g
  • Lebensmittelfarbe in Blau, Gelb, Rot und Grün
  • 1 TL Essig je Monatsportion
  • 12 Gefrierbeutel, 1 Liter
  • 1 Paketschnur, 6 m, ein Ende mit Klebeband umwickelt
  • 1 Bogen Backpapier

So geht es

  1. Am Monatsersten zählt ihr gemeinsam so viele Nudeln ab, wie der Monat Tage hat, und schüttet sie in einen Gefrierbeutel.
  2. Gib 1 TL Essig und je nach gewünschter Stärke 5 bis 10 Tropfen Lebensmittelfarbe dazu; mit zwei Farben gemischt bekommt jeder der zwölf Monate seinen eigenen Ton.
  3. Verschließ den Beutel, und Dein Kind schüttelt und knetet ihn etwa eine Minute, bis keine helle Nudel mehr zu sehen ist.
  4. Breitet die Nudeln auf dem Backpapier aus, lasst sie eine Stunde trocknen und füllt sie in ein Glas, auf das Du den Monatsnamen schreibst.
  5. Am allerersten Tag knotest Du die erste Nudel mit einem Doppelknoten ans Schnurende, damit nichts herunterrutscht.
  6. Jeden Morgen fädelt Dein Kind eine Nudel aus dem Glas auf und zählt, die wievielte es in diesem Monat ist.
  7. Fertig ist ein Monat, wenn das Glas leer ist – und die ganze Kette, wenn zwölf Farben aneinanderhängen.

Wenn es zu leicht wird: Ältere Kinder schreiben am Monatsende die Zahl der Nudeln auf ein Kärtchen und legen die Kärtchen nebeneinander. Spätestens im März fällt auf, dass das Februarstück kürzer ist, und daraus wird oft ein langes Gespräch.

Für Jüngere: Für Dreijährige färbst Du die Nudeln allein vor und lässt das Zählen weg. Dein Kind fädelt nur die Nudel des Tages auf, und das reicht als Ritual völlig.

Zwölf Monatsbilder rund um die Sonne

ab 3 Jahren  ·  30 Minuten je Monat · leicht
Pappteller-Sonne mit zwölf Papierstrahlen, um sie herum fünf bemalte Teller mit Monatsbildern
Jeder Sonnenstrahl wartet auf sein Bild – im Januar ist erst einer besetzt.

In der Mitte hängt eine Sonne aus einem Pappteller mit zwölf Strahlen. Am Ende jedes Monats malt Dein Kind auf einen weiteren Pappteller, was es in diesen Wochen draußen gesehen und erlebt hat, und das Bild kommt an seinen Strahl. So wächst über das Jahr eine große Uhr an der Wand, und keine zwei Bilder sehen gleich aus.

Du brauchst eine freie Wand- oder Türfläche von etwa 1,60 m im Quadrat auf Augenhöhe Deines Kindes, das ist die eigentliche Vorbereitung. Wo es hakt: Wasserfarbe weicht Pappteller auf, also wenig Wasser oder gleich Wachsmalstifte. In der Kita malt jeden Monat eine kleine Gruppe, und alle Bilder hängen als Traube an demselben Strahl – das wird bunt, aber genau das ist schön.

Das brauchst Du

So geht es

Kinderhand malt rosa Blüten auf einen Pappteller für den April
Erst rausgehen, dann malen: Was Dein Kind heute draußen gesehen hat, kommt aufs Bild.
  1. Dein Kind malt einen Pappteller ganz gelb an; das ist die Sonne.
  2. Schneide aus dem gelben Tonpapier zwölf Streifen von 2 x 10 cm, und Dein Kind klebt sie in gleichen Abständen wie die Ziffern einer Uhr hinten an den Tellerrand.
  3. Häng die Sonne mit Malerkrepp an die Wand, auf der Augenhöhe Deines Kindes, und lass rundherum 60 cm frei.
  4. Am Monatsende geht ihr zusammen hinaus und schaut: Was blüht, wie ist das Wetter, was hast Du an? Dann malt Dein Kind auf einen neuen Pappteller, was ihm davon am wichtigsten ist.
  5. Schreib den Monatsnamen mit Bleistift an den Tellerrand und häng das Bild ans Ende seines Strahls – den Januar an den Strahl, der auf eins zeigt, und dann im Uhrzeigersinn weiter bis zum Dezember oben.
  6. Fertig ist der Kreis nach zwölf Monaten, wenn jeder Strahl sein Bild hat; dann lohnt es sich, das erste und das letzte Bild nebeneinanderzuhalten.

Wenn es zu leicht wird: Ältere Kinder kleben etwas Echtes dazu – ein gepresstes Blatt, eine Feder, ein Stück Rinde – und diktieren oder schreiben einen Satz auf die Rückseite: was in diesem Monat los war.

Für Jüngere: Zweijährige malen kein Motiv, sondern tupfen mit Fingerfarbe die Farben, die sie draußen gesehen haben: Weiß und Grau im Januar, Gelb und Grün im Mai.

So bleibt der Jahreskreis im Alltag lebendig

Der Jahreskreis gehört dorthin, wo Dein Kind ihn ohne Hilfe erreicht: auf Augenhöhe an die Wand, auf das unterste Regalbrett, in den Morgenkreis. Hängt er über dem Schreibtisch der Erwachsenen, ist er Deko. Erst wenn Dein Kind den Zeiger selbst drehen und die Figur selbst umsetzen kann, wird er zu seinem Werkzeug.

Gib dem Monatswechsel ein kleines Ritual. Am Ersten wird der Zeiger weitergedreht, die Klammer umgesteckt, das neue Glas Nudeln gefärbt. Das dauert eine Minute und muss nicht feierlich sein, aber es sollte jedes Mal gleich ablaufen. Kinder merken sich Abläufe viel leichter als Erklärungen, und nach ein paar Monaten erinnern sie Dich daran, bevor Du selbst daran denkst.

Verbinde den Kreis mit draußen. Wenn der Zeiger auf den Frühling springt, geht ihr schauen, ob die ersten Knospen da sind. Wenn im November die Laterne im Feld steht, ist der Laternenumzug nicht mehr irgendwann, sondern bald. Gut passt dazu ein Jahreszeitentisch, auf dem die Fundstücke der gerade laufenden Jahreszeit liegen: So hat der Kreis im Zimmer jedes Mal etwas Echtes neben sich.

Frag nicht ab. „Welcher Monat ist jetzt?“ als Prüfungsfrage verdirbt die Freude schnell. Erzähl lieber selbst, nebenbei: „Jetzt ist Oktober, gleich kommt der November, und dann ist schon Winter.“ Dein Kind hört die Reihenfolge so oft, dass es sie irgendwann einfach kann.

Und ein Jahreskreis reicht. Zehn Ideen heißt nicht, dass Du zehn basteln sollst. Such Dir eine Uhr aus, die dauerhaft hängt, und nimm höchstens noch etwas zum Anfassen dazu, die Steine oder die Bildkarten. Mehr verwirrt eher, als dass es hilft.

Häufige Fragen

Ab welchem Alter versteht ein Kind Monate und Jahreszeiten?

Die Jahreszeiten erlebt ein Kind lange, bevor es sie benennen kann: Schnee, Planschbecken, Laub zum Rascheln. Viele Dreijährige können Winter und Sommer schon zuordnen. Die Monate der Reihe nach kommen meist erst im Vorschulalter, und wie lang ein Monat eigentlich ist, verstehen Kinder noch später. Ein Jahreskreis kann trotzdem früh hängen – er wächst mit.

Beginnt der Frühling am 1. März oder erst am 20.?

Beides ist richtig. Meteorologisch beginnt der Frühling am 1. März, nach dem Kalender um den 20. März, wenn Tag und Nacht gleich lang sind. Für einen Jahreskreis mit Kindern ist die erste Variante praktischer, weil jede Jahreszeit dann genau drei ganze Monate hat. Wichtig ist nur, dass Du bei einer Regel bleibst.

Wo steht der Januar im Kreis?

Am einfachsten oben, gleich rechts neben der Zwölf, und dann im Uhrzeigersinn weiter. Dann dreht sich der Jahreskreis in dieselbe Richtung wie eine Uhr, und Dein Kind muss sich später beim Uhrlesen nicht umgewöhnen. Der Winter liegt damit oben, der Sommer unten.

Was ist der Unterschied zum Geburtstagskalender?

Ein Geburtstagskalender zeigt, wann wer Geburtstag hat. Ein Jahreskreis zeigt den Lauf des Jahres selbst: Monate, Jahreszeiten und wo ihr gerade steht. Beides lässt sich verbinden, aber es lohnt sich, zuerst den Kreis allein kennenzulernen. Ideen für Geburtstagskalender findest Du in einem eigenen Artikel.

Mein Kind kann noch nicht lesen. Braucht es die Monatsnamen trotzdem?

Ja, schreib sie ruhig dazu. Die Bilder tragen die Bedeutung, aber Schrift gehört zur Umgebung, und Kinder erkennen Wörter oft als Ganzes wieder, lange bevor sie Buchstaben zusammenziehen. Wenn Dein Kind fragt, was dort steht, liest Du es vor. Mehr braucht es nicht.

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