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Herbstbasteln mit Kleinkindern: 12 Ideen mit Blättern und Fingerfarbe

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Basteln mit Kleinkindern im Herbst heißt selten, dass am Ende etwas herauskommt, das aussieht wie auf dem Foto. Ein Zweijähriger will die Farbe auf der Hand spüren, das Papier zerreißen und sehen, was passiert, wenn er mit der Kartoffel aufs Blatt haut. Das Ergebnis ist ihm ziemlich gleich. Wenn Du das vorher weißt, wird der Nachmittag für Euch beide entspannter.

Die zwölf Ideen hier sind für Kinder zwischen einem und drei Jahren gedacht, für zuhause und für die Krippe. Sie kommen mit dem aus, was der Herbst vor die Tür legt und was im Küchenschrank steht: Blätter, Fingerfarbe, eine Kartoffel, Kleister, Mehl und Salz. Bei jeder Idee steht, was Du vorbereitest und welchen Teil Dein Kind wirklich selbst machen kann.

Die Ideen sind nach dem geordnet, was die Hände tun: erst das Drucken mit Händen und Füßen, dann Stempeln und Tupfen, zum Schluss Reißen, Kleistern und Formen. Zu jeder Idee gibt es eine leichtere Fassung für die Jüngsten und eine Richtung für Kinder, die schon mehr wollen.

Mit Händen und Füßen drucken

Für die Jüngsten ist die eigene Hand das erste Werkzeug. Farbe darauf, aufs Papier damit, anschauen, was geblieben ist. Diese drei Ideen brauchen kaum Vorbereitung und gelingen schon mit Kindern, die noch keinen Pinsel halten.

Der Igel aus Handabdrücken

ab 1 Jahr  ·  15 Minuten plus eine Stunde Trockenzeit · leicht
Der Igel aus Handabdrücken — Ein weisses Blatt Tonpapier im Querformat auf einem hellen Holztisch, von oben fotografiert
Drei braune Handabdrücke, ein Papierkopf davor – die gespreizten Finger werden zu Stacheln.

Drei Handabdrücke nebeneinander, leicht aufgefächert, und davor ein kleiner Kopf aus hellem Papier: Mehr braucht der Igel nicht. Die gespreizten Finger stehen als Stacheln nach oben. Kleinkinder erkennen ihre eigene Hand im Bild sofort wieder, und genau das macht den Reiz aus.

Schneide den Kopf vorher zu und klebe ihn auf, dann hat Dein Kind einen Punkt, an dem es sich orientieren kann. Die Farbe trägst Du mit dem Pinsel auf die Handfläche auf – wer die Hand in den Teller taucht, hat zu viel Farbe dran, und der Abdruck wird ein Klecks. In der Krippe klappt das gut, wenn ein Kind nach dem anderen an den Tisch kommt und eine zweite Person am Waschbecken wartet.

Das brauchst Du
  • Ein Bogen weißes Tonpapier DIN A4
  • Fingerfarbe in Braun
  • Ein Rest beiges oder hellbraunes Tonpapier, etwa 8 x 8 cm
  • Ein breiter Borstenpinsel
  • Ein schwarzer Filzstift
  • Ein Klebestift

So geht es

  1. Schneide aus dem beigen Papier einen Tropfen von 6 cm Länge und 5 cm Breite – das spitze Ende wird die Nase.
  2. Klebe den Kopf unten links auf das quer liegende Blatt, die Spitze zeigt nach links.
  3. Streiche die Handfläche und die Finger Deines Kindes mit dem Pinsel dünn braun ein.
  4. Führe die Hand mit gespreizten Fingern so aufs Papier, dass der Handballen den Kopf berührt und die Finger nach oben zeigen, und drücke jeden Finger einmal kurz an.
  5. Setzt noch zwei Abdrücke rechts daneben, jeden ein Stück weiter gedreht, sodass ein Fächer entsteht.
  6. Male nach dem Trocknen mit dem Filzstift ein Auge und einen Punkt auf die Nasenspitze. Fertig ist der Igel, wenn die Farbe matt ist und beim Darüberstreichen nichts mehr abfärbt.

Wenn es zu leicht wird: Dreijährige streichen sich die Hand selbst ein und malen dem Igel mit dem Finger Blätter oder einen Apfel auf den Rücken.

Für Jüngere: Bei Einjährigen reicht ein einziger Abdruck. Leg das Blatt auf ein Brett und führe es zur Hand, statt die Hand zum Blatt.

Der Apfel aus zwei Fußabdrücken

ab 1 Jahr  ·  15 Minuten plus eine Stunde Trockenzeit · leicht
Der Apfel aus zwei Fußabdrücken — Ein weisses Blatt Tonpapier im Hochformat auf einem hellen Holztisch, von oben fotografiert
Zwei rote Füße nebeneinander ergeben die Apfelform, Stiel und Blatt kommen danach.

Zwei rote Fußabdrücke dicht nebeneinander, die Fersen unten, die Zehen oben leicht nach außen gedreht: So entsteht eine Form, die oben breit und unten schmal ist wie ein Apfel. Stiel und Blatt malst Du dazu, und schon hast Du ein Bild, das in einem Jahr zeigt, wie klein diese Füße einmal waren.

Vorbereiten musst Du vor allem das Drumherum: eine Schüssel mit warmem Wasser und ein Handtuch in Reichweite, bevor die Farbe auf den Fuß kommt. Am besten sitzt Dein Kind auf Deinem Schoß oder im Hochstuhl, und Du drückst das Blatt auf einem Brett gegen die Sohle. Im Stehen rutschen die meisten weg. Viele Kinder kichern, wenn der Pinsel kitzelt, manche ziehen den Fuß zurück – dann ist heute eben nur ein Fuß dran.

Das brauchst Du
  • Ein Bogen weißes Tonpapier DIN A4
  • Fingerfarbe in Rot, Braun und Grün
  • Ein breiter Borstenpinsel
  • Ein Schneidebrett oder ein festes Buch als Unterlage
  • Eine Schüssel mit warmem Wasser und ein Handtuch

So geht es

Ein rot bemalter Kinderfuß wird auf das Blatt gedrückt, daneben der erste Abdruck
Das Blatt kommt zum Fuß, nicht der Fuß zum Blatt – so verrutscht nichts.
  1. Lege das Blatt auf das Brett und stelle Wasserschüssel und Handtuch neben Deinen Stuhl.
  2. Nimm Dein Kind auf den Schoß und streiche die rechte Fußsohle mit dem Pinsel dünn rot ein, auch die Zehen.
  3. Drücke das Brett mit dem Blatt gegen die Sohle, die Ferse zeigt zum unteren Blattrand, und rolle einmal von der Ferse zu den Zehen.
  4. Wiederhole das mit dem linken Fuß direkt daneben, sodass sich die Innenkanten fast berühren und die Zehen leicht nach außen zeigen.
  5. Wasche beide Füße und lass Dein Kind oben zwischen die Abdrücke mit dem Finger einen braunen Strich als Stiel ziehen.
  6. Tupft daneben einen grünen Daumenabdruck als Blatt. Fertig ist der Apfel, wenn die rote Farbe matt aufgetrocknet ist.

Wenn es zu leicht wird: Dreijährige tupfen nach dem Trocknen mit dem kleinen Finger braune Kerne in die Mitte und drucken einen zweiten Apfel in Grün.

Für Jüngere: Wenn Dein Kind den Fuß wegzieht, nimm die Hände: Zwei rote Handabdrücke mit den Fingern nach unten ergeben ebenfalls einen Apfel.

Der Herbstbaum mit Fingertupfen

ab 1 Jahr  ·  20 Minuten plus eine Stunde Trockenzeit · leicht
Der Herbstbaum mit Fingertupfen — Ein weisses Blatt Tonpapier im Hochformat auf einem hellen Holztisch, von oben fotografiert
Der Unterarm wird zum Stamm, die Finger zu Ästen – das Laub tupft Dein Kind mit der Fingerspitze.

Der Baum entsteht in zwei Zügen. Erst druckt Dein Kind Unterarm und Hand in Braun aufs Papier, das gibt Stamm und Äste. Dann kommen rote, gelbe und orange Tupfen mit der Fingerspitze dazu, in die Krone und gern auch darunter, wo die Blätter schon gefallen sind.

Stell die drei Laubfarben in getrennten Klecksen auf einen Teller und leg einen feuchten Lappen daneben. Zweijährige wischen gern mit der ganzen Hand durch alle Farben, dann wird aus dem Herbstlaub eine braune Fläche. Das ist kein Unglück, aber wenn Du Tupfen sehen möchtest, gib immer nur eine Farbe auf einmal heraus. Für eine Krippengruppe eignet sich die Idee gut, weil der Stamm am Vortag gedruckt werden kann und das Tupfen dann zu dritt oder viert am Tisch läuft.

Das brauchst Du
  • Ein Bogen weißes Tonpapier DIN A3 oder DIN A4
  • Fingerfarbe in Braun, Rot, Gelb und Orange
  • Ein breiter Borstenpinsel
  • Ein flacher Teller für die Farbkleckse
  • Ein feuchter Lappen

So geht es

  1. Lege das Blatt hochkant vor Dein Kind und klebe es an zwei Ecken mit Klebeband am Tisch fest.
  2. Streiche die Innenseite des Unterarms vom Ellbogen bis zum Handgelenk und die ganze Handfläche mit dem Pinsel braun ein.
  3. Lege den Arm so aufs Blatt, dass der Ellbogen am unteren Rand liegt und die gespreizten Finger nach oben zeigen, und drücke einmal sanft darüber.
  4. Wasche Arm und Hand und lass den Stamm etwa 15 Minuten antrocknen.
  5. Gib einen Klecks Rot auf den Teller und lass Dein Kind mit dem Zeigefinger Tupfen um die Äste setzen, danach dasselbe mit Gelb und Orange.
  6. Fertig ist der Baum, wenn rund um die Äste kaum noch Weiß zu sehen ist und ein paar Tupfen am Boden liegen.

Wenn es zu leicht wird: Dreijährige tupfen mit einem Wattestäbchen statt mit dem Finger – die Punkte werden kleiner und der Baum dichter. Wer mag, druckt im Winter denselben Arm noch einmal und tupft weißen Schnee dazu.

Für Jüngere: Male den Stamm selbst mit dem Pinsel vor. Dein Kind darf dann mit allen Fingern zugleich tupfen, das geht auch schon mit gut einem Jahr.

Stempeln und Tupfen

Ein Blatt, eine halbe Kartoffel, ein Stück Schwamm: Alles, was eine Fläche hat, kann drucken. Stempeln liegt Kleinkindern, weil die Bewegung einfach ist und jedes Mal etwas zu sehen ist.

Mit Herbstblättern stempeln

ab 2 Jahren  ·  20 Minuten plus eine Stunde Trockenzeit · leicht
Mit Herbstblättern stempeln — Ein weisses Blatt Papier im Querformat auf einem hellen Holztisch, von oben fotografiert
Die Blattunterseite druckt jede Ader mit – am schönsten mit zwei Farben nebeneinander.

Ein Blatt wird auf der Unterseite mit Farbe bestrichen, umgedreht aufs Papier gelegt und angedrückt. Beim Abheben steht dort ein Abdruck mit allen Adern. Jedes Mal ist die Überraschung dieselbe: Das Kind hebt das Blatt hoch und schaut, was darunter liegt.

Sammle vorher frische, weiche Blätter mit kräftigen Adern – Ahorn, Platane und Eiche drucken gut, trockenes Laub zerbröselt unter dem Pinsel. Wische feuchte Blätter mit Küchenpapier ab, sonst perlt die Farbe ab. Der häufigste Fehler ist zu viel Farbe: Dann druckt das Blatt nur einen Fleck. Ein zweiter Abdruck ohne neues Einfärben ist oft der schönere. In der Krippe sitzen am besten zwei bis drei Kinder am Tisch, jedes mit eigenem Blatt und eigenem Pinsel.

Das brauchst Du
  • Fünf bis sechs frische Herbstblätter mit deutlichen Adern
  • Fingerfarbe in Rot, Gelb und Orange
  • Ein Borstenpinsel
  • Zwei Bögen weißes Papier DIN A4
  • Ein Blatt Schmierpapier oder Zeitungspapier zum Abdecken
  • Küchenpapier

So geht es

Kinderhände ziehen ein Ahornblatt vom Papier ab, darunter erscheint der Abdruck
Langsam am Stiel abziehen – und jede Ader steht auf dem Papier.
  1. Lege ein Blatt mit der Unterseite nach oben auf das Zeitungspapier – dort stehen die Adern am stärksten hervor.
  2. Lass Dein Kind die ganze Blattfläche dünn mit Farbe bestreichen, gern die eine Hälfte gelb und die andere rot.
  3. Hebe das Blatt am Stiel hoch und lege es mit der Farbseite nach unten auf das weiße Papier.
  4. Lege das Schmierpapier darüber und lass Dein Kind mit der flachen Hand mehrmals fest darüberstreichen.
  5. Nimm das Schmierpapier weg und ziehe das Blatt am Stiel langsam ab.
  6. Druckt weitere Blätter daneben. Fertig ist das Bild, wenn auf jedem Abdruck die Mittelrippe und die Seitenadern zu erkennen sind.

Wenn es zu leicht wird: Ältere Kinder drucken eine Reihe vom größten zum kleinsten Blatt oder färben das Blatt mit einer Schaumstoffrolle ein, dann werden die Adern noch feiner.

Für Jüngere: Streiche das Blatt selbst ein und lege es auf. Dein Kind übernimmt nur das Klopfen und Streichen – und das Abziehen.

Kürbisse mit der Kartoffel drucken

ab 2 Jahren  ·  20 Minuten plus eine Stunde Trockenzeit · leicht
Kürbisse mit der Kartoffel drucken — Ein hellbrauner Bogen Papier im Querformat auf einem hellen Holztisch, von oben fotograf
Eine halbe Kartoffel, drei Kerben, orange Farbe: Aus jedem Abdruck wird ein Kürbis.

Eine halbierte Kartoffel ist der einfachste Stempel, den es gibt. Mit oranger Farbe gedruckt, entsteht ein rundes Oval. Drei Kerben in der Schnittfläche geben dem Abdruck die Rippen eines Kürbisses. Den grünen Stiel tupft Dein Kind mit dem Finger oben drauf.

Das Schneiden übernimmst Du: Kartoffel quer halbieren, drei flache Rillen in die Schnittfläche ritzen, dann die Fläche auf Küchenpapier trocken drücken. Nasse Kartoffeln nehmen keine Farbe an, daran scheitert es am häufigsten. Für kleine Hände ist die halbe Kartoffel rutschig – stich von oben eine Gabel hinein, dann hat der Stempel einen Griff. In der Gruppe bekommt jedes Kind seine eigene Kartoffelhälfte.

Das brauchst Du
  • Eine große, feste Kartoffel
  • Fingerfarbe in Orange und Grün
  • Ein flacher Teller
  • Ein Bogen weißes oder hellbraunes Papier DIN A3
  • Eine Gabel als Griff
  • Küchenpapier

So geht es

  1. Halbiere die Kartoffel quer mit einem Küchenmesser und ritze drei flache, leicht gebogene Rillen von oben nach unten in jede Schnittfläche – das Messer bleibt bei Dir.
  2. Drücke die Schnittflächen kräftig auf Küchenpapier, bis sie sich trocken anfühlen, und stich eine Gabel in die runde Seite.
  3. Verstreiche einen Esslöffel orange Farbe dünn auf dem Teller.
  4. Lass Dein Kind die Kartoffel in die Farbe drücken, einmal auf dem Tellerrand abtupfen und dann gerade aufs Papier setzen.
  5. Druckt vier bis sechs Kürbisse mit etwas Abstand nebeneinander und färbt erst nach jedem zweiten Abdruck neu ein.
  6. Lass Dein Kind auf jeden Kürbis oben einen grünen Fingertupfen als Stiel setzen. Fertig ist das Bild, wenn in den Abdrücken die hellen Rillen zu sehen sind.

Wenn es zu leicht wird: Dreijährige drucken mit einer zweiten, kleineren Kartoffel ein Kürbisfeld in zwei Größen und malen nach dem Trocknen mit dem Filzstift Ranken dazwischen.

Für Jüngere: Lass die Rillen weg und nimm ein kleineres Blatt. Runde orange Abdrücke mit grünem Tupfen sehen auch ohne Rippen nach Kürbis aus.

Der Pilz aus dem Kaffeefilter

ab 2 Jahren  ·  20 Minuten plus zwei Stunden Trockenzeit · leicht
Der Pilz aus dem Kaffeefilter — Ein Pilz aus Papier auf einem hellen Holztisch, von oben fotografiert
Filzstift, ein paar Tropfen Wasser – und die Farben laufen im Filterpapier ineinander.

Ein Kaffeefilter hat von sich aus die Form eines Pilzhutes. Dein Kind bekritzelt ihn mit Filzstiften, dann kommt Wasser darauf, und die Striche zerlaufen zu weichen Farbflecken. Auf einen weißen Stiel geklebt, hängt der Pilz hinterher am Fenster und lässt das Licht durch.

Es funktioniert nur mit wasserlöslichen Filzstiften, also den normalen Kinderstiften. Probier vorher an einer Ecke aus, ob die Farbe verläuft. Leg unbedingt einen Teller oder ein Backblech unter, denn das nasse Filterpapier färbt durch. Den Stiel schneidest Du vor. Zweijährige drücken beim Kritzeln oft so fest, dass das Filterpapier reißt – ein doppelt liegender Filter, wie er aus der Packung kommt, hält das aus.

Das brauchst Du
  • Ein weißer Kaffeefilter Größe 4
  • Wasserlösliche Filzstifte in Rot, Gelb, Orange und Grün
  • Ein Rest weißes Tonpapier, 10 x 12 cm
  • Ein Glas mit etwas Wasser und ein Pinsel
  • Ein Teller oder Backblech als Unterlage
  • Ein Klebestift

So geht es

Eine Kinderhand tupft Wasser auf den bemalten Kaffeefilter, die Farben verlaufen
Ein Tropfen genügt – und der Strich wird von allein zum Farbfleck.
  1. Schneide aus dem weißen Tonpapier einen Stiel von 8 cm Breite und 10 cm Höhe und runde die beiden unteren Ecken ab.
  2. Lege den Kaffeefilter flach und geschlossen auf den Teller, die breite Seite nach oben.
  3. Lass Dein Kind den Filter kräftig mit den Filzstiften bemalen, bis etwa die Hälfte der Fläche Farbe hat.
  4. Gib den nassen Pinsel dazu und lass Dein Kind Wasser auf den Filter tropfen und tupfen, bis die Striche verlaufen.
  5. Lass den Filter auf dem Teller etwa zwei Stunden trocknen.
  6. Klebe die schmale Kante des Filters 2 cm breit über das obere Ende des Stiels und male mit dem Filzstift zwei Augen und einen Mund auf. Fertig ist der Pilz, wenn das Filterpapier trocken raschelt und die Farben ineinandergelaufen sind.

Wenn es zu leicht wird: Ältere Kinder tropfen das Wasser mit einer Pipette und beobachten, wie weit ein einzelner Tropfen die Farbe trägt. Drei Pilze in verschiedenen Größen ergeben eine Girlande.

Für Jüngere: Für Kinder, die noch keinen Stift halten: Tupft mit dem Finger rote und gelbe Fingerfarbe auf den Filter und lasst das Wasser weg.

Der Fuchs aus dem Pappteller

ab 2 Jahren  ·  25 Minuten plus eine Stunde Trockenzeit · mittel
Der Fuchs aus dem Pappteller — Ein Fuchsgesicht aus einem Pappteller auf einem hellen Holztisch, von oben fotografiert
Die Rückseite wird orange getupft, die Vorderseite bleibt weiß – das Falten macht daraus ein Fuchsgesicht.

Der Trick liegt im Falten. Dein Kind betupft die Rückseite eines Papptellers mit oranger Farbe, die Vorderseite bleibt weiß. Klappst Du danach die linke und rechte Seite schräg nach vorn, liegen zwei orange Dreiecke über der weißen Mitte, und unten entsteht eine spitze Schnauze. Zwei Ohren, zwei Augen, eine Nase – der Fuchs ist da.

Tupfen mit dem Schwamm ist für Zweijährige leichter als Pinseln, und die Fläche wird schneller voll. Klemm ein Stück Spülschwamm in eine Wäscheklammer, dann bleiben die Finger halbwegs sauber. Das Falten ist Deine Aufgabe: Der geriffelte Tellerrand sperrt sich, deshalb die Kanten mit dem Fingernagel nachziehen und die Klappen mit zwei Wäscheklammern halten, bis der Kleber fest ist. Nimm unbeschichtete Pappteller, auf beschichteten perlt die Farbe ab.

Das brauchst Du
  • Ein weißer, unbeschichteter Pappteller, etwa 23 cm Durchmesser
  • Fingerfarbe in Orange
  • Ein Stück Spülschwamm und eine Wäscheklammer
  • Ein Rest oranges Tonpapier, 10 x 6 cm
  • Ein schwarzer Filzstift
  • Lösemittelfreier Bastelkleber und zwei Wäscheklammern zum Fixieren

So geht es

  1. Lege den Pappteller mit der Rückseite nach oben auf eine Unterlage und klemme das Schwammstück in die Wäscheklammer.
  2. Lass Dein Kind die ganze Rückseite mit oranger Farbe betupfen, bis kein Weiß mehr zu sehen ist, und lass den Teller eine Stunde trocknen.
  3. Drehe den Teller um und falte die linke und die rechte Seite schräg nach vorn, sodass sich die beiden Kanten unten in einer Spitze treffen und oben etwa 8 cm weiße Fläche frei bleiben.
  4. Gib Kleber unter beide Klappen, drücke sie an und halte sie mit je einer Wäscheklammer, bis der Kleber angezogen hat.
  5. Schneide aus dem orangen Tonpapier zwei Dreiecke mit 5 cm Seitenlänge und lass Dein Kind sie als Ohren oben hinter den Rand kleben.
  6. Male mit dem Filzstift eine schwarze Nase auf die untere Spitze und zwei Augen auf die orangen Klappen. Fertig ist der Fuchs, wenn die Klappen ohne Klammern flach liegen bleiben.

Wenn es zu leicht wird: Dreijährige schneiden die Ohren mit der Kinderschere selbst an vorgezeichneten Linien aus und kleben einen Streifen Tonpapier mit weißer Spitze als Schwanz hinter den Kopf.

Für Jüngere: Falte und klebe den Teller schon vorher. Dein Kind betupft dann nur die beiden Klappen, und das Trocknen zwischendurch entfällt.

Reißen, Kleistern und Formen

Papier in Fetzen reißen, mit den Fingern im Kleister rühren, Teig drücken – hier geht es ums Anfassen. Was dabei herauskommt, hängt hinterher am Fenster oder steht auf dem Regal.

Das Apfel-Fensterbild aus gerissenem Transparentpapier

ab 2 Jahren  ·  25 Minuten plus eine Nacht Trockenzeit · leicht
Das Apfel-Fensterbild aus gerissenem Transparentpapier — Ein Fensterbild in Apfelform auf einem hellen Holztisch, von oben fo
Rot, Gelb, Orange in Fetzen – am Fenster leuchtet der Apfel wie buntes Glas.

Ein Apfelrahmen aus Tonpapier, dahinter Butterbrotpapier, darauf gerissene Schnipsel aus Transparentpapier in Herbstfarben. Am Fenster scheint das Licht durch, und wo sich zwei Schnipsel überlappen, entsteht eine dritte Farbe. Für Dein Kind zählt etwas anderes: Papier reißen dürfen, so viel es will, und danach mit den Fingern im Kleister arbeiten.

Den Rahmen schneidest Du vor und klebst das Butterbrotpapier dahinter. Reißen fällt den Kleinsten schwer, wenn der Bogen zu groß ist. Schneide das Transparentpapier deshalb in Streifen von etwa 3 cm Breite, davon lassen sich Stücke gut abzupfen. Gib den Kleister in eine flache Schale. Mit einer ganzen Krippengruppe klappt das gut, weil niemand warten muss: Jedes Kind hat seinen Rahmen, die Schnipsel liegen in der Tischmitte.

Das brauchst Du
  • Ein Bogen rotes oder braunes Tonpapier DIN A4
  • Ein Bogen Butterbrotpapier, etwa 20 x 25 cm
  • Transparentpapier in Rot, Gelb und Orange, je ein halber Bogen DIN A4
  • Tapetenkleister ohne Zusätze, eine halbe Tasse angerührt
  • Ein breiter Pinsel
  • Eine Schere und ein Klebestift

So geht es

Kinderhände kleben gerissene Transparentpapier-Schnipsel in den Apfelrahmen
Wo zwei Schnipsel übereinanderliegen, entsteht am Fenster eine neue Farbe.
  1. Falte das Tonpapier längs zur Hälfte, zeichne an der Faltkante einen halben Apfel von 22 cm Höhe auf und dazu 3 cm weiter innen eine zweite Linie, dann schneide beide Linien aus – aufgeklappt hast Du einen Apfelrahmen mit Stiel.
  2. Bestreiche den Rahmen mit dem Klebestift, drücke ihn auf das Butterbrotpapier und schneide das überstehende Papier außen ab.
  3. Schneide das Transparentpapier in 3 cm breite Streifen und lass Dein Kind daraus Stücke reißen.
  4. Lege den Rahmen mit der Butterbrotpapier-Seite nach oben hin und lass Dein Kind die Fläche mit dem Pinsel oder den Fingern dick einkleistern.
  5. Lass Dein Kind die Schnipsel in den Kleister legen und andrücken, auch übereinander, bis die Fläche voll ist.
  6. Streicht zum Schluss eine dünne Schicht Kleister über alles und lasst das Bild über Nacht liegen. Fertig ist es, wenn die Oberfläche trocken und leicht glänzend ist und sich kein Schnipsel mehr hebt.

Wenn es zu leicht wird: Dreijährige schneiden die Streifen mit der Kinderschere selbst in Stücke. Aus demselben Aufbau entstehen mit anderen Rahmen eine Birne oder ein Blatt.

Für Jüngere: Reiße einen Vorrat Schnipsel selbst und stelle ihn in einer Schale hin. Dein Kind kleistert und legt auf, das Reißen probiert es nebenher.

Das Windlicht mit Herbstblättern

ab 2 Jahren  ·  20 Minuten plus eine Nacht Trockenzeit · leicht
Das Windlicht mit Herbstblättern — Ein Schraubglas als Windlicht auf einem hellen Holztisch, etwa 12 cm hoch, rundherum mit f
Blätter aufs Glas, Kleister darüber – abends scheint das Licht durch jede Ader.

Ein leeres Schraubglas, eine Handvoll bunte Blätter und Kleister: Die Blätter werden rund ums Glas geklebt und noch einmal mit Kleister überstrichen. Nach dem Trocknen sind sie fest und leicht durchscheinend. Mit einem Licht darin leuchten Gelb und Rot, und die Adern zeichnen sich dunkel ab.

Leg die Blätter am Vorabend in ein dickes Buch. Frisch gesammeltes Laub wölbt sich und löst sich beim Trocknen vom Glas, flach gepresstes bleibt haften. Dünne Blätter von Ahorn, Birke oder Kirsche eignen sich besser als ledrige. Das Glas hältst Du fest, während Dein Kind kleistert, sonst rollt es weg. Mit einer Gruppe geht das, wenn jedes Kind ein eigenes Glas hat und höchstens vier zugleich am Tisch sitzen.

Das brauchst Du
  • Ein sauberes Schraubglas ohne Etikett, etwa 12 cm hoch
  • Acht bis zehn dünne, über Nacht gepresste Herbstblätter
  • Tapetenkleister ohne Zusätze, eine halbe Tasse angerührt
  • Ein breiter Pinsel
  • Ein LED-Teelicht
  • Eine abwischbare Unterlage

So geht es

  1. Stelle das Glas auf die Unterlage und halte es mit einer Hand am oberen Rand fest.
  2. Lass Dein Kind die Außenseite des Glases mit dem Pinsel rundherum dick einkleistern.
  3. Lass Dein Kind ein Blatt nach dem anderen auf das Glas legen und mit der flachen Hand andrücken, die Stiele zeigen nach unten.
  4. Streicht eine zweite Schicht Kleister über alle Blätter und drückt dabei abstehende Spitzen und Stiele noch einmal an.
  5. Wische den oberen Glasrand mit einem Tuch sauber und stelle das Glas über Nacht zum Trocknen an einen warmen Platz.
  6. Stelle das LED-Teelicht hinein. Fertig ist das Windlicht, wenn der Kleister durchsichtig geworden ist und die Blätter rundum fest anliegen.

Wenn es zu leicht wird: Ältere Kinder kleben zuerst eine Lage gerissenes weißes Seidenpapier aufs Glas und die Blätter darauf – das Licht wird dadurch milchig, und die Blätter treten stärker hervor.

Für Jüngere: Kleistere das Glas selbst ein und reiche Deinem Kind die Blätter einzeln an. Drei oder vier Blätter genügen für ein schönes Licht.

Die Eule mit Flügeln aus Blättern

ab 2 Jahren  ·  20 Minuten · leicht
Die Eule mit Flügeln aus Blättern — Eine Eule aus Papier auf einem hellen Holztisch, von oben fotografiert
Ein brauner Kreis, zwei große Augen und zwei Blätter als Flügel – mehr braucht die Eule nicht.

Der Körper ist ein Kreis aus braunem Tonpapier, die Augen sind zwei weiße Kreise, der Schnabel ein kleines Dreieck. Die Flügel wachsen draußen: zwei längliche Herbstblätter, links und rechts aufgeklebt. Wer noch Blätter übrig hat, klebt kleine als Federn auf den Bauch.

Schneide alle Papierteile vor und lege sie in der Reihenfolge des Klebens bereit. Die Kreise zeichnest Du mit einem Dessertteller und einem Trinkglas an. Die Blätter sollten trocken und einigermaßen flach sein, ein paar Stunden im Buch reichen. Mit dem Klebestift halten sie schlecht. Nimm Bastelkleber oder Kleister und beschwere die Eule nach dem Kleben eine halbe Stunde mit einem Buch. In der Krippe läuft das Angebot auch mit sechs Kindern, wenn für jedes ein fertiger Teilesatz bereitliegt.

Das brauchst Du
  • Braunes Tonpapier, ein Bogen DIN A4
  • Weißes Papier, ein Rest von 15 x 8 cm
  • Ein Rest oranges Tonpapier, 4 x 4 cm
  • Zwei längliche Herbstblätter von etwa 12 cm und einige kleine
  • Lösemittelfreier Bastelkleber
  • Ein schwarzer Filzstift

So geht es

Kinderhände drücken ein Herbstblatt als Flügel an den braunen Eulenkörper
Zwei gleich große Blätter zu finden ist schon die halbe Bastelei – und die schönere Hälfte.
  1. Zeichne mit einem Dessertteller einen Kreis von etwa 19 cm Durchmesser auf das braune Tonpapier und schneide ihn aus.
  2. Zeichne mit einem Trinkglas zwei Kreise von 6 cm Durchmesser auf das weiße Papier, schneide sie aus und schneide aus dem orangen Rest ein Dreieck mit 3 cm Seitenlänge.
  3. Lass Dein Kind die beiden weißen Kreise nebeneinander in die obere Hälfte des braunen Kreises kleben und das Dreieck mit der Spitze nach unten dazwischen.
  4. Gib je einen Streifen Kleber auf den linken und rechten Rand des Körpers und lass Dein Kind die beiden großen Blätter mit dem Stiel nach oben daraufdrücken, sodass sie schräg nach unten überstehen.
  5. Klebt drei oder vier kleine Blätter als Federn auf den Bauch.
  6. Male in jedes Auge einen schwarzen Punkt von der Größe einer Fingerkuppe. Fertig ist die Eule, wenn Du sie am oberen Rand anheben kannst und kein Blatt abfällt.

Wenn es zu leicht wird: Dreijährige schneiden den Schnabel mit der Kinderschere selbst und suchen draußen die Flügel aus: zwei Blätter, die gleich groß sind.

Für Jüngere: Klebe Augen und Schnabel vorher auf. Dein Kind setzt nur die Blätter in die Kleberstreifen und malt die Pupillen.

Blättertiere mit Tupfaugen

ab 2 Jahren  ·  20 Minuten plus 30 Minuten Trockenzeit · leicht
Blättertiere mit Tupfaugen — Ein hellblauer Bogen Tonpapier auf einem hellen Holztisch, von oben fotografiert
Ein Blatt, zwei weiße Tupfen, ein paar Striche – und schon schaut ein Käfer vom Papier.

Jedes Blatt hat eine Form, in der sich etwas entdecken lässt. Ein rundes wird zum Käfer, ein gezacktes zum Igel, ein langes zur Maus. Dein Kind klebt die Blätter auf, tupft mit weißer Fingerfarbe zwei Augen darauf, und Du zeichnest mit dem Stift Beine, Fühler oder einen Schwanz dazu.

Presse die Blätter über Nacht, sonst rollen sie sich auf dem Papier ein. Wackelaugen, wie sie auf vielen Bildern zu sehen sind, braucht es nicht. Die weißen Fingertupfen sehen genauso lebendig aus und können nicht im Mund landen. Rechne damit, dass Dein Kind die Blätter übereinander auf einen Haufen klebt, statt sie zu verteilen. Dann wird es eben ein einziges großes Tier. In der Gruppe geht das gut als Gemeinschaftsbild auf einem großen Bogen.

Das brauchst Du
  • Sechs bis acht gepresste Herbstblätter in verschiedenen Formen
  • Ein Bogen farbiges Tonpapier DIN A4, etwa Hellblau oder Orange
  • Tapetenkleister oder lösemittelfreier Bastelkleber
  • Weiße Fingerfarbe
  • Ein schwarzer Filzstift
  • Ein Pinsel

So geht es

  1. Lege die Blätter neben das Tonpapier und schaut gemeinsam, welches wie ein Tier aussieht.
  2. Lass Dein Kind die Rückseite eines Blattes mit dem Pinsel einkleistern und es aufs Papier drücken, bis vier oder fünf Blätter verteilt sind.
  3. Streiche mit der flachen Hand über jedes Blatt, damit auch die Ränder anliegen.
  4. Lass Dein Kind mit der Fingerspitze zwei weiße Tupfen auf jedes Blatt setzen und warte 30 Minuten, bis sie trocken sind.
  5. Male mit dem Filzstift in jeden Tupfen eine Pupille und zeichne Beine, Fühler oder einen Schwanz neben das Blatt aufs Papier.
  6. Fertig ist das Bild, wenn jedes Blatt zwei Augen hat und sich beim Schräghalten keines mehr löst.

Wenn es zu leicht wird: Dreijährige zeichnen Beine und Schwänze selbst und setzen ein Tier aus zwei Blättern zusammen: ein großes für den Körper, ein kleines für den Kopf.

Für Jüngere: Ein Blatt, ein Tier: Klebt nur ein einziges großes Blatt in die Mitte und tupft die Augen. Den Rest zeichnest Du.

Der Salzteig-Igel mit Zapfenrücken

ab 2 Jahren  ·  25 Minuten plus zwei bis drei Tage Trockenzeit · mittel
Der Salzteig-Igel mit Zapfenrücken — Ein kleiner Igel aus hellem Salzteig auf einem hellen Holztisch, von der Seite fotografi
Eine Teigkugel, eine spitze Nase, ein Kiefernzapfen als Stachelkleid.

Aus Mehl, Salz und Wasser knetet Ihr einen Teig. Eine Kugel davon bekommt eine spitze Schnauze, und in den Rücken drückt Dein Kind einen kleinen Kiefernzapfen. Seine abstehenden Schuppen sind die Stacheln. Zwei Augen und eine Nase werden mit einem Stäbchen eingedrückt. Nach ein paar Tagen an der Luft ist der Igel hart.

Den Teig kannst Du vorher anrühren oder mit Deinem Kind zusammen kneten, das Kneten ist für viele der schönste Teil. Ist er zu klebrig, kommt Mehl dazu, ist er bröselig, ein paar Tropfen Wasser. Salzteig ist wegen des vielen Salzes nichts zum Naschen. Bleib also am Tisch, solange Dein Kind noch alles probiert. Der Zapfen muss trocken und offen sein. Drückt ihn tief genug ein, sonst fällt er nach dem Trocknen heraus. In der Krippe bereitest Du für jedes Kind eine fertige Teigkugel vor.

Das brauchst Du
  • Eine Tasse Mehl
  • Eine halbe Tasse Salz
  • Etwa eine halbe Tasse Wasser
  • Ein kleiner, geöffneter Kiefernzapfen, 4 bis 5 cm lang
  • Ein Holzstäbchen oder ein stumpfer Bleistift
  • Ein Brettchen zum Trocknen

So geht es

Kinderhände drücken einen Kiefernzapfen in den Rücken des Salzteig-Igels
Tief hineindrücken – der Teig hält den Zapfen beim Trocknen von allein fest.
  1. Verknete Mehl, Salz und Wasser in einer Schüssel zu einem glatten Teig, der nicht mehr an den Fingern klebt.
  2. Gib Deinem Kind ein Stück von der Größe eines Hühnereis und lass es zwischen den Händen zu einer Kugel rollen.
  3. Drückt die Kugel auf dem Brettchen unten flach und zieht an einer Seite mit zwei Fingern eine etwa 2 cm lange Spitze als Schnauze heraus.
  4. Lass Dein Kind den Zapfen mit dem breiten Ende voran schräg in den Rücken drücken, bis er etwa zur Hälfte im Teig steckt, und drücke den Teig rundherum an.
  5. Drückt mit dem Stäbchen zwei Augen und vorn an der Spitze ein Nasenloch ein.
  6. Lasst den Igel zwei bis drei Tage auf dem Brettchen in der Nähe der Heizung trocknen und dreht ihn nach dem ersten Tag einmal auf die Seite. Fertig ist er, wenn der Teig hell und hart ist und der Zapfen beim Anheben nicht wackelt.

Wenn es zu leicht wird: Dreijährige formen eine ganze Igelfamilie in drei Größen und malen nach dem Trocknen mit dem Filzstift Augen und Nase schwarz aus.

Für Jüngere: Forme den Körper selbst vor. Dein Kind drückt den Zapfen hinein und bohrt die Augen – das sind die beiden Handgriffe, die am meisten Freude machen.

So klappt das Basteln mit Ein- bis Dreijährigen

Bereite alles vor, bevor Dein Kind am Tisch sitzt. Die Farbe ist auf dem Teller, das Papier ist festgeklebt, der Lappen liegt daneben, das Wasser zum Händewaschen steht bereit. Kleinkinder warten nicht. Wenn Du erst noch die Schere suchst, ist die Farbe schon auf dem Stuhl. Zehn Minuten Vorbereitung für zehn Minuten Basteln sind in diesem Alter ein normales Verhältnis.

Rechne mit kurzen Runden. Ein Einjähriges ist oft nach fünf Minuten fertig, ein Zweijähriges nach zehn bis fünfzehn. Das ist kein Zeichen, dass es keinen Spaß gemacht hat. Hör auf, wenn Dein Kind aufhört, und mach den Rest nicht allein zu Ende, nur damit das Bild vollständig aussieht. Ein Igel mit einem einzigen Handabdruck ist auch ein Igel.

Gib wenig auf einmal heraus. Eine Farbe statt vier, ein Blatt statt eines Stapels, ein Klecks Kleister statt der ganzen Schüssel. Kleine Kinder kippen, mischen und verteilen alles, was in Reichweite steht. Das gehört dazu, aber es ist leichter auszuhalten, wenn es sich um einen Esslöffel Farbe handelt.

In der Krippe funktionieren die meisten Ideen am besten in kleinen Runden von zwei bis vier Kindern, während die anderen spielen. Druckideen mit Hand und Fuß gehen einzeln, ein Kind nach dem anderen, mit einer zweiten Person am Waschbecken. Kleisterbilder und Blätterbilder lassen sich gut mit mehreren gleichzeitig machen, wenn jedes Kind sein eigenes Blatt und seinen eigenen Pinsel hat.

Und das Laub: Sammelt es zusammen, am besten am selben Tag oder am Tag davor. Für alles, was geklebt wird, legst Du die Blätter über Nacht zwischen Zeitungspapier in ein dickes Buch. Zum Stempeln nimmst Du sie frisch. Schon der Weg mit dem Korb durch den Park gehört zum Basteln dazu – für viele Kinder ist er der Teil, an den sie sich später erinnern.

Häufige Fragen

Was kann man mit Zweijährigen im Herbst basteln?

Alles, was mit einer einfachen, wiederholbaren Bewegung auskommt: mit der Hand drucken, mit der Kartoffel stempeln, mit dem Finger tupfen, Papier reißen, Blätter in Kleister drücken. Gut geeignet sind der Handabdruck-Igel, der Herbstbaum mit Fingertupfen, der Kartoffeldruck und das Fensterbild aus gerissenem Transparentpapier. Schneiden und genaues Kleben übernimmst Du noch.

Ab wann können Kinder mit Fingerfarbe malen?

Sobald Dein Kind sicher sitzt und nicht mehr alles sofort in den Mund steckt, bei vielen ist das um den ersten Geburtstag herum. Nimm Fingerfarbe, die ausdrücklich für Kleinkinder gedacht ist, und bleib daneben sitzen. Am Anfang reicht eine einzige Farbe auf einem großen Blatt.

Wie lange dauert Basteln mit einem Kleinkind?

Kürzer, als man denkt. Mit einem Jahr sind fünf Minuten viel, mit zwei Jahren zehn bis fünfzehn, mit drei Jahren auch einmal zwanzig. Die Zeiten bei den Ideen meinen die Zeit am Tisch einschließlich Deiner Handgriffe. Trockenzeit kommt dazu und läuft ohne Euch.

Welche Blätter eignen sich zum Basteln?

Zum Stempeln frische, weiche Blätter mit kräftigen Adern, etwa Ahorn, Platane oder Eiche. Zum Kleben und fürs Windlicht dünne Blätter, die eine Nacht im Buch gepresst wurden, zum Beispiel Ahorn, Birke oder Kirsche. Sehr trockenes, braunes Laub zerbricht und ist nur noch zum Rascheln gut.

Welcher Kleber ist für Kleinkinder geeignet?

Tapetenkleister ohne Zusätze, mit Wasser angerührt, ist für Papier und Blätter die einfachste Lösung. Er lässt sich mit den Fingern verstreichen und mit Wasser abwaschen. Für Tonpapier auf Tonpapier reicht ein Klebestift, für Blätter auf Papier lösemittelfreier Bastelkleber. Heißkleber gehört nicht in Kinderhand.

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