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Weihnachtsbasteln in der Kita: 12 Ideen, die auch mit einer ganzen Gruppe klappen

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Im Dezember soll in der Kita gebastelt werden, und zwar mit allen. Das ist etwas anderes als der Basteltisch zu Hause, an dem ein Kind sitzt und ein Erwachsener daneben. In der Gruppe warten 15 Kinder auf zwei Scheren, der Kleber ist nach zehn Minuten leer, und irgendwo müssen 20 nasse Blätter trocknen.

Die zwölf Ideen hier sind danach ausgesucht, dass sie das aushalten. Jede kommt mit wenigen Handgriffen aus, die Drei- bis Sechsjährige wirklich selbst schaffen, und bei jeder steht dabei, wie Du sie mit 10 bis 20 Kindern organisierst: wie viele gleichzeitig am Tisch sitzen, was Du vorher zuschneidest und an welcher Stelle es erfahrungsgemäß klemmt.

Es gibt Sterne, Baumschmuck, Engel, Tannenbäume und Fensterbilder. Das Material stammt fast vollständig aus dem Bastelschrank und der Küche: Papier, Pappteller, Wolle, Salz, Zapfen vom Spaziergang. Für jüngere und ältere Kinder steht jeweils eine leichtere und eine anspruchsvollere Variante dabei.

Sterne

Sterne sind der dankbarste Einstieg: Jedes Kind weiß, wie einer aussieht, und keiner muss gerade sein. Die drei hier brauchen drei ganz verschiedene Handgriffe – fädeln, streuen und gemeinsam kleben.

Der Perlenstern aus Pfeifenputzer

ab 4 Jahren  ·  15 Minuten · leicht
Der Perlenstern aus Pfeifenputzer — Ein fuenfzackiger Stern aus gruenem Pfeifenputzer, etwa 7 cm breit, liegt auf einem helle
Aufgefädelt, um die Ausstechform gebogen, zugedreht – fertig ist der Stern für den Zweig.

Ein Pfeifenputzer wird mit Perlen bestückt und dann um einen Stern-Ausstecher aus der Plätzchenkiste gebogen. Der Ausstecher ist die ganze Schablone: Der Draht legt sich in die Zacken, und wenn man ihn abnimmt, bleibt die Form stehen. Rote und grüne Perlen auf grünem Draht sehen sofort nach Weihnachten aus.

Vorher biegst Du an jedem Pfeifenputzer ein Ende zu einer kleinen Öse um, sonst rutschen die Perlen auf der anderen Seite wieder herunter und der Frust ist groß. Mit einer ganzen Gruppe klappt das gut an einem Tisch mit sechs Plätzen und drei Ausstechern, die reihum gehen. Die Perlen stehen in flachen Schalen in der Tischmitte, nicht in der Tüte, dann kullert deutlich weniger auf den Boden.

Das brauchst Du
  • Ein Pfeifenputzer in Grün, 30 cm lang
  • Etwa 25 Holz- oder Kunststoffperlen mit großem Loch, 8 mm, in Rot, Grün und Natur
  • Ein Stern-Ausstecher aus Metall, etwa 7 cm breit
  • Ein Stück Garn oder Geschenkband, 20 cm
  • Zwei flache Schalen für die Perlen

So geht es

  1. Biege ein Ende des Pfeifenputzers etwa 1 cm weit um und drücke es fest, damit keine Perle herunterrutscht.
  2. Lass Dein Kind die Perlen auffädeln, bis am offenen Ende noch 3 cm Draht frei sind. Perlen sind Kleinteile – bei Kindern unter drei sitzt ein Erwachsener direkt daneben.
  3. Schiebe die Perlen so auseinander, dass sie locker über die ganze Länge verteilt sind und der Draht sich noch biegen lässt.
  4. Legt den Pfeifenputzer gemeinsam um den Ausstecher: Du hältst den Anfang an einer inneren Ecke fest, Dein Kind drückt den Draht Zacke für Zacke in die Form.
  5. Verdrehe die beiden Enden zweimal miteinander und zieh den Stern vorsichtig vom Ausstecher ab.
  6. Knote das Garn an einer Zacke fest. Fertig ist der Stern, wenn er am Faden hängt und seine fünf Zacken behält.

Wenn es zu leicht wird: Vorschulkinder fädeln ein Muster, das sie sich vorher ausdenken – zwei rote, eine grüne, immer wieder – und biegen den Stern ohne Ausstecher frei aus der Hand.

Für Jüngere: Für Dreijährige nimmst Du größere Perlen und nur zehn Stück. Das Biegen um die Form übernimmst Du, Dein Kind drückt die Zacken nach.

Der Salzstern auf dunklem Karton

ab 3 Jahren  ·  20 Minuten plus eine Nacht Trockenzeit · leicht
Der Salzstern auf dunklem Karton — Ein dunkelblauer Tonkarton im Format DIN A5 liegt auf einem hellen Holztisch
Kleber, Salz und ein Tropfen Farbe: Die Farbe läuft von allein die Zacken entlang.

Ein Stern aus Kleberlinien wird mit Salz bestreut. Tupft man dann sehr wässrige Farbe an eine Stelle, zieht das Salz sie auf und sie wandert die Linie entlang, ohne dass jemand nachhilft. Das ist der Moment, in dem es am Tisch still wird. Auf dunklem Karton glitzert der getrocknete Stern wie Raureif.

Die Kleberlinien zeichnest bei den Jüngeren Du, und zwar dick, wie eine Zahnpastaspur – dünne Linien halten zu wenig Salz. Leg jeden Karton in einen Kartondeckel oder auf ein Backblech, dann bleibt das überschüssige Salz dort und kann wieder in die Schale. Mit 15 Kindern lohnt sich ein Stationentisch für vier: Kleber, Salz, Farbe, Trockenplatz. Die Sterne müssen flach liegen bleiben, also vorher klären, wo 15 Blätter über Nacht Platz haben.

Das brauchst Du
  • Tonkarton in Dunkelblau oder Schwarz, ein Bogen DIN A5
  • Flüssiger Bastelkleber in der Flasche, lösemittelfrei
  • Eine Tasse feines Speisesalz
  • Wasserfarben oder Lebensmittelfarbe in Blau und Violett
  • Ein weicher Pinsel oder eine Pipette
  • Ein flacher Kartondeckel oder ein Backblech

So geht es

Eine Kinderhand tupft blaue Farbe an die Salzlinien eines Sterns
Nur antippen – den Rest erledigt das Salz, und die Farbe wandert von Zacke zu Zacke.
  1. Leg den Karton in den Kartondeckel und zeichne mit der Kleberflasche einen Stern: ein Kreuz aus zwei 12 cm langen Linien und ein zweites, schräg darübergelegtes Kreuz, sodass acht Strahlen entstehen.
  2. Lass Dein Kind an jeden Strahl zwei kurze Seitenäste aus Kleber setzen, wenn es mag.
  3. Streut gemeinsam das Salz großzügig über den ganzen Kleber, bis nichts Weißes mehr glänzt.
  4. Kippe den Karton hochkant und klopfe das lose Salz in den Deckel ab.
  5. Rühre die Farbe mit viel Wasser an und lass Dein Kind den Pinsel nur an die Salzlinie tupfen, nicht darüberstreichen. Die Farbe verläuft von selbst.
  6. Lass den Stern über Nacht flach liegen. Fertig ist er, wenn das Salz hart ist und beim leichten Antippen nichts mehr verrutscht.

Wenn es zu leicht wird: Fünf- und Sechsjährige führen die Kleberflasche selbst und probieren, was passiert, wenn sich Blau und Rot auf einer Linie begegnen.

Für Jüngere: Dreijährige streuen und tupfen, den Stern aus Kleber zeichnest Du. Mit der Pipette statt dem Pinsel wird weniger gewischt.

Der große Stern aus Butterbrottüten

ab 4 Jahren  ·  30 Minuten · mittel
Der große Stern aus Butterbrottüten — Ein grosser, plastischer Stern aus weissen Butterbrottueten, etwa 40 cm Durchmesser, li
Acht Tüten, zwei Kleberstriche pro Tüte – und beim Auffächern staunt die ganze Gruppe.

Acht Butterbrottüten werden aufeinandergeklebt, oben spitz zugeschnitten und dann aufgefächert wie ein Buch, dessen Deckel sich hinten berühren. Aus einem flachen Stapel wird ein Stern von gut 40 cm Durchmesser. Das Auffächern ist jedes Mal eine kleine Sensation, auch für Kinder, die es schon dreimal gesehen haben.

Das ist eine Arbeit für Vierergruppen, nicht für jedes Kind einzeln: Jedes Kind schneidet zwei Tüten spitz und klebt sie auf den gemeinsamen Stapel. Mit 20 Kindern entstehen so fünf Sterne für den Gruppenraum. Zeig vorher an einer Tüte, wo der Kleber hinkommt, denn hier hakt es fast immer: Wer die ganze Fläche einstreicht, bekommt den Stern nicht mehr auf. Alle Tüten müssen außerdem gleich herum liegen, mit der Öffnung nach oben.

Das brauchst Du
  • Acht Butterbrottüten aus weißem oder braunem Papier, alle gleich groß
  • Ein Klebestift
  • Eine Kinderschere
  • Ein Bleistift
  • Ein Faden zum Aufhängen, 50 cm
  • Zwei Büroklammern

So geht es

  1. Leg eine Tüte flach vor Dich, die Öffnung zeigt von Dir weg, und zeichne am offenen Ende eine Spitze an: von der Mitte der Oberkante schräg zu beiden Seiten, jeweils etwa 8 cm tief.
  2. Lass Dein Kind die beiden Ecken mit der Kinderschere abschneiden. Diese Tüte dient als Muster – leg sie auf die nächste und zeichne die Spitze nach, bis alle acht geschnitten sind.
  3. Zeig, wo der Kleber hinkommt: ein Strich quer am geschlossenen unteren Rand und ein Strich von dort die Mitte hinauf bis kurz vor die Spitze, wie ein umgedrehtes T.
  4. Legt die nächste Tüte deckungsgleich darauf, drückt sie an und streicht wieder ein T. So weiter, bis alle acht aufeinanderliegen.
  5. Fasse die oberste und die unterste Tüte an der Spitze und zieh sie im Kreis auseinander, bis sie sich treffen.
  6. Streiche auf die letzte Fläche ebenfalls ein T, drücke beide Enden zusammen und halte sie mit den Büroklammern, bis der Kleber fest ist.
  7. Zieh den Faden zwischen zwei Zacken durch. Fertig ist der Stern, wenn er sich rundum geöffnet hat und am Faden nicht wieder zuklappt.

Wenn es zu leicht wird: Vorschulkinder schneiden zusätzlich kleine Dreiecke in die Seitenkanten der Tüten. Beim Auffächern werden daraus Lichtlöcher im Stern.

Für Jüngere: Schneide die Spitzen vor und lass die Kinder nur kleben und stapeln. Den Moment des Auffächerns machst Du mit allen zusammen.

Baumschmuck

Was am Gruppenbaum oder am Ast über dem Esstisch hängt, sollte leicht sein und einen Sturz überleben. Papier, Zapfen und Faden reichen dafür völlig.

Marmorierte Papierkugeln aus Rasierschaum

ab 3 Jahren  ·  20 Minuten plus zwei Stunden Trockenzeit · leicht
Marmorierte Papierkugeln aus Rasierschaum — Drei runde Papierscheiben von etwa 8 cm Durchmesser liegen auf einem hellen Holzt
Kein Kreis sieht aus wie der andere – und der Raum riecht danach wie frisch rasiert.

Auf einer Schicht Rasierschaum werden Farbtropfen zu Schlieren gezogen, dann drückt man einen Papierkreis hinein. Zieht man den Schaum ab, bleibt das Marmormuster auf dem Papier stehen. Mit einem gemalten Aufhänger und einem Faden wird aus dem Kreis eine flache Weihnachtskugel für den Zweig.

Schneide die Kreise vorher zu, drei pro Kind, und schreib die Namen mit Bleistift auf die Rückseite, denn nachher erkennt niemand seinen wieder. Eine Auflaufform reicht für etwa acht Abdrücke, dann sind die Farben zu Grau verrührt und der Schaum wird glattgestrichen und neu betropft. Mit einer ganzen Gruppe arbeitest Du mit zwei Formen und je zwei Kindern gleichzeitig. Kittel oder alte Hemden sind hier keine Vorsicht, sondern Erfahrung, und der Schaum gehört nicht an die Augen.

Das brauchst Du
  • Eine Dose Rasierschaum, kein Gel
  • Lebensmittelfarbe oder flüssige Wasserfarbe in Rot, Gelb und Blau
  • Festes weißes Papier oder Aquarellpapier, ein Bogen DIN A4
  • Eine Auflaufform oder ein tiefes Backblech
  • Ein Holzstäbchen und ein Lineal oder ein Stück fester Karton
  • Ein Locher und Garn, 20 cm je Kugel

So geht es

Eine Kinderhand zieht mit einem Holzstäbchen Farbschlieren durch Rasierschaum
Langsam rühren: Nach drei, vier Zügen ist das Muster am schönsten, danach wird es grau.
  1. Zeichne auf das Papier Kreise von etwa 8 cm Durchmesser, indem Du ein Trinkglas umfährst, und schneide sie aus.
  2. Sprühe den Rasierschaum etwa 2 cm hoch in die Form und streiche ihn mit dem Lineal glatt.
  3. Lass Dein Kind einige Tropfen von jeder Farbe auf dem Schaum verteilen und mit dem Holzstäbchen langsam Schlangenlinien hindurchziehen.
  4. Legt einen Papierkreis auf den Schaum und drückt ihn mit der flachen Hand sanft an, bis er überall aufliegt.
  5. Hebe den Kreis an einer Kante ab, leg ihn mit dem Schaum nach oben auf Zeitungspapier und zieh den Schaum mit dem Lineal in einem Zug ab.
  6. Lass die Kreise zwei Stunden trocknen, loche sie am Rand und knote das Garn durch. Fertig ist die Kugel, wenn das Papier trocken ist und die Farbe am Finger nicht mehr abfärbt.

Wenn es zu leicht wird: Ältere Kinder ziehen mit einer Gabel Kammuster durch die Farbe und vergleichen, wie sich Punkte, Wellen und Kreise im Abdruck unterscheiden.

Für Jüngere: Die Jüngsten tropfen und rühren, das Auflegen und Abziehen machst Du. Das Tropfen ist für sie ohnehin der beste Teil.

Der Zapfen mit Schneespitzen

ab 3 Jahren  ·  15 Minuten plus eine Stunde Trockenzeit · leicht
Der Zapfen mit Schneespitzen — Ein brauner, geoeffneter Kiefernzapfen von etwa 7 cm Laenge liegt auf einem hellen Holztisch
Ein Tupfer Weiß auf jede Schuppe, und der Zapfen sieht aus wie nach der ersten Frostnacht.

Kiefernzapfen bekommen weiße Spitzen und einen Faden und hängen dann am Baum. Mehr ist es nicht, und gerade deshalb klappt es auch mit den Jüngsten. Die Zapfen können die Kinder in den Wochen davor selbst vom Spaziergang mitbringen, was dem Anhänger eine Vorgeschichte gibt.

Leg die gesammelten Zapfen zwei, drei Tage auf die Heizung. Feuchte Zapfen sind geschlossen und lassen sich nicht tupfen, in der Wärme gehen sie auf. Die Farbe kommt in flachen Klecksen auf einen Teller, dick und unverdünnt. Den Faden bindest Du vor dem Malen an, dann kann der nasse Zapfen gleich zum Trocknen an eine Leine. Mit 20 Kindern ist das eine der wenigen Ideen, die wirklich alle gleichzeitig machen können, wenn jeder Tisch einen Farbteller hat.

Das brauchst Du
  • Ein trockener, geöffneter Kiefernzapfen, 5 bis 8 cm lang
  • Weiße Fingerfarbe oder Acrylfarbe auf Wasserbasis, ein Esslöffel
  • Ein Borstenpinsel
  • Garn oder Paketschnur, 30 cm
  • Ein flacher Teller für die Farbe
  • Eine Wäscheleine oder ein Ast zum Trocknen

So geht es

  1. Schlinge die Schnur um die oberste Schuppenreihe am Stielende des Zapfens, zieh sie zwischen den Schuppen fest und verknote sie zu einer Schlaufe.
  2. Gib einen Klecks Farbe auf den Teller und zeig Deinem Kind, wie es den Pinsel nur mit der Spitze eintaucht.
  3. Lass Dein Kind den Zapfen an der Schlaufe oder am unteren Ende halten und jede Schuppenspitze einzeln antupfen, Reihe für Reihe rundherum.
  4. Dreht den Zapfen einmal ganz und schaut gemeinsam nach, welche Schuppen noch braun geblieben sind.
  5. Hänge den Zapfen an der Schlaufe über die Leine. Fertig ist er, wenn die Farbe matt geworden ist und beim Anfassen nicht mehr klebt.

Wenn es zu leicht wird: Größere Kinder klemmen zum Schluss kleine Wattekugeln oder rote Papierkügelchen zwischen die Schuppen und binden drei Zapfen zu einem Bündel zusammen.

Für Jüngere: Wer noch nicht gezielt tupft, rollt den Zapfen einfach über den Farbteller. Das gibt weniger Spitzen und mehr Schnee, hängt aber genauso schön.

Die Papierkette, an der alle mitkleben

ab 3 Jahren  ·  25 Minuten · leicht
Die Papierkette, an der alle mitkleben — Eine Papierkette aus ineinandergreifenden Ringen liegt in lockeren Schlaufen auf ein
Jedes Kind klebt sein Stück, am Ende reicht die Kette einmal um den ganzen Baum.

Papierstreifen werden zu Ringen geklebt, jeder neue Ring greift durch den vorigen. Das Prinzip verstehen Kinder nach dem zweiten Ring, und dann wächst die Kette schnell. Am schönsten wird sie aus Resten: Geschenkpapier vom Vorjahr, Seiten aus alten Katalogen, Tonpapier in Rot und Grün.

Schneide die Streifen vorher zu oder zeichne sie mit dem Lineal vor, damit die Älteren selbst schneiden können. Für eine Gruppe von 20 Kindern rechnest Du mit acht Streifen pro Kind, das ergibt eine Kette von gut zehn Metern. Jedes Kind klebt erst sein eigenes Stück, zum Schluss verbindest Du die Stücke im Kreis miteinander. Es hakt beim Kleber: Wer den Ring zu früh loslässt, hat wieder einen Streifen in der Hand. Zählt deshalb gemeinsam langsam bis zehn.

Das brauchst Du
  • Tonpapier, Geschenkpapierreste oder Katalogseiten in Rot, Grün und Weiß
  • Ein Lineal und ein Bleistift
  • Eine Kinderschere
  • Ein Klebestift
  • Eine Schale für die fertigen Streifen

So geht es

Kinderhände schließen einen grünen Papierstreifen zum Kettenring
Bis zehn zählen und erst dann loslassen – so lange braucht der Klebestift.
  1. Zeichne auf das Papier Streifen von 3 cm Breite und 20 cm Länge und schneide sie aus oder lass Dein Kind an den Linien entlang schneiden.
  2. Lass Dein Kind auf ein Ende des ersten Streifens etwa 2 cm weit Kleber streichen.
  3. Biegt den Streifen zum Ring, legt das andere Ende auf den Kleber und drückt beide zusammen, während Ihr bis zehn zählt.
  4. Steckt den zweiten Streifen durch den ersten Ring, bevor Ihr ihn auf dieselbe Weise schließt.
  5. Macht so weiter und wechselt die Farben nach Lust oder in fester Reihenfolge.
  6. Verbinde die Stücke aller Kinder mit je einem weiteren Ring. Fertig ist die Kette, wenn sie am ausgestreckten Arm hängt und kein Ring aufgeht.

Wenn es zu leicht wird: Vorschulkinder legen ein Farbmuster fest und halten es über die ganze Kette durch, oder sie messen mit dem Zollstock nach, wie lang ihr Stück geworden ist.

Für Jüngere: Dreijährige bekommen breitere Streifen von 4 cm und einen Erwachsenen, der den Ring hält, während sie zählen und drücken.

Engel

Engel geraten schnell zur Fummelarbeit mit vielen Einzelteilen. Diese beiden kommen mit drei Formen aus: ein Kleid, zwei Flügel, ein Kopf.

Der Engel mit Handflügeln

ab 3 Jahren  ·  20 Minuten plus eine Stunde Trockenzeit · leicht
Der Engel mit Handflügeln — Ein dunkelblauer Tonkarton im Hochformat DIN A4 liegt auf einem hellen Holztisch
Zwei Handabdrücke, ein Dreieck, ein Kreis – und jede Familie erkennt die Flügel sofort.

Die Flügel dieses Engels sind die Handabdrücke des Kindes, weiß auf dunkelblauem Karton, die Finger zeigen nach außen. Dazwischen sitzt ein Kleid aus einem Papierdreieck, darüber ein Kreis als Kopf. Das Bild hängt in der Kita an der Wand und zieht nach den Ferien mit nach Hause, wo es über Jahre zeigt, wie klein die Hände einmal waren.

Schneide Dreiecke und Kreise vorher zu und markiere auf jedem Karton mit einem Bleistiftkreuz die Stelle, an der später das Kleid sitzt. Sonst landen die Hände in der Mitte und für den Engel ist kein Platz mehr. Mit einer Gruppe richtest Du eine Druckstation direkt neben dem Waschbecken ein und holst die Kinder einzeln, das dauert pro Kind drei Minuten. Die Farbe streichst Du mit dem Pinsel auf die Hand, statt die Hand in den Teller zu drücken. So wird der Abdruck klar und nichts tropft.

Das brauchst Du
  • Tonkarton in Dunkelblau, ein Bogen DIN A4
  • Weiße Fingerfarbe, zwei Esslöffel
  • Ein breiter Pinsel
  • Weißes Papier oder ein Stück Tortenspitze für das Kleid
  • Ein Rest helles Tonpapier für den Kopf
  • Ein Klebestift und ein gelber Buntstift

So geht es

  1. Schneide aus dem weißen Papier ein Dreieck mit 10 cm Grundseite und 14 cm Höhe und aus dem hellen Tonpapier einen Kreis von 4 cm Durchmesser, den Du um einen Flaschendeckel zeichnest.
  2. Leg den Karton hochkant hin und markiere die Mitte mit einem kleinen Bleistiftkreuz.
  3. Streiche die linke Handfläche Deines Kindes mit dem Pinsel dünn und gleichmäßig weiß ein.
  4. Führe die Hand links neben das Kreuz, die Finger zeigen schräg nach außen oben, und drückt sie gemeinsam fest auf. Heb sie gerade nach oben ab.
  5. Wiederholt das mit der rechten Hand rechts vom Kreuz, dann geht es zum Händewaschen und der Karton trocknet eine Stunde.
  6. Lass Dein Kind das Dreieck mit der Spitze nach oben zwischen die Abdrücke kleben, sodass es die Handballen ein wenig überdeckt, und den Kreis auf die Spitze setzen.
  7. Malt mit dem gelben Stift einen Ring über den Kopf. Fertig ist der Engel, wenn Flügel, Kleid und Kopf zusammenhängen und nichts mehr feucht glänzt.

Wenn es zu leicht wird: Ältere Kinder schneiden Kleid und Kopf selbst, malen ein Gesicht und tupfen mit der Fingerspitze Schneeflocken rund um den Engel.

Für Jüngere: Bei Kindern, die keine Farbe an den Händen mögen, umfährst Du die Hände mit Bleistift auf weißem Papier, schneidest sie aus und Dein Kind klebt sie als Flügel auf.

Der Engel aus zwei Muffinförmchen

ab 4 Jahren  ·  15 Minuten · leicht
Der Engel aus zwei Muffinförmchen — Ein kleiner Engel aus weissen Muffinfoermchen aus Papier, etwa 9 cm hoch, liegt auf einem
Die Rillen im Papier sind schon da – sie werden zum Faltenkleid und zu gefiederten Flügeln.

Papierförmchen für Muffins haben von Haus aus einen geriffelten Rand, und der sieht gefaltet aus wie ein plissiertes Kleid. Ein Förmchen wird zum Viertel gefaltet und ist das Kleid, ein zweites zur Hälfte und bildet die Flügel. Ein Papierkreis als Kopf, eine Fadenschlaufe, und der Engel wiegt so wenig, dass er an der dünnsten Zweigspitze hängen kann.

Vorzubereiten sind nur die Köpfe: Kreise von 3 cm, am schnellsten um eine Zwei-Euro-Münze gezeichnet und etwas großzügiger ausgeschnitten. Weil alles so schnell geht, ist das eine gute Idee für den Tag, an dem die ganze Gruppe etwas fertig haben soll. Sechs Kinder pro Tisch, zwei Klebestifte, und nach einer Viertelstunde wechselt die Besetzung. Schwierig ist allein das genaue Falten. Zeig es einmal langsam und sag dazu, dass schiefe Kleider auch Kleider sind.

Das brauchst Du
  • Zwei Muffinförmchen aus weißem Papier, Boden etwa 5 cm
  • Ein Rest Tonpapier in einem Hautton für den Kopf
  • Ein Klebestift
  • Garn in Gold oder Weiß, 20 cm
  • Ein Buntstift für das Gesicht
  • Eine Kinderschere

So geht es

Kinderhände falten ein weißes Muffinförmchen aus Papier zur Hälfte
Einmal falten gibt Flügel, zweimal falten ein Kleid – mehr muss sich niemand merken.
  1. Zeichne auf das Tonpapier einen Kreis von 3 cm Durchmesser und schneide ihn aus oder lass Dein Kind schneiden.
  2. Lass Dein Kind das erste Förmchen flach drücken, einmal zur Hälfte und noch einmal zum Viertel falten. Das ist das Kleid, die Spitze zeigt nach oben.
  3. Drückt das zweite Förmchen flach und faltet es nur einmal zur Hälfte. Das sind die Flügel.
  4. Streiche Kleber auf die obere Hälfte des Kleides und kleb es mittig auf den Halbkreis, sodass die runde Kante der Flügel nach oben zeigt und links und rechts hinter dem Kleid hervorschaut.
  5. Knote das Garn zur Schlaufe und kleb den Knoten auf die Spitze des Kleides, darüber kommt der Kopf.
  6. Lass Dein Kind zwei Augen und einen Mund malen. Fertig ist der Engel, wenn er an der Schlaufe hängt und der Kopf nicht nach vorn kippt.

Wenn es zu leicht wird: Vorschulkinder schneiden mit der Kinderschere kleine Zacken in den Flügelrand und kleben Haare aus Wollresten an den Kopf.

Für Jüngere: Falte beide Förmchen vor. Dein Kind klebt die drei Teile aufeinander und malt das Gesicht.

Tannenbäume

Ein Tannenbaum ist im Grunde ein Dreieck, und genau das macht ihn für Drei- bis Sechsjährige so gut machbar. Einer hängt hier von der Decke, der andere wird aus Streifen gelegt.

Der Spiral-Tannenbaum aus dem Pappteller

ab 4 Jahren  ·  30 Minuten plus eine Stunde Trockenzeit · mittel
Der Spiral-Tannenbaum aus dem Pappteller — Ein gruen bemalter Pappteller, zu einer Spirale von etwa 3 cm Breite geschnitten,
Flach gemalt, rund geschnitten – und beim Hochheben wird der Teller zum Baum.

Ein grün bemalter Pappteller wird vom Rand her spiralförmig bis zur Mitte eingeschnitten. Hebt man ihn an der Mitte hoch, zieht sich die Spirale nach unten und es hängt ein Tannenbaum in der Luft, der sich bei jedem Luftzug dreht. Bunte Papierpunkte sind die Kugeln, ein gelber Stern sitzt auf der Spitze.

Mit einer Gruppe teilst Du die Arbeit auf zwei Tage: am ersten malen alle, am zweiten wird geschnitten und geschmückt. Nach dem Trocknen zeichnest Du die Spirale mit Bleistift vor, etwa 3 cm breit, zweieinhalb Runden. Das Schneiden ist die eigentliche Hürde, denn der Teller muss dabei gedreht werden, nicht die Schere. Vierjährigen hältst und drehst Du den Teller. Dünne Pappteller ohne Beschichtung lassen sich deutlich leichter schneiden und nehmen die Farbe besser an.

Das brauchst Du
  • Ein dünner, unbeschichteter Pappteller, etwa 23 cm Durchmesser
  • Fingerfarbe oder Wasserfarbe in Grün und ein breiter Pinsel
  • Eine Kinderschere
  • Tonpapierreste in Gelb und in bunten Farben
  • Ein Klebestift
  • Ein Faden, 40 cm, und eine dicke Nadel

So geht es

  1. Lass Dein Kind den Teller auf beiden Seiten grün anmalen und eine Stunde trocknen.
  2. Zeichne mit Bleistift eine Spirale vor: Beginne am Rand und führe die Linie in etwa 3 cm Abstand zweieinhalbmal herum, bis in der Mitte ein Kreis von 5 cm übrig bleibt.
  3. Lass Dein Kind mit der Kinderschere an der Linie entlang schneiden. Halte den Teller und dreh ihn langsam mit, damit die Schere immer geradeaus arbeiten kann.
  4. Schneidet aus dem bunten Tonpapier Kreise von etwa 2 cm oder nehmt Konfetti aus dem Locher und klebt sie als Kugeln auf die Spirale.
  5. Schneide aus dem gelben Papier einen Stern von 5 cm Breite aus zwei übereinandergelegten Dreiecken und kleb ihn auf den Mittelkreis.
  6. Stich mit der Nadel ein Loch durch die Mitte, zieh den Faden durch und verknote ihn auf der Unterseite. Das Stechen übernimmt ein Erwachsener.
  7. Fertig ist der Baum, wenn er am Faden hängt und die Spirale sich nach unten zu einem Kegel auszieht.

Wenn es zu leicht wird: Wer sicher schneidet, zeichnet die Spirale selbst und macht sie schmaler, dann wird der Baum länger. Statt Papierpunkten lassen sich kleine Kugeln an Fäden unter die Windungen hängen.

Für Jüngere: Für Dreijährige schneidest Du die Spirale. Sie malen den Teller an und kleben die Kugeln auf, bevor Du schneidest – flach geht das leichter.

Der Tannenbaum aus Papierstreifen

ab 3 Jahren  ·  20 Minuten · leicht
Der Tannenbaum aus Papierstreifen — Ein hellblauer Tonkarton im Hochformat DIN A4 liegt auf einem hellen Holztisch
Fünf Streifen, vom längsten zum kürzesten – der Baum entsteht beim Ordnen.

Fünf grüne Streifen in fünf Längen liegen durcheinander auf dem Tisch. Das Kind sortiert sie von lang nach kurz und klebt sie mit etwas Abstand übereinander auf einen Karton. Unten kommt ein brauner Stamm dazu, oben ein Stern. Der Baum sieht umso lebendiger aus, je unterschiedlicher das Grün ist: Tonpapier, Geschenkpapier, eine Seite aus dem Gartenkatalog.

Du schneidest die Streifen vorher zu und legst jedem Kind einen Satz in ein Schälchen. Bei 20 Kindern sind das 100 Streifen, mit einem Lineal und einem Stapel von vier Blättern ist das in einer Viertelstunde erledigt. Es lohnt sich, die Kinder erst trocken legen zu lassen und den Kleber danach auszuteilen. Wer sofort klebt, hat den kürzesten Streifen oft schon unten und merkt es zu spät. Das ist auch nicht schlimm, es gibt dann eben einen Baum, der auf dem Kopf steht.

Das brauchst Du
  • Tonkarton in Hellblau oder Natur, ein Bogen DIN A4
  • Papier in verschiedenen Grüntönen, etwa ein Bogen DIN A4
  • Ein Rest braunes Papier oder Wellpappe
  • Ein Rest gelbes Tonpapier
  • Ein Klebestift
  • Ein Lineal, ein Bleistift und eine Schere

So geht es

Eine Kinderhand klebt grüne Papierstreifen der Länge nach zu einem Tannenbaum
Erst legen, dann kleben: Beim Ordnen der Streifen taucht der Baum ganz von allein auf.
  1. Schneide aus dem grünen Papier fünf Streifen von 2 cm Breite in den Längen 16, 13, 10, 7 und 4 cm, dazu einen braunen Stamm von 3 x 4 cm und einen gelben Stern von etwa 4 cm.
  2. Leg alles durcheinander neben den hochkant liegenden Karton und lass Dein Kind die grünen Streifen der Länge nach ordnen.
  3. Legt den Baum erst ohne Kleber: den Stamm unten in die Mitte, darüber den längsten Streifen, dann immer kürzer, mit je einem Fingerbreit Abstand.
  4. Lass Dein Kind einen Streifen nach dem anderen anheben, auf der Rückseite einstreichen und wieder an seinen Platz drücken.
  5. Klebt den Stern über den kürzesten Streifen.
  6. Fertig ist das Bild, wenn alle Streifen mittig übereinanderliegen und sich keine Ecke mehr vom Karton hebt.

Wenn es zu leicht wird: Fünf- und Sechsjährige messen und schneiden die Streifen selbst, jeder 3 cm kürzer als der vorige, und kleben zum Schluss Konfetti aus dem Locher als Kugeln auf.

Für Jüngere: Für die Jüngsten reichen drei Streifen, die deutlich verschieden lang sind. Statt zu schneiden, können sie die Streifen auch von einem vorgefalzten Blatt abreißen.

Fensterbilder

Im Dezember ist es um vier Uhr dunkel, und vormittags steht die Sonne tief. Beides lässt Fensterbilder leuchten – diese zwei kommen ohne Transparentpapier aus.

Die Wollfaden-Kugel fürs Fenster

ab 3 Jahren  ·  20 Minuten · leicht
Die Wollfaden-Kugel fürs Fenster — Eine flache Christbaumkugel als Fensterbild liegt auf einem hellen Holztisch: ein roter Ri
Bunte Fäden zwischen zwei Folien: Gegen das Licht sieht die Kugel aus wie gezeichnet.

Ein roter Papierring liegt auf einem Stück Klebefolie, die klebende Seite nach oben. In das runde Fenster legt das Kind Wollfäden, kreuz und quer, in Schlaufen und Kringeln. Eine zweite Folie obendrauf hält alles fest. Am Fenster wirken die Fäden wie bunte Striche in einer Glaskugel, und ein kleiner Aufhänger aus Papier macht die Christbaumkugel komplett.

Die Ringe schneidest Du vor, ebenso die Folienstücke. Das Abziehen des Schutzpapiers ist nichts für Kinderhände und mit 15 Kindern am Tisch auch nichts für nebenbei. Zieh die Folien deshalb erst ab, wenn das Kind am Platz sitzt, und fixiere sie mit zwei Streifen Klebefilm auf dem Tisch, sonst rollt sie sich ein. Vier Kinder gleichzeitig sind eine gute Größe. Die Wolle liegt in kurzen Stücken bereit, denn lange Fäden verheddern sich und kleben dann an den Fingern statt auf der Folie.

Das brauchst Du
  • Tonkarton in Rot, ein Stück von 15 x 20 cm
  • Selbstklebende Bucheinbandfolie, zwei Stücke von 15 x 15 cm
  • Wollreste in vier bis fünf Farben
  • Eine Schere und eine Kinderschere
  • Eine kleine Schüssel und ein Trinkglas zum Umfahren
  • Garn zum Aufhängen, 20 cm, und Klebefilm

So geht es

  1. Zeichne auf den Tonkarton einen Kreis von 13 cm um die Schüssel und mittig darin einen von 9 cm um das Glas. Schneide den Ring aus – in den inneren Kreis stichst Du mit der spitzen Schere ein, das übernimmt ein Erwachsener.
  2. Schneide aus dem Rest ein Rechteck von 3 x 2 cm als Aufhänger und die Wolle in Stücke von 5 bis 15 cm.
  3. Zieh von einem Folienstück das Schutzpapier ab, leg es mit der Klebeseite nach oben auf den Tisch und befestige zwei Ecken mit Klebefilm.
  4. Lass Dein Kind den Ring auf die Folie drücken und das Rechteck oben an den Ring setzen.
  5. Jetzt legt Dein Kind die Wollfäden in das runde Fenster und drückt sie leicht an, gern auch übereinander.
  6. Leg die zweite Folie mit der Klebeseite nach unten darauf und streicht sie gemeinsam von der Mitte nach außen glatt.
  7. Schneide die überstehende Folie rund um Ring und Aufhänger ab und kleb die Garnschlaufe an. Fertig ist die Kugel, wenn die Folie rundum geschlossen ist und kein Faden herausschaut.

Wenn es zu leicht wird: Ältere Kinder legen aus einem einzigen langen Faden eine Schnecke oder einen Stern in den Ring und schneiden den Kreis mit der Kinderschere selbst aus.

Für Jüngere: Mit Dreijährigen legst Du nur drei Farben hin und hilfst beim ersten Faden. Dass Wolle auf der Folie hängen bleibt, begreifen sie sofort und machen allein weiter.

Wachs-Tannen aus Malstiftresten

ab 4 Jahren  ·  30 Minuten · mittel
Wachs-Tannen aus Malstiftresten — Drei spitze Dreiecke aus Backpapier, je etwa 8 cm breit und 12 cm hoch, liegen als Tannen a
Aus den Stummeln der Wachsmalkiste wird ein kleiner Wald, durch den die Wintersonne scheint.

In jeder Kita gibt es eine Kiste mit Wachsmalstiften, die zu kurz zum Malen geworden sind. Die Kinder spitzen sie mit dem Dosenspitzer zu bunten Spänen, verteilen die Späne zwischen zwei Lagen Backpapier, und ein Erwachsener bügelt kurz darüber. Das Wachs schmilzt zu durchscheinenden Farbflecken. Daraus geschnittene Dreiecke werden am Fenster zu Tannen in Grün, Blau und Gelb.

Das Bügeln ist allein Deine Sache, an einem Tisch abseits der Kinder und auf niedrigster Stufe. Lege Zeitungspapier unter und über das Backpapier, dann bleibt das Bügeleisen sauber. Mit einer Gruppe spitzen vier Kinder gleichzeitig, jedes über einem eigenen Backpapier, und bringen Dir ihr Blatt zur Bügelstation. Es hakt bei der Menge: Zu viele Späne ergeben eine dicke, undurchsichtige Schicht. Ein locker bestreutes Blatt, auf dem noch viel Papier zu sehen ist, wird am schönsten.

Das brauchst Du
  • Reste von Wachsmalstiften in Grün, Blau und Gelb, ohne Papierhülle
  • Ein Dosenspitzer mit großem Loch
  • Backpapier, ein Stück von 30 x 20 cm
  • Zeitungspapier, vier Bögen
  • Ein Bügeleisen
  • Eine Kinderschere und Klebefilm

So geht es

Kinderhände spitzen Wachsmalstifte, bunte Späne fallen auf Backpapier
Weniger ist hier mehr: Wo zwischen den Spänen Platz bleibt, leuchtet es später am hellsten.
  1. Falte das Backpapier in der Mitte zu 15 x 20 cm und klapp es wieder auf.
  2. Lass Dein Kind die Wachsmalstifte über der einen Hälfte spitzen und die Späne mit den Fingern locker verteilen, sodass zwischen ihnen noch Papier zu sehen ist.
  3. Klappe die andere Hälfte darüber und leg das Päckchen zwischen je zwei Bögen Zeitungspapier.
  4. Fahre mit dem Bügeleisen auf niedrigster Stufe etwa fünf Sekunden langsam darüber. Das Bügeln übernimmt ein Erwachsener, die Kinder schauen mit Abstand zu.
  5. Lass das Blatt zwei Minuten abkühlen, bis das Wachs fest ist, und zeichne Dreiecke mit 8 cm Grundseite und 12 cm Höhe darauf.
  6. Lass Dein Kind die Dreiecke mit der Kinderschere ausschneiden.
  7. Klebt die Tannen mit kleinen Röllchen Klebefilm ans Fenster. Fertig sind sie, wenn das Licht farbig durchscheint und beide Papierlagen fest zusammenhalten.

Wenn es zu leicht wird: Vorschulkinder zeichnen die Dreiecke selbst mit dem Lineal, schneiden verschieden große Tannen und ordnen sie am Fenster zu einem Wald mit Vorder- und Hintergrund.

Für Jüngere: Wem der Spitzer noch zu schwer geht, dem schabst Du die Späne mit einem Sparschäler vor. Das Kind streut und sucht die Farben aus, die Dreiecke schneidest Du.

So klappt das Basteln mit der ganzen Gruppe

Die wichtigste Entscheidung fällt vor dem ersten Schnitt: alle gleichzeitig oder in Kleingruppen. Nur wenige Ideen vertragen 20 Kinder auf einmal, die Zapfen und die Papierkette gehören dazu. Alles mit Farbe an den Händen, mit Klebefolie oder mit einem Arbeitsschritt, den Du übernimmst, läuft besser als offener Basteltisch mit vier bis sechs Plätzen. Wer fertig ist, steht auf, das nächste Kind setzt sich. Über zwei Vormittage kommt so jedes Kind dran, ohne dass jemand lange warten muss.

Bereite einen Platz so vor, dass ein Kind ihn ohne Erklärung versteht. Ein Tablett oder ein Tischset pro Kind, darauf genau das, was gebraucht wird: fünf Streifen, ein Klebestift, ein Karton. Das Material in der Tischmitte zu stapeln, führt bei Vierjährigen zu Verhandlungen statt zum Basteln. Ein fertiges Stück als Anschauung hilft, sollte aber nach dem Zeigen wieder verschwinden, sonst wird es zur Messlatte.

Lass die Ergebnisse verschieden sein. Zwanzig gleiche Engel an der Wand sehen ordentlich aus, sagen aber wenig über die Kinder, die sie gemacht haben. Ein Stern mit drei Perlen und einer mit dreißig sind beide richtig. Wenn ein Kind nach dem Tropfen und Rühren keine Lust mehr aufs Abdrucken hat, hat es trotzdem gebastelt. Und wenn eines nicht mitmachen möchte, bleibt der Platz am nächsten Tag noch frei.

Plane das Trocknen und das Aufräumen mit ein, beides gehört zur Arbeit dazu. Eine Wäscheleine quer durch den Raum fasst mehr als jede Fensterbank, und Namen schreibst Du am besten auf die Rückseite, bevor die Farbe ins Spiel kommt. Die Kinder können ihren Platz selbst abwischen, den Pinsel auswaschen und die Schnipsel zusammenkehren. Ein kleiner Handfeger und ein feuchter Lappen am Basteltisch reichen dafür.

Für die Sicherheit gilt in der Gruppe dasselbe wie zu Hause, nur dass Du weniger Augen pro Kind hast. Perlen und andere Kleinteile gehören deshalb an einen Tisch, an dem ein Erwachsener sitzen bleibt, vor allem wenn jüngere Geschwisterkinder oder Krippenkinder im Raum sind. Bügeleisen, spitze Scheren und Nadeln bleiben an einem eigenen Platz außer Reichweite, und geklebt wird mit Klebestift oder lösemittelfreiem Bastelkleber.

Häufige Fragen

Was kann man in der Kita zu Weihnachten basteln, das schnell geht?

In einer Viertelstunde fertig sind der Engel aus zwei Muffinförmchen, der Perlenstern aus Pfeifenputzer und der Zapfen mit Schneespitzen. Alle drei brauchen kaum Vorbereitung. Nur der Zapfen muss danach noch eine Stunde an der Leine trocknen.

Wie bastelt man mit 20 Kindern gleichzeitig?

Am besten gar nicht mit allen auf einmal. Ein offener Basteltisch mit vier bis sechs Plätzen, an dem die Kinder über den Vormittag wechseln, ist ruhiger und gibt Dir Zeit für jedes Kind. Wenn es doch alle gleichzeitig sein sollen, eignen sich Arbeiten ohne Engstelle wie die Papierkette oder die betupften Zapfen, bei denen jeder Tisch sein eigenes Material hat.

Was können Dreijährige beim Weihnachtsbasteln schon selbst?

Tupfen, streuen, drücken, aufkleben und mit etwas Hilfe einen Ring schließen. Schwierig sind genaues Schneiden und Falten. Schneide für die Jüngsten die Formen vor und überlass ihnen den Teil, bei dem etwas passiert: Farbe auf die Salzlinie tupfen, Wolle auf die Folie legen, den Zapfen weiß machen.

Welches Material sollte ich für das Weihnachtsbasteln in der Kita vorrätig haben?

Tonpapier und Tonkarton in Rot, Grün, Weiß und Dunkelblau, Klebestifte, Kinderscheren, Fingerfarbe in Weiß und Grün, Garn und Wollreste. Dazu kommen Dinge aus der Küche wie Salz, Backpapier, Pappteller, Butterbrottüten und Muffinförmchen. Zapfen sammeln die Kinder im November selbst.

Müssen am Ende alle Bastelarbeiten gleich aussehen?

Nein, und sie sollten es auch nicht. Wenn alle Kinder dasselbe Material bekommen, aber selbst entscheiden, wie viele Perlen auf den Stern kommen oder welche Farben in den Rasierschaum tropfen, erkennt jedes Kind sein Stück wieder. Eltern freuen sich erfahrungsgemäß mehr über einen schiefen Engel, den ihr Kind gemacht hat, als über einen geraden, den die Erzieherin nachgebessert hat.

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