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Windlichter mit Kindern basteln: 12 Ideen aus Gläsern, Transparentpapier und Naturfundstücken

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Ein leeres Marmeladenglas, etwas Kleister und ein Rest Transparentpapier – mehr braucht es für ein Windlicht nicht. Deshalb ist es oft die erste Bastelarbeit, die ein Kind von Anfang bis Ende allein schafft. Glas verzeiht viel: Was schief klebt, sieht mit Licht dahinter trotzdem gut aus, und nichts muss stehen, halten oder zusammenpassen.

Hier findest Du zwölf Ideen, sechs für den Herbst und sechs für Advent und Weihnachten. Alle entstehen aus Gläsern oder Flaschen, die sonst im Altglas landen würden, und aus Dingen, die im Haushalt vorkommen: Transparentpapier, Servietten, Sand, Salz, Gummibänder, ein paar Blätter vom Spaziergang. Zu jeder Idee steht dabei, wie lange Ihr am Tisch sitzt, was Du vorbereitest und wo es erfahrungsgemäß hakt.

Laternen zum Tragen kommen hier nicht vor, die haben ihren eigenen Artikel. Ein Windlicht bleibt stehen – auf dem Esstisch, der Fensterbank oder dem Jahreszeitentisch. Das macht es für kleine Kinder einfacher: kein Bügel, kein Stab, kein Wind, der etwas umpustet.

Windlichter für den Herbst

Wenn es um fünf dunkel wird, hat ein Licht auf dem Tisch plötzlich wieder eine Aufgabe. Diese sechs Gläser leben von Herbstfarben, von dem, was Ihr draußen aufgesammelt habt, und von dem, was die Vorratskammer hergibt.

Das Fliegenpilz-Glas

ab 3 Jahren  ·  25 Minuten plus zwei Stunden Trockenzeit · leicht
Das Fliegenpilz-Glas — Ein Marmeladenglas, etwa 10 cm hoch, rundherum mit weissem Seidenpapier beklebt, so dass es wie Milchg
Weiß gekleistert leuchtet das Glas wie Milchglas – der rote Pilz davor ist der einzige Farbtupfer.

Das Glas wird rundherum mit weißem Papier bekleistert, bis es aussieht wie Milchglas. Vorne sitzt ein Fliegenpilz aus rotem Tonpapier mit getupften Punkten, um den Rand kommt ein Stück Bast. Brennt innen ein Licht, steht der Pilz als dunkle Form vor dem hellen Schein.

Rühre den Kleister zwanzig Minuten vorher an, damit er quellen kann, und reiße für Dreijährige schon ein paar Papierstücke vor. Schwierig ist eigentlich nur eine Stelle: Der Pilzhut wellt sich, wenn er zu nass wird. Also den Hut auf das noch feuchte Glas drücken und nur einmal dünn überstreichen. In der Gruppe klappt das gut, wenn die Pilze am Vortag getupft werden und trocken bereitliegen.

Das brauchst Du
  • Ein sauberes Marmeladenglas ohne Etikett, etwa 10 cm hoch
  • Weißes Seidenpapier oder Butterbrotpapier, ein Bogen DIN A4
  • Tonpapier in Rot, ein Stück von 8 x 8 cm, und ein Rest Packpapier
  • Angerührter Tapetenkleister in einem Becher und ein Borstenpinsel
  • Deckweiß oder weiße Fingerfarbe und ein Wattestäbchen
  • Bast oder Paketschnur, 40 cm

So geht es

  1. Reiße das weiße Papier in Stücke, die etwa so groß sind wie eine Streichholzschachtel.
  2. Zeichne auf das rote Tonpapier einen Halbkreis von 7 cm Breite, indem Du einen Glasdeckel zur Hälfte umfährst, und schneide ihn mit der Kinderschere aus. Für den Stiel schneidest Du aus Packpapier ein Rechteck von 2 x 4 cm.
  3. Tupfe mit dem Wattestäbchen weiße Punkte auf den roten Hut und lege ihn zum Trocknen beiseite.
  4. Bestreiche das Glas rundherum mit Kleister, lege die weißen Stücke überlappend auf und streiche über jedes noch einmal Kleister, bis nirgends mehr blankes Glas zu sehen ist.
  5. Drücke erst den Stiel, dann den Hut auf das feuchte Glas und streiche einmal dünn Kleister darüber.
  6. Lass das Glas zwei Stunden trocknen und binde dann den Bast zweimal um den Rand. Fertig ist es, wenn das Papier matt weiß ist und sich hart anfühlt.

Wenn es zu leicht wird: Ältere Kinder setzen eine kleine Pilzfamilie aufs Glas: drei Hüte in verschiedenen Größen, dazu unten ein Streifen aus grün gerissenem Papier als Moos.

Für Jüngere: Für Jüngere schneidest Du Hut und Stiel vor. Dein Kind kleistert das Glas und tupft die Punkte – das sind ohnehin die beiden Teile, die am meisten Freude machen.

Das Schnipselglas in Herbstfarben

ab 2 Jahren  ·  20 Minuten plus zwei Stunden Trockenzeit · leicht
Das Schnipselglas in Herbstfarben — Ein Marmeladenglas auf einem hellen Holztisch, rundherum beklebt mit gerissenen Stuecken
Gelb, Orange, Rot und ein wenig Braun: Wo sich die Schnipsel überlappen, mischen sich die Farben von selbst.

Das ist das Windlicht, mit dem fast jedes Kind anfängt, und es gelingt immer. Transparentpapier wird in Stücke gerissen und kreuz und quer aufs Glas gekleistert. Im Herbst nimmst Du Gelb, Orange, Rot und ein wenig Braun – mit Licht dahinter sieht das Glas aus wie ein Laubhaufen in der Abendsonne.

Schneide das Transparentpapier vorher in Streifen von etwa 4 cm Breite, dann lassen sich auch von kleinen Händen Stücke abreißen. Zwei Dinge gehen gern schief: Es landen fünf Schichten übereinander, dann kommt kein Licht mehr durch, und unten am Boden sammelt sich eine Kleisterpfütze. Stell das Glas deshalb zum Trocknen auf Backpapier. Mit einer ganzen Gruppe ist das die dankbarste Idee im Artikel – schreib nur vorher mit wasserfestem Stift die Namen unter die Gläser.

Das brauchst Du
  • Ein sauberes Marmeladenglas ohne Etikett
  • Transparentpapier in Gelb, Orange, Rot und Braun, je ein halber Bogen DIN A4
  • Angerührter Tapetenkleister in einem Becher
  • Ein breiter Borstenpinsel
  • Ein Bogen Backpapier als Unterlage zum Trocknen

So geht es

Kinderhand klebt orangefarbenes Transparentpapier auf ein Glas
Reißen statt schneiden: Die fransigen Ränder verschwinden später im Licht fast ganz.
  1. Reiße die Transparentpapierstreifen in Stücke, die ungefähr so groß sind wie eine Briefmarke bis halbe Spielkarte, und sortiere sie nach Farben in Häufchen.
  2. Bestreiche ein handbreites Stück vom Glas mit Kleister.
  3. Lege die Schnipsel auf den Kleister, so dass sich die Ränder ein wenig überlappen, und streiche jeden mit dem Pinsel glatt.
  4. Drehe das Glas ein Stück weiter und mach so weiter, bis es rundherum bis knapp unter den Rand beklebt ist.
  5. Streiche zum Schluss einmal dünn Kleister über alles, damit keine Ecke absteht.
  6. Stell das Glas auf Backpapier und lass es zwei Stunden trocknen. Fertig ist es, wenn das Papier nicht mehr glänzt und sich glatt und trocken anfühlt.

Wenn es zu leicht wird: Ältere Kinder kleben einen Farbverlauf: unten Gelb, in der Mitte Orange, oben Rot. Oder sie schneiden Quadrate von 2 cm und setzen sie mit kleinen Lücken wie ein Mosaik.

Für Jüngere: Zweijährige bekommen fertig gerissene Schnipsel in einer Schale und dürfen den Kleister mit den Fingern verstreichen. Du hältst das Glas und drehst es weiter.

Das Glas mit Blattschatten

ab 4 Jahren  ·  20 Minuten plus eine Stunde Trockenzeit · mittel
Das Glas mit Blattschatten — Ein Marmeladenglas auf einem hellen Holztisch, aussen wolkig mit orangefarbener Acrylfarbe betup
Das Blatt selbst ist wieder weg – geblieben ist sein Umriss als klares Fenster in der Farbe.

Hier bleibt das Blatt nicht am Glas, es dient nur als Schablone. Es wird aufgeklebt, drumherum wird Farbe getupft, dann kommt es wieder ab. Übrig bleibt ein klares Fenster in Blattform, durch das später das Licht am hellsten scheint. Der Moment des Abziehens ist für Kinder jedes Mal eine kleine Überraschung.

Sucht frische, weiche Blätter, die höchstens 6 cm lang sind – Birke, Buche und kleine Ahornblätter schmiegen sich gut an die Rundung, trockenes Laub bricht. Acrylfarbe geht aus Kleidung nicht mehr heraus, also Malkittel an und Ärmel hoch. Am häufigsten läuft Farbe unter den Blattrand, weil der Schwamm zu nass ist: Lass Dein Kind jedes Mal erst auf einem Stück Zeitung abtupfen, bevor es ans Glas geht.

Das brauchst Du
  • Ein sauberes Marmeladenglas ohne Etikett
  • Drei bis vier frische, flache Blätter, höchstens 6 cm lang
  • Ein Klebestift
  • Acrylfarbe in Orange oder Dunkelrot, ein Esslöffel auf einer Untertasse
  • Ein Stück Spülschwamm von 3 x 3 cm, in eine Wäscheklammer geklemmt
  • Ein Bogen Zeitungspapier zum Abtupfen

So geht es

  1. Bestreiche eine Seite jedes Blatts dünn mit dem Klebestift und drücke es aufs Glas, bis auch die Zacken und der Rand flach anliegen.
  2. Tippe den Schwamm in die Farbe und tupfe ihn zwei-, dreimal auf dem Zeitungspapier ab, bis er nur noch wenig Farbe abgibt.
  3. Tupfe die Farbe rund um jedes Blatt und über seinen Rand hinweg aufs Glas, immer von der Blattmitte nach außen.
  4. Tupfe weiter, bis das ganze Glas bis knapp unter den Rand mit einer dünnen, wolkigen Farbschicht bedeckt ist.
  5. Warte zehn Minuten und ziehe dann die Blätter vorsichtig am Stiel ab, solange die Farbe noch nicht ganz hart ist.
  6. Wische Klebereste in den Fenstern mit einem feuchten Wattestäbchen weg und lass das Glas eine Stunde trocknen. Fertig ist es, wenn die Farbe beim Anfassen nicht mehr abfärbt.

Wenn es zu leicht wird: Ältere Kinder tupfen mit zwei Farben, unten Dunkelrot und oben Gelb, und lassen sie in der Mitte ineinanderlaufen. Wer mag, zeichnet nach dem Trocknen mit einem Lackstift die Blattadern ins Fenster.

Für Jüngere: Klebe die Blätter selbst auf und nimm nur zwei große. Dein Kind tupft – und zieht am Ende die Blätter ab, das will niemand abgeben.

Das Schichtglas mit Sand und Körnern

ab 2 Jahren  ·  15 Minuten · leicht
Das Schichtglas mit Sand und Körnern — Ein grosses Glas mit weiter Oeffnung, etwa 12 cm hoch, auf einem hellen Holztisch
Sand, Linsen, Erbsen, Mais – vier Schichten, und ganz oben sitzt das Licht.

Dieses Windlicht kommt ohne Kleber und ohne Trockenzeit aus. In ein großes Glas werden Sand, rote Linsen, grüne Erbsen und Maiskörner in Schichten eingefüllt. Obenauf wird ein Teelicht im kleinen Glas ein Stück weit in die letzte Schicht gedrückt. Von außen sieht man die Streifen wie Erdschichten.

Stell jede Sorte in einer eigenen Schale bereit und leg einen Löffel dazu. Der Sand muss ganz trocken sein, sonst klebt er an der Glaswand und verschmiert die Linien. Verrutschen tun die Schichten vor allem dann, wenn das Glas beim Füllen gekippt oder geschüttelt wird – es bleibt also auf dem Tisch stehen. Bei Kindern unter drei sitzt Du direkt daneben, weil Linsen und Mais gern in Mund oder Nase wandern.

Das brauchst Du
  • Ein großes Glas mit weiter Öffnung, etwa 12 cm hoch
  • Trockener Vogelsand oder Spielsand, eine Tasse
  • Rote Linsen, getrocknete grüne Erbsen und Maiskörner, je eine halbe Tasse
  • Vier kleine Schalen und ein Esslöffel
  • Ein Teelicht in einem kleinen Teelichtglas oder ein LED-Teelicht

So geht es

Kinderhand löffelt rote Linsen auf die Sandschicht im Glas
Am Rand entlang rieseln lassen – dann sieht man die Schichten von außen am besten.
  1. Fülle jede Sorte in eine eigene Schale und stell das große Glas in die Mitte des Tisches.
  2. Löffle zuerst den Sand ins Glas, bis er etwa 2 cm hoch steht, und streiche ihn mit dem Löffelrücken glatt.
  3. Löffle darauf die roten Linsen, ebenfalls etwa 2 cm hoch. Lass sie am Rand entlang ins Glas rieseln, dann wird die Linie gerade. Bei Kindern unter drei bleibst Du dabei direkt daneben sitzen.
  4. Schichte genauso die Erbsen und dann den Mais ein, bis das Glas zu etwa zwei Dritteln gefüllt ist.
  5. Drücke das Teelichtglas mittig etwa 1 cm tief in die oberste Schicht.
  6. Fertig ist das Windlicht, wenn das Teelichtglas gerade steht und der Rand des großen Glases es deutlich überragt. Ein echtes Teelicht zündet ein Erwachsener an.

Wenn es zu leicht wird: Ältere Kinder färben Salz selbst, indem sie es auf einem Blatt Papier mit einem Stück bunter Tafelkreide verreiben, und schichten damit schräge Wellen, indem sie das Glas beim Einfüllen leicht schräg halten.

Für Jüngere: Für die Jüngsten reichen zwei Sorten, Sand und Mais, und ein kleiner Becher zum Schütten statt des Löffels. Die Linien werden schief, das Glas wird trotzdem schön.

Das Serviettenglas mit Herbstmotiv

ab 4 Jahren  ·  20 Minuten plus zwei Stunden Trockenzeit · mittel
Das Serviettenglas mit Herbstmotiv — Ein klares Marmeladenglas auf einem hellen Holztisch, aussen mit vier duennen Servietten
Die hauchdünne Serviettenschicht wird auf dem Glas fast durchsichtig – das Motiv sieht aus wie aufgemalt.

Serviettentechnik klingt nach Bastelladen, braucht aber nur eine bedruckte Papierserviette und Kleister. Von der Serviette wird die oberste, hauchdünne Lage aufs Glas gebracht. Sie wird beim Trocknen beinahe durchsichtig, so dass Pilze, Blätter oder Eicheln aussehen, als wären sie direkt aufs Glas gemalt.

Das Trennen der Lagen ist fummelig, das machst Du vorher: an einer Ecke zwischen Daumen und Zeigefinger reiben, bis sich die bedruckte Schicht löst. Wasch das Glas außerdem mit Spülmittel ab, auf fettigen Fingerabdrücken hält nichts. Die dünne Lage reißt, sobald sie nass ist und jemand fest darüberstreicht. Deshalb gehört ein weicher Haarpinsel dazu und die Ansage: nur von der Mitte nach außen, und nur einmal.

Das brauchst Du
  • Ein sauberes, fettfreies Marmeladenglas ohne Etikett
  • Eine Papierserviette mit Herbstmotiven wie Blättern, Pilzen oder Eicheln
  • Angerührter Tapetenkleister in einem Becher
  • Ein weicher, flacher Haarpinsel
  • Paketschnur, 40 cm

So geht es

  1. Ziehe von der Serviette die oberste, bedruckte Lage ab und lege die weißen Lagen weg.
  2. Reiße die Motive mit einem Rand von etwa 1 cm aus der dünnen Lage heraus. Reißen ist besser als Schneiden, weil ein gerissener Rand später nicht zu sehen ist.
  3. Bestreiche die Stelle auf dem Glas, an die das erste Motiv soll, dünn mit Kleister.
  4. Lege das Motiv auf und streiche mit dem weichen Pinsel und etwas Kleister einmal von der Mitte nach außen darüber, bis es ohne Blasen anliegt.
  5. Setze so drei bis fünf Motive rund ums Glas und lass dazwischen ruhig Glas frei.
  6. Lass das Glas zwei Stunden trocknen und binde die Schnur um den Rand. Fertig ist es, wenn die Serviette matt und glatt ist und sich mit dem Finger nicht mehr verschieben lässt.

Wenn es zu leicht wird: Ältere Kinder schneiden einzelne Motive ganz genau aus und bauen daraus eine Szene, die einmal ums Glas läuft – unten Pilze, darüber fallende Blätter.

Für Jüngere: Nimm ein einziges großes Motiv und lege es selbst auf. Dein Kind streicht mit dem Pinsel darüber. Reißt es ein, schiebst Du die Stelle mit dem nassen Pinsel einfach wieder zusammen.

Die Lichterflasche mit Papierlaub

ab 4 Jahren  ·  30 Minuten plus zwei Stunden Trockenzeit · mittel
Die Lichterflasche mit Papierlaub — Eine klare, hohe Glasflasche ohne Etikett steht auf einem hellen Holztisch
Blätter aus Transparentpapier fallen an der Flasche herab, innen leuchtet eine Lichterkette.

Eine leere Saft- oder Weinflasche ist höher als jedes Marmeladenglas und macht auf der Fensterbank mehr her. Außen kleben Blätter aus Transparentpapier, die aussehen, als würden sie gerade herunterfallen. Innen steckt eine batteriebetriebene Lichterkette. Ein Teelicht passt durch den Flaschenhals ohnehin nicht, das Thema Flamme erledigt sich hier von selbst.

Weiche die Flasche am Vorabend in warmem Wasser ein, dann löst sich das Etikett. Klebereste gehen mit einem Tropfen Speiseöl und einem Lappen ab. Beim Kleistern rollt die Flasche gern weg: Leg sie quer auf ein zusammengerolltes Handtuch. Die Blattform schneiden Kinder ab vier selbst, wenn Du das Papier vorher zu einem Stapel faltest – dann entstehen mit einem Schnitt gleich vier Blätter.

Das brauchst Du
  • Eine klare Glasflasche ohne Etikett, 0,7 bis 1 Liter
  • Transparentpapier in Gelb, Orange und Rot, je ein halber Bogen DIN A4
  • Eine Kinderschere und ein Bleistift
  • Angerührter Tapetenkleister und ein Borstenpinsel
  • Eine batteriebetriebene LED-Lichterkette mit dünnem Draht
  • Ein Handtuch als Unterlage

So geht es

Kinderhand klebt Blätter aus Transparentpapier auf eine liegende Flasche
Schräg aufgelegt sehen die Blätter aus, als hätte der Wind sie gerade erwischt.
  1. Schneide von jeder Farbe einen Streifen von 5 cm Breite ab und falte ihn zweimal, so dass vier Lagen übereinanderliegen.
  2. Zeichne auf die oberste Lage ein spitzes Oval, etwa 5 cm lang und 3 cm breit, und schneide es mit der Kinderschere durch alle Lagen aus. Wiederhole das, bis Du etwa zwanzig Blätter hast.
  3. Lege die Flasche quer auf das zusammengerollte Handtuch und bestreiche die obere Seite mit Kleister.
  4. Lege die Blätter schräg und in lockerem Abstand auf, oben wenige, nach unten hin mehr, und streiche jedes mit Kleister glatt.
  5. Drehe die Flasche ein Stück weiter und beklebe so nach und nach alle Seiten.
  6. Stell die Flasche zwei Stunden zum Trocknen auf und schiebe dann die Lichterkette durch den Hals, das Batteriefach bleibt oben. Fertig ist sie, wenn kein Blatt mehr absteht und die Kette bis zum Boden reicht.

Wenn es zu leicht wird: Ältere Kinder schneiden echte Blattformen mit Zacken – Ahorn, Eiche – und zeichnen mit einem dünnen schwarzen Filzstift die Adern ein, bevor sie die Blätter aufkleben.

Für Jüngere: Schneide die Blätter vor oder lass Dein Kind einfach Schnipsel reißen. Kleistern und Auflegen schafft es allein, wenn Du die Flasche festhältst.

Windlichter für Advent und Weihnachten

Im Advent darf es weiß, blau und ein bisschen glitzernd werden. Die meisten dieser Gläser sind in einer Viertelstunde gemacht und brauchen dann nur Zeit zum Trocknen – gut für Nachmittage, an denen noch Plätzchen warten.

Das Schneeglas mit grobem Salz

ab 3 Jahren  ·  15 Minuten plus eine Nacht Trockenzeit · leicht
Das Schneeglas mit grobem Salz — Ein Marmeladenglas auf einem hellen Holztisch, die unteren zwei Drittel aussen dicht mit gro
Grobes Salz sieht am Glas aus wie verharschter Schnee – und funkelt, sobald innen ein Licht brennt.

Grobes Meersalz bricht das Licht wie Eiskristalle. Das Glas wird mit Bastelkleber eingestrichen und im Salz gewälzt, mehr ist es nicht. Getrocknet sieht es aus, als hätte es eine Nacht draußen im Frost gestanden.

Schütte das Salz auf einen flachen Teller mit Rand, sonst liegt es überall. Der Kleber muss dick aufgetragen werden – eine dünne Schicht hält die schweren Körner nicht, und sie rieseln nach dem Trocknen wieder ab. Salz zieht außerdem Feuchtigkeit: Im Bad oder auf einer kalten, nassen Fensterbank wird das Glas mit der Zeit schmierig. In der Gruppe geht es gut mit zwei Tellern und immer zwei Kindern gleichzeitig, das Wälzen selbst dauert nur eine Minute.

Das brauchst Du
  • Ein sauberes Marmeladenglas ohne Etikett
  • Grobes Meersalz, drei gehäufte Esslöffel
  • Lösemittelfreier Bastelkleber und ein Borstenpinsel
  • Ein flacher Teller mit Rand
  • Schleifenband oder Paketschnur, 40 cm

So geht es

  1. Schütte das Salz auf den Teller und verteile es zu einer gleichmäßigen Schicht.
  2. Bestreiche die unteren zwei Drittel des Glases rundherum dick mit Bastelkleber. Der obere Rand bleibt frei, damit man das Glas noch anfassen kann.
  3. Lege das Glas auf die Seite ins Salz und rolle es langsam einmal ganz herum, während Du leicht drückst.
  4. Streue auf kahle Stellen mit den Fingern Salz nach und drücke es sanft an.
  5. Stell das Glas aufrecht an einen trockenen, warmen Platz und lass es über Nacht stehen.
  6. Binde das Band um den freien Rand. Fertig ist das Glas, wenn der Kleber durchsichtig geworden ist und beim Darüberstreichen kaum noch Salz abfällt.

Wenn es zu leicht wird: Ältere Kinder machen daraus einen Schneemann: zwei schwarze Pfefferkörner als Augen, eine kleine Nase aus orangefarbenem Tonpapier und ein Streifen Stoff als Schal um den Rand – alles mit einem Tupfen Bastelkleber befestigt.

Für Jüngere: Streiche den Kleber selbst auf, Dein Kind rollt das Glas durchs Salz. Sag vorher, dass dieses Salz nicht zum Naschen gedacht ist – probiert wird trotzdem, und das merkt sich dann von allein.

Das nachtblaue Sternenglas

ab 3 Jahren  ·  25 Minuten plus zwei Stunden Trockenzeit · leicht
Das nachtblaue Sternenglas — Ein Marmeladenglas auf einem hellen Holztisch, rundherum mit gerissenen Stuecken dunkelblauen un
Zwei Quadrate, eines gedreht – fertig ist der Stern, den auch Vierjährige allein schneiden können.

Ein Winterhimmel zum Hinstellen: Das Glas bekommt eine Schicht aus dunkel- und hellblauen Schnipseln, darauf kommen gelbe Sterne. Der Stern entsteht aus zwei kleinen Quadraten, von denen das zweite um eine Achteldrehung versetzt auf dem ersten liegt. So kommt ein Kind zu einem achtzackigen Stern, ohne eine einzige Zacke schneiden zu müssen.

Schneide vom gelben Transparentpapier Streifen von 2 cm Breite vor, dann muss Dein Kind nur noch quer abschneiden, um Quadrate zu bekommen. Dunkelblau schluckt viel Licht. Wenn zu viele dunkle Schnipsel übereinanderliegen, leuchtet das Glas kaum noch – mische deshalb reichlich Hellblau dazu oder lass kleine Lücken. Die Sterne kommen erst zum Schluss auf die nasse blaue Schicht, sonst gehen sie darunter verloren.

Das brauchst Du
  • Ein sauberes Marmeladenglas ohne Etikett
  • Transparentpapier in Dunkelblau und Hellblau, je ein halber Bogen DIN A4
  • Transparentpapier in Gelb, ein Streifen von 2 x 20 cm
  • Eine Kinderschere
  • Angerührter Tapetenkleister und ein Borstenpinsel

So geht es

Kinderhand legt ein gelbes Quadrat gedreht auf ein zweites – ein Stern entsteht
Das zweite Quadrat ein Stück drehen, und aus vier Ecken werden acht Zacken.
  1. Reiße das blaue Transparentpapier in Stücke von etwa 3 bis 4 cm.
  2. Schneide den gelben Streifen mit der Kinderschere in zehn Quadrate von 2 x 2 cm.
  3. Bestreiche das Glas abschnittweise mit Kleister und beklebe es rundherum mit den blauen Stücken, abwechselnd dunkel und hell, und streiche jedes glatt.
  4. Lege ein gelbes Quadrat auf die nasse blaue Schicht und das zweite gedreht darüber, so dass seine Ecken zwischen den Ecken des ersten herausschauen.
  5. Streiche einmal dünn Kleister über den Stern und verteile so fünf Sterne rund ums Glas.
  6. Lass das Glas zwei Stunden trocknen. Fertig ist es, wenn das Papier matt ist und die Sternspitzen fest anliegen.

Wenn es zu leicht wird: Ältere Kinder schneiden zusätzlich einen schmalen Sichelmond aus und kleben unten einen Streifen aus weißem Papier mit gerissener Oberkante als verschneite Hügel.

Für Jüngere: Schneide die Quadrate vor. Wenn das Drehen noch nicht klappt, wird eben ein einzelnes Quadrat übereck aufgeklebt – auch das liest sich im Dunkeln als Stern.

Das Streifenglas mit Gummibändern

ab 4 Jahren  ·  20 Minuten plus eine Stunde Trockenzeit · mittel
Das Streifenglas mit Gummibändern — Ein Marmeladenglas auf einem hellen Holztisch, aussen wolkig mit weisser Acrylfarbe betup
Wo die Gummibänder saßen, bleibt das Glas klar – durch diese Linien fällt das Licht nach außen.

Ein paar Haushaltsgummis werden kreuz und quer ums Glas gespannt, dann wird weiße Farbe darübergetupft. Zieht man die Gummis ab, bleiben klare Linien im Weiß zurück. Das Ergebnis wirkt erstaunlich erwachsen und passt auf jeden Adventstisch, auch wenn die Bänder schief saßen – gerade dann.

Die Gummis über das Glas zu ziehen braucht Kraft in den Fingern. Vierjährige schaffen es mit breiten Bändern, bei dünnen hilfst Du mit. Achte darauf, dass kein Gummi verdreht ist: Unter einer verdrehten Stelle kriecht die Farbe durch, und die Linie wird fleckig. Wie beim Glas mit den Blattschatten gilt: Schwamm vorher abtupfen, Malkittel anziehen, Acrylfarbe bleibt in der Kleidung.

Das brauchst Du
  • Ein sauberes Marmeladenglas ohne Etikett
  • Vier bis sechs Haushaltsgummis, möglichst unterschiedlich breit
  • Weiße Acrylfarbe, ein Esslöffel auf einer Untertasse
  • Ein Stück Spülschwamm von 3 x 3 cm, in eine Wäscheklammer geklemmt
  • Ein Bogen Zeitungspapier zum Abtupfen

So geht es

  1. Spanne die Gummibänder nacheinander ums Glas, manche gerade, manche schräg, so dass sie sich an ein paar Stellen kreuzen.
  2. Streiche jedes Band mit dem Finger flach und prüfe, dass keines verdreht ist.
  3. Tippe den Schwamm in die Farbe, tupfe ihn auf der Zeitung ab und betupfe dann das ganze Glas samt Bändern bis knapp unter den Rand.
  4. Lass die Farbe etwa dreißig Minuten antrocknen, bis sie nicht mehr glänzt.
  5. Hebe jedes Gummiband mit zwei Fingern an und ziehe es nach oben über den Rand ab, ohne es über die Farbe zu rollen.
  6. Lass das Glas noch eine halbe Stunde stehen. Fertig ist es, wenn die Farbe nicht mehr abfärbt und die Linien klar durchs Weiß laufen.

Wenn es zu leicht wird: Ältere Kinder kleben vor dem Tupfen zusätzlich kleine Formen aus Malerkrepp aufs Glas – einen Stern, ein Haus mit Dach – und ziehen sie zusammen mit den Gummis wieder ab.

Für Jüngere: Spanne die Gummis selbst und nimm nur drei breite. Dein Kind tupft und darf am Ende die Bänder abziehen.

Der Tannenwald im Glas

ab 4 Jahren  ·  30 Minuten plus zwei Stunden Trockenzeit · mittel
Der Tannenwald im Glas — Ein grosses Glas, etwa 12 cm hoch, auf einem hellen Holztisch
Hohe und niedrige Dreiecke in zwei Grüntönen – mit Licht dahinter wird daraus ein Wald in der Dämmerung.

Rund ums Glas wächst ein kleiner Wald aus grünen Dreiecken. Die Tannen sind verschieden hoch und überlappen sich. Weil das Papier durchscheinend ist, wird das Grün dort dunkler, wo zwei Bäume hintereinanderstehen. Oben bleibt das Glas frei, dort tupft Dein Kind Schneeflocken hin.

Die Dreiecke entstehen ohne Verschnitt, wenn Du Streifen vorbereitest und Dein Kind im Zickzack von Kante zu Kante schneidet. Zeichne die Linien für Vierjährige mit Bleistift vor. Kleistere immer nur ein Stück des Glases ein, sonst ist die Fläche trocken, bevor der Baum sitzt. Der Schnee kommt erst aufs Glas, wenn die Tannen trocken sind, sonst verläuft das Weiß im Kleister.

Das brauchst Du
  • Ein großes Glas ohne Etikett, etwa 12 cm hoch
  • Transparentpapier in Hellgrün und Dunkelgrün, je ein halber Bogen DIN A4
  • Eine Kinderschere, ein Lineal und ein Bleistift
  • Angerührter Tapetenkleister und ein Borstenpinsel
  • Deckweiß oder weiße Acrylfarbe und ein Wattestäbchen
  • Eine batteriebetriebene LED-Lichterkette oder ein LED-Teelicht

So geht es

Kinderhand klebt ein grünes Papierdreieck als Tanne auf ein Glas
Kleine Tannen halb über die großen kleben – so bekommt der Wald Tiefe.
  1. Schneide aus dem hellgrünen Papier einen Streifen von 6 cm Höhe und aus dem dunkelgrünen einen von 9 cm Höhe, beide so lang wie der Bogen.
  2. Zeichne auf jeden Streifen eine Zickzacklinie, deren Spitzen unten und oben jeweils 4 cm auseinanderliegen, und schneide mit der Kinderschere daran entlang. So entstehen lauter spitze Dreiecke.
  3. Bestreiche ein handbreites Stück am unteren Glasrand mit Kleister und setze die hohen, dunkelgrünen Tannen mit etwas Abstand auf, die breite Seite unten am Boden.
  4. Klebe die kleineren, hellgrünen Tannen in die Lücken und halb über die dunklen, und streiche jede mit Kleister glatt.
  5. Arbeite Dich so einmal rund ums Glas und lass es zwei Stunden trocknen.
  6. Tupfe mit dem Wattestäbchen weiße Punkte als Schnee auf das freie Glas über den Bäumen und lege die Lichterkette hinein. Fertig ist das Glas, wenn die Punkte trocken sind und keine Baumspitze mehr absteht.

Wenn es zu leicht wird: Ältere Kinder schneiden die Tannen mit gezackten Seiten oder setzen zwischen die Bäume ein kleines Haus aus rotem Transparentpapier mit einem gelben Fenster.

Für Jüngere: Schneide die Dreiecke vor und nimm nur eine Größe. Dein Kind klebt den Wald und tupft den Schnee, die Lichterkette legt Ihr zusammen hinein.

Das Glitzerglas mit Farbverlauf

ab 3 Jahren  ·  15 Minuten plus eine Nacht Trockenzeit · leicht
Das Glitzerglas mit Farbverlauf — Ein Marmeladenglas auf einem hellen Holztisch
Unten dicht, nach oben immer feiner – das Licht kommt oben klar und unten als Funkeln heraus.

Unten dicht, nach oben hin auslaufend: Das Glas bekommt einen Glitzersaum in zwei Farben, etwa Blau am Boden und Silber darüber. Mit Licht dahinter funkelt jede Bewegung im Raum mit. Unter den Windlichtern für den Advent ist es das, das Kinder am liebsten verschenken.

Glitzer findet man noch im Februar in den Dielenritzen, wenn man ohne Unterlage arbeitet. Leg ein Backblech oder einen großen Bogen Papier mit hochgeknickten Rändern unter, dann lässt sich der Rest am Ende zurück ins Döschen schütten. Nimm eher groben Streuglitzer als feinen Staub, und streue bei Dreijährigen mit – Glitzer gehört nicht in Augen und Nase. Ohne die zweite Kleberschicht am Schluss rieselt das Glas noch wochenlang.

Das brauchst Du
  • Ein sauberes Marmeladenglas ohne Etikett
  • Grober Streuglitzer in zwei Farben, je ein gehäufter Teelöffel
  • Lösemittelfreier Bastelkleber und ein Borstenpinsel
  • Ein Backblech oder ein großer Bogen Papier als Unterlage
  • Ein Teelöffel

So geht es

  1. Stell das Glas auf die Unterlage und bestreiche die untere Hälfte rundherum dick mit Bastelkleber. Lass den Kleber nach oben hin dünn und unregelmäßig auslaufen.
  2. Halte das Glas am oberen Rand schräg über die Unterlage und streue mit dem Teelöffel die erste Farbe auf das untere Drittel, während Du das Glas langsam drehst.
  3. Streue die zweite Farbe auf den Bereich darüber und lass sie in die erste übergehen.
  4. Klopfe mit dem Finger leicht gegen den Glasrand, damit loser Glitzer auf die Unterlage fällt.
  5. Lass das Glas eine Stunde antrocknen und tupfe dann eine dünne Schicht Bastelkleber über den Glitzer, ohne zu streichen.
  6. Lass das Glas über Nacht stehen. Fertig ist es, wenn der Kleber durchsichtig ist und beim Darüberwischen kein Glitzer am Finger bleibt.

Wenn es zu leicht wird: Ältere Kinder kleben vorher Formen aus Malerkrepp aufs Glas, zum Beispiel einen Stern oder einen Streifen, und ziehen sie nach dem Streuen ab – dort bleibt ein klares Fenster im Glitzer.

Für Jüngere: Du hältst und drehst das Glas, Dein Kind streut. Eine Farbe reicht völlig, und der Kleber darf auch einfach ein gerader Streifen am Boden sein.

Das Glas mit gelochter Papierhülle

ab 4 Jahren  ·  25 Minuten · mittel
Das Glas mit gelochter Papierhülle — Ein Glas mit geraden Waenden, etwa 10 cm hoch, steht auf einem hellen Holztisch
Vier Reihen Löcher, vier Reihen Lichtpunkte – und die Hülle lässt sich jederzeit wieder abnehmen.

Ein Streifen weißes Tonpapier wird mit dem Bürolocher durchlöchert und wie eine Manschette ums Glas gelegt. Im Dunkeln scheint durch jedes Loch ein Lichtpunkt. Dieses Windlicht kommt ohne Kleister und ohne Trockenzeit aus, und das Glas darunter bleibt sauber.

Miss vorher den Umfang Deines Glases, indem Du das Papier einmal herumlegst und die Stelle markierst. Dazu kommen 2 cm zum Überlappen. Der Locher reicht nur etwa 1 cm weit ins Papier. Für die Löcher in der Mitte wird der Streifen deshalb längs gefaltet und am Falz gelocht. Vierjährige brauchen beide Hände und ihr ganzes Gewicht auf dem Hebel, das ist für sie der beste Teil. Weil die Hülle aus Papier ist, kommt hier ein LED-Teelicht hinein, kein echtes.

Das brauchst Du
  • Ein Glas mit geraden Wänden, etwa 10 cm hoch
  • Weißes Tonpapier, ein Bogen DIN A4
  • Ein Bürolocher
  • Lineal, Bleistift und eine Kinderschere
  • Klebefilm oder ein Klebestift
  • Ein LED-Teelicht

So geht es

Kinderhände lochen einen weißen Papierstreifen mit dem Bürolocher
Mit beiden Händen drücken, bis es knackt – jedes Loch wird später ein Lichtpunkt.
  1. Lege das Tonpapier der Länge nach ums Glas, markiere, wo sich die Enden treffen, und gib 2 cm dazu. Bei einem üblichen Marmeladenglas sind das etwa 26 cm.
  2. Zeichne einen Streifen in dieser Länge und 9 cm Höhe auf und schneide ihn aus.
  3. Loche den Streifen an beiden Längskanten entlang, Loch an Loch mit etwa einem Fingerbreit Abstand.
  4. Falte den Streifen längs in der Mitte, loche durch beide Lagen am Falz entlang und klappe ihn wieder auf. Jetzt laufen vier Lochreihen über das Papier.
  5. Streiche den Falz glatt, lege den Streifen straff ums Glas und klebe die überlappenden Enden mit Klebefilm zusammen.
  6. Stell das LED-Teelicht hinein. Fertig ist das Windlicht, wenn die Hülle nicht mehr rutscht und durch jedes Loch Licht scheint.

Wenn es zu leicht wird: Ältere Kinder planen ein Muster: immer zwei Löcher, dann eine Lücke. Oder sie legen unter die weiße Hülle einen zweiten Streifen aus rotem Transparentpapier, dann leuchten die Punkte farbig.

Für Jüngere: Schneide den Streifen zu und lass Dein Kind nur die beiden Kanten lochen. Das Konfetti aus dem Locher wird aufgehoben – das ist für viele Kinder der eigentliche Schatz.

Gläser, Kleister, Licht: Was Du vor dem Basteln wissen solltest

Sammle Gläser ein paar Wochen vorher. Gut geeignet sind Marmeladen-, Gurken- und Joghurtgläser mit glatter Wand; geriffelte Gläser lassen sich schwer bekleben. Etiketten lösen sich, wenn das Glas eine Stunde in warmem Spülwasser liegt. Bleibt Kleber zurück, reibst Du ihn mit einem Tropfen Speiseöl ab und spülst danach noch einmal mit Spülmittel, denn auf Fett hält weder Kleister noch Farbe. Fahr vor dem Basteln mit dem Finger über den Rand: Gläser mit Scharten oder Sprüngen kommen ins Altglas.

Für alles, was mit Papier aufs Glas kommt, ist Tapetenkleister das Mittel der Wahl. Er ist lösemittelfrei, lässt sich von Händen und Tisch mit Wasser abwischen und trocknet durchsichtig. Ein gestrichener Teelöffel Pulver auf ein Glas Wasser reicht für mehrere Windlichter. Rühre ihn zwanzig Minuten vorher an, damit er quellen kann. Für Salz und Glitzer ist Kleister zu schwach, da nimmst Du lösemittelfreien Bastelkleber.

Kleine Kinder kleben mit Hingabe und ohne Plan. Das Glas rollt dabei gern weg, und dann ist die Geduld schnell am Ende. Es hilft, wenn Du mit einer Hand von innen ins Glas greifst und es hältst, während Dein Kind außen arbeitet. Ein Wachstuch oder ein altes Backblech als Unterlage, ein feuchter Lappen in Reichweite und ein fester Platz zum Trocknen ersparen Euch die meisten Unterbrechungen.

Beim Licht gilt eine einfache Unterscheidung. In ein offenes Glas, das außen nur dünn beklebt, betupft oder mit Salz bestreut ist, darf ein echtes Teelicht – angezündet von Dir, auf einer festen Unterlage und nie ohne einen Erwachsenen im Raum. Überall, wo Papier lose ums Glas liegt oder über den Rand ragt, und in jeder Flasche, kommt ein LED-Teelicht oder eine batteriebetriebene Lichterkette hinein. Im Kinderzimmer und in der Kita sind LED-Lichter ohnehin die entspanntere Wahl.

In der Gruppe klappen die gekleisterten Gläser am besten, weil jedes Kind in seinem Tempo arbeiten kann und nichts gleichzeitig fertig werden muss. Schreib die Namen vorher mit wasserfestem Stift unter den Boden. Die Ideen mit Acrylfarbe und Glitzer gehen leichter in kleinen Runden von zwei, drei Kindern. Herbstgläser aus Papier lassen sich übrigens gut bis zum nächsten Jahr aufheben, wenn sie trocken und nicht ineinander gestapelt lagern.

Häufige Fragen

Welcher Kleber hält Transparentpapier auf Glas?

Angerührter Tapetenkleister hält Transparentpapier, Seidenpapier und Servietten zuverlässig auf Glas und trocknet durchsichtig. Wichtig ist, dass das Glas fettfrei ist und dass Du nicht nur unter, sondern auch einmal dünn über das Papier streichst. Ein Klebestift reicht nicht, weil sich das Papier beim Trocknen an den Rändern wieder hebt.

Ab welchem Alter können Kinder Windlichter basteln?

Mit etwa zwei Jahren klappen das Schnipselglas und das Schichtglas mit Sand, wenn Du das Glas hältst und die Schnipsel vorbereitest. Ab drei kommen Kleber mit Salz oder Glitzer und einfache Formen dazu. Ab vier schneiden Kinder selbst, spannen Gummibänder und arbeiten mit Schwamm und Acrylfarbe.

Darf ein echtes Teelicht ins selbst gebastelte Windlicht?

In ein offenes Glas, das außen dünn beklebt oder bemalt ist, ja – wenn ein Erwachsener es anzündet, das Glas fest steht und immer jemand im Raum ist. Kein Papier darf über den Rand stehen. Bei Hüllen aus Papier, in Flaschen und überall dort, wo Kinder allein im Zimmer sind, nimmst Du ein LED-Teelicht oder eine batteriebetriebene Lichterkette.

Wie bekomme ich die Etiketten von den Gläsern ab?

Leg die Gläser eine Stunde in warmes Wasser mit einem Spritzer Spülmittel, dann lässt sich das Papier meist in einem Stück abziehen. Klebereste reibst Du mit etwas Speiseöl und einem Lappen ab. Danach noch einmal mit Spülmittel waschen, damit das Glas fettfrei ist.

Wie lange halten die Windlichter, und kann man sie abwaschen?

Trocken aufbewahrt halten gekleisterte Gläser mehrere Jahre. Abwaschen lassen sie sich nicht: Kleister löst sich in Wasser wieder, auch Acrylfarbe hält auf Glas kein Spülwasser aus. Staub wischst Du mit einem trockenen Tuch ab. Das Salzglas ist am empfindlichsten, es braucht einen trockenen Platz und zieht in feuchten Räumen Wasser.

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