Das Babyzimmer – Montessori von Anfang an

Maria Montessori hat die Entwicklung des Menschen in mehrere Abschnitte unterteilt. Die Ausbildung des Intellekts und der Wahrnehmung beginnt für sie mit der Geburt –  und so dachte sie schon zu einer Zeit, als man noch sehr wenig über die besonderen Bedürfnisse von Neugeborenen wusste und ihnen kaum Bewusstsein zusprach, geschweige denn die Fähigkeit zur sinnlichen und sozialen Wahrnehmung.

Montessori betont vor allem die Wichtigkeit der vorbereiteten Umgebung für einen Säugling. Die ständige Weiterentwicklung seiner Fähigkeiten seinem inneren Plan entsprechend hat eine einzige Voraussetzung: Die Liebe zu seiner Umgebung, wie Montessori es ausdrückt. Ein Baby muss die Welt als anregend und zuverlässig empfinden, damit es sich ihr voll zuwenden kann. Fühlt es sich überfordert oder verunsichert, zieht es sich zurück. 

Allerdings bedeutet diese vorbereitete Umgebung weder ein teuer eingerichtetes Babyzimmer noch eine perfekt ausgestattete Garderobe oder dergleichen. Tatsächlich meint Montessori in “Das kreative Kind” vor dem Hintergrund der 1940er Jahre sogar, dass ökonomisch schlechter gestellte Kinder es eigentlich besser hätten. Sie wachsen in einer schlichten, reizarmen Umgebung auf. Anstatt einer Amme oder Pflegerin übergeben zu werden, dürfen sie den ganzen Tag bei ihrer Mutter sein.

Und das ist es, was ein Baby  nach Montessori mehr als alles andere braucht: Ständigen und liebevollen Kontakt zu seinen wichtigsten Bezugspersonen. Davon abgesehen heißt es wieder einmal: Weniger ist mehr.

Wohnung für ein Neugeborenes vorbereiten

Egal, ob dein Baby im Krankenhaus, im Geburtshaus oder zu Hause zur Welt kommt: Euer Haus oder eure Wohnung soll eine Höhle der Geborgenheit sein, in der ihr euch erstmal in Ruhe kennenlernen könnt. Bei einem Neugeborenen ist es sehr wichtig, dass die sensorischen Eindrücke es nicht überfordern und zu seinem Wohlbefinden beitragen.

Mit diesen einfachen Mitteln kannst du deinem Kleinen den Übergang vom Mutterleib in seine neue Umgebung möglichst angenehm machen:

Sinnspezielle BedürfnisseMaßnahmen zur Unterstützung
SehenDer Sehsinn ist in den ersten Lebenswochen wenig ausgeprägt. Ein Baby erkennt auf eine Entfernung von 20 Zentimetern ein menschliches Gesicht, auf die Weite nur starke Schwarz-weiß-Kontraste und Lichtquellen. Zu grelles Licht blendet das Kleine aber, weil es ja an das dumpfe rötliche Licht im Bauch gewöhnt ist.Bei der Interaktion recht nahe an das Gesicht des Babys herangehen; eher kleine Lampen mit warmem Licht vorbereiten (diese können schon für erste “Spiele” genutzt werden, indem zum Beispiel kleine Gegenstände vor die Lichtquelle gehalten und bewegt werden); die Umgebung sollte klar strukturiert und schlicht gestaltet sein und möglichst wenig verändert werden, damit das Kind visuelle “Anker” finden kann.
HörenDer Hörsinn ist schon vor der Geburt recht ausgeprägt und ein Baby kann sich an Stimmen und Klänge, die ihm vor der Geburt vertraut waren, gut erinnern. Zu laute Geräusche, Stimmen und Musik überfordern das Kleine aber.


Du kannst schon vor der Geburt eine Musikauswahl zusammenstellen, die du deinem Baby dann auch später vorspielen kannst. Neugeborene können nachweislich Musikstücke erkennen, die sie im Mutterleib öfters gehört haben. Besonders ruhige klassische Musik eignet sich dafür gut. Akustische Eindrücke sollten sich nicht zu sehr überlagern.
Riechen/
Schmecken
Über seinen Geruchssinn identifiziert ein Baby seine Bezugspersonen und seine Umgebung. Es kann sogar gleich nach der Geburt nur über den Geruch die Brust der Mutter finden.In der unmittelbaren Umgebung des Babys gibt es am besten nur sanfte und natürliche Gerüche; am besten verzichten die engsten Bezugspersonen anfangs auf Parfums und stark riechende Pflegeprodukte.
FühlenDie Haut eines Neugeborenen ist sehr empfindsam. Berührungen stellen starke Eindrücke für das Kleine dar und unterscheiden sich massiv von seinem taktilen Empfinden vor der Geburt. Maria Montessori schlägt vor, ein Neugeborenes ähnlich vorsichtig handzuhaben wie einen schwer kranken Menschen. Davon ist man in der Zwischenzeit etwas abgerückt, aber grundsätzlich sollten Berührungen vorsichtig und sehr bewusst eingesetzt werden.
Die Umgebung sollte mit etwa 21 Grad tagsüber und 19 Grad zum Schlafen wohltemperiert und natürlich frei von Zugluft sein.
Emmi Pikler, die “ungarische Dr. Montessori”, empfiehlt, ein Baby mit “fragenden Händen”, also sehr sanft und respektvoll zu berühren; Berührungen können auch einem Neugeborenen schon angekündigt werden;  Kleidung sollte aus weichen Naturmaterialien bestehen; ls angenehm empfinden Babys allgemein warmes Wasser (wie im Mutterleib!), sanfte Babymassagen, Haut-an-Haut-Kuscheln, ab etwa vier bis sechs Wochen auch spielerische Berührungen mit verschiedenen Materialien.

Ein Babyzimmer im Montessori-Stil

Zunächst einmal sei gesagt: Wenn du dein Kind nach Montessori erziehen möchtest, ist ein eigenes Zimmer im ersten Lebensjahr keine Notwendigkeit. Respekt und Selbstständigkeit können auf einem sehr einfachen Weg vermittelt werden und brauchen wenig unterstützendes Material.

Maria Montessori wusste zwar nichts von unseren heutigen Empfehlungen für gesunden Babyschlaf, aber als Ärztin wäre sie wohl auch der Meinung, dass ein Säugling am besten im gleichen Raum mit den Eltern schläft.

Alle nun folgenden Ideen fürs Babyzimmer können also auch auf verschiedene Räume (Schlafzimmer, Wohnzimmer, Küche, Bad) aufgeteilt werden.

Montessori-Elemente fürs erste Lebensjahr

Bodenbett

Die Schlafsituation eines Babys ist für die meisten Eltern eine sehr wichtige Frage. Im eigenen Zimmer oder im Elternzimmer? Gitterbettchen oder Stubenwagen? Mit Betthimmel, Nestchen und Mobile?

Die meisten dieser Überlegungen sind überflüssig, denn ein Baby braucht zum Schlafen nur eine Atmosphäre, die ihm Ruhe und Geborgenheit vermittelt. In der ersten Zeit ist das oft nur in den Armen der Eltern gewährleistet – das ist dann ein Ausdruck der einzigartigen Persönlichkeit deines Babys und muss ihm nicht abgewöhnt werden.

Sowie das Kleine im eigenen Bettchen schlafen kann (und sei es nur für ein kleines Schläfchen), empfiehlt Montessori ein Bodenbett. Es ist für ein älteres Baby leicht zu erreichen, sodass es selbst entscheiden kann, wann es sich hinlegen oder aufstehen möchte. Ein Neugeborenes kann schon im Bodenbett schlafen gelegt werden, sobald es in der Lage ist, alleine zu bleiben.

Viele Eltern entscheiden sich für ein Bodenbett mit größerer Fläche, sodass sie sich zum Kind legen und es im Fall auch dort stillen können. Das Bodenbett wird dann von Anfang an mit Schlaf und Ruhe assoziiert, sodass sich ein Kind etwas später aus Eigeninitiative ins Bett legen kann, wenn es sich ausruhen möchte.

Schlaf gehört neben Nahrungsaufnahme, Körperkontakt und Körperpflege zu den physischen Grundbedürfnissen, bei denen Autonomie unerlässlich für eine gesunde Entwicklung ist. Das Bodenbett erlaubt es einem Kind mehr oder weniger von Anfang an, selbstbestimmt über Ruhe und Aktivität zu bestimmen.

Oft kommen Sicherheitsbedenken auf. Das ist zwar verständlich, aber etwas irrational, da die Fallhöhe bei einem Gitterbettchen ja viel eher ein Risiko darstellt. Natürlich passiert es ab und an, dass ein Baby oder Kleinkind aus dem Bodenbett rollt. Wenn es aber weich fällt (zum Beispiel auf einen kuscheligen Teppich), setzt das nur einen wichtigen Lernprozess in Gang: Das Kind lernt auch im Schlaf, die eigene Umgebung zu berücksichtigen. 

Als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme kannst du darauf achten, dass das Bett keine scharfen Kanten hat. Auch ein Rausfallschutz kann in dieser Hinsicht eine gewisse Verletzungsgefahr mit sich bringen. Dieses schlichte, sorgsam hergestellte Bodenbett von AllnaturalwoodCrafts ist an allen Kanten abgerundet. Es entspricht ziemlich genau Maria Montessoris Vorstellung vom optimalen Bett für ein kleines Kind und ist niedrig genug, dass schon ein Kind mit sechs bis acht Monaten gefahrlos hinein- und hinausgelangen kann.

Bodenmatten

Im Sinne der Pikler- und Montessori-Pädagogik gibt es für ein Baby in den ersten Lebensmonaten zwei adäquate Positionen: Von einer Bezugsperson getragen werden oder auf dem Rücken liegen. Wenn dein Kleines gut ausgeruht und fröhlich ist, kannst du es schon im Alter von wenigen Tagen und Wochen für einige Minuten auf eine weiche Unterlage auf den Boden legen.

In dieser sicheren Lage kann ein Baby ungestört seine Umgebung und seinen eigenen Körper kennenlernen. Dabei wird empfohlen, dass der Raum und insbesondere der Boden recht warm sein sollen, damit das Baby auch einmal mit nackten Füßchen strampeln kann. 

Ideal für diese Zwecke ist eine Spieldecke oder -matte aus einem weichen Material, die am besten auch ein wenig gepolstert ist. Diese schöne Decke von PatuuLiving aus Bio-Musselin ist mit Polyester gefüllt und in zwei Größen und sechs Farben zu haben. Sie ist groß genug bis dein Baby anfängt zu krabbeln.

Dann ist eine etwas größere Spielmatte wie dieses rutsch- und stoßfests Exemplar von Ehrenkind besser geeignet.

Die Spieldecke ist übrigens auch der Ort, an dem ein Baby zum ersten Mal mit seinem Spiegel sowie mit den Montessori-Mobiles und anderen ersten Spielmaterialien in Berührung kommt. Wenn es draußen warm genug ist, kann die Decke natürlich auch im Gras platziert werden. Grüne Blätter, die sich sachte im Wind bewegen, gehören nämlich zu den bei Babys beliebtesten Mobiles. 

Montessori-Mobiles

Mobiles sind wunderbare Werkzeuge, um die visuelle und taktile Wahrnehmung eines Kindes zu fördern. Allerdings machen wir mit herkömmlichen Mobiles meistens zwei Dinge falsch:

  1. Wir platzieren sie als Ablenkung über dem Bettchen oder Wickeltisch. Dabei braucht das Baby weder beim Einschlafen noch bei der Körperpflege Ablenkung. Ein Mobile ist ein wertvolles Lernmaterial, dem uneingeschränkte Aufmerksamkeit gebührt und das nicht mit anderen Aktivitäten kombiniert werden sollte.
  2. Wir orientieren uns bei der Auswahl nicht an den sensorischen Fähigkeiten des Babys, sondern an den eigenen ästhetischen Ansprüchen. Dadurch hat ein Baby oft über lange Zeit hinweg ein und dasselbe Mobile, das es vielleicht mit vier Wochen noch überfordert, ihm mit vier Monaten aber zu langweilig geworden ist.

Maria Montessori hat in Zusammenarbeit mit einigen ihrer Schülerinnen und Schüler vier Mobiles entworfen, die in einer bestimmten Abfolge präsentiert werden.

Munari Mobile

Neugeborene bekommen als erstes das Munari-Mobile, das noch ohne Farben und auf der Basis von Schwarz-Weiß-Kontrasten basiert.

Es besteht aus drei schwarz-weißen geometrischen Formen, einem schwarz-weiß gestreiften Stäbchen und einer durchsichtigen Glas- oder Plastikkugel.

Dadurch schult es die Wahrnehmung von Bewegung sowie Licht und Schatten.

Oktaeder Mobile

Nach etwa fünf oder sechs Wochen wird das Oktaeder-Mobile eingeführt. Ab diesem Alter wird die Farbwahrnehmung ein wichtiges Thema, deshalb sind die drei Oktaeder nun in den Primärfarben blau, rot und gelb gehalten.

Häufig ist Oberfläche glänzend und verändern deshalb die Farbe, wenn sie bewegt werden.

Die frühe Konfrontation mit geometrischen Formen soll außerdem die räumliche Wahrnehmung und das analytische Denken trainieren.

Gobbi Mobile

Das Gobbi-Mobile kann ab einem Alter von acht Wochen genutzt werden. Es besteht aus fünf Kugeln, die mit Garn in verschiedenen Schattierungen einer Farbe umwickelt sind (etwa blau, grün oder rosa).

Die Kugeln sind in unterschiedlicher Höhe angebracht, wobei die dunkelste Kugel am tiefsten hängt und die hellste am höchsten. Diese klare Struktur ist für Babys sehr anregend, zumal wenn sie lernen, unterschiedliche Farben wahrzunehmen.

Da die Kugeln sehr leicht sind, bewegen sie sich auch stets ganz sanft.

Tänzer Mobile

Mit etwa zehn Wochen kannst du deinem Baby dann das Tänzer-Mobile zeigen. Die drei Figuren erinnern ein wenig an Piktogramme, sind aber dynamischer. Sie bestehen aus glänzendem Papier in unterschiedlichen Farben und beginnen deshalb schon beim kleinsten Impuls zu “tanzen”.

Hier geht es darum, dass ein Säugling lernt, Bewegungen zu folgen und die Eigenschaften von Gegenständen zu erkennen.

Manche dieser Eigenschaften sind veränderlich, andere bleiben gleich. Einfach faszinierend!

Der Etsy-Shop MONTIPETI bietet die vier Mobiles im Paket hier zu einem sehr fairen Preis an. Dabei können sowohl beim Gobbi- als auch beim Tänzer-Mobile die Farben frei gewählt werden.

Montessori Mobiles aufhängen

Wandaufhängung

Die Mobiles werden so befestigt, dass sie sich etwa 20 bis 30 Zentimeter über dem Baby befinden. Ideal dafür ist eine Mobile-Aufhängung die an der Wand montiert werden kann.

Auf ETSY ansehen

Spieltrapez

Aber auch das klassische Spieltrapez kann dafür genutzt werden, das Mobile auf der richtigen Höhe zu befestigen.

Wenn das Baby zunehmend anfängt, nach dem Mobile über ihm zu greifen, wird es langsam Zeit, ein weiteres klassisches Montessori-Material einzuführen: Den Ring und die Glocke.

Die beiden Objekte sind an Bändern befestigt und werden ebenfalls über dem Baby hängend befestigt, allerdings auf einer Höhe, die es ihm erlaubt, danach zu greifen. Hier wird ganz intensiv die Hand-Auge-Koordination trainiert und das Glöckchen macht dazu auch noch ein ganz feines Geräusch. Auch für den Ring und die Glocke wird am besten eine Mobile-Aufhängung verwendet.

5 Tipps zum Umgang mit Neugeborenen

Ganz zum Schluss haben wir den richtigen Umgang mit Neugeborenen, wie ihn Maria Montessori und Emmi Pikler konzipiert haben, für euch in fünf prägnante Ratschläge übersetzt

1. Einfach warten

Kleine Kinder brauchen deutlich mehr Zeit, um Reize zu verarbeiten und ihre Umgebung richtig wahrzunehmen. Um sie nicht zu überfordern oder zu überrumpeln solltest du dein Baby nicht nur auf sanfte, sondern auch auf sehr geduldige Weise behandeln. Das meint zum Beispiel:

  • dem Kleinen Zeit zu geben, sich an neue Gegebenheiten zu gewöhnen und es dabei nur sanft zu begleiten, möglichst ohne viel zu sprechen
  • eine bevorstehende Veränderung (zum Beispiel den Übergang vom Haus ins Freie) anzukündigen und dann etwa acht Sekunden zu warten, bevor du tatsächlich weitermachst
  • ein Baby nicht zu unterbrechen, wenn es gerade beschäftigt ist (zum Beispiel damit, etwas anzuschauen oder die kleinen Hände zu bewegen)
  • abzuwarten, bis dein Baby mit Trinken wirklich fertig ist, vollständig aufgewacht ist, usw., bevor ihr zum nächsten Programmpunkt übergeht

2. Viel kommunizieren

Auch wenn Babys unsere sprachlichen Äußerungen nicht verstehen, erkennen sie den Unterschied zwischen einer Tätigkeit, die in Verbundenheit vonstatten geht oder reine Routine ist. Gerade beim Wickeln, Füttern, Baden und Anziehen sind wir als Eltern leider oft abwesend und involvieren unsere Kinder nur sehr wenig.

Dabei sind diese intimen Handlungen aufs Engste mit der Integrität und Autonomie eines jeden Menschen verwoben und es ist nur fair, das Baby miteinzubeziehen. Auf diese Weise ergeben sich geteilte Routinen und das Kind lernt, mitzumachen, indem es zum Beispiel die Arme ausstreckt, wenn wir ankündigen, es aufzunehmen.

Je älter das Baby wird, desto mehr kann es mitmachen und so zunehmend die Verantwortung für den eigenen Körper übernehmen.

3. Aufmerksam beobachten

Für ein Kind bedeutet geliebt zu werden in besonderem Maße, wahrgenommen zu werden. Weil ein Baby mit sich selbst und der Welt noch so wenig vertraut ist, braucht es die laufende und aufmerksame Begleitung und Validierung vonseiten einer engen Bezugsperson.

Nur wenn du dein Kind beobachtest und wirklich gut kennst, kannst du in gegebenen Situationen erkennen, was es braucht, wie es ihm geht und was es gerade lernt.

Im zunehmend stressigen Alltag mit einem kleinen Kind ist es eine wunderbare und sehr liebevolle Übung, sich manchmal einfach die Zeit zu nehmen, dein heranwachsenden Gegenüber zu sehen und wirklich wahrzunehmen.

4. So viel kuscheln wie möglich

Für Maria Montessori war ganz klar, was im 20. Jahrhundert oft noch auf vielfältige Weise verhindert wurde: Ein Baby gehört zu seiner Mutter (heute würden wir sagen: zu seinen wichtigsten Bezugspersonen).

Der ständige Kontakt zu einem vertrauten Menschen gibt ihm erst die Sicherheit, sich auch mit seiner Umwelt zu konfrontieren, sie zu erforschen und verstehen zu lernen.

Diese ununterbrochene Verbundenheit fördert die psychische, soziale und intellektuelle Verbundenheit. Und außerdem ist die für alle Beteiligten einfach wunderbar.

5. Lesen – aber nur Erbauliches!

Als junge Eltern macht man sich besonders beim ersten Kind viele Gedanken und ist unsicher. Und da mit dem Internet eine enorme Fülle an Ratschlägen und Tipps zur Neugeborenen-Pflege verfügbar ist, wird oft als allererstes Google zurate gezogen.

Dabei macht es Sinn, den eigenen Lesestoff von Anfang an zu selektieren und sich auf positive, aufbauende Literatur zu beschränken, mit der man gut resoniert und die die eigene Intuition nicht grundsätzlich infrage stellt. 

Ein Buch, das wir euch uneingeschränkt empfehlen können ist “Das Montessori Baby” von Simone Davies und Junnifa Uzodike.

Beide Autorinnen sind Quereinsteigerinnen in die Montessori-Pädagogik, die alles, was sie empfehlen, auch mit den eigenen Kindern praktiziert haben und als Montessori-Pädagoginnen gefestigt haben.

Simone Davies ist über ihren Blog “The Montessori Notebook und das Vorgänger-Buch “Montessori für Eltern” (Fokus auf das Kleinkindalter bekannt). Auch “Das Montessori Baby” ist mit wunderbaren Illustrationen und anschaulichen Fotografien versehen und deshalb auf allen Ebenen ein Lesevergnügen.

Wer wir sind

Hi, wir sind Nadine & Atti! Wir haben dieses Projekt ins Leben gerufen, um mehr Eltern dabei zu helfen das Konzept nach Montessori zu Hause umzusetzen. Wir schreiben über Montessori Erziehung, Spielzeuge für unterschiedliche Altersgruppen und geben Tipps wie man sein Zuhause Montessori-gerecht einrichten kann.