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Einfach basteln mit Kleinkindern: Ideen für Ein- bis Dreijährige ohne Schere

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Mit Kleinkindern zu basteln heißt vor allem: weglassen. Keine Schere, keine Vorlage, kein Bild davon, wie es am Ende aussehen soll. Übrig bleiben vier Dinge, die Ein- bis Dreijährige wirklich können und gern tun – Papier reißen, etwas ankleben, stempeln und kneten.

Die zwölf Ideen hier sind nach genau diesen vier Tätigkeiten geordnet. Keine hängt an einer Jahreszeit oder einem Fest, Du kannst sie im Februar genauso machen wie im Juli. Das Material liegt meist schon im Haus: Zeitungen, leere Rollen, Wattebäusche, ein Rest Wolle, ein Selleriestrunk.

Bei jeder Idee steht, was Du vorher vorbereitest, wo es erfahrungsgemäß hakt und ob es mit einer ganzen Krippengruppe klappt. Und weil zwischen einem Einjährigen und einem fast Dreijährigen Welten liegen, findest Du jeweils eine leichtere Variante und eine für Kinder, die schon mehr wollen.

Reißen

Reißen ist für Kleinkinder das, was später die Schere wird – nur ohne Gefahr und ohne dass etwas schiefgehen kann. Zeitungen und Prospekte reichen, und jedes Stück, das in der Hand bleibt, ist schon richtig.

Der Papierfisch aus der Butterbrottüte

ab 1 Jahr  ·  25 Minuten plus eine Stunde Trockenzeit · leicht
Der Papierfisch aus der Butterbrottüte — Ein fertiger Fisch aus einer braunen Butterbrottuete, prall mit zerknuelltem Zeitung
Innen Zeitungspapier, außen Fingerfarbe: Der Fisch ist so leicht, dass schon ein Einjähriges ihn herumtragen kann.

Zuerst wird gerissen, und zwar ohne Plan: Zeitungsseiten in lange Fetzen, die Fetzen in kleinere, bis ein ganzer Haufen auf dem Boden liegt. Den knüllt Dein Kind in eine Butterbrottüte, Du bindest sie zu, und der zugebundene Zipfel wird die Schwanzflosse. Danach bekommt der Fisch Farbe.

Vorbereiten musst Du kaum etwas: Zeitung bereitlegen, Fingerfarbe auf einen Teller geben, einen Wollfaden abschneiden. Haken tut es meist beim Stopfen, weil Kleinkinder die Tüte bis oben vollmachen wollen – dann bleibt kein Platz zum Zubinden. Hör auf, wenn sie zu zwei Dritteln gefüllt ist. In der Krippe klappt das gut mit der ganzen Gruppe, weil das Reißen auf dem Boden passieren kann und jedes Kind seine eigene Tüte hat.

Das brauchst Du
  • 2 bis 3 Doppelseiten Zeitungspapier
  • 1 Butterbrottüte aus braunem Papier
  • 1 Wollfaden, etwa 30 cm lang
  • Je 1 EL Fingerfarbe in 2 Farben auf einem Teller
  • 1 schwarzer Filzstift

So geht es

  1. Gib Deinem Kind die Zeitungsseiten und zeig ihm einmal, wie man am oberen Rand einreißt und den Streifen nach unten zieht; dann reißt es selbst weiter, bis alles in handgroßen Fetzen daliegt.
  2. Halte die Butterbrottüte offen, während Dein Kind die Fetzen locker zusammenknüllt und hineinstopft, bis die Tüte etwa zu zwei Dritteln voll ist.
  3. Dreh die Tüte etwa 6 cm unterhalb der Öffnung zusammen und bind sie dort mit dem Wollfaden fest zu; das obere Ende fächerst Du als Schwanzflosse auseinander.
  4. Leg den Fisch auf eine Zeitung und lass Dein Kind ihn mit den Fingern oder der ganzen Hand mit Fingerfarbe betupfen – eine Seite reicht.
  5. Mal mit dem Filzstift etwa 3 cm vom Kopfende entfernt ein rundes Auge auf, ungefähr so groß wie ein Fingernagel.
  6. Fertig ist der Fisch, wenn die Farbe nicht mehr glänzt und am Finger nichts mehr abfärbt – meist nach einer Stunde.

Wenn es zu leicht wird: Dreijährige reißen aus bunten Zeitschriftenseiten kleine Schuppen und kleben sie mit Kleister dicht an dicht auf den Fischbauch, statt ihn anzumalen.

Für Jüngere: Für Einjährige reißt Du die Seiten oben an, damit der erste Ruck leichter geht; das Zubinden und das Auge übernimmst Du.

Der Regenbogen aus gerissenem Papier

ab 2 Jahren  ·  30 Minuten plus eine Stunde Trockenzeit · leicht
Der Regenbogen aus gerissenem Papier — Ein weisser DIN-A4-Karton im Querformat auf einem hellen Holztisch
Jede Farbe bekommt ihre eigene Schale – das Sortieren gehört schon zum Basteln dazu.

Aus alten Zeitschriften und Prospekten reißt Ihr Schnipsel in Rot, Gelb, Grün und Blau und klebt sie Farbe für Farbe in vorgezeichnete Bögen. Ordentlich muss das nicht werden; ein Regenbogen, in dem das Blau ins Gelb rutscht, ist trotzdem einer.

Vorher zeichnest Du die Bögen mit Bleistift auf den Karton und suchst Seiten heraus, auf denen viel von einer Farbe ist – Supermarktprospekte sind dafür ideal. Was meist hakt: Der Kleister landet überall, nur nicht im richtigen Bogen. Streich deshalb immer nur einen Bogen ein und gib den nächsten erst frei, wenn der erste voll ist. Mit einer Gruppe geht das gut, wenn jedes Kind einen eigenen Karton hat und die Farbschalen in der Tischmitte stehen.

Das brauchst Du
  • 1 Bogen weißer Karton, DIN A4
  • 4 bis 6 alte Zeitschriften oder Prospekte
  • 4 kleine Schalen zum Sortieren
  • 1 Schale Kleister
  • 1 breiter Borstenpinsel
  • 1 Bleistift

So geht es

Kinderhand drückt gelbe Papierschnipsel in den Kleister des Regenbogens
Ein Bogen nach dem anderen: So bleibt der Kleister da, wo die Farbe hin soll.
  1. Leg den Karton quer und zeichne mit Bleistift vier ineinanderliegende Bögen, jeder etwa 3 cm breit; der äußere reicht fast von Rand zu Rand, und ein großer Teller hilft Dir bei der Rundung.
  2. Blättert gemeinsam die Zeitschriften durch und reißt Seiten heraus, auf denen viel Rot, Gelb, Grün oder Blau ist.
  3. Dein Kind reißt die Seiten in Stücke zwischen Briefmarken- und Handflächengröße und legt jede Farbe in ihre eigene Schale.
  4. Streich mit dem Pinsel Kleister in den äußeren Bogen und lass Dein Kind die roten Schnipsel daraufdrücken.
  5. Macht Bogen für Bogen weiter, mit Gelb, dann Grün und innen zuletzt Blau; Schnipsel, die über den Rand ragen, dürfen bleiben.
  6. Streich zum Schluss eine dünne Schicht Kleister über alles, damit lose Ecken halten. Fertig ist das Bild, wenn der Kleister nicht mehr milchig, sondern durchsichtig ist.

Wenn es zu leicht wird: Dreijährige reißen die Farbseiten selbst aus den Heften und bekommen sechs statt vier Bögen; wer mag, reißt aus weißem Papier noch Wolken für beide Enden.

Für Jüngere: Für Zweijährige, die nach fünf Minuten aufstehen wollen, reicht ein einziger Bogen in der Lieblingsfarbe – der Regenbogen darf über mehrere Tage wachsen.

Die Klebewand auf Kinderhöhe

ab 1 Jahr  ·  15 Minuten · leicht
Die Klebewand auf Kinderhöhe — Eine rechteckige durchsichtige Klebefolie, etwa 50 x 70 cm, flach auf einem hellen Holztisch,
Kein Kleber, kein Pinsel, nichts zum Saubermachen: Was an die Folie kommt, bleibt einfach hängen.

Ein Stück selbstklebende Folie hängt mit der Klebeseite nach vorn an der Wand, davor steht ein Korb mit Papierschnipseln, Wollresten und Stoffstücken. Dein Kind nimmt sich etwas, drückt es an, zieht es wieder ab, drückt es woanders hin. Für Einjährige ist das oft das allererste Basteln, weil es ganz ohne Kleber auskommt.

Du schneidest die Folie zu und klebst sie mit Malerkrepp an eine Tür oder Wand, die Unterkante etwa 30 cm über dem Boden. Haken kann es schon beim Aufhängen: Klebst Du die Folie erst fest und ziehst dann das Schutzpapier ab, rollt sie sich nicht ein und klebt nicht an sich selbst. In der Krippe ist die Klebewand ein Stück für die ganze Gruppe – mehrere Kinder stehen gleichzeitig davor, und sie darf eine Woche hängen bleiben.

Das brauchst Du
  • 1 Stück selbstklebende Bucheinbandfolie, etwa 50 x 70 cm
  • 1 Rolle Malerkrepp
  • 3 Bogen Seidenpapier in verschiedenen Farben
  • 1 Handvoll Wollfäden, je etwa 15 cm lang
  • 5 bis 10 Stoffreste, etwa handtellergroß
  • 1 Haushaltsschere für Dich

So geht es

  1. Schneide die Folie auf etwa 50 x 70 cm zu und kleb sie mit dem Schutzpapier nach vorn an allen vier Kanten mit Malerkrepp an die Wand, die Unterkante etwa 30 cm über dem Boden.
  2. Zieh das Schutzpapier langsam von oben nach unten ab, sodass die Klebeseite frei liegt.
  3. Reißt gemeinsam das Seidenpapier in Stücke und legt sie zusammen mit Wolle und Stoff in einen Korb oder eine Schuhschachtel vor die Wand.
  4. Zeig einmal, wie ein Stück angedrückt wird, und lass Dein Kind dann machen – wieder abziehen und umhängen gehört dazu.
  5. Füll den Korb in den nächsten Tagen mit neuen Dingen auf, etwa mit Federn oder Geschenkband.
  6. Fertig ist die Wand, wenn kaum noch Klebefläche frei ist; dann drückst Du eine zweite Folie gegen die Vorderseite und hängst das Ganze als Fensterbild auf.

Wenn es zu leicht wird: Ältere Kinder bekommen eine Aufgabe dazu: nur blaue Dinge, oder ein großes Gesicht, dessen Umriss Du vorher mit Malerkrepp auf die Folie klebst.

Für Jüngere: Für Einjährige nimmst Du nur große Stücke, mindestens so groß wie ihre Handfläche – kleine Schnipsel landen sonst eher im Mund als an der Wand.

Kleben

Bei Ein- und Zweijährigen streichst meist Du den Kleber auf, und das Kind drückt an. Das ist kein Schummeln, sondern genau die Aufteilung, mit der Kleben in diesem Alter Freude macht.

Das Schaf aus Wattebäuschen

ab 1 Jahr  ·  20 Minuten plus eine Stunde Trockenzeit · leicht
Das Schaf aus Wattebäuschen — Ein hellgruener DIN-A4-Tonkarton im Hochformat auf einem hellen Holztisch
Weich zum Anfassen und schnell fertig – das Schaf ist oft das erste Bild, das ein Kind stolz mit nach Hause trägt.

Ein Kreis aus Kleber, eine Schale voll Wattebäusche, ein schwarzer Kopf: Mehr braucht das Schaf nicht. Dein Kind drückt die Watte in den Kleber, bis der Bauch weiß und wolkig ist, und am Ende kommen Kopf und Beine dran. Das Spannende ist das Gefühl in den Fingern – Watte ist weich, Kleber klebrig, und beides zugleich finden Kleinkinder unwiderstehlich.

Vorbereiten heißt hier: den Kreis mit einer Untertasse aufzeichnen, Kopf und Beine aus Tonpapier ausschneiden und den Kleber selbst in den Kreis streichen. Haken tut es, wenn die Watte am Finger klebt statt am Karton; ein feuchter Lappen neben dem Blatt hilft. Mit einer Krippengruppe geht das gut in kleinen Runden zu dritt oder viert, weil Du jedem Kind den Kleber einzeln aufträgst.

Das brauchst Du
  • 1 Bogen hellgrüner Tonkarton, DIN A4
  • 15 bis 20 Wattebäusche
  • 1 halber Bogen schwarzes Tonpapier, DIN A4
  • 2 EL lösemittelfreier Bastelkleber
  • 1 breiter Pinsel
  • 1 Haushaltsschere für Dich

So geht es

Kinderhand drückt Wattebäusche in einen Kreis aus Bastelkleber
Watte zupfen ist ausdrücklich erlaubt – je zerzauster, desto echter sieht das Fell aus.
  1. Zeichne mit einer Untertasse von etwa 15 cm Durchmesser einen Kreis in die Mitte des Tonkartons.
  2. Schneide aus dem schwarzen Tonpapier ein Oval von etwa 6 x 8 cm für den Kopf, zwei Ohren von 2 x 4 cm und vier Streifen von 1,5 x 6 cm für die Beine aus.
  3. Streich den Kreis dick mit Bastelkleber ein.
  4. Lass Dein Kind die Wattebäusche einzeln in den Kleber drücken, bis kaum noch Karton durchschimmert; zupft es sie dabei auseinander, wird das Fell nur wolliger.
  5. Kleb Kopf und Beine mit wenig Kleber an den Rand des Kreises, die Beine unten, den Kopf seitlich mit den Ohren daran; Dein Kind darf alles festdrücken.
  6. Fertig ist das Schaf, wenn der Kleber unter der Watte nach etwa einer Stunde durchsichtig geworden ist und beim Schräghalten des Bildes nichts mehr rutscht.

Wenn es zu leicht wird: Dreijährige streichen den Kleber selbst mit dem Pinsel ein und zupfen aus den Wattebäuschen kleine Locken; ein Auge bekommt das Schaf mit einem weißen Fingertupfen auf dem schwarzen Kopf.

Für Jüngere: Bei Einjährigen klebst Du Kopf und Beine schon vorher an, damit die Arbeit mit dem letzten Wattebausch wirklich vorbei ist. Watte ist weich, aber nichts zum Essen – bleib dicht daneben.

Das Sandbild auf dunklem Karton

ab 2 Jahren  ·  20 Minuten plus eine Nacht Trockenzeit · leicht
Das Sandbild auf dunklem Karton — Ein dunkelblauer DIN-A4-Tonkarton auf einem hellen Holztisch
Erst sieht man nichts, dann rieselt der Sand ab – und das Muster aus Kleber steht da.

Dein Kind malt mit Kleber auf dunklen Karton, streut Sand darüber und kippt das Blatt. Wo Kleber war, bleibt der Sand liegen, der Rest rieselt herunter. Dieser kleine Moment des Kippens ist der Grund, warum Kinder sofort das nächste Blatt haben wollen.

Den Sand musst Du am Vortag trocknen, sonst klumpt er; über Nacht auf einem Backblech neben der Heizung genügt. Zum Streuen liegt der Karton in einer flachen Kiste oder auf dem Blech, dann bleibt der meiste Sand dort. Haken tut es beim Kleber: Zu dünn aufgetragen hält er kaum etwas, also lieber dick und langsam malen. Für eine Gruppe brauchst Du pro Kind eine Kiste oder ein Blech; draußen auf dem Hof ist es am entspanntesten.

Das brauchst Du
  • 1 Bogen dunkelblauer Tonkarton, DIN A4
  • 3 Tassen trockener Spielsand
  • 3 EL lösemittelfreier Bastelkleber in einer Schale
  • 1 dicker Borstenpinsel
  • 1 Esslöffel oder alter Salzstreuer mit großen Löchern
  • 1 Backblech oder flache Kiste

So geht es

  1. Breite den Sand am Vortag auf dem Backblech aus, lass ihn über Nacht trocknen und lies danach Steinchen und Blätter heraus.
  2. Leg den Karton in die Kiste oder auf das Blech.
  3. Lass Dein Kind mit dem Pinsel dicke Linien, Kreise oder Tupfen aus Kleber auf den Karton malen; für Zweijährige reichen fünf, sechs kräftige Striche.
  4. Gib ihm den Löffel oder Salzstreuer und lass es Sand über das ganze Blatt streuen, bis nirgends mehr Kleber glänzt.
  5. Hebt den Karton gemeinsam an einer Kante an und klopft ihn leicht gegen den Rand der Kiste, bis der lose Sand abgerutscht ist.
  6. Lass das Bild flach liegen. Fertig ist es am nächsten Morgen, wenn beim Darüberstreichen mit dem Finger kein Sand mehr abgeht.

Wenn es zu leicht wird: Dreijährige malen mit dem Kleber eine eigene Form – eine Schnecke, eine Sonne – und streuen in einem zweiten Durchgang getrockneten Kaffeesatz auf neue Kleberlinien, sodass helle und dunkle Stellen entstehen.

Für Jüngere: Für ganz Ungeduldige malst Du die Kleberlinien vor; Dein Kind übernimmt das Streuen und Kippen, und das ist ohnehin der schönste Teil.

Das Wollfadenbild mit Kleister

ab 2 Jahren  ·  25 Minuten plus eine Nacht Trockenzeit · mittel
Das Wollfadenbild mit Kleister — Ein quadratisches Stueck braune Wellpappe, etwa 20 x 20 cm, auf einem hellen Holztisch
Glitschig beim Machen, steif am nächsten Morgen: Die Fäden halten genau so, wie sie gefallen sind.

Wollfäden werden durch Kleister gezogen und auf Karton gelegt, in Schlaufen, Kringeln oder einfach als Knäuel. Über Nacht wird der Kleister hart, und das Bild hat Linien, die man mit dem Finger nachfahren kann. Mit Malen hat das wenig zu tun – Kinder legen, schieben und drücken, bis es für sie stimmt.

Du schneidest die Wolle vorher in Stücke und rührst den Kleister so dick an wie Joghurt. Am meisten hakt es beim Abstreifen: Ein Faden, der zu nass ist, rutscht wieder vom Karton. Halte deshalb zwei Finger als Abstreifer hin, durch die Dein Kind den Faden zieht. Mit einer Gruppe ist das eher etwas für einen Tisch mit drei Kindern und einem Erwachsenen als für alle auf einmal.

Das brauchst Du
  • 1 Stück Pappe vom Versandkarton, etwa 20 x 20 cm
  • 8 bis 10 Wollfäden in 2 oder 3 Farben, je etwa 30 cm lang
  • 100 ml Kleister in einer Schale
  • 1 feuchter Lappen
  • 1 altes T-Shirt als Schürze
  • 1 Haushaltsschere für Dich

So geht es

Kind zieht einen Wollfaden durch die Finger der Erwachsenen, um Kleister abzustreifen
Erst durch die Finger ziehen, dann ablegen – so tropft der Faden nicht und bleibt, wo er hin soll.
  1. Schneide die Wolle in Stücke von etwa 30 cm; längere Fäden verheddern sich in Kinderhänden sofort.
  2. Rühr den Kleister an und lass ihn abkühlen, bis er nur noch lauwarm ist und dick wie Joghurt vom Löffel läuft.
  3. Dein Kind taucht einen Faden ganz in die Schale und drückt ihn mit den Fingern unter, bis er sich vollgesogen hat.
  4. Halte Zeige- und Mittelfinger aneinander und lass Dein Kind den Faden dazwischen herausziehen, damit der überschüssige Kleister zurück in die Schale tropft.
  5. Dein Kind legt den Faden auf die Pappe, in Kringeln, Wellen oder als Häufchen, und drückt ihn mit der flachen Hand an.
  6. Wiederholt das, bis alle Fäden liegen, und lasst das Bild flach über Nacht trocknen. Fertig ist es, wenn die Fäden sich hart anfühlen und beim Hochheben der Pappe nicht mehr verrutschen.

Wenn es zu leicht wird: Ältere Kinder legen mit dem Faden eine Form nach, die Du mit Bleistift vorgezeichnet hast, etwa eine Spirale oder einen großen Kreis, und füllen sie mit einer zweiten Farbe aus.

Für Jüngere: Zweijährige, denen Kleister an den Fingern unangenehm ist, legen die Fäden nur; Du tauchst sie ein und streifst sie ab.

Stempeln und drucken

Draufdrücken, hochheben, schauen: Beim Stempeln sieht ein Kind sofort, was es getan hat. Gestempelt wird mit Dingen, die ohnehin herumliegen – Spielzeugautos, leere Rollen, Gemüsereste.

Reifenspuren mit dem Spielzeugauto

ab 1 Jahr  ·  20 Minuten plus eine halbe Stunde Trockenzeit · leicht
Reifenspuren mit dem Spielzeugauto — Eine lange Bahn aus hellem Packpapier, etwa 100 x 40 cm, auf einem hellen Holztisch, an
Jedes Auto hinterlässt ein anderes Profil – manche Kinder wollen danach genau wissen, welche Spur von welchem ist.

Die Autos fahren durch einen Teller mit Farbe und dann über eine lange Papierbahn. Zurück bleiben Reifenspuren, Kurven, Kreisel und Stellen, an denen ein Auto offenbar umgekippt ist. Für Kinder, die gerade alles fahren lassen, was Räder hat, ist das der natürlichste Weg zum Malen.

Nimm Autos mit Plastikrädern, die Du danach abwaschen kannst, und klebe die Papierbahn mit Malerkrepp fest – sonst schiebt das Kind sie mit. Haken tut es, wenn zu viel Farbe auf dem Teller ist: Dann ziehen die Räder Pfützen statt Spuren, ein dünner Film reicht. Mit einer Gruppe funktioniert das gut auf dem Boden, wenn die Bahn lang genug ist und jedes Kind sein eigenes Auto hat.

Das brauchst Du
  • 1 Tapetenrest oder Packpapier, etwa 100 x 40 cm
  • 3 bis 4 Spielzeugautos mit Plastikrädern
  • Je 1 TL Fingerfarbe in 2 Farben
  • 2 flache Teller
  • 1 Rolle Malerkrepp
  • 1 Schüssel mit warmem Wasser

So geht es

  1. Leg die Papierbahn auf den Tisch oder den Boden und kleb alle vier Ecken mit Malerkrepp fest.
  2. Gib je einen Teelöffel Farbe auf einen Teller und streich sie mit der Löffelrückseite zu einem dünnen Film von etwa 15 cm Durchmesser aus.
  3. Zeig Deinem Kind, wie das Auto einmal durch die Farbe rollt und dann aufs Papier fährt.
  4. Lass es fahren, wie es will – hin und her, im Kreis, um die Wette; nach einer Weile wechselt Ihr Auto und Farbe.
  5. Stell die Autos danach gleich in die Schüssel mit warmem Wasser, bevor die Farbe in den Rädern antrocknet.
  6. Fertig ist das Bild, wenn die Spuren nicht mehr glänzen; meist kannst Du nach einer halben Stunde das Krepp lösen und die Bahn aufhängen.

Wenn es zu leicht wird: Dreijährige bekommen eine Straße: Du klebst zwei Streifen Malerkrepp als Fahrbahnränder aufs Papier, und das Kind versucht, dazwischen zu bleiben. Nach dem Trocknen ziehst Du das Krepp ab, und weiße Straßenränder bleiben stehen.

Für Jüngere: Einjährige nehmen ein großes Auto mit breiten Rädern, das sie mit der ganzen Hand schieben können; eine einzige Farbe genügt.

Die Blumenwiese mit dem Klorollenstempel

ab 2 Jahren  ·  20 Minuten plus eine Stunde Trockenzeit · leicht
Die Blumenwiese mit dem Klorollenstempel — Ein weisses DIN-A3-Blatt auf einem hellen Holztisch, darauf etwa fuenfzehn gestemp
Eine leere Rolle, achtmal eingeschnitten – und jeder Abdruck wird eine Blüte.

Das eine Ende der Klopapierrolle schneidest Du rundherum ein und biegst die Streifen nach außen. In Farbe getaucht und aufs Papier gedrückt, wird daraus eine Blüte mit acht Blütenblättern. Dein Kind stempelt, so viel es will, und am Ende bekommt jede Blüte einen Stiel und eine Mitte.

Bereite zwei oder drei Rollen vor, damit Ihr nicht nach jeder Farbe waschen müsst. Haken tut es beim Drücken: Kinder wischen gern mit der Rolle übers Papier, statt sie gerade aufzusetzen und abzuheben. Zeig es einmal langsam vor und sag dazu „draufdrücken, hochheben“. Mit einer Gruppe klappt das, wenn jede Farbe ihren eigenen Teller und ihre eigene Rolle hat und die Kinder reihum tauschen.

Das brauchst Du
  • 2 bis 3 leere Klopapierrollen
  • Je 1 EL Fingerfarbe in 3 Farben
  • 3 flache Teller
  • 1 Bogen weißes Papier, DIN A3
  • 1 grüner Wachsmalstift
  • 1 Haushaltsschere für Dich

So geht es

Kinderhand drückt die aufgebogene Klopapierrolle als Blütenstempel aufs Papier
Draufdrücken, hochheben – und unter der Rolle wartet jedes Mal eine fertige Blüte.
  1. Schneide ein Ende jeder Rolle in gleichen Abständen achtmal etwa 2 cm tief ein.
  2. Bieg die acht Streifen nach außen, bis sie flach wie ein Stern abstehen; der Rest der Rolle ist der Griff.
  3. Gib die Farben auf die Teller und streich sie etwas breit, damit die aufgebogene Seite ganz hineinpasst.
  4. Dein Kind tunkt die Rolle mit der Sternseite in die Farbe, setzt sie gerade aufs Papier, drückt kurz und hebt sie senkrecht wieder ab.
  5. Wenn die Blüten angetrocknet sind, malt es mit dem Wachsmalstift Stiele nach unten und setzt mit einer Fingerspitze in einer anderen Farbe einen Punkt in jede Mitte.
  6. Fertig ist die Wiese, wenn auch die Fingerpunkte in den Blütenmitten nicht mehr glänzen.

Wenn es zu leicht wird: Dreijährige schneiden die Rolle mit der Kinderschere selbst ein, nachdem Du die Länge der Schnitte mit Bleistiftstrichen markiert hast; mit unterschiedlich tiefen Einschnitten entstehen große und kleine Blüten.

Für Jüngere: Für Zweijährige genügen eine Farbe und eine Rolle, und das Stielemalen darf wegfallen – eine Wolke aus Blüten ist genauso schön.

Rosen aus dem Selleriestrunk

ab 2 Jahren  ·  15 Minuten plus eine Stunde Trockenzeit · leicht
Rosen aus dem Selleriestrunk — Ein weisser DIN-A4-Karton auf einem hellen Holztisch, darauf sieben gedruckte Rosen in Rot und
Was sonst im Kompost landet, druckt eine Rose, die niemand mit Gemüse in Verbindung bringen würde.

Wenn Du Staudensellerie kaufst, heb den unteren Teil auf. Schneidest Du die Stangen etwa vier Zentimeter über dem Strunk ab, hast Du einen Stempel, der eine Rose druckt: außen gebogene Blätter, innen eine eng gewundene Mitte. Kinder staunen jedes Mal, wenn sie den Strunk abheben.

Das Abschneiden übernimmst Du mit dem Küchenmesser, danach tupfst Du die Schnittfläche trocken, sonst verwässert die Farbe. Haken tut es bei zu viel Farbe – dann verschwimmt das Muster zu einem Fleck. Streicht die Farbe deshalb mit dem Pinsel auf, statt den Strunk einzutauchen. In der Krippe geht das reihum gut; ein Strunk reicht für fünf, sechs Kinder.

Das brauchst Du
  • 1 Staudensellerie
  • 1 Küchenmesser für Dich
  • Je 1 EL Fingerfarbe in Rot und Rosa
  • 1 dicker Borstenpinsel
  • 1 Bogen weißer Karton, DIN A4
  • 2 Blatt Küchenpapier

So geht es

  1. Schneide die Selleriestangen etwa 4 cm über dem Strunkende gerade ab; das Messer bleibt bei Dir, die Stangen wandern in die Küche.
  2. Tupf die Schnittfläche mit Küchenpapier trocken, bis sie nicht mehr glänzt.
  3. Dein Kind streicht mit dem Pinsel eine dünne Schicht Farbe auf die Schnittfläche, bis sie ganz bedeckt ist.
  4. Es setzt den Strunk mit der Farbseite gerade auf den Karton, drückt etwa drei Sekunden lang mit der ganzen Hand und hebt ihn senkrecht ab.
  5. Vor jedem neuen Abdruck kommt frische Farbe darauf; für die zweite Farbe wischst Du die Fläche kurz mit Küchenpapier ab.
  6. Fertig ist das Bild, wenn alle Rosen trocken sind und sich beim Antippen nicht mehr klebrig anfühlen.

Wenn es zu leicht wird: Dreijährige malen den Rosen mit dem Pinsel grüne Stiele und Blätter dazu und drucken einen ganzen Strauß, die Blüten dicht nebeneinander.

Für Jüngere: Bei Zweijährigen streichst Du die Farbe auf, Dein Kind drückt nur – das Abheben und Staunen bleibt seins.

Kneten und formen

Kneten trägt am längsten, weil es kein Falsch gibt: Was nicht gefällt, wird wieder zur Kugel. Manches davon wird gebacken und bleibt, anderes wird nach dem Spielen wieder zusammengeknetet.

Das Daumenschälchen aus Salzteig

ab 2 Jahren  ·  30 Minuten plus zwei Stunden Backzeit · mittel
Das Daumenschälchen aus Salzteig — Drei kleine runde Schaelchen aus gebackenem Salzteig, jedes etwa 6 cm breit und 3 cm hoch,
Eine Kugel, ein Daumen, eine Schale – für Kieselsteine, Haarspangen oder den Lieblingsknopf.

Aus einer Kugel Salzteig wird eine kleine Schale, indem Dein Kind den Daumen in die Mitte drückt und den Rand rundherum zwischen Daumen und Zeigefinger dünner macht. Nach dem Backen ist sie hart und kann bemalt werden. Kinder mögen daran, dass die Schale gleich eine Aufgabe hat: Sie bewahren darin ihre Steine oder Haarspangen auf.

Den Teig rührst Du vorher an, das dauert fünf Minuten. Haken tut es beim Daumen: Kleinkinder drücken ihn gern ganz durch, dann hat die Schale ein Loch. Zeig, dass er nur bis zur Hälfte hineingeht, und wenn es doch passiert, wird die Kugel einfach neu gerollt. In der Kita klappt das mit der ganzen Gruppe – ein Teigansatz reicht für etwa acht Schälchen, und jedes bekommt ein Zeichen in den Boden geritzt.

Das brauchst Du
  • 200 g Mehl
  • 100 g Salz
  • 125 ml Wasser
  • 1 EL Speiseöl
  • 1 Backblech mit Backpapier
  • 1 Zahnstocher

So geht es

Kinderdaumen drückt eine Mulde in eine Kugel aus Salzteig
Nur bis zur Hälfte drücken – dann bleibt der Boden heil und die Schale dicht.
  1. Verrühr Mehl und Salz in einer Schüssel, gib Wasser und Öl dazu und knete alles, bis der Teig glatt ist und nicht mehr an den Fingern klebt; ist er zu feucht, streu einen Löffel Mehl nach.
  2. Gib Deinem Kind ein Stück Teig und lass es zwischen den Handflächen eine Kugel von etwa 4 cm Durchmesser rollen, so groß wie eine Walnuss.
  3. Es drückt den Daumen in die Mitte der Kugel, etwa bis zur Hälfte und nicht ganz durch.
  4. Dann dreht es die Kugel langsam in der anderen Hand und drückt den Rand rundherum zwischen Daumen und Zeigefinger flacher, bis die Wand etwa 1 cm dick ist.
  5. Stell die Schale aufs Blech, drück sie unten leicht platt, damit sie steht, und ritz mit dem Zahnstocher das Zeichen Deines Kindes in den Boden.
  6. Back die Schälchen bei 120 °C Ober- und Unterhitze etwa zwei Stunden und lass sie im ausgeschalteten Ofen abkühlen. Fertig sind sie, wenn sie hart sind und beim Klopfen mit dem Fingernagel hell klingen.

Wenn es zu leicht wird: Dreijährige drücken mit einer Gabel ein Muster in den Rand und bemalen die Schale nach dem Abkühlen mit Wasserfarbe.

Für Jüngere: Für Zweijährige rollst Du die Kugel vor; Dein Kind drückt nur den Daumen hinein und formt den Rand, so gut es geht – auch eine schiefe Schale steht.

Der Knetkuchen mit Strohhalmkerzen

ab 2 Jahren  ·  20 Minuten · leicht
Der Knetkuchen mit Strohhalmkerzen — Ein runder Kuchen aus hellrosa Knete, etwa 12 cm Durchmesser und 3 cm hoch, in einer wei
Ausblasen, zusammenkneten, neu backen – dieser Kuchen hat so viele Geburtstage, wie Dein Kind will.

Ein Klumpen Knete wird in eine Untertasse gedrückt, mit Streuseln aus Knetkügelchen verziert, und obenauf kommen Strohhalmstücke als Kerzen. Dann wird gesungen und gepustet. Dieses Basteln wird nicht aufbewahrt – und gerade deshalb holen Kinder es immer wieder hervor.

Vorbereiten musst Du nur die Strohhalme, die Du in Stücke schneidest, und zwei Farben Knete, gekauft oder selbst gekocht. Haken tut es beim Flachdrücken: Kleinkinder klatschen gern so lange darauf, bis der Kuchen dünn wie eine Pizza ist. Die Untertasse gibt die Form vor und hält die Knete hoch. Mit einer Gruppe ist das ein schönes Spiel für den Geburtstag eines Kindes: Alle backen, und das Geburtstagskind pustet reihum.

Das brauchst Du
  • 1 Kugel Knete in Orangengröße, etwa 200 g
  • 1 kleine Kugel Knete in einer zweiten Farbe, etwa 50 g
  • 4 bis 5 Papierstrohhalme
  • 1 Untertasse, etwa 12 cm Durchmesser
  • 1 Haushaltsschere für Dich

So geht es

  1. Schneide die Strohhalme in Stücke von etwa 5 cm – das sind die Kerzen.
  2. Dein Kind knetet die große Kugel weich und drückt sie mit der flachen Hand in die Untertasse, bis der Boden bedeckt ist und die Knete etwa 3 cm hoch steht.
  3. Aus der zweiten Farbe zupft es kleine Stücke, rollt sie zwischen den Fingern zu Kügelchen und drückt sie oben als Streusel auf.
  4. Es steckt die Strohhalmstücke senkrecht in den Kuchen, so viele Kerzen, wie es möchte.
  5. Fertig ist der Kuchen, wenn alle Kerzen stehen – dann wird gesungen, und jede Kerze wird einzeln ausgepustet, herausgezogen und neu gesteckt.

Wenn es zu leicht wird: Dreijährige zählen so viele Kerzen ab, wie das Geburtstagskind alt wird, und bauen aus flachen Scheiben in mehreren Farben einen Schichtkuchen.

Für Jüngere: Bei Zweijährigen, die noch ungern Kügelchen rollen, fallen die Streusel weg; Kneten, Drücken und Kerzenstecken reichen völlig.

Die Knetmonster mit Federn und Pfeifenputzern

ab 2 Jahren  ·  20 Minuten · leicht
Die Knetmonster mit Federn und Pfeifenputzern — Zwei kleine Fantasiemonster aus Knete auf einem hellen Holztisch, jedes etwa
Keines sieht aus wie das andere, und keines muss nach irgendetwas aussehen.

Ein Klumpen Knete, dazu Schälchen mit Federn, Pfeifenputzerstücken und Korken: Daraus entstehen Wesen mit drei Beinen, sieben Haaren und einem Auge. Es gibt keine Vorgabe, wie ein Monster auszusehen hat, und genau das macht es für Kleinkinder so leicht. Am Ende erzählen viele von selbst, wie ihr Monster heißt.

Du schneidest die Pfeifenputzer in Stücke und biegst die Drahtenden um, damit nichts piekst. Haken tut es, wenn die Knete zu weich ist – dann kippt das Monster unter den Federn um; ein dicker, gedrungener Körper steht besser. Für eine Gruppe ist das wunderbar: Die Teile liegen in Schälchen in der Tischmitte, jedes Kind hat seinen Klumpen, und zum Schluss stehen alle Monster nebeneinander auf dem Fensterbrett.

Das brauchst Du
  • 1 Kugel Knete in Orangengröße, etwa 150 g
  • 10 bunte Bastelfedern
  • 3 Pfeifenputzer
  • 3 bis 4 Korken
  • 4 bis 6 Wackelaugen, etwa 1,5 cm groß
  • 1 Haushaltsschere für Dich

So geht es

Kinderhände stecken eine Feder in einen Körper aus türkisfarbener Knete
Drei Beine, sieben Haare, ein Auge? Bei Monstern ist jede Antwort richtig.
  1. Schneide die Pfeifenputzer in Stücke von etwa 6 cm und bieg an jedem Ende den Draht 5 mm nach innen um.
  2. Leg Federn, Pfeifenputzerstücke, Korken und Wackelaugen in je ein eigenes Schälchen.
  3. Dein Kind knetet die Knete weich und formt daraus einen Körper – rund, lang oder als Klumpen, Hauptsache, er steht auf dem Tisch.
  4. Jetzt steckt es Federn als Haare oder Flügel hinein und Pfeifenputzer als Beine, Arme oder Fühler; einen Korken kann es als Nase oder Fuß dazudrücken.
  5. Die Wackelaugen drückt es zuletzt in die Knete; dabei sitzt Du direkt daneben und zählst am Ende nach, ob alle noch am Monster oder im Schälchen sind.
  6. Fertig ist das Monster, wenn es von allein steht und Dein Kind ihm einen Namen gegeben hat.

Wenn es zu leicht wird: Dreijährige biegen die Pfeifenputzer vor dem Einstecken zu Spiralen, Hörnern oder einer Brille und bauen eine ganze Monsterfamilie in drei Größen.

Für Jüngere: Für Zweijährige, die noch vieles in den Mund nehmen, lässt Du die Wackelaugen weg und drückst stattdessen mit der Fingerspitze zwei Mulden als Augen in die Knete.

Was beim Basteln mit Ein- bis Dreijährigen hilft

In diesem Alter ist das Tun das Ergebnis. Ein Kind, das zehn Minuten lang Zeitung reißt und dann aufsteht, hat gebastelt, auch wenn kein Fisch daraus geworden ist. Widersteh der Versuchung, nachzubessern oder schnell fertigzumachen; was mit nach Hause geht, darf aussehen wie das Werk eines Zweijährigen.

Bereite alles vor, bevor Dein Kind an den Tisch kommt: Wachstuch oder Zeitung als Unterlage, die Farbe schon auf dem Teller, ein feuchter Lappen in Reichweite, die Ärmel hochgekrempelt. Kleinkinder warten nicht, während Du die Schere suchst. Rechne mit zehn bis zwanzig Minuten Aufmerksamkeit – wenn die Stimmung kippt, darf Schluss sein, und das Angefangene bleibt einfach liegen.

Kleister kochst Du in fünf Minuten selbst: 2 EL Speisestärke in 50 ml kaltem Wasser glatt rühren, in 200 ml kochendes Wasser gießen und unter Rühren kurz aufkochen lassen, bis die Masse glasig und dick wird. Abgekühlt und abgedeckt hält er sich im Kühlschrank drei bis vier Tage. Er ist ungiftig, lässt sich aus Kleidung auswaschen und klebt Papier und Wolle zuverlässig.

Für die Knet-Ideen reicht gekaufte Knete, selbst gekochte ist weicher und kostet fast nichts: 400 g Mehl, 200 g Salz, 2 EL Zitronensäure und 3 EL Speiseöl in einer Schüssel mischen, 500 ml kochendes Wasser dazugießen – das übernimmst Du – und mit dem Kochlöffel verrühren. Wer Farbe möchte, gibt ein paar Tropfen Lebensmittelfarbe vorher ins Wasser. Sobald die Masse lauwarm ist, darf Dein Kind kneten; in einer verschlossenen Dose bleibt sie wochenlang geschmeidig.

Kleinteile wie Wackelaugen kommen nur auf den Tisch, wenn Du direkt daneben sitzt, und werden danach gezählt zurück in die Dose gelegt. In der Krippe hat es sich bewährt, in Runden von drei bis vier Kindern zu basteln, während die anderen spielen: So bleibt Zeit für jedes Kind, und niemand muss warten, bis der Kleber bei ihm ankommt.

Häufige Fragen

Ab welchem Alter kann man mit Kleinkindern basteln?

Sobald ein Kind sicher sitzt und greift, also meist um den ersten Geburtstag, kann es Papier zerknüllen, Dinge an eine Klebefolie drücken oder Watte in Kleber setzen. Mit Pinsel und Kleber selbst zu arbeiten klappt meist ab etwa zwei Jahren. Wichtig ist, dass Du die Teile übernimmst, die Dein Kind noch nicht kann, statt die ganze Idee zu verschieben.

Welcher Kleber eignet sich für Kleinkinder?

Selbst gekochter Kleister aus Speisestärke oder ein lösemittelfreier Bastelkleber auf Wasserbasis. Beide sind ungiftig und lassen sich aus Kleidung auswaschen. Klebestifte gehen auch, sind für kleine Hände aber mühsam, weil man fest drücken muss. Heißkleber gehört nicht in die Nähe von Kindern.

Was mache ich, wenn mein Kind nach fünf Minuten keine Lust mehr hat?

Aufhören lassen. Fünf Minuten sind in diesem Alter eine echte Bastelzeit. Lass das angefangene Stück liegen, oft kommt Dein Kind später von allein zurück. Ideen wie die Klebewand oder der Regenbogen können ohnehin über mehrere Tage wachsen.

Wie halte ich die Sauerei in Grenzen?

Mit Vorbereitung: Wachstuch oder Zeitung unter das Blatt, ein altes T-Shirt über die Kleidung, ein feuchter Lappen daneben und Farbe nur in kleinen Mengen auf flachen Tellern. Sand, Kleister und Farbe sind auf einem Backblech oder draußen am entspanntesten. Und plane das Aufräumen mit ein – Kleinkinder wischen gern selbst den Tisch ab.

Muss beim Basteln mit Kleinkindern etwas Schönes herauskommen?

Nein. Für Ein- bis Dreijährige zählt das Reißen, Drücken und Kneten selbst, nicht das fertige Bild. Viele Kinder interessieren sich hinterher gar nicht mehr für ihr Werk. Soll doch etwas Vorzeigbares entstehen, eignen sich Ideen mit klarer Form wie das Schaf oder das Daumenschälchen aus Salzteig.

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