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Weihnachtsbasteln mit Kleinkindern: 12 einfache Ideen für Ein- bis Dreijährige

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Basteln mit einem Zweijährigen sieht anders aus als auf den Bildern. Es dauert sieben Minuten, die Farbe landet am Ärmel, und das Ergebnis erkennt nur, wer dabei war. Das ist in Ordnung so. Ein Kind zwischen eins und drei will wissen, wie sich Kleister anfühlt und was passiert, wenn die Hand aufs Papier patscht. Ob dabei ein Stern herauskommt, ist ihm ziemlich gleich.

Die zwölf Ideen hier sind deshalb alle nach demselben Prinzip gebaut: Dein Kind macht einen Handgriff, den es wirklich kann, also drücken, tupfen, stempeln, schwenken oder auflegen. Alles andere bereitest Du vor oder erledigst es hinterher. Zuschneiden, Kleber dosieren, Löcher stechen und Aufhängen sind Deine Aufgaben. So entsteht etwas, das nach Weihnachten aussieht und trotzdem von Deinem Kind stammt.

Sortiert sind die Ideen nach Technik: Fingerfarbe, Stempeln und Malen, Salzteig und Kugel, zuletzt Reißen, Kleben und Kleistern. Bei jeder steht, ab wann sie klappt, wie lange Dein Kind am Tisch beschäftigt ist und wie Du sie für Jüngere einfacher oder für Dreijährige reizvoller machst. Fast alle funktionieren auch in der Krippe, bei jeder Idee steht dabei, wie.

Mit Fingerfarbe: Hand, Fuß und Fingerkuppe

Der Abdruck ist die ehrlichste Technik für dieses Alter: Die Farbe kommt auf die Haut, die Haut aufs Papier, fertig. Dein Kind muss nichts können, und trotzdem ist am Ende unverkennbar seine Hand auf dem Blatt.

Der Tannenbaum aus Handabdrücken

ab 1 Jahr  ·  20 Minuten plus zwei Stunden Trockenzeit · leicht
Der Tannenbaum aus Handabdrücken — Ein grosses Blatt braunes Packpapier liegt auf einem hellen Holztisch, darauf ein Tannenba
Reihe um Reihe wächst der Baum – jede Hand ist ein Zweig.

Ein großes Blatt Packpapier, grüne Fingerfarbe und viele Hände: Die Abdrücke sitzen mit den Fingern nach unten dicht an dicht und ergeben von weitem einen Tannenbaum mit hängenden Zweigen. Oben kommt ein gelber Stern drauf, dazwischen rote Tupfen als Kugeln. Das Bild hängt danach an der Tür oder am Fenster.

Du zeichnest vorher mit Bleistift ein großes Dreieck aufs Papier, klebst das Blatt mit Malerkrepp am Tisch fest und schneidest den Stern zu. Die Farbe streichst Du mit einem Schwamm dünn auf die Handfläche, sonst verschmiert der Abdruck zu einem Klecks. In der Krippe ist das ein Gemeinschaftsbild: ein Kind nach dem anderen, zwei Abdrücke je Kind, eine Schüssel mit warmem Wasser steht direkt daneben.

Das brauchst Du
  • Packpapier oder Tapetenrest, etwa 70 x 100 cm
  • Fingerfarbe in Grün und Rot
  • Ein Spülschwamm und ein flacher Teller
  • Tonpapier in Gelb, ein Stück von 15 x 15 cm
  • Malerkrepp
  • Eine Schüssel Wasser und ein Handtuch

So geht es

  1. Zeichne mit Bleistift ein Dreieck auf das Packpapier, 80 cm hoch und unten 60 cm breit, und klebe das Blatt an allen vier Ecken mit Malerkrepp auf den Tisch.
  2. Gib einen Esslöffel grüne Fingerfarbe auf den Teller und tupfe sie mit dem Schwamm dünn auf die Handfläche Deines Kindes.
  3. Führe die Hand mit den Fingern nach unten an den unteren Rand des Dreiecks und drücke sie gemeinsam kurz und fest auf.
  4. Setzt Abdruck neben Abdruck und arbeitet Euch Reihe um Reihe nach oben, bis das Dreieck gefüllt ist. Nach zwei oder drei Abdrücken braucht die Hand neue Farbe.
  5. Wasch die Hand ab und lass Dein Kind mit dem Zeigefinger rote Tupfen zwischen die Zweige setzen.
  6. Schneide aus dem gelben Tonpapier einen Stern von etwa 15 cm Breite und klebe ihn an die Spitze.
  7. Fertig ist der Baum, wenn die Farbe matt aussieht und beim Darüberstreichen nichts mehr abfärbt.

Wenn es zu leicht wird: Dreijährige streichen sich die Farbe selbst mit dem Schwamm auf die Hand und suchen die nächste freie Stelle allein. Den Stern können sie mit gelber Fingerfarbe bemalen, bevor Du ihn aufklebst.

Für Jüngere: Mit den Jüngsten reichen drei oder vier Abdrücke auf einem Blatt DIN A3. Sitzt Dein Kind dabei auf Deinem Schoß, kannst Du die Hand besser führen.

Das Rentier aus dem Fußabdruck

ab 1 Jahr  ·  15 Minuten plus eine halbe Stunde Trockenzeit · leicht
Das Rentier aus dem Fußabdruck — Eine cremeweisse Klappkarte im Format DIN A6 steht aufgeklappt auf einem hellen Holztisch
Die Ferse wird zur Schnauze, über den Zehen wächst das Geweih.

Ein brauner Fußabdruck, die Zehen zeigen nach oben: Das ist der Rentierkopf. Du malst über den Zehen ein Geweih und in die Mitte zwei Augen, Dein Kind tupft unten an die Ferse die rote Nase. Auf einer Klappkarte ist das ein Weihnachtsgruß, den die Großeltern Jahre später noch hervorholen, weil der Fuß darauf so klein war.

Leg alles bereit, bevor die Farbe am Fuß ist: die Karte auf einem festen Buch, den Schwamm, einen feuchten Waschlappen. Es hakt fast immer an derselben Stelle, denn der Schwamm kitzelt und die Zehen krallen sich ein. Besser als den Fuß aufs Papier zu stellen ist es, das Buch mit der Karte an die Sohle zu führen, während Dein Kind auf einem Stuhl oder auf dem Schoß sitzt. In der Krippe geht das gut zu zweit: Eine hält das Kind, die andere die Karte.

Das brauchst Du
  • Tonkarton in Weiß oder Creme, DIN A5, einmal zur Karte gefaltet
  • Fingerfarbe in Braun und Rot
  • Ein Spülschwamm
  • Ein brauner und ein schwarzer Filzstift
  • Ein festes Buch als Unterlage
  • Ein feuchter Waschlappen

So geht es

Ein Kinderfinger tupft die rote Nase auf den braunen Fußabdruck
Ein Tupfer genügt – und aus dem Fuß schaut plötzlich ein Rentier heraus.
  1. Falte den Tonkarton zur Karte und lege sie mit der Vorderseite nach oben auf das Buch.
  2. Setz Dein Kind auf Deinen Schoß oder einen Stuhl und tupfe mit dem Schwamm braune Fingerfarbe dünn auf die ganze Fußsohle.
  3. Führe das Buch mit der Karte an die Sohle, sodass die Zehen zum oberen Kartenrand zeigen, und drücke von der Ferse bis zu den Zehen einmal fest an.
  4. Zieh die Karte gerade weg, wisch den Fuß sauber und lass den Abdruck eine halbe Stunde trocknen.
  5. Male mit dem braunen Filzstift links und rechts über den Zehen ein Geweih aus je einem Ast mit zwei Gabeln und mit dem schwarzen Stift zwei Punkte als Augen in die Fußmitte.
  6. Lass Dein Kind den Zeigefinger in rote Fingerfarbe tauchen und einen Tupfen unten auf die Ferse setzen.
  7. Fertig ist die Karte, wenn die rote Nase trocken ist und sich beim Zuklappen nichts abdrückt.

Wenn es zu leicht wird: Dreijährige malen das Geweih selbst und entscheiden, ob das Rentier noch einen Schal oder Schneeflocken aus weißen Tupfen bekommt.

Für Jüngere: Wenn Dein Kind den Fuß partout nicht hergeben will, nimm die Hand: Die Handfläche ist der Kopf, die gespreizten Finger sind das Geweih.

Die Karte mit dem Kranz aus Fingertupfen

ab 2 Jahren  ·  15 Minuten plus eine Stunde Trockenzeit · leicht
Die Karte mit dem Kranz aus Fingertupfen — Eine weisse Klappkarte im Format DIN A6 liegt auf einem hellen Holztisch
Grün getupft, rot dazwischen: ein Türkranz im Kartenformat.

Auf der Karte ist ein dünner Bleistiftkreis, und an ihm entlang tupft Dein Kind mit der Fingerkuppe Grün neben Grün. Wo die Tupfen sich überlappen, entsteht ein dichter Kranz. Ein paar rote Tupfen sind die Beeren, unten kommt eine Schleife aus Geschenkband dran.

Du faltest die Karte und ziehst den Kreis um ein Wasserglas. Zwei Grüntöne nebeneinander auf dem Teller machen den Kranz lebendiger, als es ein einzelner Ton könnte. Rechne damit, dass Zweijährige nach vier Tupfen lieber wischen als tupfen. Mach es einmal auf einem Schmierblatt vor und sag dazu „tipp, tipp, tipp“, das hilft erstaunlich oft. In der Krippe klappt die Karte gut am Vierertisch, wenn jedes Kind seinen eigenen Farbteller hat.

Das brauchst Du
  • Tonkarton in Weiß, DIN A5, einmal zur Karte gefaltet
  • Fingerfarbe in Hellgrün, Dunkelgrün und Rot
  • Ein Wasserglas mit etwa 8 cm Durchmesser
  • Ein Bleistift
  • Rotes Geschenkband, 20 cm
  • Bastelkleber ohne Lösungsmittel

So geht es

  1. Falte den Tonkarton zur Karte, stelle das Glas mitten auf die Vorderseite und fahre einmal dünn mit dem Bleistift darum.
  2. Gib je einen Teelöffel Hellgrün und Dunkelgrün nebeneinander auf einen Teller.
  3. Zeig Deinem Kind, wie die Fingerkuppe erst in die Farbe und dann auf die Linie tippt, und lass es den Kreis rundherum mit Tupfen belegen.
  4. Lass es eine zweite Runde direkt daneben tupfen, damit der Kranz etwa 2 cm breit wird.
  5. Wisch den Finger ab und lass Dein Kind fünf bis sechs rote Tupfen in den Kranz setzen.
  6. Binde das Geschenkband zur Schleife und klebe sie mit einem Tropfen Bastelkleber unten an den Kranz, sobald die Farbe trocken ist.
  7. Fertig ist die Karte, wenn die Schleife fest sitzt und die Tupfen nicht mehr glänzen.

Wenn es zu leicht wird: Ältere Kinder tupfen ohne Bleistiftkreis und setzen in die Mitte des Kranzes noch eine Kerze aus einem gelben und einem roten Fingerabdruck.

Für Jüngere: Für Kinder, die lieber mit der ganzen Hand arbeiten: Schneide den Kreis aus einem Blatt Papier aus und lege es als Schutz in die Kranzmitte. Dann darf rundherum gepatscht werden, und die Mitte bleibt weiß.

Stempeln und Malen

Ein Stempel verzeiht alles. Ob der Kringel schief sitzt oder doppelt, spielt keine Rolle, und ein nass bemaltes Blatt wird erst hinterher zum Stern. Die Form gibst Du vor, die Farbe macht Dein Kind.

Der Kringelbaum mit der Klopapierrolle

ab 1 Jahr  ·  10 Minuten plus eine Stunde Trockenzeit · leicht
Der Kringelbaum mit der Klopapierrolle — Ein weisses Blatt Papier im Format DIN A4 liegt hochkant auf einem hellen Holztisch
Vier Kringel unten, einer oben – mehr braucht ein Tannenbaum nicht.

Der Rand einer Klopapierrolle hinterlässt einen sauberen Ring. Zehn davon, unten vier und nach oben immer einer weniger, und auf dem Blatt steht ein Tannenbaum aus grünen Kringeln. Die Rolle liegt gut in einer kleinen Faust, deshalb gelingt das schon Kindern, die mit einem Pinsel noch nichts anfangen können.

Streich die Farbe dünn auf einem flachen Teller aus, sodass der Rand der Rolle gerade eben eintaucht. Steht sie zu tief in der Farbe, wird aus dem Ring ein Fleck und die Pappe weicht auf. Den Jüngeren hilft ein leicht vorgezeichnetes Dreieck. Halte ein zweites Blatt bereit: Wer das Stempeln einmal entdeckt hat, hört nach zehn Kringeln nicht auf. Für die Gruppe brauchst Du je Kind eine eigene Rolle, mehr Vorbereitung ist es nicht.

Das brauchst Du
  • Eine leere Klopapierrolle
  • Weißes Zeichenpapier, DIN A4
  • Fingerfarbe in Grün, Gelb und Braun
  • Ein flacher Teller
  • Ein Bleistift
  • Malerkrepp

So geht es

Eine Kinderhand stempelt mit der Klopapierrolle grüne Ringe aufs Papier
Je dünner die Farbe auf dem Teller, desto klarer wird jeder einzelne Ring.
  1. Klebe das Blatt hochkant mit Malerkrepp auf den Tisch und zeichne dünn ein Dreieck vor, 20 cm hoch und unten 18 cm breit.
  2. Streich einen Esslöffel grüne Fingerfarbe auf dem Teller so dünn aus, dass der Tellerboden noch durchschimmert.
  3. Lass Dein Kind die Rolle senkrecht in die Farbe stellen, einmal leicht drehen und dann unten ins Dreieck drücken.
  4. Stempelt die untere Reihe mit vier Kringeln nebeneinander, darüber drei, dann zwei und ganz oben einen.
  5. Lass Dein Kind mit dem Daumen einen braunen Abdruck als Stamm unter die Mitte und einen gelben Tupfen über die Spitze setzen.
  6. Fertig ist das Bild, wenn die Kringel matt getrocknet sind und Du das Malerkrepp abziehen kannst, ohne dass sich das Blatt wellt.

Wenn es zu leicht wird: Dreijährige tupfen in jeden Kringel eine bunte Kugel und stempeln ohne Hilfslinie. Auf einem langen Streifen Packpapier wird aus mehreren Bäumen ein ganzer Wald.

Für Jüngere: Für die Jüngsten stempelst Du den Baum, und Dein Kind setzt nur die Tupfen in die Kringel. Oder Du lässt das Dreieck weg und es entsteht ein Blatt voller Ringe, das Du später als Geschenkanhänger zerschneidest.

Sterne aus dem nass bemalten Blatt

ab 1 Jahr  ·  20 Minuten plus eine Nacht Trockenzeit · leicht
Sterne aus dem nass bemalten Blatt — Fuenf ausgeschnittene Papiersterne, jeder etwa 10 cm breit, liegen auf einem hellen Holz
Erst wird gemalt, dann geschnitten – so sieht jeder Stern anders aus.

Hier malt Dein Kind keinen Stern, es malt ein ganzes Blatt. Auf dem feuchten Papier laufen die Wasserfarben ineinander, Rosa in Gelb, Blau in Grün. Wenn alles trocken ist, schneidest Du aus dem Blatt die Sterne heraus. Die Reihenfolge ist der ganze Kniff: Niemand muss innerhalb einer Linie bleiben, und trotzdem hängt am Ende etwas am Zweig, das nach Weihnachten aussieht.

Du feuchtest das Papier vorher mit einem Schwamm an und rührst die Farben in den Näpfchen mit etwas Wasser auf, denn trockene Farbsteine geben für einen Kleinkindpinsel zu wenig her. Nimm nur zwei oder drei Farben, die sich vertragen. Mit allen zwölf wird das Blatt in zwei Minuten braun. Dünnes Druckerpapier wellt sich und reißt, dickes Zeichenpapier oder Aquarellpapier hält durch. In der Gruppe malt jedes Kind ein Blatt, das Ausschneiden erledigst Du nach dem Mittagsschlaf.

Das brauchst Du
  • Dickes Zeichenpapier oder Aquarellpapier, DIN A4
  • Wasserfarben in zwei bis drei Tönen
  • Ein dicker Borstenpinsel
  • Ein Spülschwamm und ein standfestes Glas Wasser
  • Eine Schere für Dich und eine Lochzange oder dicke Nadel
  • Dünne Schnur oder Wollfaden, 20 cm je Stern

So geht es

  1. Gib in zwei oder drei Farbnäpfchen je ein paar Tropfen Wasser und rühre mit dem Pinsel um, bis die Farbe flüssig ist.
  2. Streiche das Blatt mit dem feuchten Schwamm einmal ab, sodass es glänzt, aber keine Pfützen stehen.
  3. Gib Deinem Kind den Pinsel und lass es Farbe aufs nasse Blatt bringen, tupfend oder streichend, bis fast nichts Weißes mehr zu sehen ist.
  4. Lass das Blatt flach liegend über Nacht trocknen und beschwere es danach eine Stunde mit einem Buch, falls es sich wellt.
  5. Zeichne auf die Rückseite Sterne von etwa 10 cm Breite, freihand oder um eine Ausstechform herum, und schneide sie aus. Das übernimmst Du.
  6. Stich oben in eine Zacke ein Loch und knote die Schnur als Schlaufe hindurch.
  7. Fertig sind die Sterne, wenn sie am Faden hängen und sich nicht mehr nach innen rollen.

Wenn es zu leicht wird: Dreijährige streuen aufs nasse Bild eine Prise grobes Salz. Es zieht die Farbe an und hinterlässt nach dem Trocknen helle Eisblumen. Wer schon schneidet, probiert an einem Reststück gerade Schnitte mit der Kinderschere.

Für Jüngere: Für Einjährige ersetzt ein feuchter Schwamm den Pinsel: Du gibst die Farbe darauf, Dein Kind drückt und wischt.

Kneten, Drücken, Schwenken

Salzteig gibt nach, wenn eine kleine Hand hineindrückt, und merkt sich die Form. Bei der Kugel ist es die Bewegung des ganzen Arms, die das Muster macht. Beides klappt lange, bevor ein Kind einen Pinsel führen kann.

Der Handabdruck in Salzteig

ab 1 Jahr  ·  25 Minuten plus zwei bis drei Tage Trockenzeit · mittel
Der Handabdruck in Salzteig — Eine runde, cremeweisse Scheibe aus getrocknetem Salzteig, etwa 12 cm im Durchmesser und 1 cm d
So groß war die Hand in diesem Advent.

Eine dicke Scheibe Salzteig, einmal die Hand hineingedrückt, oben ein Loch fürs Band. Das ist der Anhänger, den Eltern jedes Jahr wieder aus der Weihnachtskiste holen und gegen die inzwischen gewachsene Hand halten. Die Vertiefung kann weiß bleiben oder nach dem Trocknen farbig ausgemalt werden.

Den Teig knetest Du vorher aus zwei Tassen Mehl, einer Tasse Salz und einer knappen Tasse Wasser, bis er nicht mehr klebt. Wichtig ist die Dicke: Unter einem Zentimeter bricht die Scheibe, weil der Abdruck sie in der Mitte dünn macht. Drück jeden Finger einzeln nach, sonst sieht man später nur den Handballen. Und bleib die ganze Zeit daneben: Salzteig sieht aus wie Plätzchenteig, und so viel Salz darf kein Kleinkind essen. In der Krippe bereitest Du die Scheiben vor und holst die Kinder einzeln an den Tisch.

Das brauchst Du
  • Zwei Tassen Mehl, eine Tasse Salz, eine knappe Tasse Wasser
  • Ein Nudelholz und Backpapier
  • Eine Schüssel oder ein Glas mit 12 cm Durchmesser
  • Ein Strohhalm
  • Fingerfarbe oder Bastelfarbe auf Wasserbasis und ein Pinsel
  • Schleifenband, 30 cm

So geht es

Eine Kinderhand wird in eine runde Scheibe aus Salzteig gedrückt
Jeden Finger einzeln nachdrücken – dann sieht man später sogar die Fingerkuppen.
  1. Verknete Mehl, Salz und Wasser etwa fünf Minuten zu einem glatten Teig, der nicht mehr an den Fingern klebt.
  2. Rolle den Teig auf Backpapier gut 1 cm dick aus und stich mit der Schüssel einen Kreis von 12 cm aus.
  3. Lege die Hand Deines Kindes mit gespreizten Fingern in die Mitte und drücke mit Deiner Hand von oben nach, erst den Handballen, dann jeden Finger einzeln.
  4. Hebe die Hand gerade nach oben ab und stich mit dem Strohhalm 1,5 cm unter dem oberen Rand ein Loch.
  5. Lass die Scheibe zwei bis drei Tage an der Luft trocknen und wende sie nach dem ersten Tag. Schneller geht es im Backofen bei 100 Grad in zwei bis drei Stunden.
  6. Lass Dein Kind die Vertiefung mit Pinsel und Farbe ausmalen, wenn es mag, und zieh nach dem Trocknen das Band durchs Loch.
  7. Fertig ist der Anhänger, wenn die Rückseite hell und hart ist und beim Klopfen mit dem Fingernagel klackt.

Wenn es zu leicht wird: Dreijährige helfen schon beim Kneten und rollen den Teig selbst aus. Ritze mit einem Zahnstocher Namen und Jahr in die Rückseite, bevor die Scheibe trocknet.

Für Jüngere: Bei Babys und sehr zappeligen Einjährigen gelingt der Fuß besser als die Hand: Drück die Scheibe auf einem Brettchen gegen die Sohle, während Dein Kind sitzt.

Salzteig-Anhänger mit Tannenzweig-Abdruck

ab 2 Jahren  ·  25 Minuten plus zwei Tage Trockenzeit · mittel
Salzteig-Anhänger mit Tannenzweig-Abdruck — Vier runde Anhaenger aus hellem, getrocknetem Salzteig, je etwa 7 cm im Durchmess
Der Zweig bleibt im Teig stehen, Nadel für Nadel.

Ein kleines Stück Tannenzweig, flach auf den ausgerollten Teig gelegt und einmal fest angedrückt: Wenn Du es abziehst, steht jede Nadel als feine Rille im Teig. Rund ausgestochen wird daraus ein Baumschmuck, der ohne Farbe auskommt. Der Moment des Abziehens ist für Zweijährige die eigentliche Überraschung.

Knete den Teig aus einer Tasse Mehl, einer halben Tasse Salz und einer knappen halben Tasse Wasser und rolle ihn selbst aus, das Drücken übernimmt Dein Kind. Weiche, flache Zweigspitzen von der Tanne zeichnen am besten. Fichte piekst, und Kiefernnadeln sind zu lang für einen kleinen Kreis. Nimm frische Zweige, trockene verlieren beim Abziehen die Nadeln im Teig. Auch hier gilt: Salzteig gehört nicht in den Mund, bleib daneben sitzen. Mit einer Gruppe geht es gut, wenn der Teig schon ausgerollt bereitliegt.

Das brauchst Du
  • Eine Tasse Mehl, eine halbe Tasse Salz, eine knappe halbe Tasse Wasser
  • Ein Nudelholz und Backpapier
  • Drei bis vier Tannenzweigspitzen, je 6 bis 8 cm lang
  • Ein Trinkglas mit etwa 7 cm Durchmesser
  • Ein Strohhalm
  • Paketschnur, 20 cm je Anhänger

So geht es

  1. Verknete Mehl, Salz und Wasser zu einem glatten Teig und rolle ihn auf Backpapier etwa 0,5 cm dick aus.
  2. Lege eine Zweigspitze flach auf den Teig, mit der Nadelunterseite nach unten.
  3. Lass Dein Kind mit der flachen Hand auf den Zweig drücken oder einmal mit dem Nudelholz darüberrollen.
  4. Zieh den Zweig am Stiel langsam ab und stülpe das Glas so über den Abdruck, dass er in der Mitte des Kreises sitzt.
  5. Stich mit dem Strohhalm 1 cm unter dem Rand ein Loch und wiederholt das Ganze, bis der Teig aufgebraucht ist.
  6. Lass die Anhänger zwei Tage an der Luft trocknen und wende sie nach einem Tag, dann fädelst Du die Schnur durch.
  7. Fertig sind sie, wenn sie auf beiden Seiten gleichmäßig hell sind und sich nicht mehr biegen lassen.

Wenn es zu leicht wird: Dreijährige stechen selbst mit dem Glas aus und fahren den getrockneten Abdruck mit stark verdünnter grüner Wasserfarbe nach. Die Farbe sammelt sich in den Rillen und lässt den Zweig hervortreten.

Für Jüngere: Den Jüngsten gibst Du einen fertig ausgestochenen Kreis mit aufgelegtem Zweig. Sie patschen einmal drauf, Du ziehst ab.

Die Weihnachtskugel zum Schwenken

ab 2 Jahren  ·  15 Minuten plus drei Tage Trockenzeit · mittel
Die Weihnachtskugel zum Schwenken — Eine durchsichtige Weihnachtskugel aus Kunststoff, 8 cm im Durchmesser, liegt auf einem h
Die Farbe läuft, wohin die Kugel sich dreht.

In eine durchsichtige Kunststoffkugel kommen ein paar Kleckse Bastelfarbe, dann wird sie verschlossen und gedreht, gekippt und geschwenkt. Die Farben laufen an der Innenwand entlang und legen sich in Schlieren übereinander. Von außen bleibt alles sauber, und das Muster ist bei jeder Kugel ein anderes. Unter den Pins für Krippenkinder gehört diese Idee zu den wenigen, bei denen das Kind wirklich die ganze Arbeit macht.

Nimm ausschließlich Kugeln aus Kunststoff, kein Glas. Das Einfüllen ist Deine Aufgabe, am besten mit einem Teelöffel oder direkt aus der Flasche, und dann klebst Du die Öffnung mit zwei Streifen Malerkrepp fest zu. Zu viel Farbe ist der häufigste Fehler: Sie sammelt sich am Boden und trocknet wochenlang nicht. Drei Teelöffel insgesamt reichen. Zum Abtropfen stellst Du die Kugel kopfüber auf einen Becher. In der Gruppe geht das der Reihe nach, zwei Minuten Schwenken je Kind genügen.

Das brauchst Du
  • Eine durchsichtige Kunststoffkugel mit Aufhänger, 8 cm Durchmesser
  • Bastelfarbe auf Wasserbasis in zwei bis drei Tönen
  • Ein Teelöffel
  • Malerkrepp
  • Ein alter Becher und Küchenpapier
  • Schleifenband, 20 cm

So geht es

Zwei Kinderhände schwenken eine Kunststoffkugel mit bunter Farbe darin
Langsam kippen statt schütteln – dann bleiben die Farben als Schlieren stehen.
  1. Zieh den Aufhänger von der Kugel ab und lege ihn beiseite, außer Reichweite Deines Kindes.
  2. Gib nacheinander je einen knappen Teelöffel von jeder Farbe durch die Öffnung in die Kugel. Das übernimmst Du.
  3. Verschließe die Öffnung mit zwei über Kreuz geklebten Streifen Malerkrepp und drücke sie rundherum fest an.
  4. Gib Deinem Kind die Kugel in beide Hände und lass es sie langsam drehen und kippen, bis die Innenwand ganz mit Farbe bedeckt ist.
  5. Zieh das Malerkrepp ab und stelle die Kugel mit der Öffnung nach unten auf den mit Küchenpapier ausgelegten Becher, damit überschüssige Farbe abläuft.
  6. Dreh die Kugel nach einem Tag um und lass sie zwei weitere Tage offen trocknen, dann steckst Du den Aufhänger auf und knotest das Band an.
  7. Fertig ist die Kugel, wenn innen nichts mehr glänzt und beim Schütteln keine Farbe mehr wandert.

Wenn es zu leicht wird: Dreijährige wählen die Farben selbst aus und erzählen, was beim Mischen passiert. Mit Weiß als dritter Farbe bleiben die Schlieren länger sichtbar, statt zu einem Ton zu verlaufen.

Für Jüngere: Wenn Dein Kind die Kugel lieber rollt als hält, leg sie in eine Schuhschachtel mit Deckel und lasst die Schachtel gemeinsam hin- und herkippen.

Reißen, Kleben, Kleistern

Papier reißen ist für Zweijährige eine eigene Beschäftigung, das Aufkleben fast Nebensache. Diese vier Ideen brauchen keine Schere in Kinderhand und kommen mit Kleister, Klebefolie oder ganz ohne Kleber aus.

Der Filzbaum zum Schmücken

ab 1 Jahr  ·  40 Minuten Vorbereitung, dann spielt Dein Kind allein · leicht
Der Filzbaum zum Schmücken — Ein flacher Tannenbaum aus gruenem Filz, 90 cm hoch und 70 cm breit, liegt ausgebreitet auf eine
Schmücken, abräumen, neu schmücken – so oft, wie es will.

Ein großer Tannenbaum aus grünem Filz klebt in Kinderhöhe an der Wand oder an der Tür. Dazu gibt es einen Korb mit Kugeln und einem Stern aus Filz. Filz haftet auf Filz, einmal andrücken reicht. Dein Kind schmückt den Baum, räumt ihn ab und fängt von vorne an. Für viele Familien ist das auch die Lösung für die Frage, was mit dem echten Baum und einem Einjährigen im selben Zimmer passiert.

Gebastelt wird hier fast nur von Dir, an einem Abend, wenn das Kind schläft. Schneide die Kugeln groß, mindestens 7 cm, dann sind sie nichts zum Verschlucken und lassen sich mit der ganzen Hand greifen. Sehr glatter Bastelfilz haftet schlecht. Klebe in dem Fall hinten auf jede Kugel ein Stück Klettband, die raue Seite. In der Krippe hält ein solcher Baum den ganzen Dezember, wenn Du ihn zusätzlich an den Ecken mit Reißzwecken in einer Pinnwand sicherst, außerhalb der Reichweite der Kinder.

Das brauchst Du
  • Grüner Filz, 70 x 90 cm
  • Filzreste in Rot, Gelb, Weiß, Blau und Braun
  • Eine Stoffschere
  • Doppelseitiges Klebeband oder Malerkrepp
  • Ein Trinkglas mit 7 bis 8 cm Durchmesser und ein Stift
  • Ein kleiner Korb

So geht es

  1. Falte den grünen Filz der Länge nach und schneide von der unteren offenen Ecke schräg zur oberen Ecke am Falz. Aufgeklappt ergibt das ein Dreieck von 90 cm Höhe und 70 cm Breite.
  2. Schneide aus dem braunen Rest ein Rechteck von 10 x 12 cm als Stamm.
  3. Zeichne mit dem Glas zehn bis zwölf Kreise auf die bunten Filzreste und schneide sie aus, dazu einen gelben Stern von etwa 15 cm Breite.
  4. Klebe Baum und Stamm mit doppelseitigem Klebeband so an Wand oder Tür, dass die Spitze höchstens auf Augenhöhe Deines Kindes liegt.
  5. Lege Kugeln und Stern in den Korb, stelle ihn vor den Baum und zeig einmal, wie eine Kugel mit der flachen Hand angedrückt wird.
  6. Fertig ist der Baum, wenn die Kugeln nach dem Andrücken von allein hängen bleiben und Dein Kind die Spitze erreicht.

Wenn es zu leicht wird: Für Dreijährige schneidest Du Kugeln in zwei Größen und vier Farben. Dann lässt sich sortieren: alle roten nach unten, die kleinen nach oben. Auch ein paar Päckchen aus Filzrechtecken unter dem Baum sind schnell geschnitten.

Für Jüngere: Für Kinder, die gerade erst stehen, hängst Du den Baum so tief, dass der Stamm den Boden berührt, und gibst nur fünf Kugeln in den Korb.

Das Sternfenster aus Klebefolie

ab 1 Jahr  ·  20 Minuten · leicht
Das Sternfenster aus Klebefolie — Ein sechszackiger Stern von etwa 20 cm Breite liegt auf einem hellen Holztisch
Kein Kleister, kein Warten: Der Schnipsel hält, sobald er die Folie berührt.

Ein Sternrahmen aus Tonkarton, dahinter durchsichtige Klebefolie mit der klebrigen Seite nach oben. Dein Kind legt Schnipsel aus Transparentpapier hinein, und jeder bleibt sofort haften. Am Fenster leuchtet der Stern in allen Farben, die auf dem Tisch lagen. Weil nichts trocknen muss, hängt er zehn Minuten später schon an der Scheibe.

Den Rahmen schneidest Du vorher zu, das ist nichts für Kinderhände. Einjährige finden die klebrige Fläche oft interessanter als die Schnipsel und patschen erst einmal mit der Hand hinein. Lass es zu, das gehört dazu. Reiß das Transparentpapier in Stücke von etwa 3 cm und stell sie in einer Schale bereit. Ältere reißen selbst, am leichtesten von einem schmalen Streifen. Für die Krippe ist das eine der dankbarsten Ideen überhaupt: kein Kleister auf dem Tisch, und kein Kind muss warten.

Das brauchst Du
  • Tonkarton in Dunkelblau oder Schwarz, DIN A4
  • Durchsichtige Klebefolie zum Bucheinbinden, zwei Stücke von 22 x 22 cm
  • Transparentpapier in Gelb, Orange und Rot, je ein halber Bogen DIN A4
  • Ein Lineal, ein Bleistift und eine Schere für Dich
  • Malerkrepp
  • Eine flache Schale

So geht es

Eine Kinderhand drückt Transparentpapier-Schnipsel in den Sternrahmen
Hinlegen, andrücken, hält: Die Folie nimmt jeden Schnipsel sofort an.
  1. Zeichne auf den Tonkarton zwei gleichseitige Dreiecke mit 20 cm Seitenlänge, eins mit der Spitze nach oben und eins nach unten, sodass ein sechszackiger Stern entsteht.
  2. Schneide den Stern aus und dann sein Inneres mit 2 cm Abstand zum Rand heraus, sodass ein Rahmen übrig bleibt. Das übernimmst Du.
  3. Zieh von einem Stück Klebefolie das Schutzpapier ab, lege es mit der Klebeseite nach oben auf den Tisch und drücke den Rahmen darauf. Fixiere die Folienecken mit Malerkrepp.
  4. Reiße das Transparentpapier in etwa 3 cm große Stücke und gib sie in die Schale.
  5. Lass Dein Kind die Schnipsel in den Stern legen und andrücken, bis kaum noch klebrige Fläche frei ist.
  6. Decke den Stern mit dem zweiten Stück Folie ab, streiche es glatt und schneide die überstehende Folie rund um den Rahmen weg.
  7. Fertig ist das Fensterbild, wenn Du es gegen das Licht hältst und zwischen den Schnipseln nichts mehr klebt.

Wenn es zu leicht wird: Dreijährige reißen die Schnipsel selbst von 3 cm breiten Streifen ab und legen sie nach Farben: Gelb in die Mitte, Rot in die Zacken.

Für Jüngere: Schneller geht ein einfacher runder Rahmen, den Du um einen Teller zeichnest. Für die ganz Kleinen klebst Du die Folie direkt in Kinderhöhe ans Fenster, Klebeseite zum Raum, und sie drücken die Schnipsel im Stehen an.

Die Kleisterkugel aus Pappe und Seidenpapier

ab 2 Jahren  ·  20 Minuten plus eine Nacht Trockenzeit · leicht
Die Kleisterkugel aus Pappe und Seidenpapier — Drei runde Scheiben aus Pappe, je 10 cm im Durchmesser, liegen auf einem helle
Pinseln, auflegen, drüberpinseln – mehr Handgriffe sind es nicht.

Aus einem Müslikarton wird ein Kreis, aus dem Kreis eine Baumkugel: Dein Kind streicht Kleister auf die Pappe, legt Stücke aus Seidenpapier darauf und pinselt noch einmal darüber. Das dünne Papier wird durch den Kleister fast durchsichtig, die Lagen schimmern übereinander wie Glas. Nach dem Trocknen ist die Scheibe fest und glänzt leicht.

Rühr den Kleister eine halbe Stunde vorher an, damit er quellen kann, und fülle nur wenig in ein schweres Schälchen, das nicht kippt. Seidenpapier reißt nass sofort, deshalb wird es aufgelegt und nicht geschoben. Zeig das einmal. Kleistern ist für viele Zweijährige das Schönste am Ganzen, plane also ein, dass mehr gepinselt als geklebt wird, und lege die Pappe auf ein Stück Backpapier. Mit einer Gruppe klappt es gut, wenn die Kreise ausgeschnitten und die Papierstücke in Schalen vorbereitet sind.

Das brauchst Du
  • Dünne Pappe von einem Müsli- oder Cornflakeskarton
  • Seidenpapier in Rot, Gold oder Weiß, je ein halber Bogen
  • Tapetenkleister, eine halbe Tasse angerührt
  • Ein dicker Borstenpinsel und ein schweres Schälchen
  • Eine Schale mit etwa 10 cm Durchmesser und eine Schere für Dich
  • Goldenes oder rotes Band, 25 cm

So geht es

  1. Zeichne mit der Schale einen Kreis von 10 cm auf die unbedruckte Seite der Pappe und schneide ihn aus.
  2. Reiße das Seidenpapier in Stücke von 3 bis 4 cm und lege sie in Reichweite. Die Pappe kommt auf ein Stück Backpapier.
  3. Lass Dein Kind den ganzen Kreis dick mit Kleister einpinseln.
  4. Zeig ihm, wie ein Papierstück flach aufgelegt und mit dem Pinsel von oben angetupft wird, und lass es weitermachen, bis keine Pappe mehr zu sehen ist.
  5. Lass es zum Schluss noch einmal dünn Kleister über alles streichen und die Scheibe über Nacht auf dem Backpapier trocknen.
  6. Schneide überstehendes Papier am Rand ab, stich oben ein Loch und knote das Band hindurch.
  7. Fertig ist die Kugel, wenn die Oberfläche hart und trocken ist und leicht glänzt.

Wenn es zu leicht wird: Dreijährige bekleben auch die Rückseite, sobald die erste Seite trocken ist, und legen mit schmalen Goldstreifen ein Muster quer über die Kugel.

Für Jüngere: Für Kinder, die mit dem Pinsel noch kämpfen: Du pinselst den Kleister auf, Dein Kind legt nur die Papierstücke ab und patscht sie mit der flachen Hand fest.

Der Schneemann aus Wattepads

ab 1 Jahr  ·  15 Minuten plus eine Stunde Trockenzeit · leicht
Der Schneemann aus Wattepads — Ein dunkelblauer Tonkarton im Format DIN A5 liegt hochkant auf einem hellen Holztisch
Drei Pads, drei Klebepunkte, und ringsum schneit es.

Drei Wattepads übereinander auf dunkelblauem Karton, und der Schneemann steht. Dein Kind drückt die Pads auf die Klebepunkte, die Du gesetzt hast, und lässt es danach mit weißer Fingerfarbe schneien. Die Pads sind weich und groß genug für eine ganze Kinderhand, und auf dem dunklen Karton leuchtet das Weiß.

Schneide vorher die Möhrennase und, wenn Du magst, einen Hut aus Tonpapier zu. Den Kleber trägst Du selbst auf, je Pad ein Klecks von der Größe einer Erbse. Bei mehr Kleber saugt die Watte sich voll und wird hart. Rechne damit, dass ein Pad wieder abgezupft wird, weil die Watte sich so schön auseinanderziehen lässt. Halte ein paar in Reserve. Am Gruppentisch geht das mit vier Kindern gleichzeitig, wenn die Karten mit Klebepunkten reihum vorbereitet werden.

Das brauchst Du
  • Tonkarton in Dunkelblau, DIN A5
  • Drei runde Wattepads
  • Bastelkleber ohne Lösungsmittel
  • Weiße Fingerfarbe
  • Tonpapierreste in Orange und Schwarz und eine Schere für Dich
  • Ein schwarzer Filzstift

So geht es

Eine Kinderhand drückt ein Wattepad auf dunkelblauen Karton
Einmal mit der flachen Hand drauf – weicher lässt sich ein Schneemann nicht bauen.
  1. Schneide aus dem orangen Tonpapier ein schmales Dreieck von 2 cm Länge als Nase und aus dem schwarzen ein Rechteck von 3 x 2 cm mit einem 5 cm langen Streifen als Hut.
  2. Lege den blauen Karton hochkant hin und setze drei erbsengroße Kleckse Bastelkleber übereinander, jeweils mit 5 cm Abstand.
  3. Lass Dein Kind auf jeden Klecks ein Wattepad legen und mit der flachen Hand andrücken, sodass sich die Pads am Rand leicht überlappen.
  4. Male mit dem Filzstift zwei Augen auf das obere Pad und drei Knöpfe auf das mittlere, dann klebt gemeinsam Nase und Hut auf.
  5. Gib einen Teelöffel weiße Fingerfarbe auf einen Teller und lass Dein Kind mit der Fingerkuppe Schneeflocken rund um den Schneemann tupfen.
  6. Fertig ist das Bild, wenn die Pads beim Hochheben des Kartons nicht mehr verrutschen.

Wenn es zu leicht wird: Dreijährige setzen die Klebepunkte selbst, malen Arme aus Ästen dazu und kleben einen Schal aus einem Wollfaden um den Hals.

Für Jüngere: Für die Jüngsten reichen zwei Pads und der Schnee. Augen und Nase malst Du am Ende mit dem Filzstift auf.

Was beim Basteln mit Ein- bis Dreijährigen wirklich hilft

Bereite alles vor, bevor Dein Kind am Tisch sitzt. Die Aufmerksamkeit reicht in diesem Alter für fünf bis fünfzehn Minuten, und die sollten nicht damit vergehen, dass Du noch den Kleister anrührst. Papier festkleben, Farbe auf den Teller, Waschlappen in Reichweite. Erst dann holst Du das Kind dazu.

Gib wenig Material auf einmal: eine Farbe, höchstens zwei, einen Teelöffel davon, eine Handvoll Schnipsel. Nachfüllen kannst Du jederzeit, wegnehmen ist schwieriger. Ein Kleinkind, das zwölf Farben vor sich hat, mischt alle zwölf, und das Ergebnis ist braun. Das sagt nichts über sein Farbgefühl, es will schlicht jeden Topf einmal ausprobieren.

Zeig den Handgriff einmal langsam und ohne viele Worte, dann lass los. Wenn die Hand woanders landet als geplant, ist das kein Fehler, den Du korrigieren musst. Maria Montessori hat dafür ein schlichtes Bild: Die Hand ist das Werkzeug des Geistes. Was Dein Kind beim Patschen und Drücken herausfindet, findet es selbst heraus, und genau das zählt mehr als ein gerader Tannenbaum.

Hör auf, wenn Dein Kind aufhört. Steht es auf, wischt die Hände am Pullover ab oder fängt an, den Schwamm zu essen, ist die Bastelzeit vorbei, auch wenn der Baum erst drei Zweige hat. Du kannst am Nachmittag oder am nächsten Tag weitermachen. Halbfertige Stücke sind bei Kleinkindern der Normalfall.

Alles, was in diesem Alter auf dem Tisch liegt, landet früher oder später im Mund. Nimm deshalb Fingerfarbe statt Schulmalfarbe, Kleister statt Alleskleber und bleib bei Salzteig direkt daneben, denn die Salzmenge darin ist für kleine Kinder nicht harmlos. Scheren, Aufhänger und alles Kleine räumst Du weg, sobald Du es nicht mehr brauchst.

Häufige Fragen

Ab welchem Alter kann man mit Kleinkindern für Weihnachten basteln?

Mit etwa einem Jahr, sobald Dein Kind sicher sitzt und gezielt greift. Ein Handabdruck in Fingerfarbe oder Salzteig geht dann schon, ebenso der Filzbaum zum Schmücken. Stempeln und das Andrücken von Schnipseln gelingen den meisten ab anderthalb Jahren. Gezieltes Tupfen mit einer Fingerkuppe und Kleistern mit dem Pinsel klappen ab etwa zwei.

Was tun, wenn mein Kind die Fingerfarbe in den Mund steckt?

Das passiert bei fast jedem Kind unter zwei. Fingerfarben für Kinder sind dafür gemacht, dass ein abgeleckter Finger keinen Schaden anrichtet, und die meisten enthalten einen Bitterstoff, der das Probieren schnell beendet. Zum Essen sind sie trotzdem nicht gedacht. Gib nur wenig Farbe auf den Teller, bleib daneben und sag ruhig, dass die Farbe aufs Papier gehört. Bei Salzteig ist mehr Vorsicht nötig, weil schon kleine Mengen sehr viel Salz enthalten.

Wie lange kann ein Zweijähriges am Stück basteln?

Rechne mit fünf bis fünfzehn Minuten. Manche Kinder bleiben länger dabei, wenn sie etwas wiederholen dürfen, zum Beispiel stempeln oder Schnipsel aufdrücken. Plane die Arbeit so, dass der Teil Deines Kindes in diese Zeit passt, und erledige Trocknen, Ausschneiden und Aufhängen später allein.

Welche Bastelideen eignen sich für die Krippe mit mehreren Kindern?

Am besten alles, was ohne Wartezeit und ohne nassen Kleber auskommt: das Sternfenster aus Klebefolie, der Filzbaum und der Kringelbaum mit der Klopapierrolle. Der Tannenbaum aus Handabdrücken ist ein gutes Gemeinschaftsbild, bei dem ein Kind nach dem anderen drankommt. Hand- und Fußabdrücke in Farbe oder Salzteig machst Du einzeln, während die anderen Kinder anderweitig beschäftigt sind.

Wie bekomme ich Fingerfarbe wieder aus der Kleidung?

Frische Fingerfarbe lässt sich meist mit kaltem Wasser und etwas Gallseife auswaschen, danach kommt das Stück normal in die Maschine. Eingetrocknete Flecken, vor allem Rot und Blau, bleiben manchmal als Schatten zurück. Einfacher ist es, vorher ein altes T-Shirt überzuziehen und die Ärmel hochzukrempeln.

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