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Winterbasteln mit Kindern: 12 Ideen mit Schneeflocken, Pinguinen und Schneemännern

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Am 27. Dezember ist Weihnachten vorbei, der Winter aber noch lange nicht. Januar und Februar sind die Monate, in denen es früh dunkel wird, der Spielplatz nass ist und die Nachmittage sich ziehen. Sterne und Engel passen dann nicht mehr ans Fenster, Schneeflocken schon.

Die zwölf Ideen hier kommen ohne Tannenbaum und Nikolaus aus. Es geht um Schnee, Eis und die Tiere, die darin leben: Schneeflocken aus Papier und Wattestäbchen, ein Schneemann aus einer einzelnen Socke, ein Pinguin aus der Klopapierrolle, eine Eisscheibe, die draußen am Ast hängt. Das Material liegt in den meisten Haushalten ohnehin herum.

Zu jeder Idee findest Du eine Liste mit allem, was auf den Tisch muss, und eine Anleitung in einzelnen Schritten. Dazu steht jeweils, was Du vorher vorbereitest, wo es erfahrungsgemäß hakt und wie Du die Idee für jüngere oder ältere Kinder veränderst. Die Altersangaben sind Richtwerte – Du kennst Dein Kind besser als jede Zahl.

Schneeflocken und Eis

Papier, Wachs, Wattestäbchen und gefrorenes Wasser: Diese vier Ideen kommen mit dem aus, was ohnehin in der Schublade liegt. Sie passen für die Tage, an denen es draußen grau ist und der Schnee auf sich warten lässt.

Die Schneeflocke aus dem Faltschnitt

ab 4 Jahren  ·  15 Minuten · mittel
Die Schneeflocke aus dem Faltschnitt — Drei weisse Papier-Schneeflocken aus Faltschnitt liegen flach auf einem hellen Holztis
Aufgefaltet sieht jede anders aus – genau wie draußen.

Ein Kreis aus dünnem Papier wird dreimal gefaltet, an den Kanten eingeschnitten und wieder aufgefaltet. Was vorher ein schmales Tortenstück war, ist danach ein Stern mit acht Zacken und lauter Löchern. Der Moment des Auffaltens ist der Grund, warum Kinder gleich die nächste machen wollen.

Du zeichnest die Kreise vor und schneidest sie für jüngere Kinder auch aus. Nimm dünnes Papier: Durch acht Lagen Tonpapier kommt keine Kinderschere. Es hakt fast immer an derselben Stelle – das Kind schneidet eine Faltkante komplett durch, und die Flocke zerfällt in Einzelteile. Zeig deshalb vorher an einem Probestück, dass zwischen den Kerben immer ein Steg stehen bleibt.

Das brauchst Du
  • Weißes Druckerpapier oder Butterbrotpapier, zwei Bögen DIN A4
  • Ein Frühstücksteller mit etwa 18 cm Durchmesser
  • Ein Bleistift
  • Eine Kinderschere mit runder Spitze
  • Ein Klebestift oder Klebefilm fürs Fenster

So geht es

  1. Lege den Teller umgekehrt auf das Papier, fahre mit dem Bleistift einmal rundherum und schneide den Kreis aus.
  2. Falte den Kreis in der Mitte zum Halbkreis, dann noch einmal zum Viertel und ein drittes Mal zum Achtel, und streiche jede Kante mit dem Fingernagel fest.
  3. Schneide die runde Außenkante schräg ab oder zu einer Spitze zu – das werden später die Zacken.
  4. Schneide in beide langen Faltkanten je zwei bis drei Kerben: kleine Dreiecke und Halbkreise, etwa 1 cm tief, mit mindestens 1 cm Abstand dazwischen.
  5. Schneide die Spitze des Tortenstücks 0,5 cm weit ab, dann hat die Flocke ein Loch in der Mitte.
  6. Falte das Papier vorsichtig Lage für Lage auf und streiche es mit der flachen Hand glatt.
  7. Fertig ist die Schneeflocke, wenn sie flach liegt, alle acht Zacken zusammenhängen und Du sie mit zwei Punkten Kleber ans Fenster setzen kannst.

Wenn es zu leicht wird: Ältere Kinder falten den Halbkreis nicht zum Viertel, sondern in drei gleiche Teile übereinander. Dann bekommt die Flocke sechs Zacken wie ein echter Schneekristall – das Falten ist kniffliger, das Ergebnis sieht feiner aus.

Für Jüngere: Falte und halte das Papier selbst, Dein Kind schneidet nur zwei Kerben hinein. Wer mit der Schere noch nicht zurechtkommt, reißt kleine Stücke aus den Faltkanten.

Die Schneeflocke aus Wattestäbchen

ab 3 Jahren  ·  20 Minuten plus eine Stunde Trockenzeit · leicht
Die Schneeflocke aus Wattestäbchen — Ein dunkelblaues Quadrat aus Tonkarton, 15 cm gross, liegt auf einem hellen Holztisch
Sechs Strahlen, an jedem ein kleines V – mehr braucht ein Schneekristall nicht.

Wattestäbchen sehen schon von allein aus wie die Arme eines Eiskristalls: ein gerader Stiel mit einem weichen weißen Ende. Auf dunkelblauem Karton werden sie zu einem Stern mit sechs Strahlen gelegt und festgeklebt. Kinder, die noch nicht schneiden, kommen hier ohne Schere aus.

Du halbierst die Stäbchen vorher mit einer kräftigen Schere – am besten in einer Schüssel, sonst springen die Hälften durchs Zimmer. Nimm Stäbchen mit Papierstiel, die lassen sich sauber schneiden. Schwierig ist die Mitte: Sechs Enden auf einem Punkt rutschen gern auseinander. Ein großer Klecks Kleber in der Mitte, in den alle Stiele hineingeschoben werden, löst das. In der Gruppe klappt die Idee gut, wenn jedes Kind sein Häufchen Stäbchen schon abgezählt am Platz hat.

Das brauchst Du
  • Dunkelblauer Tonkarton, ein Quadrat von 15 x 15 cm
  • Neun Wattestäbchen mit Papierstiel
  • Flüssiger Bastelkleber ohne Lösungsmittel
  • Eine kleine Schale für die Stäbchen
  • Ein Stück Faden zum Aufhängen, 20 cm

So geht es

Eine Kinderhand legt ein halbes Wattestäbchen an die Schneeflocke auf blauem Karton
Immer zwei schräg an einen Strahl – nach dem dritten V legt die Hand das Muster von allein.
  1. Halbiere alle neun Wattestäbchen mit der Schere, sodass 18 Hälften mit je einem Wattekopf in der Schale liegen – das übernimmst Du.
  2. Setze einen Klecks Kleber von der Größe eines Fingernagels in die Mitte des Kartons.
  3. Schiebe sechs Hälften mit dem Stielende in den Klecks, die Watteköpfe zeigen nach außen wie die Zeiger einer Uhr auf 12, 2, 4, 6, 8 und 10.
  4. Tupfe neben jeden Strahl auf halber Länge links und rechts einen Punkt Kleber.
  5. Lege an jeden Strahl zwei Hälften schräg an, sodass sie zusammen ein V bilden, das nach außen offen ist.
  6. Lass das Bild flach liegen. Fertig ist die Schneeflocke, wenn der Kleber durchsichtig geworden ist und kein Stäbchen mehr verrutscht, wenn Du den Karton schräg hältst.

Wenn es zu leicht wird: Größere Kinder schneiden den Karton nach dem Trocknen rund um die Flocke als Sechseck aus, stechen ein Loch hinein und hängen mehrere davon als Mobile an einen Ast.

Für Jüngere: Für Dreijährige zeichnest Du die sechs Strahlen mit weißem Buntstift vor und setzt die Kleberpunkte. Dein Kind legt die Stäbchen nur noch auf die Linien.

Das Schneebild, das erst mit Farbe erscheint

ab 3 Jahren  ·  20 Minuten plus 30 Minuten Trockenzeit · leicht
Das Schneebild, das erst mit Farbe erscheint — Ein Blatt Malpapier im Format DIN A4 liegt auf einem hellen Holztisch
Weiß auf Weiß gemalt – und erst das Blau macht die Flocken sichtbar.

Mit weißer Wachsmalkreide auf weißem Papier sieht man fast nichts. Sobald aber wässrige blaue Farbe darüber läuft, perlt sie am Wachs ab, und die Schneeflocken stehen hell im Winterhimmel. Kinder erleben das als kleinen Zaubertrick, obwohl sie ihn selbst vorbereitet haben.

Du rührst die Farbe vorher dünn an: ein Farbnäpfchen kräftig mit dem nassen Pinsel anlösen, bis eine Pfütze entsteht. Zu dicke Farbe deckt das Wachs zu, dann erscheint nichts. Der zweite Stolperstein ist der Druck. Wer nur zart über das Blatt streicht, hinterlässt zu wenig Wachs. Sag Deinem Kind, es soll so fest malen, dass man die Linie mit dem Finger fühlen kann. Mit einer ganzen Gruppe geht das gut, weil jedes Kind nur ein Blatt, eine Kreide und einen Pinsel braucht.

Das brauchst Du
  • Weißes Malpapier, etwas dicker, ein Bogen DIN A4
  • Eine weiße Wachsmalkreide oder ein weißer Kerzenstummel
  • Wasserfarben in Blau und Violett
  • Ein breiter Pinsel
  • Ein Glas Wasser
  • Eine Zeitung als Unterlage

So geht es

  1. Lege das Blatt auf die Zeitung und male mit der weißen Kreide kräftig Schneeflocken: ein Kreuz, darüber ein schräges Kreuz, an die Enden kleine Striche.
  2. Fülle die Zwischenräume mit dicken weißen Punkten und male unten eine Hügellinie als Schneedecke.
  3. Fahre mit der Fingerkuppe über das Blatt und male nach, wo Du die Linien nicht fühlst.
  4. Löse das Blau mit viel Wasser an und streiche mit dem breiten Pinsel in langen Zügen von links nach rechts über das ganze Blatt.
  5. Setze oben am Rand ein paar Züge Violett dazu, solange das Blatt noch nass ist, und lass die Farben ineinanderlaufen.
  6. Lass das Bild flach auf der Zeitung liegen. Fertig ist es, wenn das Papier nicht mehr glänzt und die weißen Flocken klar aus dem Blau hervortreten.

Wenn es zu leicht wird: Streue eine Prise grobes Salz in die noch nasse Farbe und bürste es nach dem Trocknen ab. Das Salz zieht die Farbe an, und es bleiben helle, verästelte Flecken zurück, die an Eisblumen erinnern.

Für Jüngere: Male die Flocken selbst vor, ohne dass Dein Kind zusieht, und gib ihm nur Pinsel und Farbe. Für Zweijährige ist das Überstreichen allein schon die ganze Überraschung.

Der Eisanhänger mit Zweigen und Beeren

ab 2 Jahren  ·  15 Minuten plus eine Nacht zum Gefrieren · leicht
Der Eisanhänger mit Zweigen und Beeren — Eine runde, klare Eisscheibe mit etwa 15 cm Durchmesser und 2 cm Dicke liegt auf ein
Eine Scheibe Eis, in der der Winter festgehalten ist – bis die Sonne kommt.

Ein flacher Deckel wird mit Wasser gefüllt, hinein kommen Tannenzweige, Hagebutten und eine Scheibe Orange, dazu eine Schnur als Aufhänger. Über Nacht macht der Frost daraus ein Bild aus Eis, das am nächsten Morgen draußen an einem Ast hängt und im Licht glitzert.

Dein Teil ist die Auswahl: Gib nur Dinge in die Schale, die ungiftig sind – Tanne, Kiefer, Hagebutten, Orangenscheiben, Sternanis. Beeren von Eibe, Stechpalme oder Liguster bleiben draußen. Wenn es nicht friert, kommt die Form für vier Stunden waagerecht ins Gefrierfach. Am häufigsten rutscht die Schnur heraus, weil sie oben schwimmt. Drück beide Enden unter einen Zweig, dann frieren sie mit ein. In der Krippe ist das eine dankbare Idee, weil schon die Jüngsten selbst hineinlegen können und nichts falsch werden kann.

Das brauchst Du
  • Ein flacher Deckel oder eine Kuchenform mit 12 bis 20 cm Durchmesser
  • Eine Kanne mit kaltem Wasser
  • Zwei kleine Tannen- oder Kiefernzweige
  • Eine Handvoll Hagebutten
  • Eine Orangenscheibe, etwa 0,5 cm dick
  • Paketschnur, 40 cm

So geht es

Kinderhände legen Hagebutten zu Tannenzweigen in eine flache Blechform
Erst legen, dann gießen: So bleibt alles dort, wo Dein Kind es haben wollte.
  1. Stelle die Form auf ein Tablett, damit Du sie später tragen kannst, ohne dass etwas überschwappt.
  2. Lege Zweige, Hagebutten und die Orangenscheibe so in die Form, dass der Boden locker bedeckt ist. Bei Kindern unter drei bleibst Du wegen der Beeren direkt daneben sitzen.
  3. Lege die Schnur zu einer Schlaufe und drücke beide Enden etwa 4 cm tief zwischen die Zweige, die Schlaufe hängt über den Rand.
  4. Gieße langsam Wasser hinein, bis es 2 cm hoch steht und alles gerade bedeckt ist.
  5. Trage das Tablett nach draußen an einen frostigen, ebenen Platz oder stelle die Form ins Gefrierfach.
  6. Halte die Form am nächsten Morgen kurz mit der Unterseite unter lauwarmes Wasser, bis die Eisscheibe sich löst.
  7. Fertig ist der Anhänger, wenn das Eis durch und durch hart ist, die Schnur beim Anheben hält und die Scheibe draußen frei an einem Ast hängt.

Wenn es zu leicht wird: Ältere Kinder legen ein Muster: einen Kranz aus Zweigen am Rand, die Orange in die Mitte. Oder sie probieren aus, was mit abgekochtem Wasser passiert – es friert meist klarer als Leitungswasser.

Für Jüngere: Nimm für die Kleinsten eine Muffinform aus Blech: In jede Mulde kommen nur ein Zweig und zwei Hagebutten, Du legst die Schnur ein und gießt auf.

Schneemänner für drinnen

Ein Schneemann braucht keinen Schnee. Hier entsteht er aus Wolle, aus einer Socke, aus Fingerabdrücken und auf Kronkorken – viermal anders, und keiner davon schmilzt.

Das Schneemann-Gesicht aus Eisstielen und Wolle

ab 5 Jahren  ·  40 Minuten plus eine Stunde Trockenzeit · mittel
Das Schneemann-Gesicht aus Eisstielen und Wolle — Ein achteckiger Rahmen aus acht hellen Holz-Eisstielen, etwa 13 cm gross, l
Kreuz und quer gewickelt – und die Möhrennase darf weit über den Rand hinausragen.

Acht Eisstiele werden zu einem achteckigen Rahmen verklebt und so lange mit weißer Wolle umwickelt, bis ein dichtes Netz entsteht. Darauf kommen zwei Augen, ein Mund aus Papierpunkten und eine lange orangefarbene Nase. Am Fenster aufgehängt, scheint das Licht durch die Fäden.

Den Rahmen klebst Du am besten schon am Vortag oder mit dem Kind zusammen vor einer Pause, denn er muss vollständig trocken sein, bevor gewickelt wird – sonst zieht die Wolle ihn auseinander. Knote auch den Anfang des Fadens selbst fest. Beim Wickeln hakt es selten an der Technik, eher an der Geduld: Nach zwanzig Runden sieht es noch dünn aus. Es braucht etwa sechzig, bis das Gesicht darauf hält. Für eine Gruppe lohnt es sich, die Wolle in Stücke von 10 m zu teilen und auf Pappstreifen zu wickeln, damit sich nichts verheddert.

Das brauchst Du
  • Acht Eisstiele aus Holz, je etwa 11 cm lang
  • Weiße Wolle, etwa 10 m
  • Holzleim oder flüssiger Bastelkleber ohne Lösungsmittel
  • Tonpapier in Orange und Schwarz, je ein Rest von 10 x 10 cm
  • Eine Kinderschere
  • Ein Flaschendeckel zum Umfahren der Augen

So geht es

  1. Lege vier Eisstiele zu einem Quadrat, bei dem sich die Enden an jeder Ecke 1 cm überlappen, und klebe die Ecken zusammen. Baue aus den anderen vier ein zweites Quadrat.
  2. Gib auf die Mitte jeder Seite des ersten Quadrats einen Tropfen Kleber und lege das zweite Quadrat um eine Achteldrehung versetzt darauf, sodass ein Stern mit acht Ecken entsteht.
  3. Lass den Rahmen eine Stunde flach liegen, bis nichts mehr wackelt.
  4. Knote das Fadenende an einem Stiel fest und wickle die Wolle kreuz und quer über den Rahmen, jedes Mal um eine andere Ecke, etwa sechzig Runden lang.
  5. Schneide den Faden ab und verknote das Ende auf der Rückseite mit einem der gespannten Fäden.
  6. Schneide aus dem orangefarbenen Papier ein Dreieck von 2 cm Breite und 8 cm Länge, aus dem schwarzen zwei Kreise in Deckelgröße und fünf kleine Punkte für den Mund.
  7. Klebe Augen, Nase und Mund auf die Wolle. Fertig ist das Gesicht, wenn kaum noch Lücken im Netz sind und die Papierteile halten, wenn Du den Rahmen senkrecht hochhebst.

Wenn es zu leicht wird: Wer schon sicher wickelt, baut aus drei gekreuzten Eisstielen noch eine kleine Schneeflocke dazu und hängt sie mit einem Faden unter das Gesicht.

Für Jüngere: Klebe den Rahmen allein und wickle die ersten zehn Runden vor. Dein Kind wickelt weiter und sucht aus vorgeschnittenen Teilen das Gesicht zusammen.

Der Schneemann aus der Socke

ab 4 Jahren  ·  30 Minuten plus eine Nacht Trockenzeit · mittel
Der Schneemann aus der Socke — Ein etwa 15 cm hoher Schneemann aus einer weissen, mit Reis gefuellten Socke steht auf einem h
Mit Reis gefüllt steht er von allein – und liegt gut in der Hand.

Eine einzelne weiße Socke, deren Partner die Waschmaschine behalten hat, wird mit Reis gefüllt und mit zwei Gummibändern in Bauch und Kopf geteilt. Die abgeschnittene Sockenspitze wird zur Mütze, ein Stoffstreifen zum Schal. Der Schneemann ist schwer genug, um als Türstopper für die Kinderzimmertür zu taugen.

Du schneidest die Socke vorher zu und schließt das untere Ende. Das Einfüllen ist der schönste und zugleich der heikelste Teil: Ohne Hilfe landet die Hälfte auf dem Boden. Stülpe den Sockenrand über ein Trinkglas, dann bleibt die Öffnung von selbst weit, und Dein Kind kann mit einem Löffel oder Becher einfüllen. Stell alles auf ein Tablett mit Rand. Die Knöpfe halten erst am nächsten Tag richtig, also nicht gleich damit spielen lassen.

Das brauchst Du
  • Eine weiße Erwachsenensocke ohne Löcher
  • Reis, etwa 400 g
  • Drei Gummibänder
  • Ein Stoffstreifen von 2 x 25 cm
  • Drei Knöpfe und flüssiger Bastelkleber ohne Lösungsmittel
  • Wasserfeste Filzstifte in Schwarz und Orange

So geht es

Eine Kinderhand löffelt Reis in eine weiße Socke, die über ein Glas gestülpt ist
Das Glas hält die Socke offen – so landet der Reis drin und nicht unterm Tisch.
  1. Schneide die Socke an der Ferse quer durch – das übernimmst Du. Den Schaft brauchst Du für den Körper, die Fußspitze wird die Mütze.
  2. Drehe den Schaft auf links, binde ein Ende mit einem Gummiband fest zu und drehe ihn wieder auf rechts, sodass der Knubbel innen liegt.
  3. Stülpe die offene Seite über ein Trinkglas und fülle den Reis löffelweise ein, bis etwa 3 cm unter den Rand.
  4. Nimm die Socke vom Glas und verschließe sie oben mit dem zweiten Gummiband.
  5. Teile den Körper mit dem dritten Gummiband: zwei Drittel unten als Bauch, ein Drittel oben als Kopf.
  6. Binde den Stoffstreifen als Schal über das mittlere Gummiband und setze die Fußspitze als Mütze auf den Kopf.
  7. Male Augen, Mund und Nase auf und klebe die Knöpfe auf den Bauch. Bei Kindern unter drei bleibst Du wegen der Knöpfe daneben sitzen. Fertig ist der Schneemann, wenn er von allein steht und die Knöpfe am nächsten Morgen fest sitzen.

Wenn es zu leicht wird: Kinder ab sechs nähen die Knöpfe mit einer stumpfen Sticknadel und doppeltem Faden an, statt sie zu kleben, und flechten den Schal aus drei Wollfäden.

Für Jüngere: Fülle und binde die Socke selbst und überlass Deinem Kind das Anziehen: Schal umlegen, Mütze aufsetzen, Gesicht aufmalen. Die Knöpfe ersetzt Du durch drei gemalte Punkte.

Die gemalte Schneekugel aus Fingerabdrücken

ab 2 Jahren  ·  20 Minuten plus 30 Minuten Trockenzeit · leicht
Die gemalte Schneekugel aus Fingerabdrücken — Ein hellblaues Blatt Tonpapier im Format DIN A4 liegt auf einem hellen Holztisc
Daumen für den Schneemann, kleiner Finger für die Flocken.

Auf hellblauem Papier entsteht ein großer Kreis mit Sockel, und in diesem Kreis eine kleine Winterlandschaft: ein Schneemann aus zwei Daumenabdrücken, zwei Tannen aus grünen Tupfen, darüber Schnee aus vielen weißen Punkten. Der Kreis gibt dem Bild einen Rahmen, und die Kleinen wissen dadurch, wo es hingehört.

Du zeichnest den Kreis um einen Teller vor und klebst den Sockel auf. Stell die Fingerfarbe in zwei flachen Deckeln bereit, jeweils nur einen Teelöffel – aus einem vollen Topf kommt der Finger tropfend heraus, und die Abdrücke werden zu Pfützen. Das Gesicht des Schneemanns kann erst gemalt werden, wenn das Weiß trocken ist. Leg deshalb eine Pause mit Händewaschen ein. Mit einer Gruppe klappt es am besten zu viert am Tisch, ein feuchter Lappen je Kind.

Das brauchst Du
  • Hellblaues Tonpapier, ein Bogen DIN A4
  • Dunkelblaues Tonpapier, ein Rest von 6 x 14 cm
  • Fingerfarbe in Weiß und Grün
  • Ein Teller mit etwa 17 cm Durchmesser und ein schwarzer Filzstift
  • Ein orangefarbener Buntstift
  • Ein Klebestift und ein feuchter Lappen

So geht es

  1. Lege den Teller umgekehrt auf die obere Hälfte des hellblauen Blattes und umfahre ihn mit dem schwarzen Filzstift.
  2. Schneide aus dem dunkelblauen Papier ein Trapez, unten 13 cm und oben 9 cm breit, 5 cm hoch, und klebe es als Sockel unter den Kreis.
  3. Tupfe mit dem Daumen in die weiße Farbe und setze unten in die Mitte des Kreises zwei Abdrücke übereinander – Bauch und Kopf des Schneemanns.
  4. Tupfe links und rechts davon mit dem Zeigefinger grüne Punkte zu zwei Tannen: unten drei nebeneinander, darüber zwei, oben einer.
  5. Wische den Finger ab und verteile mit dem kleinen Finger weiße Schneepunkte im ganzen Kreis, am Boden dichter.
  6. Lass alles 30 Minuten trocknen und male dann mit dem Filzstift Augen, Knöpfe und zwei Ärmchen, mit dem Buntstift die Nase.
  7. Fertig ist die Schneekugel, wenn nichts mehr glänzt und beim Darüberstreichen keine Farbe am Finger bleibt.

Wenn es zu leicht wird: Ältere Kinder schneiden die Kugel samt Sockel aus und kleben eine Lage Klarsichtfolie über den Kreis. Oder sie denken sich eine eigene Szene aus: ein Haus, ein Schlitten, ein Vogel im Baum.

Für Jüngere: Mit Zweijährigen reichen der Kreis und eine Farbe. Dein Kind tupft Schnee, wohin es will, und Du ergänzt später den Schneemann an der Stelle, an der die meisten Tupfen sitzen.

Drei gewinnt mit Schneemännern und Schneeflocken

ab 5 Jahren  ·  40 Minuten plus eine Stunde Trockenzeit · mittel
Drei gewinnt mit Schneemännern und Schneeflocken — Ein blau bemaltes Kartonquadrat von 21 cm liegt auf einem hellen Holztisch
Zehn Kronkorken, ein Stück Karton – und der Nachmittag hat ein zweites Leben als Spiel.

Zehn Kronkorken werden innen bemalt: fünf bekommen ein Schneemanngesicht, fünf eine Schneeflocke auf hellblauem Grund. Das Spielbrett ist ein blau gestrichenes Stück Karton mit neun Feldern. Gespielt wird Drei gewinnt – wer zuerst drei eigene Steine in einer Reihe liegen hat, gewinnt die Runde.

Du sammelst die Kronkorken und sortierst verbogene aus, denn deren Rand kann scharf sein. Spül sie ab und trockne sie gut, sonst hält keine Farbe. Am schwierigsten ist das Malen auf der winzigen Fläche. Ein dicker Pinsel schmiert alles zu. Mit einem Wattestäbchen für den Grund und einem feinen wasserfesten Stift für das Gesicht kommen auch Fünfjährige zurecht. Die Grundfarbe muss ganz trocken sein, bevor das Gesicht daraufkommt.

Das brauchst Du
  • Zehn saubere Kronkorken
  • Fester Karton, ein Quadrat von 21 x 21 cm
  • Acrylfarbe oder deckende Schulmalfarbe in Blau und Weiß
  • Ein breiter Pinsel und fünf Wattestäbchen
  • Wasserfeste Filzstifte in Schwarz und Orange
  • Ein Lineal und ein Bleistift

So geht es

Eine Kinderhand tupft mit dem Wattestäbchen weiße Farbe in einen Kronkorken
Tupfen statt streichen: Das Wattestäbchen passt genau in den Kronkorken.
  1. Streiche den Karton mit dem breiten Pinsel blau an und lege ihn zum Trocknen beiseite.
  2. Tupfe mit einem Wattestäbchen weiße Farbe in die Innenseite von fünf Kronkorken, bis der Boden ganz bedeckt ist.
  3. Mische einen Klecks Weiß mit wenig Blau zu Hellblau und fülle damit die anderen fünf Kronkorken. Lass alle zehn eine Stunde trocknen.
  4. Miss auf dem trockenen Karton an jeder Seite 7 cm und 14 cm ab und ziehe mit Lineal und Bleistift zwei Linien längs und zwei quer, sodass neun Felder entstehen.
  5. Fahre die Linien mit einem Wattestäbchen und weißer Farbe in kleinen Punkten nach.
  6. Male in die weißen Kronkorken mit dem schwarzen Stift zwei Augen und einen Mund aus Punkten, mit dem orangefarbenen eine Nase. In die hellblauen kommt ein weißes Sternchen aus drei gekreuzten Strichen, getupft mit einem frischen Wattestäbchen.
  7. Fertig ist das Spiel, wenn sich nichts mehr klebrig anfühlt und die Kronkorken beim Aneinanderreiben keine Farbe abgeben. Bei jüngeren Geschwistern unter drei bleibt es außer Reichweite oder Du sitzt daneben.

Wenn es zu leicht wird: Größere Kinder nähen aus einem Stoffrest ein Säckchen für die Steine oder bemalen die Rückseite des Kartons mit einem Mühlebrett, für das sie zweimal neun Kronkorken gestalten.

Für Jüngere: Male Brett und Grundfarben vor. Dein Kind setzt nur die Gesichter und Flocken hinein – oder klebt stattdessen runde Aufkleber in zwei Farben in die Kronkorken.

Tiere im Schnee

Pinguin, Eisbär und Schnee-Eule leben dort, wo es das ganze Jahr kalt ist. Beim Basteln kommt fast immer die Frage, warum sie nicht frieren – ein guter Anlass, gemeinsam nachzuschauen.

Der Pinguin aus der Klopapierrolle

ab 3 Jahren  ·  25 Minuten plus 30 Minuten Trockenzeit · leicht
Der Pinguin aus der Klopapierrolle — Ein Pinguin aus einer Klopapierrolle steht auf einem hellen Holztisch, etwa 10 cm hoch
Schwarzer Frack, weißer Bauch, und der Schnabel klappt auf.

Die Rolle bekommt einen Mantel aus schwarzem Tonpapier, vorn ein weißes Oval als Bauch und einen Schnabel aus einem gefalteten orangefarbenen Quadrat. Zwei Flügel an den Seiten und zwei Füße unten, dann steht der Pinguin. Meist bleibt es nicht bei einem – eine Kolonie braucht mehrere, und Klopapierrollen gibt es genug.

Du schneidest für Dreijährige alle Teile zu, ab vier schneiden Kinder Oval und Flügel selbst. Es hakt beim Ummanteln: Tonpapier ist steif und springt wieder auf. Roll den Streifen vorher einmal über die Tischkante, dann schmiegt er sich an, und klemm die Naht mit zwei Wäscheklammern fest, bis der Kleber hält. In der Kita geht das gut mit der ganzen Gruppe, wenn die Streifen fertig liegen. Am Ende sieht trotzdem jeder Pinguin anders aus, weil Bauch und Augen nie an derselben Stelle sitzen.

Das brauchst Du
  • Eine leere Klopapierrolle
  • Schwarzes Tonpapier, ein halber Bogen DIN A4
  • Weißes Papier, ein Rest von 8 x 10 cm
  • Orangefarbenes Tonpapier, ein Rest von 8 x 8 cm
  • Flüssiger Bastelkleber ohne Lösungsmittel und zwei Wäscheklammern
  • Eine Kinderschere und ein schwarzer Filzstift

So geht es

  1. Schneide aus dem schwarzen Tonpapier einen Streifen von 10 x 16 cm und zwei schmale Ovale von 2 x 6 cm für die Flügel.
  2. Ziehe den Streifen einmal über die Tischkante, bestreiche ihn mit Kleber und drücke ihn rund um die Rolle. Klemme die Naht oben und unten mit je einer Wäscheklammer fest.
  3. Schneide aus dem weißen Papier ein Oval von 6 x 9 cm und klebe es vorn auf die Rolle, die Naht liegt hinten.
  4. Schneide aus dem orangefarbenen Papier ein Quadrat von 3 x 3 cm, falte es über die Diagonale und klebe eine Hälfte ins obere Drittel des Bauchs, sodass die andere als Schnabel absteht.
  5. Schneide zwei orangefarbene Herzen von 3 cm Breite als Füße und klebe sie mit der Spitze nach hinten unter den Rand der Rolle.
  6. Klebe die Flügel nur am oberen Ende links und rechts an die Rolle, damit sie unten abstehen, und male über dem Schnabel zwei Augen auf.
  7. Fertig ist der Pinguin, wenn Du die Klammern abnehmen kannst, ohne dass die Naht aufspringt, und er auf seinen Füßen steht.

Wenn es zu leicht wird: Ältere Kinder bauen eine ganze Familie: Für ein Küken wird eine Rolle auf 5 cm gekürzt und mit grauem Papier ummantelt. Aus einem weiß bemalten Eierkarton entsteht dazu die Eisscholle.

Für Jüngere: Statt die Rolle zu bekleben, malt Dein Kind sie mit schwarzer Fingerfarbe an. Bauch und Schnabel schneidest Du vor, aufgeklebt wird am nächsten Tag.

Der Eisbär aus dem Pappteller

ab 2 Jahren  ·  25 Minuten plus eine Stunde Trockenzeit · leicht
Der Eisbär aus dem Pappteller — Ein Eisbaerengesicht aus einem weissen Pappteller mit 23 cm Durchmesser liegt auf einem helle
Gerissenes Küchenpapier wird zum Zottelfell – je unordentlicher, desto echter.

Ein weißer Pappteller ist das Gesicht, zwei Halbkreise sind die Ohren, eine Mulde aus dem Eierkarton wird zur Schnauze. Das Fell entsteht aus Küchenpapier, das in Fetzen gerissen und aufgekleistert wird. Reißen und Kleistern sind zwei Dinge, die schon Zweijährige mit Hingabe tun, und beides darf hier ungenau sein.

Du schneidest die Eierkartonmulde heraus und die Ohren zu. Rühr den Kleister eine halbe Stunde vorher an, damit er quellen kann, oder nimm verdünnten Bastelkleber. Der Stolperstein ist die Schnauze: Auf nassem Kleister rutscht sie weg. Kleb sie deshalb zuerst auf, lass sie zehn Minuten anziehen, und erst dann kommt das Fell drumherum. In der Krippe klappt das gut in kleinen Runden mit drei Kindern – der Kleistertopf steht in der Mitte, jedes Kind hat seinen eigenen Pinsel.

Das brauchst Du
  • Zwei weiße Pappteller mit etwa 23 cm Durchmesser
  • Eine Mulde aus einem Eierkarton
  • Drei Blatt weißes Küchenpapier
  • Tapetenkleister oder flüssiger Bastelkleber ohne Lösungsmittel, mit einem breiten Pinsel
  • Schwarzes Tonpapier, ein Rest von 6 x 6 cm
  • Ein schwarzer Filzstift

So geht es

Kinderhände kleistern Fetzen aus Küchenpapier auf den Pappteller mit Schnauze
Nicht glatt streichen: Die Knitterfalten sind das Fell.
  1. Schneide aus dem Rand des zweiten Tellers zwei Halbkreise von etwa 7 cm Breite als Ohren und klebe sie von hinten oben links und rechts an den ersten Teller.
  2. Schneide eine Mulde aus dem Eierkarton, bestreiche ihren Rand dick mit Kleber und drücke sie etwas unterhalb der Tellermitte fest. Lass sie zehn Minuten anziehen.
  3. Reiße das Küchenpapier in Fetzen, ungefähr so groß wie eine Kinderhand.
  4. Streiche den Teller rund um die Schnauze mit Kleister ein und drücke die Fetzen leicht zerknittert darauf, bis kein glatter Teller mehr zu sehen ist.
  5. Tupfe noch einmal dünn Kleister über das Fell, damit die Ränder der Fetzen anliegen.
  6. Schneide aus dem schwarzen Papier ein Oval von 2 x 3 cm als Nase und zwei Kreise von 2 cm als Augen. Klebe die Nase auf die Spitze der Schnauze, die Augen darüber.
  7. Fertig ist der Eisbär, wenn das Fell trocken und fest ist, sich leicht rau anfühlt und die Schnauze nicht mehr wackelt.

Wenn es zu leicht wird: Ältere Kinder schneiden die Augen aus dem Teller heraus, knoten links und rechts ein Gummiband an und haben eine Maske. Das Ausstechen der Augenlöcher übernimmst Du.

Für Jüngere: Lass die Schnauze weg und male die Nase mit dem Filzstift direkt auf. Dein Kind reißt und kleistert, Ohren und Augen setzt Du zum Schluss dazu.

Der Winterbaum mit getupftem Schnee

ab 2 Jahren  ·  25 Minuten plus 30 Minuten Trockenzeit · leicht
Der Winterbaum mit getupftem Schnee — Ein dunkelblauer Tonkarton im Format DIN A4 liegt hochkant auf einem hellen Holztisch
Kahle Äste aus Packpapier, und dann schneit es – so lange, wie Dein Kind möchte.

Auf nachtblauem Karton steht ein kahler Baum aus gerissenem Packpapier. Der Schnee kommt mit einem Bündel Wattestäbchen: Fünf Stück werden mit einem Gummiband zusammengehalten, in weiße Farbe getaucht und aufs Blatt getupft. Mit jedem Tupfer fallen fünf Flocken auf einmal, und nach wenigen Minuten liegt Schnee auf den Ästen und am Boden.

Du reißt für die Jüngsten Stamm und Äste vor oder zeichnest auf der Rückseite des Packpapiers Linien an, entlang derer gerissen wird. Papier reißt in eine Richtung gerade und in die andere schief. Probier vorher aus, wie Dein Stück läuft. Schwierig wird es, wenn der Schnee auf noch feuchten Kleister trifft und alles verschmiert. Fünf Minuten Wartezeit zwischen Kleben und Tupfen reichen. Für eine Gruppe ist die Idee dankbar, weil sie wenig Material braucht und jedes Kind selbst entscheidet, ob es leise rieselt oder ein Schneesturm tobt.

Das brauchst Du
  • Dunkelblauer Tonkarton, ein Bogen DIN A4
  • Braunes Packpapier oder eine Papiertüte, ein Stück von 20 x 20 cm
  • Weiße Fingerfarbe oder Schulmalfarbe in einem flachen Deckel
  • Fünf Wattestäbchen und ein Gummiband
  • Ein Klebestift oder Kleister mit Pinsel

So geht es

  1. Reiße aus dem Packpapier einen Streifen von etwa 4 x 16 cm als Stamm und sechs bis acht schmale Streifen von 1 x 8 cm als Äste.
  2. Lege den blauen Karton hochkant hin und klebe den Stamm so auf, dass unten 4 cm Platz für den Schneeboden bleiben.
  3. Klebe die Äste schräg nach oben an den Stamm, die längeren unten, die kürzeren oben, und reiße aus den Resten kleine Zweige dazu.
  4. Bündle die fünf Wattestäbchen mit dem Gummiband, sodass alle Köpfe auf einer Höhe sind.
  5. Tauche das Bündel flach in die weiße Farbe und tupfe Schnee auf die Äste und in den Himmel.
  6. Tupfe am unteren Rand dicht an dicht, bis eine geschlossene Schneedecke entsteht.
  7. Fertig ist das Bild, wenn die Farbe matt geworden ist und Du mit dem Finger darüberfahren kannst, ohne dass etwas verwischt.

Wenn es zu leicht wird: Ältere Kinder malen den Baum mit Pinsel und brauner Farbe und setzen einen Vogel aus einem roten Daumenabdruck auf einen Ast. Wer mag, stellt in den Schnee noch einen Hasen aus weißem Papier.

Für Jüngere: Klebe den Baum selbst auf und gib Deinem Kind nur das Tupfbündel. Für Krippenkinder ist das Schneien die eigentliche Arbeit.

Die Schnee-Eule aus dem Kiefernzapfen

ab 3 Jahren  ·  20 Minuten plus eine Stunde Trockenzeit · leicht
Die Schnee-Eule aus dem Kiefernzapfen — Eine Schnee-Eule aus einem grossen braunen Kiefernzapfen steht aufrecht auf einem hel
Watte zwischen den Schuppen, zwei große Augen – und der Zapfen schaut zurück.

Ein offener Kiefernzapfen steht aufrecht auf seiner breiten Seite. Zwischen die Schuppen wird gezupfte Watte gestopft, bis er rundherum weiß gefiedert aussieht. Zwei große Augen und ein kleiner Schnabel machen aus ihm eine Schnee-Eule, die auf der Fensterbank oder dem Jahreszeitentisch sitzen kann.

Du sorgst vorher dafür, dass der Zapfen trocken und weit geöffnet ist. Feuchte Zapfen schließen sich, und dann passt keine Watte hinein. Zwei Tage auf der Heizung genügen. Wackelt er, schneidest Du unten ein Stück vom Stiel ab. Schwierig sind die Augen: Auf den unebenen Schuppen halten sie nur, wenn sie auf einem Wattepolster sitzen. Lass Dein Kind also erst stopfen und dann kleben. Mit einer Gruppe klappt das, wenn die Watte schon in kleinen Flocken in einer Schale liegt. Vom ganzen Bausch zupfen sich Dreijährige sonst faustgroße Stücke ab.

Das brauchst Du
  • Ein großer, offener Kiefernzapfen
  • Eine Handvoll weiße Watte
  • Weißes und schwarzes Tonpapier, je ein Rest von 6 x 6 cm
  • Orangefarbenes Tonpapier, ein Rest von 3 x 3 cm
  • Flüssiger Bastelkleber ohne Lösungsmittel
  • Eine Kinderschere und ein Flaschendeckel zum Umfahren

So geht es

Eine Kinderhand stopft weiße Watte zwischen die Schuppen eines Kiefernzapfens
Tief hineinschieben: Was fest zwischen den Schuppen sitzt, braucht keinen Kleber.
  1. Stelle den Zapfen auf die breite Seite und prüfe, ob er steht. Wenn nicht, kürzt Du den Stiel mit einer Gartenschere – das ist Deine Aufgabe.
  2. Zupfe die Watte in Flocken, ungefähr so groß wie eine Walnuss.
  3. Schiebe die Flocken mit dem Finger tief zwischen die Schuppen, rundherum und von unten nach oben, bis aus jeder Lücke etwas Weiß herausschaut.
  4. Umfahre den Flaschendeckel zweimal auf dem weißen Papier und schneide die Kreise aus. Schneide aus dem schwarzen Papier zwei Kreise von 1 cm und klebe sie als Pupillen darauf.
  5. Schneide aus dem orangefarbenen Papier ein Dreieck mit 1,5 cm Seitenlänge für den Schnabel.
  6. Gib im oberen Drittel des Zapfens zwei Tropfen Kleber auf die Watte, drücke die Augen nebeneinander fest und klebe den Schnabel mit der Spitze nach unten dazwischen. Bei Kindern unter drei bleibst Du wegen der kleinen Papierteile dabei.
  7. Fertig ist die Eule, wenn Augen und Schnabel beim vorsichtigen Antippen nicht mehr verrutschen und der Zapfen sicher steht.

Wenn es zu leicht wird: Ältere Kinder schneiden zwei Flügel aus Filz oder Wellpappe und kleben sie seitlich zwischen die Schuppen. Mit kleinen Zapfen von Lärche oder Erle entstehen dazu die Eulenküken.

Für Jüngere: Schneide Augen und Schnabel vor und setze die Klebepunkte. Dein Kind stopft die Watte – das ist ohnehin der Teil, der am längsten Freude macht.

So wird der Bastelnachmittag im Winter entspannt

Bereite vor, bevor Du Dein Kind an den Tisch rufst. Zuschneiden, Kleister anrühren, Farbe in flache Deckel füllen: Das dauert zehn Minuten und entscheidet darüber, ob Dein Kind gleich loslegen kann oder erst zusehen muss, wie Du suchst. Ein Tablett mit Rand für jede Bastelei hält zusammen, was sonst über den ganzen Tisch wandert, und macht das Aufräumen kürzer.

Weiß ist die Farbe des Winters und zugleich die, die am schnellsten schmutzig aussieht. Stell weiße Farbe deshalb immer in einem eigenen Deckel hin und gib einen eigenen Pinsel oder ein frisches Wattestäbchen dazu. Dunkelblauer Karton als Untergrund verzeiht viel, auf ihm leuchtet auch ein verwischter Tupfer noch.

Rechne die Trockenzeit mit ein. Viele der Ideen haben zwei Teile – erst kleben oder malen, später das Gesicht dazu. Für Kinder unter vier ist das Warten schwerer als das Basteln selbst. Leg den ersten Teil vor das Mittagessen oder vor den Spaziergang, dann ist die Pause gefüllt und das Stück trocken, wenn ihr zurückkommt.

Lass das Ergebnis so, wie es geworden ist. Ein Schneemann mit drei Augen oder ein Pinguin mit dem Schnabel am Bauch ist nicht misslungen, sondern von Deinem Kind gemacht. Wenn Du nachbesserst, lernt es vor allem, dass seine Version nicht gereicht hat. Hilf dort, wo es um Sicherheit geht oder wo Dein Kind Dich darum bittet, und halte Dich sonst zurück.

Und geht vorher nach draußen. Wer am Vormittag Raureif auf einem Blatt gesehen, eine gefrorene Pfütze aufgetreten oder im Tierbuch einen Eisbären angeschaut hat, bastelt am Nachmittag etwas, das er kennt. Dann kommen auch die Fragen von allein: warum jede Schneeflocke sechs Zacken hat und weshalb Pinguine auf dem Eis keine kalten Füße bekommen.

Häufige Fragen

Was kann man im Winter mit Kindern basteln, das nicht weihnachtlich ist?

Alles, was mit Schnee, Eis und Wintertieren zu tun hat: Schneeflocken aus Papier oder Wattestäbchen, Schneemänner aus Wolle oder einer Socke, Pinguine, Eisbären, Schnee-Eulen und Winterbäume. Diese Motive passen von Dezember bis Ende Februar und müssen nach den Feiertagen nicht abgehängt werden.

Ab welchem Alter können Kinder beim Winterbasteln mitmachen?

Ab etwa zwei Jahren, wenn die Aufgabe aus Tupfen, Reißen, Kleistern oder Hineinlegen besteht. Der Winterbaum mit Tupfschnee, der Eisbär aus dem Pappteller und der Eisanhänger sind dafür gedacht. Schneiden mit der Kinderschere klappt meist ab drei bis vier Jahren, Wickeln und feines Malen ab etwa fünf.

Welches Material sollte ich für Winterbasteleien im Haus haben?

Weißes Papier, dunkelblauer Tonkarton, weiße Farbe, Watte und Wattestäbchen, lösemittelfreier Bastelkleber und eine Kinderschere mit runder Spitze decken fast alles ab. Dazu kommt, was sich im Haushalt ansammelt: Klopapierrollen, Pappteller, Eierkartons, Kronkorken, eine einzelne Socke.

Wie bastelt man eine Schneeflocke aus Papier?

Zeichne um einen Teller einen Kreis auf dünnes Papier und schneide ihn aus. Falte ihn dreimal zur Hälfte, bis ein schmales Tortenstück entsteht, und schneide kleine Dreiecke und Halbkreise in die Faltkanten. Wichtig ist, dass zwischen den Kerben immer ein Steg stehen bleibt. Beim Auffalten zeigt sich die Flocke mit acht Zacken.

Klappt Winterbasteln auch mit einer ganzen Kita-Gruppe?

Ja, wenn das Material vorher abgezählt bereitliegt und höchstens vier Kinder gleichzeitig am Tisch sitzen. Gut geeignet sind das Schneebild mit Wachsmalkreide, der Winterbaum, die Schneeflocke aus Wattestäbchen und der Pinguin aus der Klopapierrolle. Der Socken-Schneemann und das Kronkorken-Spiel brauchen mehr Hilfe und passen besser in eine Kleingruppe.

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