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Irgendwann im Dezember kommt die Frage: Was schenken wir Oma? Und meist ist die ehrlichste Antwort etwas, das Dein Kind selbst gemacht hat. Nicht, weil Gekauftes schlechter wäre, sondern weil ein Vierjähriger mit seinem Geschenk in der Hand vor der Tür steht und weiß: Das ist von mir. Dieses Gefühl bekommt man nicht, wenn Mama abends heimlich nachbessert.
Deshalb sind hier nur Ideen gesammelt, bei denen der größte Teil der Arbeit in Kinderhänden liegt. Bei jeder steht, was Du vorbereitest, welchen Schritt ein Erwachsener übernimmt und wo es erfahrungsgemäß hakt. Die meisten Zutaten liegen schon in der Küche, im Bad oder im Altpapier: Eisstiele, ein Marmeladenglas, eine Walnuss, ein Eierkarton.
Die zwölf Geschenke sind nach Beschenkten geordnet – Großeltern, Eltern, Erzieherin oder Lehrerin. Fest ist diese Zuordnung nicht, der Opa freut sich über die Knetseife genauso. Bei jeder Idee findest Du eine leichtere Variante für Zwei- und Dreijährige und eine Richtung für Grundschulkinder, sodass auch Geschwister am selben Tisch arbeiten können.
- Der Fotostern aus Holzstielen
- Das Schneemann-Lesezeichen aus dem Holzspatel
- Die Schneekugel im Schraubglas
- Die Kerze mit eigener Zeichnung
Für Oma und Opa
Großeltern heben auf, was die Enkel machen – oft jahrelang. Deshalb passen hier Dinge, die einen festen Platz bekommen: am Baum, im Buch, auf der Fensterbank. Und bei denen man auch in zehn Jahren noch sieht, wie klein die Hände damals waren.
Der Fotostern aus Holzstielen

Sechs Eisstiele werden zu zwei Dreiecken geklebt und versetzt aufeinandergelegt. In der Mitte bleibt ein sechseckiges Fenster frei, und genau dahinter sitzt ein Foto Deines Kindes. Ein Faden oben dran, fertig ist ein Baumanhänger, der bei den Großeltern Jahr für Jahr wieder aus der Kiste geholt wird.
Vorher druckst oder suchst Du ein Foto heraus, auf dem das Gesicht etwa fünf Zentimeter groß ist. Die Stiele malt Dein Kind am besten schon am Vortag an, dann klebt es nicht mit nassen Fingern. Es hakt fast immer an derselben Stelle: Das Dreieck verrutscht, solange der Kleber nass ist. Leg ein Buch darauf und geht zehn Minuten etwas anderes machen.
- Sechs Eisstiele aus Holz, etwa 11 cm lang
- Wasserfarbe oder Fingerfarbe in Gelb
- Lösemittelfreier Bastelkleber
- Ein Foto, auf dem das Gesicht etwa 5 cm groß ist
- Eine Kinderschere und ein Glas mit 7 cm Durchmesser
- 30 cm Faden oder dünnes Geschenkband
So geht es
- Male alle sechs Holzstiele auf beiden Seiten gelb an und lass sie auf Zeitungspapier trocknen.
- Lege drei Stiele zu einem Dreieck, sodass sich die Enden etwa einen halben Zentimeter überlappen, und klebe sie an den drei Ecken zusammen.
- Klebe aus den anderen drei Stielen ein zweites, gleich großes Dreieck und lass beide zehn Minuten unter einem Buch anziehen.
- Drehe das zweite Dreieck auf den Kopf, lege es so auf das erste, dass ein Stern mit sechs Zacken entsteht, und klebe es an den sechs Kreuzungspunkten fest.
- Stelle das Glas auf das Foto, umfahre es mit dem Stift und schneide den Kreis mit der Kinderschere aus.
- Klebe das Foto von hinten auf den Stern, sodass das Gesicht durch das Fenster in der Mitte schaut, und knote den Faden an eine der Zacken.
- Fertig ist der Stern, wenn Du ihn am Faden hochheben kannst und sich nichts mehr gegeneinander verschiebt.
Wenn es zu leicht wird: Schulkinder schreiben mit feinem Filzstift die Jahreszahl und ihren Namen auf einen der Stiele und verzieren die Zacken mit Punkten aus Glitzerkleber. Wer mag, baut gleich eine Reihe – jedes Jahr ein Stern.
Für Jüngere: Für Zwei- und Dreijährige reicht ein einzelnes Dreieck in Grün: Das wird ein Tannenbaum mit Foto, und es muss nichts genau aufeinanderpassen.
Das Schneemann-Lesezeichen aus dem Holzspatel

Ein breiter Holzspatel wird weiß angemalt, bekommt einen schwarzen Hut, zwei Augen, eine Möhrennase und einen Schal aus Wolle. Der Schneemann steckt später im Buch, nur der Kopf schaut oben heraus. Für Großeltern, die abends lesen oder Kreuzworträtsel lösen, ist das ein Geschenk, das wirklich benutzt wird.
Du brauchst deckende Farbe: Mit dünner Wasserfarbe scheint das Holz durch, und der Schneemann sieht grau aus. Deckweiß aus dem Malkasten oder weiße Fingerfarbe funktioniert. Zeichne mit Bleistift eine Linie zwei Zentimeter unter dem oberen Rand, bis dorthin geht der Hut. Das Gesicht kommt erst, wenn das Weiß ganz trocken ist, sonst verläuft der Filzstift.
- Ein Holzspatel, etwa 15 cm lang und 2 cm breit, oder ein breiter Eisstiel
- Deckweiß oder weiße Fingerfarbe und ein Pinsel
- Ein schwarzer und ein orangefarbener Filzstift
- 20 cm rote Wolle
- Ein Bleistift
So geht es

- Zeichne mit Bleistift einen Querstrich 2 cm unter dem oberen Ende des Spatels – das wird die Hutkrempe.
- Male den Spatel unterhalb des Strichs auf beiden Seiten weiß an und lass ihn auf dem Rand eines Tellers liegend trocknen.
- Male das Stück oberhalb des Strichs mit dem schwarzen Filzstift aus und ziehe den Strich selbst etwas dicker nach.
- Tupfe direkt unter dem Hut zwei schwarze Augen auf, male darunter ein orangefarbenes Dreieck als Nase und fünf kleine Punkte als Mund.
- Binde die Wolle 5 cm unter dem Hut einmal um den Spatel, mache einen Doppelknoten und lass die Enden als Schal hängen.
- Fertig ist das Lesezeichen, wenn die Farbe beim Darüberstreichen nicht mehr am Finger bleibt und der Schal nicht rutscht.
Wenn es zu leicht wird: Ältere Kinder machen eine ganze Familie: einen Nikolaus mit roter Mütze, ein Rentier in Braun, einen Pinguin. Auf die Rückseite passt in Druckbuchstaben „Für Opa“ und die Jahreszahl.
Für Jüngere: Bei Zweijährigen malst Du Hut und Gesicht, Dein Kind streicht den Spatel weiß an – das ist für dieses Alter Arbeit genug und es bleibt trotzdem sein Schneemann.
Die Schneekugel im Schraubglas

Im Deckel eines Marmeladenglases klebt eine kleine Figur, das Glas ist mit Wasser und Glitzer gefüllt. Umgedreht und auf den Deckel gestellt, schneit es. Kinder suchen sich die Figur selbst aus der Spielzeugkiste aus, und genau das macht das Geschenk persönlich: Oma bekommt den Dinosaurier im Schnee, weil Dein Kind es so wollte.
Das Kleben ist Deine Aufgabe, und zwar am Vortag: Heißkleber oder wasserfester Alleskleber muss über Nacht aushärten, bevor Wasser dazukommt. Prüfe vorher, ob das Glas dicht ist – mit Wasser füllen, zuschrauben, zehn Minuten kopfüber auf Küchenpapier stellen. Glycerin aus der Apotheke lässt den Schnee langsamer fallen; ohne geht es auch, dann ist der Schneefall nach drei Sekunden vorbei. Und nimm abgekochtes oder destilliertes Wasser, sonst wird es nach einigen Wochen trüb.
- Ein Schraubglas mit dicht schließendem Deckel, etwa 250 ml
- Eine kleine Plastikfigur, höchstens 5 cm hoch
- Heißkleber oder wasserfester Alleskleber
- Abgekochtes, abgekühltes Wasser
- Ein Teelöffel Glycerin
- Ein Teelöffel grober Glitzer in Weiß oder Silber
So geht es
- Ein Erwachsener klebt die Figur mit Heißkleber mittig auf die Innenseite des Deckels und lässt sie über Nacht aushärten.
- Stelle das Glas in eine Schüssel und fülle es bis 1 cm unter den Rand mit dem abgekühlten Wasser.
- Gib den Teelöffel Glycerin dazu und rühre mit einem Löffelstiel um.
- Streue den Glitzer ins Wasser – ein Teelöffel reicht, bei mehr sieht man die Figur nicht mehr.
- Tauche die Figur am Deckel kopfüber ins Glas und schraube den Deckel so fest zu, wie Du kannst; ein Erwachsener dreht noch einmal nach.
- Fertig ist die Schneekugel, wenn sie zehn Minuten auf dem Deckel steht und das Küchenpapier darunter trocken bleibt.
Wenn es zu leicht wird: Größere Kinder bauen eine kleine Szene: einen Sockel aus einem Flaschendeckel, darauf die Figur und daneben ein Stück von einem Plastik-Tannenzweig. Der Deckelrand bekommt außen ein Band oder einen Streifen Filz.
Für Jüngere: Jüngere Kinder suchen die Figur aus und streuen den Glitzer hinein. Das Eingießen übernimmst Du mit einem Messbecher, dann bleibt der Tisch trocken.
Die Kerze mit eigener Zeichnung

Dein Kind malt mit Filzstiften auf Seidenpapier, das Bild wird um eine weiße Stumpenkerze gelegt und mit dem Föhn eingeschmolzen. Das Wachs zieht durch das dünne Papier, und am Ende sieht die Zeichnung aus, als wäre sie direkt auf die Kerze gemalt. Kinder staunen jedes Mal, und Großeltern fragen, wie das geht.
Klebe das Seidenpapier vor dem Malen mit zwei Streifen Klebeband auf ein normales Blatt, sonst reißt es unter dem Stift. Das Föhnen übernimmst Du: Die Kerze wird warm, und man muss sie ruhig drehen. Der häufigste Fehler ist zu viel weißer Rand um das Motiv – der bleibt als matte Fläche sichtbar. Schneide also dicht an der Zeichnung entlang. Angezündet wird die Kerze später nur von Erwachsenen und auf einem feuerfesten Teller.
- Eine weiße Stumpenkerze, etwa 12 cm hoch und 6 cm dick
- Weißes Seidenpapier, ein Stück von 10 x 18 cm
- Filzstifte in kräftigen Farben
- Ein Stück Backpapier, etwa 20 x 30 cm
- Ein Föhn
- Eine Kinderschere und Klebeband
So geht es

- Klebe das Seidenpapier mit zwei Streifen Klebeband an den Ecken auf ein Blatt Schreibpapier, damit es beim Malen nicht verrutscht.
- Male mit den Filzstiften ein Bild, das höchstens 8 cm hoch ist – Tannenbäume, Sterne, ein Haus im Schnee –, und drücke dabei nur leicht auf.
- Löse das Seidenpapier vom Blatt und schneide mit der Kinderschere dicht um die Zeichnung herum.
- Lege das Bild mit der bemalten Seite nach außen an die Kerze und wickle das Backpapier straff darum, sodass Du es hinten wie einen Griff zusammenhalten kannst.
- Ein Erwachsener föhnt nun auf heißer Stufe aus 5 cm Abstand über das Bild, bis das Backpapier an dieser Stelle dunkel und glänzend wird, und dreht die Kerze langsam weiter.
- Zieh das Backpapier ab, solange es noch warm ist. Fertig ist die Kerze, wenn Du mit dem Finger keinen Papierrand mehr spürst.
Wenn es zu leicht wird: Schulkinder schreiben einen Namen oder „Frohe Weihnachten“ dazu. Die Schrift bleibt richtig herum, weil die bemalte Seite außen liegt – aber die Buchstaben müssen klein und sauber sein, Korrigieren geht nicht.
Für Jüngere: Jüngere Kinder tupfen einfach bunte Punkte auf das Seidenpapier. Du schneidest einen Streifen daraus, und die Kerze bekommt eine gepunktete Bauchbinde.
Für Mama und Papa
Das Schwierige an Elterngeschenken ist die Geheimhaltung. Diese vier Ideen lassen sich gut mit dem anderen Elternteil, mit der Patentante oder an einem Nachmittag bei Oma machen – und sie sind klein genug, um bis Heiligabend in einer Schuhschachtel zu verschwinden.
Knetseife-Sterne im Glas

Aus Duschgel, Speiseöl und Speisestärke entsteht ein glatter Teig, der sich kneten und ausstechen lässt wie Plätzchenteig. Die Sterne kommen in ein Schraubglas, und beim Händewaschen nimmt man einen heraus und knetet ihn unter Wasser, bis er schäumt. Für Eltern ist das ein Geschenk, das im Bad steht und tatsächlich aufgebraucht wird.
Stell alles abgemessen bereit, denn mit klebrigen Fingern nach der Stärke zu suchen, endet im Chaos. Die Menge an Stärke schwankt je nach Duschgel: Fang mit vier Esslöffeln an und gib löffelweise mehr dazu, bis der Teig nicht mehr an den Händen klebt. Sag Deinem Kind vorher deutlich, dass das Seife ist – der Teig sieht nach Marzipan aus und riecht gut. Die Sterne halten etwa vier bis sechs Wochen, danach werden sie bröckelig. Bastelt also erst im Dezember.
- Zwei Esslöffel Duschgel
- Ein Esslöffel Speiseöl
- Vier bis sechs Esslöffel Speisestärke
- Ein Stern-Ausstecher, etwa 4 cm
- Eine Schüssel und ein Nudelholz
- Ein kleines Schraubglas mit Deckel
So geht es
- Gib das Duschgel und das Öl in die Schüssel und verrühre beides mit einem Löffel.
- Rühre vier Esslöffel Speisestärke unter, bis ein krümeliger Teig entsteht.
- Knete den Teig mit den Händen und gib löffelweise Stärke dazu, bis er glatt ist und nicht mehr an den Fingern klebt.
- Rolle den Teig auf einer mit Stärke bestäubten Fläche etwa 1 cm dick aus.
- Stich Sterne aus, knete die Reste zusammen und rolle sie noch einmal aus, bis nichts mehr übrig ist.
- Lass die Sterne über Nacht auf einem Teller liegen. Fertig sind sie, wenn sie sich außen trocken anfühlen und beim Hochheben nicht mehr verbiegen; dann kommen sie ins Glas.
Wenn es zu leicht wird: Ältere Kinder teilen den Teig und färben eine Hälfte mit zwei Tropfen Lebensmittelfarbe. Zwei Farben nur kurz miteinander verknetet ergeben marmorierte Sterne. Dazu ein selbst geschriebenes Etikett fürs Glas.
Für Jüngere: Für die Jüngsten rührst und knetest Du den Teig vor. Ausrollen und Ausstechen kennen sie vom Plätzchenbacken und schaffen es allein.
Die Wolltanne aus der Klopapierrolle

Eine Klopapierrolle wird aufgeschnitten, zu einem spitzen Kegel gedreht und dicht mit Wolle umwickelt. Von der Pappe sieht man danach nichts mehr. Als Stamm dient ein Korken, obendrauf sitzt ein Stern aus Papier. Zwei oder drei davon in unterschiedlichen Größen sehen aus wie gekauft – und Dein Kind hat trotzdem jede Runde selbst gewickelt.
Den Kegel formst Du: Die Pappe ist störrisch, und man braucht kräftige Finger und Klebeband, um die Spitze geschlossen zu bekommen. Danach schneidest Du den unteren Rand gerade, damit die Tanne steht. Beim Wickeln rutscht die Wolle an der steilen Spitze gern nach unten. Deshalb wird von unten nach oben gewickelt, und das letzte Stück bekommt reichlich Kleber.
- Eine leere Klopapierrolle
- Grüne Wolle, etwa 6 m
- Lösemittelfreier Bastelkleber und ein Pinsel
- Klebeband
- Ein Weinkorken
- Ein Rest gelbes Tonpapier, 4 x 4 cm, und eine Kinderschere
So geht es

- Ein Erwachsener schneidet die Klopapierrolle der Länge nach auf, dreht sie zu einem Kegel mit geschlossener Spitze und etwa 5 cm Öffnung unten und fixiert die Naht mit Klebeband.
- Schneide den unteren Rand rundherum gerade ab, bis der Kegel von allein steht.
- Streiche die unteren 3 cm des Kegels mit Kleber ein, drücke den Anfang der Wolle fest und wickle Runde an Runde dicht nebeneinander.
- Streiche das nächste Stück ein und wickle weiter nach oben; schiebe die Runden mit dem Fingernagel zusammen, wenn Pappe durchscheint.
- Gib an der Spitze einen dicken Tropfen Kleber auf, wickle die letzten Runden hinein, schneide den Faden ab und drücke das Ende zehn Sekunden fest.
- Schneide aus dem gelben Tonpapier einen Stern von 3 cm, klebe ihn an die Spitze und setze die Tanne auf den Korken.
- Fertig ist die Tanne, wenn Du sie am Stern hochheben kannst und sich keine Runde mehr verschiebt.
Wenn es zu leicht wird: Größere Kinder fädeln vor dem Wickeln zehn kleine Holzperlen auf die Wolle und schieben beim Wickeln alle paar Runden eine als Christbaumkugel an ihren Platz. Oder sie wechseln nach der Hälfte die Farbe.
Für Jüngere: Mit dicker Wolle ist die Tanne in der halben Zeit umwickelt. Bei jüngeren Kindern streichst Du den Kleber auf und hältst den Kegel, Dein Kind führt nur den Faden.
Die Karte mit der Lichterkette aus Fingerabdrücken

Über eine Klappkarte läuft eine geschwungene schwarze Linie, das Kabel. Daran entlang tupft Dein Kind mit der Fingerkuppe bunte Punkte: die Lämpchen. Zum Schluss bekommt jeder Punkt einen kurzen schwarzen Strich als Fassung. Die Karte ist in einer Viertelstunde fertig und gehört zu den wenigen Geschenken, die schon Zweijährige fast allein schaffen.
Die Linie ziehst Du oder Dein Kind vorher, und zwar mit einem wasserfesten Stift, sonst verschmiert sie unter der Farbe. Gib die Farben in Klecksen auf einen Teller und leg ein feuchtes Tuch daneben: Wer vor jedem Farbwechsel den Finger abwischt, bekommt klare Farben statt Braun. Wenn die Punkte zerlaufen, war zu viel Farbe am Finger. Einmal auf Schmierpapier vortupfen hilft.
- Weißer Tonkarton, ein Bogen DIN A5
- Ein wasserfester schwarzer Filzstift
- Fingerfarbe in Rot, Gelb, Grün und Blau
- Ein flacher Teller
- Ein feuchtes Tuch
So geht es
- Falte den Tonkarton in der Mitte zu einer Klappkarte von etwa 10,5 x 15 cm und streiche den Falz mit dem Fingernagel glatt.
- Ziehe mit dem schwarzen Filzstift eine Linie mit drei, vier weiten Bögen quer über die Vorderseite, von einem Rand zum anderen.
- Gib von jeder Fingerfarbe einen Klecks in der Größe einer Münze auf den Teller.
- Tippe mit der Kuppe des Zeigefingers in eine Farbe und drücke sie dicht unter die Linie; setze im Abstand von etwa 2 cm die nächsten Punkte und wechsle dabei die Farbe.
- Wische den Finger vor jeder neuen Farbe am Tuch ab und lass die Karte danach eine halbe Stunde offen liegen.
- Male an jeden trockenen Punkt einen kurzen schwarzen Strich, der ihn mit der Linie verbindet. Fertig ist die Karte, wenn jedes Lämpchen am Kabel hängt.
Wenn es zu leicht wird: Schulkinder schreiben innen einen eigenen Gruß und ziehen die Lichterkette über Vorder- und Rückseite weiter. Mit einer zweiten Linie und nur gelben Punkten wird daraus ein Sternenhimmel über einem gemalten Haus.
Für Jüngere: Bei den ganz Kleinen ziehst Du Linie und Fassungen und führst die Hand nicht – die Punkte landen dann eben mal über, mal unter dem Kabel. Das sieht nach einer echten Lichterkette aus.
Das Walnuss-Rentier für den Baum

Eine ganze Walnuss hat schon die richtige Form für einen Rentierkopf: unten die Spitze als Schnauze, oben die breite Stirn. Dazu kommen ein Geweih aus braunem Tonpapier, eine rote Nase und zwei Punktaugen. Am roten Band hängt das Rentier am Baum der Eltern, und zwar jedes Jahr wieder, denn eine Walnuss hält ewig.
Auf der glatten, runden Schale hält Bastelkleber nur, wenn man jedes Teil eine Minute festdrückt. Das schaffen Vierjährige bei der Nase, beim Geweih wird es fummelig. Die Bandschlaufe klebst deshalb Du mit Heißkleber an, und wenn die Geduld knapp ist, auch das Geweih. Die Nase ist ein Kleinteil: Sitzen jüngere Geschwister mit am Tisch, bleibst Du daneben und zählst die Kügelchen.
- Eine ganze Walnuss
- Braunes Tonpapier, ein Stück von 6 x 4 cm
- Rotes Seidenpapier oder Krepppapier, 4 x 4 cm
- Ein schwarzer Filzstift
- 15 cm rotes Geschenkband
- Bastelkleber, eine Kinderschere und Heißkleber für den Erwachsenen
So geht es

- Ein Erwachsener klebt das zur Schlaufe gelegte Band mit einem Tropfen Heißkleber oben auf das breite Ende der Nuss.
- Falte das braune Tonpapier einmal in der Mitte und schneide mit der Kinderschere ein Geweih mit drei Zacken aus, etwa 3 cm hoch – so erhältst Du zwei gleiche Teile.
- Knülle das rote Seidenpapier zwischen den Fingern zu einem festen Kügelchen von knapp 1 cm.
- Gib einen Tropfen Bastelkleber auf die Spitze der Nuss, setze die rote Nase darauf und drücke sie eine Minute lang fest; bei Kindern unter drei sitzt dabei ein Erwachsener direkt daneben.
- Klebe die beiden Geweihteile links und rechts neben das Band und halte sie fest, bis sie von allein stehen.
- Tupfe mit dem Filzstift zwei Augen in die Mitte der Nuss. Fertig ist das Rentier, wenn es am Band hängt und beim leichten Schütteln nichts abfällt.
Wenn es zu leicht wird: Wer sicher schneidet, macht das Geweih aus braunem Filz und gibt dem Rentier einen winzigen Schal aus Wolle. Drei Rentiere an einem Zweig ergeben ein kleines Gespann.
Für Jüngere: Schneide das Geweih vor und klebe es selbst an. Dein Kind knüllt die Nase, klebt sie auf und malt die Augen – das Gesicht ist ohnehin der schönste Teil.
Für die Erzieherin oder die Lehrerin
Eine Erzieherin bekommt im Dezember von zwanzig Familien etwas. Was bleibt, ist selten die Pralinenschachtel, sondern das Kleine, das ein Kind erkennbar selbst gemacht hat. Diese vier Stücke passen in eine Hand und an jeden Schlüsselbund, Zweig oder Schreibtisch.
Der Wichtel aus dem Eierkarton

In jedem Eierkarton stehen zwischen den Mulden spitze Kegel. Einer davon, rot angemalt, ist schon fast ein Wichtel: Die ganze Spitze ist die Mütze, unten kommt ein Bart aus Watte dran und mittendrauf eine Nase. Augen braucht er nicht, die sitzen unter der Mütze. Für die Erzieherin ist das ein Geschenk aus Dingen, die sonst im Altpapier landen, und es passt in eine Jackentasche.
Die Kegel schneidest Du vorher heraus, der Karton ist für Kinderscheren zu zäh. Schneide unten gerade, damit der Wichtel steht. Rote Fingerfarbe deckt auf grauem Karton gut, Wasserfarbe muss dick angerührt sein. Mit einer ganzen Gruppe klappt das problemlos: Ein Zehnerkarton liefert vier Kegel, die Kinder malen am ersten Tag und kleben am zweiten. In der Krippe bleiben Kleinteile weg, dort wird die Nase aus Watte gedreht.
- Ein Eierkarton aus grauer Pappe
- Rote Fingerfarbe und ein dicker Pinsel
- Ein Wattebausch
- Eine Holzperle von 1 cm oder ein Stück Seidenpapier in Rosa, 4 x 4 cm
- Lösemittelfreier Bastelkleber
So geht es
- Ein Erwachsener schneidet mit einer spitzen Schere einen der Kegel aus der Mitte des Eierkartons und kürzt den unteren Rand gerade, sodass der Kegel etwa 5 cm hoch ist und steht.
- Stecke zwei Finger von unten in den Kegel und male ihn rundherum rot an, bis kein Grau mehr zu sehen ist.
- Stelle den Kegel zum Trocknen auf Zeitungspapier und warte etwa eine Stunde.
- Zupfe vom Wattebausch ein Stück von der Größe einer Walnuss ab und ziehe es zu einem flachen Dreieck auseinander.
- Streiche vorne auf das untere Drittel des Kegels Kleber und drücke den Wattebart darauf, sodass er unten etwas übersteht.
- Klebe die Perle oder ein fest geknülltes Kügelchen aus Seidenpapier als Nase an den oberen Rand des Bartes; bei Kindern unter drei übernimmt das ein Erwachsener oder sitzt direkt daneben.
- Fertig ist der Wichtel, wenn er allein steht und die Nase beim Antippen nicht verrutscht.
Wenn es zu leicht wird: Ältere Kinder ziehen mit einer Nadel einen Faden durch die Spitze und machen einen Baumanhänger daraus, oder sie bemalen die Mütze nach dem Trocknen mit weißen Punkten und setzen eine kleine Watte-Bommel obenauf.
Für Jüngere: Für Krippenkinder reicht das Anmalen. Bart und Nase klebst Du am nächsten Tag an, während Dein Kind zuschaut und die Watte zupft.
Der Sternenbaum aus Salzteig

Fünf Sterne aus Salzteig, jeder etwas kleiner als der vorige, bekommen ein Loch in die Mitte und werden waagerecht auf eine Schnur gefädelt. Zwischen den Sternen sitzt jeweils eine Holzperle als Abstandhalter. Von der Seite gesehen ergibt das einen kleinen Tannenbaum, der sich am Fenstergriff oder an einem Zweig langsam dreht.
Den Teig knetest Du am besten schon am Morgen, er lässt sich nach einer Stunde Ruhe besser ausrollen. Hast Du keine Ausstecher in mehreren Größen, schneidest Du mit dem Messer aus einem großen Stern rundherum einen kleineren – oder ihr nehmt fünf gleiche Sterne, dann wird es eine Sternenkette. Das Loch muss vor dem Backen hinein und groß genug sein, denn es schrumpft im Ofen. Ein Trinkhalm ist genau richtig. In der Kita backst Du die Sterne über Mittag, bemalt und gefädelt wird am nächsten Tag in Kleingruppen.
- Zwei Tassen Mehl, eine Tasse Salz, eine Tasse Wasser
- Stern-Ausstecher in zwei bis fünf Größen, von etwa 3 bis 8 cm
- Ein Trinkhalm und ein Nudelholz
- Wasserfarben in Grün und ein Pinsel
- Vier Holzperlen mit großem Loch
- 60 cm Paketschnur
So geht es

- Verknete Mehl, Salz und Wasser in einer Schüssel zu einem glatten Teig, der nicht mehr klebt, und rolle ihn etwa einen halben Zentimeter dick aus.
- Stich fünf Sterne in abnehmender Größe aus und lege sie auf ein Blech mit Backpapier.
- Stanze mit dem Trinkhalm in die Mitte jedes Sterns ein Loch und puste den Teigpfropfen aus dem Halm.
- Ein Erwachsener backt die Sterne bei 120 Grad Ober- und Unterhitze etwa zwei Stunden, wendet sie nach der Hälfte der Zeit und lässt sie auf dem Blech auskühlen.
- Male die Sterne auf beiden Seiten mit grüner Wasserfarbe an und lass sie zwanzig Minuten trocknen.
- Knote ein Ende der Schnur dreifach, fädle den größten Stern auf, dann eine Perle, dann den nächstkleineren Stern – immer im Wechsel bis zum kleinsten; bei Kindern unter drei sitzt wegen der Perlen ein Erwachsener direkt daneben.
- Binde oben eine Schlaufe. Fertig ist der Baum, wenn er an der Schnur gerade hängt und die Sterne beim Klopfen hell klingen statt dumpf.
Wenn es zu leicht wird: Schulkinder drücken vor dem Backen mit einer Gabel oder einem Zahnstocher Muster in den Teig und setzen nach dem Bemalen weiße Punkte als Schnee auf die Zacken. Ein kleiner gelber Stern als Spitze schließt den Baum ab.
Für Jüngere: Jüngere Kinder stechen nur aus und malen an. Das Auffädeln machst Du, oder ihr hängt die Sterne einzeln an kurze Fäden – dann braucht es kein Loch in der Mitte, sondern eines an einer Zacke.
Der Schneemann aus dem LED-Teelicht

Ein weißes LED-Teelicht wird auf die Seite gedreht betrachtet: Die runde Fläche ist das Gesicht, die kleine orange Flamme in der Mitte die Möhrennase. Dein Kind malt Augen und Mund dazu, klebt eine Mütze aus Filz an, und hinten kommt ein Band zum Aufhängen dran. Schaltet man das Licht ein, leuchtet die Nase. Erzieherinnen hängen so etwas an die Pinnwand im Gruppenraum, und die Kinder zeigen jedem Besuch, welcher ihrer ist.
Auf dem glatten Kunststoff hält nur ein wasserfester Stift. Probier ihn vorher auf der Unterseite aus und lass das Gesicht eine Minute trocknen, bevor jemand darüberwischt. Das Band hält mit Bastelkleber nicht dauerhaft, nimm Heißkleber oder starkes doppelseitiges Klebeband. Achte darauf, dass Schalter und Batteriefach frei bleiben, und dass das Batteriefach zu ist und zu bleibt: Knopfzellen gehören nicht in Kinderhände.
- Ein weißes LED-Teelicht mit orangefarbener Flamme
- Ein wasserfester schwarzer Filzstift
- Ein Rest Filz oder Tonpapier in Rot, 5 x 5 cm
- 25 cm schmales Geschenkband
- Bastelkleber und eine Kinderschere
- Heißkleber oder doppelseitiges Klebeband für den Erwachsenen
So geht es
- Prüfe, ob das Teelicht leuchtet, und schalte es wieder aus; das Batteriefach bleibt geschlossen.
- Halte das Teelicht so, dass die runde Fläche mit der Flamme zu Dir zeigt, und tupfe mit dem Filzstift zwei Augen oberhalb der Flamme auf.
- Setze unterhalb der Flamme fünf kleine Punkte in einem Bogen als Mund und lass alles eine Minute trocknen.
- Schneide aus dem roten Filz ein Dreieck mit etwa 4 cm Seitenlänge und klebe es als Mütze an den oberen Rand, sodass die Spitze übersteht.
- Ein Erwachsener klebt das zur Schlaufe gelegte Band mit Heißkleber oder doppelseitigem Klebeband an die Seitenwand hinter der Mütze – nicht über den Schalter.
- Fertig ist der Schneemann, wenn er an der Schlaufe hängt, die Mütze hält und sich das Licht noch ein- und ausschalten lässt.
Wenn es zu leicht wird: Größere Kinder geben dem Schneemann Ohrenschützer aus einem Stück Pfeifenputzer und zwei Wattekugeln oder schneiden statt der Mütze einen Zylinder aus schwarzem Tonpapier. Mit braunem Geweih wird aus derselben Idee ein Rentier mit Leuchtnase.
Für Jüngere: Für Dreijährige reichen Augen und Mund. Die Mütze schneidest Du zu, und Dein Kind entscheidet, wie schief sie sitzen darf.
Der Fadenstern auf Karton

In eine runde Kartonscheibe werden fünf Löcher gestochen, gleichmäßig im Kreis. Mit Nadel und Wolle näht Dein Kind von Loch zu Loch und lässt dabei immer eines aus. Nach fünf Stichen auf der Vorderseite ist ein fünfzackiger Stern entstanden. Das ist die Idee für Vorschulkinder und die Grundschule: Sie verlangt Mitdenken, und der Moment, in dem der Stern sich schließt, ist jedes Mal eine Überraschung.
Die Löcher stichst Du vor, mit einer dicken Nadel oder einem Handbohrer auf einer Korkunterlage. Schreib auf die Rückseite mit Bleistift die Zahlen 1 bis 5 im Uhrzeigersinn neben die Löcher, das spart viel Sucherei. Es hakt, wenn der Faden zu lang ist und sich verknotet: Ein Meter genügt. Und verknote das Fadenende an der Nadel, sonst rutscht sie alle zwei Stiche heraus. In der Klasse klappt das gut, wenn Du die Scheiben vorbereitet mitbringst und die Regel einmal an der Tafel zeigst.
- Fester Karton, etwa 12 x 12 cm, zum Beispiel die Rückwand eines Zeichenblocks
- Ein Glas mit etwa 10 cm Durchmesser und ein Bleistift
- Wolle in Rot, 1 m
- Eine stumpfe Sticknadel mit großem Öhr
- Eine Kinderschere
- Eine dicke Nadel zum Vorstechen und 20 cm Faden zum Aufhängen
So geht es

- Stelle das Glas auf den Karton, umfahre es mit dem Bleistift und schneide den Kreis aus.
- Ein Erwachsener sticht fünf Löcher im gleichen Abstand in die Scheibe, je 1,5 cm vom Rand entfernt – eines oben, zwei auf halber Höhe links und rechts, zwei unten –, dazu ein sechstes dicht am oberen Rand für den Aufhänger.
- Schreibe auf die Rückseite neben die fünf Löcher im Uhrzeigersinn die Zahlen 1 bis 5.
- Fädle die Wolle ein, verknote das lange Ende dick und stich von hinten durch Loch 1 nach vorne.
- Führe den Faden vorne zu Loch 3 und stich hinein, gehe hinten zu Loch 5 und komm dort wieder heraus – die Regel heißt: immer ein Loch überspringen, abwechselnd vorne und hinten.
- Nähe so weiter: vorne von 5 zu 2, hinten zu 4, vorne von 4 zu 1, hinten zu 3, vorne von 3 zu 5, hinten zu 2, vorne von 2 zu 4.
- Verknote den Faden auf der Rückseite und knüpfe den Aufhänger an. Fertig ist der Stern, wenn vorne fünf straffe Linien fünf Zacken bilden.
Wenn es zu leicht wird: Wer den Fünfzackstern beherrscht, bekommt eine Scheibe mit acht Löchern und probiert selbst aus, was passiert, wenn man zwei Löcher überspringt. Zwischen zwei Stichen aufgefädelte Perlen sitzen später auf den Linien des Sterns.
Für Jüngere: Für Jüngere ziehst Du auf der Vorderseite die fünf Linien dünn mit Bleistift vor. Dann müssen sie nicht zählen, sondern nur den Strichen nachnähen.
Damit es wirklich das Geschenk Deines Kindes bleibt
Die schwierigste Aufgabe beim Geschenkebasteln ist, die eigenen Hände stillzuhalten. Der Stern klebt schief, der Schneemann hat drei Augen, die Lichterkette hängt halb über dem Kabel. Lass es so. Großeltern und Erzieherinnen erkennen sofort, ob ein Kind etwas gemacht hat oder ein Erwachsener, und sie freuen sich über das Erste. Deine Arbeit liegt vor dem Basteln: Material bereitlegen, zuschneiden, was zu schwer ist, und den einen Schritt mit Heißkleber oder Föhn übernehmen.
Lass Dein Kind entscheiden, wer was bekommt. Wenn ein Dreijähriger findet, dass die Erzieherin die Schneekugel mit dem Dinosaurier braucht, dann hat er über sie nachgedacht – und darum geht es beim Schenken. Hilfreich ist eine Frage wie: Was macht Opa gern? Aus der Antwort ergibt sich das Lesezeichen oft von selbst.
Fang früh an und plane kurz. Eine halbe Stunde am Tisch ist für die meisten Kindergartenkinder die Grenze, und fast jede Idee hier braucht eine Trockenzeit. Zwei kurze Nachmittage sind besser als ein langer: am ersten malen oder kneten, am zweiten kleben und fertigstellen. Wer Ende November beginnt, bastelt ohne Druck. Nur die Knetseife macht ihr besser erst im Dezember, sie hält nicht ewig.
Zum Geschenk gehört das Einpacken. Packpapier, das Dein Kind mit Kartoffelstempeln oder Fingertupfen bedruckt hat, ein Butterbrotbeutel mit einem Stück Wolle zugebunden, ein Schraubglas mit selbst geschriebenem Etikett – das reicht völlig. Auch Kinder, die noch nicht schreiben, können unterschreiben: mit einem Fingerabdruck oder dem Anfangsbuchstaben, den Du mit Bleistift vorzeichnest.
Und dann die Übergabe. Lass Dein Kind das Päckchen selbst tragen und selbst überreichen, auch wenn es dabei verlegen wird oder das Geschenk schon an der Garderobe verrät. Sag nichts dazu, erkläre nichts, entschuldige nichts. Der Moment gehört den beiden.
Häufige Fragen
Ab welchem Alter können Kinder Weihnachtsgeschenke selbst basteln?
Ab etwa zwei Jahren, wenn die Idee passt. Die Karte mit der Lichterkette aus Fingerabdrücken und der Wichtel aus dem Eierkarton gelingen schon Zweijährigen, weil sie nur tupfen oder anmalen müssen. Ab drei kommen Kneten, Ausstechen und einfaches Kleben dazu, ab vier Wickeln und Schneiden. Nähen mit Nadel und Faden wie beim Fadenstern klappt meist ab fünf.
Welche Bastelgeschenke eignen sich für die Grundschule?
Solche, bei denen man mitdenken oder genau arbeiten muss: der Fadenstern auf Karton, die Kerze mit eigener Zeichnung, der Sternenbaum aus Salzteig und die Wolltanne. Grundschulkinder können außerdem selbst beschriften – ein Name, eine Jahreszahl oder ein kurzer Gruß machen aus dem Bastelstück ein persönliches Geschenk.
Was kann mein Kind der Erzieherin zu Weihnachten basteln?
Etwas Kleines, das wenig Platz braucht und nicht verdirbt. Ein Wichtel aus dem Eierkarton, ein Schneemann aus dem LED-Teelicht oder ein Sternenbaum aus Salzteig passen in eine Hand und finden im Gruppenraum oder zu Hause einen Platz. Wichtiger als die Größe ist, dass Dein Kind es erkennbar selbst gemacht hat und selbst überreicht.
Wie viel darf ich beim Basteln helfen?
So viel, wie nötig ist, damit Dein Kind weiterarbeiten kann – und nicht mehr. Du bereitest vor, schneidest zu, was für die Kinderschere zu fest ist, und übernimmst alles mit Heißkleber, Föhn, Backofen oder spitzer Nadel. Anmalen, Kleben, Wickeln, Tupfen und die Entscheidung über Farben bleiben beim Kind, auch wenn das Ergebnis schief wird.
Wann sollten wir mit dem Basteln der Geschenke anfangen?
Am besten Ende November oder in der ersten Adventswoche. Fast alle Ideen brauchen eine Trockenzeit, und mit zwei kurzen Terminen pro Geschenk bleibt es entspannt. Eine Ausnahme ist die Knetseife: Sie hält nur vier bis sechs Wochen und wird am besten ein bis zwei Wochen vor Weihnachten gemacht.